

Das Haushaltabkommen der Provinz hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Die Zuschlaghundertstel auf die Immobiliensteuer werden für das kommende Jahr erhöht.
Vor diesem Hintergrund erinnerte die frischgebackene Deutschsprachige Provinzialrätin Evelyn JADIN an die Unabdingbarkeit einer guten Verhandlungsbasis für ein neues Kooperationsabkommen zwischen der Provinz und der DG.
„Aus der Regierungserklärung ergeht, dass die Provinz im Dienste der Gemeinden und der Bürger stehe, so ist es mehr als selbstverständlich, dass diese auch als erste einen finanziellen Rückfluss erhalten und man direkt auf ihre Bedürfnisse eingeht“, so die liberale Provinzialrätin.
Im Rahmen der zukünftigen Verhandlungen sei es demnach auch für Evelyn JADIN unerlässlich die unterschiedlichen Beträge des Abkommens im Proporz zu den zusätzlichen Einnahmen der Provinz zu erhöhen.
Sie fügte hinzu, dass die Verhandlungen im gegenseitigen Respekt geführt werden müssen und dass ein zukünftiges Abkommen die Provinz und die DG nicht daran hindere gemeinsame Projekte in die Wege zu leiten!
In seiner etwas knappen Replik entgegnete der Präsident des Provinzialkollegiums André GILLES (PS) der jungen Provinzialrätin, dass er und seine Kollegen des Provinzialkollegiums durchaus bemüht seien ein konstruktives Verhältnis mit den Verantwortlichen der Regierung der DG aufzubauen, dass es aber auch wichtig bleibe innerhalb der Konferenz der deutschsprachigen Bürgermeister die Kontakte zu intensivieren und punktuelle Projekte voranzutreiben. Ausserdem hoffe GILLES inständigst, dass es bei den Forderungen der deutschsprachigen Repräsentanten nicht nur um Margeret Tatcher’s Prämisse "I want my moneyback ! Now!" ginge, sondern dass die Zusammenarbeit zwischen DG und Provinz auch in Zukunft bedeute, dass man sich solidarisch zeige und im Sinne des Bürgers handle.
„Für mich ist diese Antwort natürlich nicht befriedigend, dennoch zeigt sie, dass man seitens der Provinz - im Gegensatz zur Vergangenheit - nun durchaus bereit ist Weichen zu stellen und nach Lösungen zu suchen um den deutschsprachigen Institutionen mehr Rechnung zu tragen“
Für Evelyn JADIN war dies aber nur ein Auftakt der Interpellationen, die sie in Zukunft im Provinzialrat stellen möchte, denn nur durch Hartnäckigkeit und Respekt ist viel zu erwirken.
Steuerbefreiung der pensionsberechtigten belgischen Zwangssoldaten aus dem zweiten Weltkrieg – Van Ackere zeigt Einsicht und verspricht bei einem zukünftigen Treffen mit seinem deutschen Homologen die Steuerbefreiung zu formalisieren- Föderalabgeordnete Jadin zeigt sich vorerst zufrieden.
Schon seit mehreren Monaten setzt sich die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin für ehemalige belgische Zwangssoldaten, die im Zweiten Weltkrieg in die Wehrmacht einbezogen wurden, ein. Die Problematik: Die deutsche Regierung hat im Jahre 2010 entschieden, sämtliche pensionsberechtigte Ausländer, die in Deutschland gearbeitet haben, auf ihre Renten zu besteuern. Diese Kategorie schloss zunächst belgische Zwangsarbeiter und Zwangssoldaten mit ein. In ihrem Kampf gegen diese Ungerechtigkeit, konnte Jadin bereits bewirken, dass belgische Zwangsarbeiter in die Kategorie der „Opfer des Zweiten Weltkrieges“ aufgenommen wurden und demnach von der Rentensteuer befreit wurden. Allerdings müssen belgische Zwangssoldaten, die vornehmlich aus dem ostbelgischen Raum stammen, nach wie vor Steuer auf ihre Kriegsrente zahlen.
Jadin intervenierte seitdem mehrmals, um sowohl den Pensionsminister, den Außenminister, den Verteidigungsminister und natürlich den Finanzminister für dieses symbolträchtige Dossier zu sensibilisieren. Am Dienstag erfolgte dann auch endlich in Finanzausschuss der Kammer eine zuversichtliche Antwort für die Zwangssoldaten. Finanzminister Van Ackere revidierte seine zuletzt kategorische Meinung in Bezug auf die belgischen Zwangssoldaten, indem er diesmal ganz klar versprach diese ebenfalls in die Kategorie der „Kriegsopfer des Weltkrieges“ aufzunehmen, um somit bei seinem deutschen Homologen anlässlich eines bilateralen Treffens in Berlin Anfang 2013, eine Steuerbefreiung für die Zwangssoldaten zu erwirken.
Der belgische Pensionsdienst sei bereits beauftragt worden, eine Liste der betroffenen Personen zusammen zu stellen.
„Ich bin selbstverständlich erleichtert, dass die belgische Regierung eingesehen hat, dass auch die Zwangssoldaten, von denen die meisten aus Ostbelgien stammen, nun auch bald diese Steuerbefreiung auf ihr oft sehr kleine Kriegsrente erhalten werden. Allerdings betrifft die Problematik der Pensionsbesteuerung nicht nur Zwangsarbeiter und –Soldaten sondern auch alle Grenzgänger die überhaupt in Deutschland gearbeitet haben. Für Letztere scheint das Problem noch nicht gelöst und der Weg bis dahin wird noch mühselig sein, aber ich werde weiterhin auch in dieser Sache Einsatz zeigen“ so Kattrin Jadin.
Gesetzesentwurf der Ministerin Laruelle in Bezug auf die Frühpension von Selbstständigen wird bei Abstimmung in der Wirtschaftskommission unter Vize-Präsidentin Kattrin Jadin angenommen.
Vor etwa einem Jahr entschied das Parlament sich dazu, eine Rentenreform, welche die Bedingungen zum Renteneinstieg erschwert, einzuführen. Allerdings sollten diesbezüglich Übergangsperioden für diejenigen, die nur wenige Monate vor ihrem Renteneinstieg standen, festgelegt werden. Letzteres war bis heute noch nicht geschehen.
Daraufhin hat die Wirtschaftskommission der föderalen Kammer unter Vize-Präsidentin Kattrin Jadin Experten und Partner befragt. Das Ergebnis: Die Ministerin für Selbstständige, Sabine Laruelle, legte neulich einen Gesetzesentwurf vor, wonach neue Übergangsperioden und ähnliche Maßnahmen für Selbstständige, die kurz vor ihrem Renteneinstieg stehen, eingeführt werden sollen. Nachdem die Wirtschaftskommission über diesen Gesetzesentwurf abgestimmt hatte und die Vizepräsidentin Jadin dazu in der Plenarsitzung der Kammer interveniert war, hat auch Letztere den Entwurf verabschiedet.
Der Gesetzesentwurf betrifft vor allem die Frührente und besagt u. A., dass Personen im Alter von 57 bis 61 Jahren und die im 31.Dezember 2012 mindestens seit 32 Jahren berufstätig sind, ihren Frührenteneinstieg nicht um zwei Jahre verschieben müssen, sondern am bisher festgelegten Datum in Frührente gehen können.
Die Liberalen und die Grünen sind die großen Gewinner der Provinzwahlen in der DG. Bemerkenswert war am Sonntag auch, dass sich in der Eifel fast jeder dritte Wähler der Stimme enthielt. Die eindeutigen Zugpferde ihrer Parteien waren die Spitzenkandidaten Evelyn Jadin (PFF) und Daniel Franzen (CSP).
„Ich bin total überwältigt“, kommentierte PFF-Spitzenkandidatin Evelyn Jadin gestern Abend gegenüber dem GrenzEcho ihr Vorzugsstimmenergebnis von 5.681. „Ehrlichkeit währt am längsten. Wir waren die glaubwürdigste Partei und hatten das glaubwürdigste Programm“, so die 25-jährige Juristin. „Ich möchte mir im Provinzialrat nicht den Mund verbieten lassen und zu einem Sprachrohr für die DG werden“, kündigte Jadin selbstbewusst an. Sie betonte auch , dass ihr Erfolg das Ergebnis einer Teamarbeit sei.
Bei den Provinzwahlen in der DG hat die PFF die CSP auf Platz eins abgelöst.
Im Vergleich zu den letzten Provinzwahlen im Jahr 2006 steigerten die ostbelgischen Liberalen ihr Ergebnis im Wahldistrikt Eupen - dieser umfasst die beiden deutschsprachigen Kantone Eupen und St.Vith - von bislang 23,71 auf gut 32 Prozent. Die PFF übernahm damit den Platz an der Sonne von der CSP, die von 34,8 auf 31,52% abrutschte. CSP-Spitzenkandidat Daniel Franzen verbuchte mit 4.809 Vorzugsstimmen allerdings ein hervorragendes persönliches Resultat. „Ich war zwar der einzige Spitzenkandidat aus dem Süden der DG, hätte mir dieses Ergebnis aber nicht erträumen lassen. Deshalb bin ich sehr zufrieden.“ Die CSP habe sich nach dem Abschied des langjährigen Provinzialratsmitgliedes Johann Haas neu aufstellen müssen, suchte Franzen nach einer Erklärung für die verlorenen Prozentpunkte.
Zu den Gewinnern durfte sich auch Ecolo zählen, da die Grünen um knapp acht Prozentpunkte auf 21,37 Prozent zulegten. „Das ist ein tolles Ergebnis, das sehr ungewiss war, weil sich der Wahlkampf doch sehr eigenartig gestaltet hat“, meinte Ecolo-Spitzenkandidat Freddy Mockel. Eine positive Bilanz zog auch der SP-Spitzenkandidat Alfred Ossemann, obschon seine Partei im Vergleich zu 2006 leicht verlor (von 13,85 auf 13,3 Prozent). „Als Neuling bin ich damit zufrieden, weil die SP sich völlig neu aufgestellt hat“, so Ossemann.
Wer in den Lütticher Provinzialrat einzieht, stand am Abend noch nicht fest, da die vier deutschsprachigen Parteien mit ihren frankophonen Schwesterparteien in den Distrikten Verviers und Dison Listenverbindungen eingegangen sind, die dafür sorgen könnten, dass Stimmen aus dem einen Distrikt auf den anderen übertragen werden. Die Wahlwebsite der Wallonischen Region wies jedem der vier deutschsprachigen Spitzenkandidaten einen Sitz im Lütticher Provinzialrat zu, jedoch war dies mit Vorsicht zu genießen. Sicher erscheint lediglich, dass Evelyn Jadin und Daniel Franzen den Sprung ins Fürstbischöfliche Palais schaffen.
Mit 31,20 Prozent waren die Weiß-Wähler am Sonntag die drittstärkste „Kraft“ in der Eifel. Im Norden der DG enthielten sich knapp 16% der Wähler ihrer Stimme. „Mich überrascht das nicht, nachdem es im Wahlkampf fast schon offizielle Aufrufe zur Weißwahl gegeben hatte“, sagte Freddy Mockel, für den viele ProDG-Wähler in der Eifel mit weiß abgestimmt haben dürften.
Wer letztlich in den Lütticher Provinzialrat einzieht, stand am Abend noch nicht fest.
In den Augen von Evelyn Jadin „muss man diesen Aspekt zuerst gründlich analysieren, bevor man ihn interpretiert“. Daniel Franzen und Alfred Ossemann waren sich einig, dass eine Stimmenthaltung nichts bringt. „Mit einer Politik der leeren Stühle werden wir in Lüttich nichts erreichen. Ein Boykott dieser Provinzwahlen hätte uns gar nichts eingebracht. Da haben wir weder ein Mitspracherecht, noch einen Einfluss“, sagte Franzen.
(Quelle: www.grenzecho.net von Christian Schmitz)
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit heißt der nächste Kelmiser Bürgermeister Louis Goebbels. Damit würden die Liberalen (PFF - neun Sitze, plus sechs) die Christlich-Sozialen (CSP - sieben Sitze, minus fünf) nach mehr als einem halben Jahrhundert von der Macht verdrängen.
Die einzige Möglichkeit eines Machterhalts für die CSP wäre eine Mehrheitsbildung mit der SP (Rückgang von vier auf drei Sitze) und Ecolo (Status quo mit zwei Sitzen). Doch davon ging gestern Abend an der Göhl eigentlich niemand aus, denn Ecolo und die PFF, die es zusammen auf eine knappe Mehrheit von elf Mandaten im Rat bringen würden, machten keinen Hehl aus ihrer Sympathie füreinander.
„Es ist wie ein Erdbeben mit guten Folgen“ kommentierte der große Wahlsieger Louis Goebbels den wohl für alle Seiten gleichermaßen überraschenden Ausgang dieser Wahl. Dabei gestand der PFF-Spitzenkandidat, der den amtierenden Bürgermeister Mathieu Grosch auch beim Vorzugsstimmenergebnis (796 gegenüber 558) deutlich hinter sich ließ, gegenüber dem GrenzEcho: „Ich war zuversichtlich, hatte aber mit einer derart explosionsartigen Änderung nicht gerechnet.“ Nach seiner Einschätzung der Gründe für diese Entwicklung befragt, erklärte Goebbels: „Irgendwann glauben die Menschen nicht mehr, was ihnen erzählt wird - und das beziehe ich nicht nur auf die CSP, sondern auf einzelne Personen.“
„Man wird sich da irgendwo finden, das ist gar keine Frage.“
Doch auch den offensiven Wahlkampf seiner Partei sieht der PFF-Spitzenkandidat belohnt: „Andere haben versucht, einen Schmusekurs zu fahren. Wir sind das Risiko eingegangen und... der Schuss ist nach vorne losgegangen.“
Mit dem „Schmusekurs“ meinte Goebbels wohl nicht zuletzt das Vorwahlabkommen zwischen CSP und SP, das die Christlich-Sozialen im Hinblick auf einen Machterhalt geschmiedet hatten - wobei dieses Bündnis gestern die Mehrheit um einen Sitz verfehlte.
Eigentlich könne der Koalitionspartner für die PFF jetzt nur Ecolo heißen, sagte Louis Goebbels und erinnerte daran, dass man nicht nur bei den Wahlkampfdebatten mit den Grünen gut zu Potte gekommen sei, sondern auch im Vorfeld die Programme verglichen habe: „Man wird sich da irgendwo finden, das ist gar keine Frage.“
Aufseiten der Grünen setzte man gestern Abend ebenfalls auf ein Zusammengehen mit der PFF, wenngleich man, wie deren Spitzenkandidat William Wechseler sagte, auch nach anderen Seiten hin für Gespräche offen sei. Auch er verwies auf Gemeinsamkeiten in beiden Wahlprogrammen und betonte unmissverständlich, dass die PFF bei einer entsprechenden Anfrage auf eine Zusage von Ecolo rechnen dürfe. Bereiche, in denen Ecolo im neuen Gemeinderat gern Verantwortung übernehmen würde, seien Sport und Jugend (Wechseler) und das Sozialhilfezentrum (Rosi Kreusch-Ohn). Doch stehe die Diskussion mit den Liberalen darüber, ob nun ein oder zwei Ämter an Ecolo fallen würden, natürlich noch aus...
Dieses Wahlresultat sei für ihn „mehr als überraschend“, auch wenn man nach etlichen Jahren in der Mehrheit mit Verlusten habe rechnen müssen, so Mathieu Grosch in einer ersten Reaktion gegenüber dieser Zeitung. Jetzt hoffe er nur, dass es in Kelmis im Interesse der Gemeinde mit einer anderen Mehrheit gut vorangehen werde.
„Wir haben uns auf viele Projekte konzentriert und dabei vielleicht den Alltag der Menschen nicht so sehr beachtet.“
Vielleicht, so schlug Grosch sich an die eigene Brust bzw. an die seiner Partei, habe man den Unmut bei den Leuten einfach unterschätzt: „Wir haben uns auf viele Projekte konzentriert und dabei vielleicht den Alltag der Menschen nicht so sehr beachtet“, mutmaßte er und sinnierte weiter: „Man kann schöne Häuser bauen, aber wenn’s im Haus nicht so richtig klappt...“
Jedenfalls sei er der Überzeugung, dass die CSP den Fehler bei sich selbst suchen müsse, und zwar in dem Sinne, dass man die Wahl auf Zukunftsprojekte ausgerichtet habe, während andere auf Kritik setzten: „Und die Kritik ist besser angekommen als das Programm...“
Jetzt werde die CSP in Kelmis entweder eine korrekte Opposition betreiben oder in einer Koalition eine Mehrheit bilden: „Das eine wie das andere kann etwas Positives sein.“
In einer Mehrheit sähe Grosch seine Partei allerdings zusammen mit der PFF. Automatisch wäre Louis Goebbels als vorzugsstimmengewaltigster Kandidat der stärksten Fraktion dann der neue Bürgermeister. Es gelte jetzt, die nächsten Tage und Verhandlungen abzuwarten, hoffend „dass dabei für die Gemeinde etwas Gutes herauskommt“.
„Der Schock sitzt tief“ gestand SP-Spitzenkandidat Marcel Strougmayer. Für ihn war klar, dass der Wähler das Vorwahlabkommen zwischen seiner Partei und der CSP abgestraft hatte. Auch sage ihm sein Gefühl, dass der CSP die Ausländerproblematik in der Gemeinde angekreidet worden sei, obwohl sie keine Schuld treffe. An das Vorwahlabkommen mit der CSP fühle seine Partei sich jetzt nicht mehr gebunden.
Sollte die SP „vom designierten Bürgermeister Louis Goebbels“ nicht gefragt werden, dann, so Strougmayer, dürfe man sich in Kelmis auf eine gute Oppositionspolitik freuen.
Als Wahlverlierer sehen sich Parteien nur ungerne. Bei dem Ergebnis, das die CSP gestern einfuhr, kann die Wortwahl aber nicht anders ausfallen. Die Liste von Bürgermeister Elmar Keutgen verlor vier von vormals zwölf Sitzen. Als Gewinner durften sich hingegen PFF, Ecolo und SPplus fühlen, die zulegen konnten. Das Trio nahm am Abend Koalitionsgespräche auf, die heute vertieft und konkretisiert werden sollen.
Als gegen 16.30 Uhr im Hauptwahlbüro in Eupen die Wahlergebnisse mitgeteilt wurden, hätten die Reaktionen kaum unterschiedlicher ausfallen können. Während die Vertreter von Ecolo und PFF über das ganze Gesicht strahlten, war dem von der CSP entsandten Zeugen das Lachen schnell vergangen. Zu deutlich fiel das Wählervotum aus. Die Grünen konnten ihre Sitzanzahl aus dem Jahr 2006 mehr als verdoppeln (von drei auf sieben), die Liberalen gewannen ein Mandat hinzu (von sechs auf sieben). SPplus stellt fortan ein Stadtratsmitglied mehr (drei statt zwei). Keinen Platz wird dort indes Christoph Hennen finden. Dem Spitzenkandidaten der Liste FLEK reichten 233 Vorzugsstimmen zum Einzug in den Rat nicht aus.
Die spannendste Frage des Abends lautete daher schnell, wie sich die künftige Mehrheit im Rathaus zusammensetzen wird. An möglichen Konstellationen fehlte es dabei nicht. Möglich waren Bündnisse der Wahlverliererin CSP mit Ecolo oder PFF, aber auch eine Koalition des grünen und des blauen Lagers. Letzteres wäre nicht zuletzt deshalb logisch, weil Ecolo und PFF mit deutlichen Zuwächsen als die Sieger aus dem Urnengang hervorgegangen waren. Ob sich aber Claudia Niessen (Ecolo) mit starken 1336 Vorzugsstimmen mit der Rolle als Erste Schöffin unter einem Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF, 949 Vorzugsstimmen) anfreunden konnte oder wollte, war eine andere Frage.
Aber schon gegen 19 Uhr ließen PFF- und Ecolo-Vertreter durchscheinen, dass eine Einigung zwischen beiden Parteien nur eine Frage der Zeit sei. „In wenigen Stunden machen wir den Wechsel definitiv“, rief Karl-Heinz Klinkenberg seiner Anhängerschaft im „Jägerhof“ entgegen, die sich euphorisch zeigte. Als wenig später Claudia Niessen zu konkreten Verhandlungen im liberalen Lager auftauchte, schien der grün-blaue Pakt auch für den letzten Anwesenden beschlossene Sache.
Dass aber auch die SPplus der künftigen Eupener Mehrheit angehören soll, wurde erst gegen 20 Uhr offiziell. In einer Pressemitteilung gab Karl-Heinz Klinkenberg bekannt, dass man das Wahlresultat als klaren Wunsch der Bürger zu einem Wechsel verstanden habe. Aus diesem Grund würden PFF, Ecolo und SPplus ab sofort Koalitionsverhandlungen aufnehmen, die am heutigen Tag konkretisiert werden.
Den Rahmen der Gespräche bilden die Themenschwerpunkte Organisation der Stadtverwaltung und Politik, Finanzpolitik, Stadtentwicklung und Gesellschaftspolitik. Dass Klinkenberg als Bürgermeister dieser Verhandlungen hervorgeht, ist - im Falle einer Einigung - sicher.
A propos Bürgermeister: Angesichts der deutlichen Einbrüche für die Christlichsozialen liest sich das persönliche Ergebnis von Eupens Noch-Stadtoberhaupt Elmar Keutgen noch einigermaßen passabel. Zwar büßte Keutgen 278 Vorzugsstimmen im Vergleich zur Wahl 2006 ein, kommt aber nichtsdestotrotz auf 1722 Kopfstimmen.
Überaus beachtlich derweil das Comeback von Alt-Bürgermeister Fred Evers, der für seine Partei wichtige Stimmen einfuhr: Als Listendrücker der PFF stimmten 813 Bürger für ihn. Stark auch das Debüt des Ecolo-Kandidaten Tom Rosenstein. Aus dem Stegreif konnte der junge Eupener Sozialarbeiter 720 Stimmen auf sich vereinen - mehr als die CSP-Schöffen Martin Orban (708) und René Bartholemy (368).
(Quelle: www.grenzecho.net von Martin Klever)
Ministerin Isabelle Weykmans hatte sich Anfang 2010 an den Föderalminister für Unternehmen und Vereinfachung, Vincent Van Quickenborne, gewandt und darauf aufmerksam gemacht, dass nach der Schließung der SABAM-Agentur in Weismes eine deutsche Fassung der Internet-Seite der Sabam Priorität genießen müsse. Weykmans damals: „Die deutschsprachige Bevölkerung darf verlangen, von der SABAM in ihrer Muttersprache bedient zu werden. Es hat ja jahrelang bestens funktioniert, warum jetzt nicht mehr?“ Die Ministerin intervenierte in dieser Sache auch beim Generaldirektor der Sabam, Christophe Depreter.
Seit neuestem können nun deutschsprachige Nutzer und Autoren die Internetseite auch in ihrer Muttersprache konsultieren – bis auf die FAQ, den Downloadbereich und die Links. Ministerin Weykmans äußerte sich darüber sehr erfreut: „Ein Missstand ist behoben“, so die Ministerin, „und man scheint aus den Fehlern in der Vergangenheit gelernt zu haben. Auf den ersten Blick sind die Texte jetzt allesamt aus sprachlicher Sicht gut und leicht verständlich. Ich habe bis jetzt nur einen kleinen Passus entdeckt, der in französischer Sprache stehen geblieben ist. Dabei handelt es sich aber wahrscheinlich um ein Versehen, auf das ich die Sabam bereits aufmerksam gemacht habe.“
Marc Hermant (geschäftsführender Direktor der Sabam), Isabelle Weykmans und Christophe Depreter (Generaldirektor der Sabam)
Am Freitag, den 5. Oktober 2012 fand in Hotel Bosten, die PFF-Wahlveranstaltung statt. Zu diesem Anlass wurde zunächst die BRF Wahldebatte mit den Spitzenkandidaten der Stadt Eupen angeschaut und dann die einzelnen Kandidaten der PFF-Provinzialratsliste sowie der Stadtratsliste vorgestellt. Nach der Begrüßung durch die Sektionspräsidentin wurden die einzelnen Kandidaten vorgestellt und nutzten jeweils die Gelegenheit in ihren kurzen und konkreten Stellungnahmen, vor allem die jeweiligen Schwerpunkte hervorzuheben, für die sie sich besonders einsetzen möchten.
Und so wurde ein weiteres Mal klar: Die PFF bietet eine kompetente Mannschaft, die mit ihrem Wissen und Engagement ein ausgewogenes und zukunftsträchtiges Wahlprogramm ausgearbeitet hat - ein kohärentes Komplettpaket. Den krönenden Abschluss der Präsentationen bildete die Rede des Bürgermeisterkandidaten Karl-Heinz Klinkenberg, in der er seine Mitstreiter dazu aufrief, noch einmal „richtig Vollgas zu geben“ und seine Vision für Eupens Zukunft auf den Punkt brachte.
Der weitere Verlauf des Abends bot den Bürgern die Möglichkeit, die Kandidaten im persönlichen Gespräch besser kennenzulernen und die Themen für die Stadt Eupen zu vertiefen. „Es war ein großer Erfolg“ freuten sich die PFF-Vorsitzende Kattrin Jadin und Sektionspräsidentin Isabelle Weykmans über den gutgefüllten Saal und den gelungenen Ablauf der Veranstaltung.
Vielleicht denken Sie nun: „Boh nein, Provinz? Damit kann ich echt nichts anfangen… oder wozu brauchen wir diese noch in der DG?“.
Die Provinz bietet noch immer eine Vielzahl von Instrumenten an, die es auch für unsere Region zu nutzen gilt. Ihr Haushalt wird maßgeblich mit Steuern aus der DG gespeist, also muss sie sich viel stärker an hiesigen Projekten beteiligen. Selbstverständlich steht die PFF nach wie vor hinter der im Parlament der DG beschlossenen Resolution, die ja ebenfalls die Übertragung der Provinzzuständigkeiten mit den entsprechenden finanziellen Mitteln fordert. Wir deutschsprachigen Liberalen haben das Glück im ständigen Kontakt mit der MR zu stehen, die uns immer in allen institutionellen Fragen mit einbezieht, weil sie unsere Belange versteht.
Wir Liberalen haben bereits in den 70er Jahren ernsthafte Vorschläge zur Abschaffung der Provinzen gemacht, da sie im Zuge der belgischen Föderalisierung an Gewicht verloren und unser föderales Gebilde nicht gerade vereinfachten. Fakt ist, dass diese Entscheidung nicht im Provinzialrat getroffen wird, schließlich wird die Provinz sich ja bestimmt nicht selbst abschaffen…
Der Gang in die Wahlkabine bleibt deshalb wichtig! Abgesehen vom symbolischen Charakter erreicht man durch einen Boykott recht wenig. Hinzu kommt, dass es beim derzeitigen Stand der Dinge wichtig ist, konstruktiv an die Sache ranzugehen.
Ein Boykott der Provinzialratswahlen würde eine Erneuerung des notwendigen Kooperationsabkommens zwischen der Provinz und der DG schier unmöglich machen und darunter würden zu allererst unsere deutschsprachigen Vereinigungen leiden, die, ob man es will oder nicht, für ihre Funktionsfähigkeit auch auf manch eine Unterstützung seitens der Provinz angewiesen sind. Auch würden die ohnehin schon müßigen Verhandlungen mit der wallonischen Regierung nur unnötig dadurch erschwert werden. Das kann nun wirklich nicht das Ziel sein!
Dialog, Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen sind da sicher die intelligenteren „Waffen“ als aggressive Stimmungsaussagen, die dem Endziel „ provinzfrei“ zu werden sicher nicht förderlich sind. Die PFF ist bei der Provinzwahl sicher die glaubwürdigste Partei. Wir spielen mit offenen Karten und werden dennoch alles tun, um uns für Sie einzusetzen! Schenken Sie uns deshalb am kommenden 14. Oktober bitte Ihr Vertrauen.
Evelyn Jadin,
PFF Spitzenkandidatin
für die Provinz,
Stephan Henkes,
Cécile Pfeiffer und
Bernard Zacharias

Befehlsübergabe im Königlichen Militärinstitut für Leibeserziehung (KMILE/ IRMEP): Parlamentspräsident Ferdel Schröder bedankte sich bei Major Arnaud Michaux für die gute Zusammenarbeit in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und wünschte dem neuen Kommandanten, Major Bart De Muynck, eine glückliche Hand bei der Führung des Instituts in der Eupener Unterstadt.
Die föderale Abgeordnete Kattrin Jadin schloss sich den guten Wünschen an.
Der scheidende Kommandant Arnaud Michaux gilt unter den Soldaten als sehr beliebt. Bei der offiziellen Zeremonie auf dem Exerzierplatz war der Major sichtlich bewegt. Drei Jahre stand er an der Spitze des KMILE und wird fortan in der Hauptstadt neuen militärischen Herausforderungen nachgehen. Michauds Nachfolger Bart De Muynck ist Major der Luftwaffe und in Eupen kein Unbekannter: In den Jahren 1993 bis 1999 hat er im KMILE u.a. den Kurs „Physical Training Instructor“ erfolgreich abgeschlossen und wurde zum Ausbilder für Sport und Leibeserziehung.

In den vergangen Tagen ist häufig über die Zweckmäßigkeit der kommenden Provinzialratswahlen debattiert worden. Erstens gilt es natürlich das Projekt „Übertragung der Provinzbefugnisse samt finanzieller Mittel“ zu realisieren und zweitens auf lange Sicht diese veraltete Institution abzuschaffen. Es wurde an dieser Stelle allerdings bereits zur Genüge erwähnt, dass diese Entscheidung nicht im Provinzialrat getroffen wird, schließlich wird die Provinz sich ja bestimmt nicht selbst abschaffen… Der Gang in die Wahlkabine bleibt dennoch wichtig! Abgesehen vom symbolischen Charakter erreicht man durch einen Boykott recht wenig, unterstützt man doch durch die „Weißwahl“ nur die stärkste Partei, und ob diese diejenige ist, die die Belange der Deutschsprachigen am besten vertritt, sei mal dahingestellt. Auf diese Frage wird letzten Endes nur der Wähler durch seine Wahl antworten! Hinzu kommt, dass es beim derzeitigen Stand der Dinge wichtig ist, konstruktiv an die Sache ranzugehen. Ein Boykott der Provinzialratswahlen hätte verheerende Folgen, denn er würde eine Erneuerung des notwendigen Kooperationsabkommens zwischen der Provinz und der DG schier unmöglich machen und darunter würden zu allererst unsere deutschsprachigen Vereinigungen leiden, die, ob man es will oder nicht, für ihre Funktionsfähigkeit auch auf manch eine Unterstützung seitens der Provinz angewiesen sind. Auch würden die ohnehin schon müßigen Verhandlungen mit der wallonischen Regierung nur unnötig dadurch erschwert werden. Das kann nun wirklich nicht das Ziel sein! Dialog, Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen sind da sicher die intelligenteren „Waffen“ als aggressive Stimmungsaussagen, die dem Endziel „ provinzfrei“ zu werden sicher nicht förderlich sind.
Evelyn Jadin, Stephan Henkes, Cécile Pfeiffer und Bernard Zacharias/PFF-MR

Über eine Sache scheinen sich alle einig zu sein: die Provinz ist eine in die Jahre gekommene Institution, die es auf kurze Sicht zu reformieren und auf lange Sicht abzuschaffen gilt. Unabhängig davon, muss man, solange sie noch existiert, das Beste daraus machen und „möglichst viel für die DG rausholen“. Aus Protest keine Liste ins Rennen zu schicken wäre eine Möglichkeit gewesen, doch hätte das, in Anbetracht der kommenden Verhandlungen mit der Provinz, falsche Zeichen gesetzt. Wir Liberalen gehen den Dingen konstruktiv auf den Grund.
Von „provinzfreier DG“ zu sprechen mag innerhalb der DG in Hinsicht auf die bevorstehenden Wahlen förderlich sein, doch wäre es für den deutschsprachigen Bürger, den wir doch eigentlich vertreten möchten, mit Sicherheit von Vorteil, diese Forderung auch lautstark im Provinzialrat zu stellen. Schließlich muss man kohärent bleiben… von Volksabstimmung zu sprechen ist im Übrigen verfassungsrechtlich falsch und in Belgien, abgesehen von einer Volksbefragung auf Gemeindeebene, nicht möglich!
Wir Liberalen haben uns seit jeher für eine Übertragung der Provinzbefugnisse samt finanzieller Mittel eingesetzt und können als einzige Partei, sei es im Provinzialrat oder im wallonischen Parlament, auf den Rückhalt unserer Schwesterpartei, der MR, bauen. Deshalb sind und bleiben wir die glaubwürdigste Partei.
Wir sind auch über den 14. Oktober hinaus noch für Sie da!
Eupen, den 20. September 2012, Evelyn JADIN (Spitzenkandidatin), Stephan Henkes, Cécile Pfeiffer und Bernard Zacharias/ PFF-MR, Liste 4 für die Provinz.

„Ehre, wem Ehre gebührt“. So könnte man das Motto einer kleinen Feierlichkeit im Fraktionshaus des Parlaments der DG (PDG) am Kaperberg umschreiben: Der langjährige Präsident des Gerichts Erster Instanz in Eupen, Leo Stangherlin (Bildmitte), erhielt im Beisein seiner Gattin Colette Stangherlin-Schréder (links) sowie Anny Henkes-Mathey und Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz (rechts) eine Festschrift anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand. „Lieber Leo Stangherlin, Du und Deine langjährigen Weggefährten haben sich vor mehr als 25 Jahren vehement für die Einrichtung und den Erhalt eines deutschsprachigen Gerichtsbezirks eingesetzt“, richtete Parlamentspräsident Ferdel Schröder (2. von links) einige Dankesworte an den im Mai 2011 offiziell verabschiedeten Leo Stangherlin. Die nun im Anschluss an die Auftaktplenarsitzung der neuen Sitzungsperiode des PDG überreichte Festschrift besteht im Wesentlichen aus den bei der Verabschiedung des Ersten Präsidenten des Gerichts Erster Instanz in Eupen gehaltenen Reden von Parlamentspräsident Ferdel Schröder, dem früheren Prokurator des Königs in Eupen und Leo Stangherlins Nachfolger, Rolf Lennertz, dem Generalanwalt am Kassationshof, André Henkes, sowie Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz. Der Geehrte, Leo Stangherlin, und seine Gattin Colette, zeigten sich gerührt angesichts der zahlreichen anwesenden Parlamentarier und der gewürdigten Verdienste um den deutschsprachigen Gerichtsbezirk und die Bemühungen um die deutsche Rechtsterminologie.

Auf dem Foto sind zu erkennen: Colette Stangherlin-Schréder, Parlamentspräsident Ferdel Schröder, Leo Stangherlin, Anny Henkes-Mathey und Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz
Werte Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Frau Ministerin,
Sehr geehrte Herren Minister,
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
für Ihr erneut mir entgegengebrachtes Vertrauen möchte ich Ihnen herzlich danken.
„Das Glas ist halbvoll und nicht halbleer“, sagen Optimisten. Auch in unserem überschaubaren Landstrich ist dieser positive Blick auf das Leben und die nicht immer schönen Begleitumstände weit verbreitet. So ist es auch mit der aktuellen Legislaturperiode. Sie befindet sich bereits in der zweiten Halbzeit. Wir 25 Abgeordnete und 11 beratende Mandatare haben in der abgelaufenen Sitzungsperiode 14 Plenarsitzungen und 154 Ausschusssitzungen abgehalten. 26 Dekrete, 13 Beschlüsse, 3 Resolutionen und 2 Gutachten sind im PDG behandelt worden. Mittels 8 Interpellationen, 82 mündlichen und 45 schriftlichen Fragen sind die Parlamentarier ihrer Pflicht, die Amtsführung der Regierung zu kontrollieren, nachgekommen. Die Regierung möchte ich daran erinnern, die diesbezüglichen Vorschriften und Fristen einzuhalten.
Anlässlich der Pressekonferenz zu Beginn der neuen Sitzungsperiode wurde vonseiten der Pressevertreter das Thema des Rederechts und der Redezeiten aufgegriffen. Dies wird ja auch häufig im Rahmen unserer Debatten thematisiert. An dieser Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die Minister ein verfassungsrechtlich verbrieftes Recht haben, jederzeit das Wort zu ergreifen. Dem Rederecht der Minister steht das Recht der Parlamentarier auf das „letzte Wort“ gegenüber. Das heißt: Nach einer Stellungnahme eines Ministers haben sie das Recht, nochmals das Wort zu ergreifen. Ich unterstütze die Parlamentarier nach wie vor darin, ungeachtet ihres selbst auferlegten eingeschränkten Rederechts und Redezeiten von diesem Recht Gebrauch zu machen.
Wir sollten weiterhin daran arbeiten, die Attraktivität unserer Sitzungen zu steigern, ohne dabei die ureigenste Aufgabe des Parlaments, den politischen Diskurs führen, zu schmälern. Wir müssen die Verbesserung unserer Arbeitsweise insgesamt vorantreiben, um den künftigen Herausforderungen im Rahmen der Übertragung weiterer Kompetenzen gerecht zu werden.
In den regulär zwei verbleibenden Sitzungsperioden dieser Legislatur gibt es weiterhin wichtige Aufgaben in der Gemeinschaftspolitik: die Gestaltung des Haushaltes vor dem Hintergrund der sicherlich noch nicht überwundenen Finanzkrise, das Regionale Entwicklungskonzept, die Außenbeziehungen des Parlaments, die Beratungen zu zahlreichen Regeldekreten in den Bereichen Kultur, Jugend, Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung, Gesundheit und Soziales. Eine bedeutende Aufgabe ist die Ausgestaltung der Zuständigkeitsübertragungen und des neuen Finanzierungsgesetzes im Rahmen der 6. Staatsreform.
Im Rahmen der anstehenden Jubiläen im Herbst 2013 bereitet sich das Parlament insbesondere auf den Festakt am 23. Oktober vor, an dem unser König uns voraussichtlich die Ehre erweisen wird. Neben diesem Festakt und einem Tag der offenen Tür ist auch eine didaktische Dauerausstellung im neuen Sitz des Parlaments zum Thema „Parlamentarische Demokratie und Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft“ geplant. Über viele Jahre hinaus soll sie unter ständig aktualisierter Form für unsere zahlreichen Besucher, Schüler- und Erwachsenengruppen, genutzt werden.
Ehe wir zur Konstituierung des Parlaments kommen, möchte ich allen Kollegen – Politikern und administrativen Kräften – für ihre wertvolle Zusammenarbeit meinen herzlichen Dank aussprechen. Dieses Vertrauen soll uns in der kommenden Sitzungsperiode begleiten. Ich danke Ihnen für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.
Ein Defizit im Haushalt, vier entlassene Mitarbeiter, und weitere Sparmaßnahmen stehen bevor: Zurzeit ist die Lage beim Belgischen Rundfunk (BRF) turbulent. Am kommenden Dienstag befasst sich das Parlament der DG mit der Situation am Eupener Kehrweg. Im Vorfeld dieser Debatte sprach das Grenz-Echo in dieser Woche mit Medienministerin Isabelle Weykmans.
Die PFF-Politikerin nimmt in dem Interview den BRF-Verwaltungsrat in Schutz, dessen Handeln in den letzten Wochen heftig kritisiert worden war. Zugleich rückt sie auch ihre Rolle als Aufsichtsministerin zurecht.
Frau Weykmans, woher kommt das BRF-Defizit?
Die Ausführung des laufenden Haushalts entspricht nicht den genehmigten Haushaltsplanungen. Nach genauer Überprüfung der Zwischenbilanz stellt man fest, dass die Kosten für freie Mitarbeiter und Honorarkräfte nicht den Haushaltsplanungen entsprechen. Die Personalkostenentwicklung sowie die Auswirkungen des im März bereits in Kraft getretenen ersten Sparmaßnahmenpaketes führen nach dem gegenwärtigen Stand Ende 2012 zu einem strukturellen Defizit in Höhe von 200000 Euro...
...also nicht 500 000 Euro, wie immer gesagt wird?
Nein, das strukturelle Defizit liegt aufgrund der genannten Ursachen bei 200000Euro. Jedoch beschäftigt uns in den letzten Monaten die absehbare Defizitentwicklung der kommenden Jahre, die die gesamte Finanzsituation erschwert. Wir wissen heute, dass, wenn wir keine weiteren Maßnahmen ergreifen und das Defizit sich in den kommenden Jahren so weiter entwickelt, der BRF Gefahr läuft, handlungsunfähig zu werden. Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Haushaltskonsolidierung resolut anzugehen, damit der BRF wieder in eine gesunde Finanzsituation kommt und - so hoffe ich - 2014 wieder das Gleichgewicht erreicht.
Wie wollen Sie das tun?
Um die Situation in den Griff zu kriegen, müssen wir heute die richtigen Entscheidungen treffen. Zu diesen Entscheidungen gehören auch strukturelle Sparmaßnahmen wie die Kündigungen und nicht nur punktuelle. Nur so können wir dem strukturellen Defizit in Zukunft entgegenwirken. Die Auswirkung dieser Maßnahme wird natürlich erst 2013 spürbar, da eben in diesem Jahr noch alle Kosten bezahlt werden müssen, wie die mit dieser Maßnahme verbundenen Kündigungsentschädigungen, die punktuell mit rund 200000Euro zu Buche schlagen. Das bedeutet, dass der Haushalt 2012 voraussichtlich mit einem Defizit in Höhe von mehr als 400000 Euro abschließt.
Es gibt Kritiker, die sagen, der BRF habe sich mit dem kostspieligen Fernsehen verhoben. Was ist da dran?
Fernsehen ist teuer, keine Frage. Radio ebenfalls. Seit vielen Jahren hat der BRF ein multimediales Angebot ausgebaut, das sich aufgrund der technologischen Entwicklung, der sich ständig verändernden Anforderungen an ein Medienunternehmen und den sich verändernden Nutzerprofilen entwickelt hat und so den eben genannten Anforderungen gerecht wird. Dazu gehört das bewegte Bild, das nicht nur für die lineare Nutzung über das Fernsehen, sondern vor allem auch über das Internetangebot des BRF und die »On-demand-Nutzung« heute dazu gehört. Aber die Herausforderungen sind groß und das nicht nur wegen der aktuell schwierigen finanziellen Situation, sondern wegen des sich ständig verändernden Geschäfts und der damit verbunden notwendigen Bereitschaft, sich strategisch zu positionieren. Diese Frage nach den Programminhalten und deren Gestaltung muss der BRF beantworten. Der BRF-Direktor hat den Prozess der strategischen Leitbilderstellung angestoßen. Ich unterstütze diesen Prozess und weiß, dass die Inhalte, die Programmgestaltung nur dann glaubhaft diskutiert und weiterentwickelt werden können, wenn die Finanzen stimmen. Dafür schaffen wir jetzt die Grundlage.
Jetzt wird sehr viel über ein Audit gesprochen, das beim BRF durchgeführt werden soll. Wie läuft das Ganze eigentlich genau ab?
Neben der Haushaltskonsolidierung gibt es die Strategieentwicklung seitens der Direktion. Ein dritter Schritt und wichtiger Prozess ist das Audit, dessen Durchführung bereits im Geschäftsführungsvertrag 2010-2014 des BRF vorgesehen war. Ein solches Verfahren wurde bereits in anderen Einrichtungen der DG durchgeführt sowie auch im Ministerium. Diesen Auditprozess haben wir jetzt um ein halbes Jahr vorgezogen, um genauestens feststellen zu können, wo die Defizite liegen und wie die Organisationsstruktur und die Prozessabläufe verbessert werden können. Das Audit wird nach der Ausschreibung im Januar starten, Resultate sollen dann vor der Sommerpause 2013 vorliegen.
Wie ist eigentlich Ihre Rolle als Aufsichtsministerin? Sind Sie in die finanziellen Dinge eingebunden? Der Aufsicht hätte doch auffallen müssen, dass der Haushalt aus dem Ruder läuft...
Ich bin weder die Buchhalterin noch die Programmdirektorin des BRF. Der BRF ist eine sogenannte parastatale Einrichtung und hat eine eigenständige Geschäftsführung mit einer Direktion, die die tägliche Führung des Hauses übernimmt. Die Geschäftsführung hält die inhaltliche Steuerung der Programme in Händen und hat auch dafür Sorge zu tragen, dass die Finanzvorgaben, die in letzter Instanz vom Parlament festgelegt wurden, eingehalten werden. Außerdem muss die Direktion dafür sorgen, dass die Gesetze, die ebenfalls Grundlage des BRF sind, eingehalten werden. Die Aufsichtsbehörde spielt - wie der Name schon sagt - eine Rolle der Aufsicht und der Kontrolle, die zum Zeitpunkt der Haushaltskontrollen greift oder wenn Entscheidungen des Verwaltungsrates nicht rechtens oder entgegen dem öffentlichen Interesse sind, in dem sie diese beispielsweise aufheben kann.
»Ich bin weder die Buchhalterin noch die Programmdirektorin des BRF.«
Isabelle Weykmans
Die Aufsichtsbehörde kann auch - wie im jetzigen Fall - Auditprozesse von außen anstoßen. In der Praxis bedeutet das beispielsweise aktuell, dass als im März festgestellt wurde, dass die Ausführung des Haushaltes nicht den Haushaltsplanungen entspricht, die Aufsicht gegriffen hat und der geschäftsführende Direktionsrat sowie der Verwaltungsrat angehalten wurden, Sparmaßnahmen auszuarbeiten, zu ergreifen und dem Verwaltungsrat vorzuschlagen. Das ist ja dann auch passiert.
Viele kritisieren den Verwaltungsrat. Hat er versagt?
Der Verwaltungsrat hat nach bestem Wissen und Gewissen auf Grundlage der Informationen gehandelt, die ihm zur Verfügung standen. Im Gegensatz zu dem, was in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde, hat der Verwaltungsrat sehr wohl zügig und auch richtig reagiert. Wie gerade erwähnt, sind bereits frühzeitig wichtige Maßnahmen ergriffen worden mit der Folge, dass das strukturelle Defizit bereits in diesem Jahr wesentlich geringer ausfällt, sich aber auch bereits positiv auf die kommenden Jahre auswirkt und das zu erwartende Defizit reduziert.
Wie hoch wäre das Defizit des BRF ausgefallen, wenn nicht gespart worden wäre?
Ohne all diese bereits getroffenen Sparmaßnahmen würde das Defizit nach Berechnungen des BRF im kommenden Jahr bei rund 600000 Euro liegen. Für 2014 würde das Minus 750000 Euro betragen und für die Jahre danach weiter nach oben gehen. Da das Personal bei Weitem den größten Anteil der Kosten ausmacht, ist deutlich, dass man an personalrelevanten Sparmaßnahmen nicht vorbeikommen konnte.
Mit Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) führte das Grenz-Echo folgendes Gespräch.
Sie haben gesagt, die verschiedenen Sitzungsperioden des Parlamentes ähneln sich stark. Was aber war in den letzten zwölf Monaten in Ihren Augen anders als sonst?
Im Vordergrund stand die Staatsreform. Viele Interessenvertreter aus der DG haben uns dabei ihre Mitarbeit angeboten. Wir sind in die Debatte eingestiegen, haben einen speziellen Ausschuss gegründet und Fachleute eingeladen. Eine zweite wichtige Sache waren die Sparmaßnahmen, und die Finanzsituation bleibt weiterhin akut. Darüber hinaus darf man die Regelarbeit des Parlamentes nicht unterschätzen: Kontrolle der Regierung und Dekretarbeit. Außerdem haben wir im PDG einen Platz geschaffen, um die Auslandsbeziehungen intensiver zu bearbeiten - inklusive Monitoring und Kontrolle der Regierungsarbeit.
Sie haben gesagt, im Hinblick auf die Übernahme neuer Zuständigkeiten durch die DG müsse sich auch die Rolle des Parlamentes ändern. Wissen Sie heute, wohin die Reise geht?
Nein, weil die Finanzkrise dazwischen gekommen ist. Wir müssen an der Arbeitsweise etwas ändern, ganz besonders im Hinblick auf die Übernahme von zusätzlichen Kompetenzen. Wir haben eine Bestandsaufnahme der ersten Probleme gemacht, werden aber noch sehr viel Arbeit haben. Zur Vorbereitungsarbeit gehörte auch das Einholen von Informationen aus anderen Parlamenten. Dies wird jetzt ausgearbeitet.
Einige sagen, damit das Parlament auch weiterhin seine Kontrollfunktion erfüllen kann, müsse man über Berufspolitiker im PDG nachdenken...
Ich persönlich bin ein Befürworter der Politiker, die die Politik zusätzlich zu ihrem Beruf betreiben. Ab einem gewissen Moment wird es wahrscheinlich irgendwann erforderlich sein, dass einige sich spezieller konzentrieren müssen. Es wäre aber schade, wenn wir ein kleines Parlament hätten, das ausschließlich mit Berufspolitikern besetzt ist. Denn dabei verliert man zwangsläufig den Kontakt mit dem Bürger. Das kann man wettmachen, aber der Beruf ist immer noch ein wichtiger Aspekt, um Erfahrungen mit anderen Menschen zu sammeln. Und man sieht es auch an der Arbeit der Ausschüsse, dass die Berufserfahrung eine wichtige Rolle bei der Parlamentsarbeit spielt. Natürlich muss der Politiker auch einen Unterschied machen und nicht nur im Sinne seines Beruf intervenieren, beispielsweise für seine Schule oder seine Jugendtruppe, in der er mittätig ist oder verantwortlich mitwirkt.
Im Rahmen der Staatsreform wird sehr viel über die Identität der DG debattiert, über einen neuen Namen, auch über einen anderen Feiertag nachgedacht. Könnte das Parlament nicht die Initiative ergreifen und diesbezügliche Debatten anstoßen?
Ich habe nichts gegen Debatten, aber diese Frage wird sich in meinen Augen erst stellen, wenn wir eine eigene Region werden. Warum sollen wir jetzt Hals über Kopf Änderungen vornehmen? Auch zum Festtag sage ich, dass ich sehr gut mit dem leben kann, was wir heute haben. Entscheidend ist, wohin wir wollen. Alles weitere wird sich dann ergeben. (sc)
(Quelle: www.grenzecho.net)

Platz 1: Evelyn Jadin, 25, Juristin, Eupen;
Platz 2: Stephan Henkes 24, Marketingassistent, St.Vith;
Platz 3: Cécile Pfeiffer, 29, Mitarbeiterin der PFF-Fraktion im PDG, Büllingen;
Bernard Zacharias, 45, Geschäftsmann, Raeren. Platz 4:
Mit vier neuen Kandidaten treten die ostbelgischen Liberalen (PFF) bei den Wahlen zum Lütticher Provinzialrat an, die gleichzeitig mit dem Kommunalwahlen am 14. Oktober stattfinden. Solange die Provinz im Gebiet deutscher Sprache zuständig sei, gelte es, Lobbyarbeit im Sinne der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu betreiben, hieß es bei der Vorstellung der Liste am Donnerstagabend im Eupener PFF-Haus.
PFF-Spitzenkandidatin ist die 25-jährige Eupenerin Evelyn Jadin. Die gelernte Juristin ist die jüngere Schwester der ostbelgischen Kammerabgeordneten Kattrin Jadin. »Ich denke, wir haben eine starke und ausgeglichene Liste, die das Gleichgewicht zwischen dem Norden und dem Süden der DG berücksichtigt«, gab sich Evelyn Jadin selbstbewusst.
Sie tritt erstmals bei Wahlen an, ist aber bereits seit einigen Jahren politisch engagiert, unter anderem bei den deutschsprachigen und frankophonen Jungliberalen (JFF und »Jeunes MR«). Auf Listenplatz zwei geht der 24-jährige St.Vither Stephan Henkes (24) ins Rennen. Er ist bei der Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) als Marketingassistent beschäftigt. Die 29-jährige Büllingerin Cécile Pfeiffer - angestellt bei der PFF-Fraktion im Parlament der DG - und der 45-jährige Unternehmer Bernard Zacharias aus Raeren komplettieren die liberale Provinzliste.
Mit diesen Kandidaten seien auch wichtige Themenschwerpunkte auf Provinzebene abgedeckt: Stephan Henkes (Tourismus), Cécile Pfeiffer (Soziales und Gesundheit) und Bernard Zacharias (Wirtschaftshilfe) bringen laut PFF dafür das richtige Profil mit.
Die Liberalen hätten darüber nachgedacht, ob es noch einen Sinn mache, überhaupt für die Provinz zu kandidieren. »Doch solange die Provinz hier zuständig ist, sollten wir in Lüttich mutig und offen mitmischen und versuchen, das Bestmögliche für die DG herauszuholen. Solange halten wir weiterhin an unseren Forderungen nach der Übertragung der Provinzzuständigkeiten fest«, versuchte Evelyn Jadin Aufbruchstimmung zu verbreiten. In diesem Sinne laute der Wahlslogan: »Provinz für uns«.
Fortschritte könne man auf Provinzebene in der Unterrichtspolitik, in der Gesundheitsfürsorge (Dienste des Citadelle-Krankenhauses noch mehr für Deutschsprachige zugänglich machen) und bei der Unterstützung für hiesige Vereine und Kulturträger erzielen. Auch die Arbeit der SPI (Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Provinz) sei wichtig.
Kattrin Jadin betonte, dass sich die frankophone Schwesterpartei MR ebenfalls für eine Übertragung der Provinzzuständigkeiten an die DG ausgesprochen habe. Sie hoffe, dass es bald eine Annäherung zwischen den Regierungen in Eupen und Namur gibt. Gleichzeitig kündigte die PFF-Präsidentin einen Generationenwechsel bei den ostbelgischen Liberalen an: Auch aus diesem Grund treten die ausscheidenden PFF-Provinzialräte Bodo Lux und Caroline Margrève nicht mehr an. Das Durchschnittsalter der aktuellen PFF-Provinzliste beträgt knapp 31 Jahre. »2014 wird ein Superwahljahr. Deshalb müssen wir bereits jetzt schon Aufbauarbeit auf verschiedenen Ebenen leisten und unsere Kader erneuern. Das ist nicht einfach, aber machbar.«
(Quelle: www.grenzecho.net - von Christian Schmitz)

Auf der Internetseite www.pff-eupen.be findet ihr alle Angaben zu den Kandidaten und dem Programm der PFF-MR-Liste 4 in Eupen
1. Karl-Heinz Klinkenberg (60), Unternehmer, Eupen
2. Annabelle Mockel (27), Unternehmerin, Eupen
3. Philippe Hunger (36), Angestellter, Eupen
4. Kattrin Jadin (32), Kammerabgeordnete, Eupen
5. Michael Scholl (46), Unternehmer, Eupen
6. Herbert Bourseaux (64), Landwirt, Eupen
7. Alessandra Wintgens (43), Lehrerin, Eupen
8. Gerald Schlenter (44), Lehrer & Selbstständiger, Eupen
9. Alena Deckers (54), Koordinatorin bei Irene K., Eupen
10. Raphael Post (32), Bauschlosser, Eupen
11. Stephanie Schiffer (34), Angestellte, Eupen
12. Nathalie Weinberg-Treinen (40), Lehrerin, Eupen
13. Adrien Pelzer (18), Lehrling, Eupen
14. Sadia Khan (20), Angestellte, Eupen
15. Thomas Förster (29), Angestellter, Eupen
16. Christoph Hendrich (29), Angestellter, Eupen
17. Cécile Pirard (48), Angestellte, Eupen
18. Gertrud Breuer-Keutgens (75), Rentnerin, Eupen
19. Gerd Lamberty (75), Rentner, Eupen
20. Monique Reinartz (47), Angestellte, Eupen
21. Doris Schaus (55), Unternehmerin, Eupen
22. Dirk Vandriessche (46), Unternehmer
und Präsident des BRF-Verwaltungsrates, Eupen
23. Angelika Kocks (56), Kinesitherapeutin, Eupen
24. Bernd Gentges (69), Unternehmer, Eupen
25. Fred Evers (77), Unternehmer, Eupen
Unter dem Motto »Der Wechsel ist erst der Anfang« haben die Liberalen (PFF) in Eupen am Donnerstag ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im Herbst vorgestellt (siehe unten stehenden Bericht) und erste Einblicke in ihr Programm gewährt.
Zu den Prioritäten gehören die Themen Kombibad, Capitol, Bekämpfung der Leerstände und die Sauberkeit in der Stadt. Zentrales Thema ist aber auch die Belebung der Innenstadt, und zwar im Sinne eines Wohn- und Einkaufsortes. Das Programm wurde in Arbeitsgruppen erstellt und fußt auf den Ergebnissen von insgesamt acht Bürgerforen, zu denen die Partei in den letzten zwei Jahren eingeladen hatte.
Kritik
Zwar habe die aktuelle Mehrheit versucht, alle Wünsche in dem Beteiligungsprozess Eupen 2012+ umzusetzen, doch habe sie es klar versäumt, Schwerpunkte zu setzen, bemängelte Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Klinkenberg eingangs der Programmvorstellung im Beisein von weiteren 17 der insgesamt 25 Kandidaten der PFF-Liste. »Es wurde keine erkennbare Strategie verfolgt«, so Klinkenberg wörtlich, ehe er den Gemeindeverantwortlichen in diesem Zusammenhang einen Mangel an Professionalität vorwarf: Von der Spitze einer Zentrumsgemeinde, die Versorgungszentrum und nicht zuletzt Hauptstadt der DG sei, werde mehr abverlangt als »nur Reden und Pläne zeigen«.
Eine Belebung der Innenstadt will die PFF nicht zuletzt über eine Beseitigung der Leerstände erreichen.
Als eine konkrete Möglichkeit hierzu schwebt ihr das Beispiel von Tongern vor. Dort hat die Stadt dem Gewinner der Aktion »Win je winkel« (Gewinne dein Geschäft) während zehn Monaten ein bis dahin leer stehendes Lokal mietfrei zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wurden sämtliche 50 Wettbewerbsteilnehmer mit Hausbesitzern im Stadtzentrum zusammengebracht, um eventuelle Kooperationen in die Wege zu leiten.
»Weshalb nicht auch eine solche oder ähnliche Idee für Eupen?« so Klinkenberg, ehe er als Nächstes das Kombibad als »klare Priorität der PFF« herausstellte.
Die Planung dieses Bades dauere viel zu lange und sei im Endeffekt immer noch nicht abgeschlossen, bemängelte er und mahnte eine generelle Planung der Sportstättenentwicklung für die nächsten zehn Jahre an. So habe die PFF schon vor zwei Jahren auf Überlegungen zur Zukunft des Komplexes am Stockbergerweg gedrängt.
Im Kulturbereich sind die Liberalen mit den Planungen für das Capitol alles andere als zufrieden. Diese seien »schlecht, nicht adäquat«. So werde versucht, eine möglichst große Anzahl von Leuten in einen Raum zu bringen. Auch sei die Bühne mit einer - im Vorprojekt vorgesehenen - Tiefe von sechs Metern für viele Veranstaltungen zu klein, und der Auf- und Abbau auf der Bühne wäre mit zu einem zu großen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden: »Ein Projekt, das in unseren Augen vollkommen überdacht werden muss«, so Karl-Heinz Klinkenberg.
Weitere »Baustellen«
Mit Verweis auf weitere »Baustellen« in der Kulturinfrastruktur, wie das Jünglingshaus und der Alte Schlachthof, schlussfolgerte der PFF-Bürgermeisterkandidat, dass die Kulturpolitik der aktuellen Mehrheit mit Ausnahme der Auszahlung von Vereinszuschüssen sehr bescheiden sei.
Dass diese Mehrheit keine Schwerpunktsetzung und keine Strategie habe, zeige sich auch bei den Finanzen, wo eine ansteigende Schuldenbelastung kommenden Verantwortungsträgern bereits eine Haushaltssanierung aufdränge, »um nicht in einem Schlamassel zu landen«, wie Klinkenberg es salopp ausdrückte.
»Grundwichtig« ist schließlich für die PFF das Thema »Sauberkeit und Inwertsetzung unserer Stadt«. Diese Bereiche ließen sehr zu wünschen übrig, und ohne sie seien alle Anstrengungen der Stadt, der Bürger und der Vereine nichts wert. Wie schon im Wahlkampf vor sechs Jahren drängen die Liberalen hier auf das Einsetzen von Revierverantwortlichen als Ansprechpartner für die Bürger. Auch könne die Stadt Sauberkeit und Inwertsetzung nicht von anderen einfordern, wenn sie selbst nicht darauf achte, schloss Klinkenberg die Wahlprogramm-Vorstellung und verwies darauf, dass das komplette, 36 Seiten starke Programm ab Anfang September im Internet zu finden sein werde.
(Quelle: www.grenzecho.net Text von Werner Keutgen)
Der PDG-Abgeordnete Heinz Keul ruft Landwirte auf, genau zu prüfen, ob sie ab dem Steuerjahr 2010 nicht zu viel Steuern gezahlt haben. Hintergrund sind versprochene Steuerermäßigungen für Natura 2000-Gebiete.
Der Fiskus hatten für diese Flächen zu Unrecht Immobiliensteuern verlangt. Das Katasteramt hatte den Finanzbehörden nicht mitgeteilt, welche Flächen die Natur-2000-Regelung genießen. Dazu fehle dem Katasteramt ein nötiges Computerprogramm, das auch in den nächsten Jahren offenbar nicht zur Verfügung stehe, so Heinz Keul.
Betroffene Landwirte sollen sich beim Steueramt melden, um zu viel gezahlte Beträge zurückzufordern. Der PFF-Politiker Keul bittet zudem Finanzminister Vanackere, das Problem schnellstmöglich zu lösen.
(Quelle: www.brf.be)
Dienstagmorgen fiel die Entscheidung: Michelle Martins vierter Antrag auf Bewährung wurde vom Strafvollstreckungsgericht von Mons stattgegeben... genug um in der Öffentlichkeit für Empörung zu sorgen und die heftigsten Reaktionen hervorzurufen… Zu Recht, schließlich ist Martin für den Tod von Julie Lejeune und Mélissa Russo sowie den furchtbaren Straftaten ihres Exmannes mitverantwortlich!
Der Fall Dutroux ist eines der schmerzhaftesten Ereignisse unserer Geschichte und für viele ist die vorzeitige Haftentlassung eines der damaligen Täter schlichtweg inakzeptabel. Dennoch trifft die Justiz keine Schuld, denn sie wendet lediglich das geltende Recht an. Die Politik sollte an dieser Stelle Verantwortung übernehmen und die Gesetzgebung ändern.
Unter Leitung von Daniel Bacquelaine hat die MR-Fraktion in der Kammer bereits mehrmals einen Gesetzesvorschlag zur Einführung von sogenannten „verbindlichen Verurteilungen“ hinterlegt. Unter verbindlichen Verurteilungen darf man jene Verurteilungen verstehen, die aufgrund der Schwere des Verbrechens, wie zum Beispiel Vergewaltigung und sexuelle Nöti-gung mit Todesfolge, keine Nachgiebigkeit zulassen. Dieser Gesetzesvorschlag blieb aufgrund mangelnder politischer Unterstützung bisher leider unbeachtet.
Das Prinzip der bedingten Freilassung ist zweifellos ein notwendiges Instrument der Resozia-lisierung. Dennoch sind wir der Meinung, dass die bisherigen Bemühungen der Liberalen für eine neue Reglung in Sachen Strafvollstreckung fortgesetzt werden müssen! In einem Fall wie dem der Dutroux-Affäre müssen die Täter hart bestraft werden, ohne dass die Justiz das Strafmaß nachträglich abmildern kann.
Des Weiteren besteht auch in Sachen Opferbetreuung und Opferinformation großer Nachhol-bedarf. Den Opfern muss mehr Gehör geschenkt werden. Sind sie es doch, die am meisten unter der Straftat leiden.
Es ist beispielsweise nicht normal, dass den Anwälten der Zivilparteien in einem Strafprozess jeglicher Zugriff auf das Urteil verweigert wird, aus dem Grund, dass sie nicht Partei des Rechtsstreits sind.
Nun, die Diskussion um „verbindliche Verurteilungen“ ist wiedereröffnet, wollen wir hoffen, dass unsere Politiker die nötige politische Courage aufweisen um die richtigen Entscheidun-gen zu treffen.
Für die Jugend für Freiheit und Fortschritt (JFF),
Alexander Miesen, Präsident
und Evelyn Jadin, Vize-Präsidentin
Parlamentspräsident Ferdel Schröder hat anlässlich des 32. Tirolerfestes in Eupen eine Delegation von Ehrengästen aus Österreich, dem Land Tirol, der Lovos-Gruppe und der DG im Hof des Parlaments empfangen. Hierzu gehörten u.a. Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, der Gesandte der Botschaft Österreichs in Brüssel, Norbert Hack, der Schirmherr des Tirolerfestes, Robert Mockel (Präsident der Industrie- und Handelskammer Eupen-Malmedy-St.Vith), der Honorarkonsul der Republik Österreich, Frédéric-Charles Bourseaux, der Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Leutasch, Thomas Mössmer und Lontzens Bürgermeister Alfred Lecerf. Für musikalische und tänzerische Unterhaltung sorgten die Trachtenmusikkapelle Leutasch sowie die Karwendler Schuhplattler.
Zünftig spielte die Musik auf und zackig marschierte die Delegation aus Tirol in den Parlamentshof, wo die Blechblasmusik prächtig schallte. Parlamentspräsident Ferdel Schröder erklärte in seinen Grußworten den Gästen, dass das Parlamentsgebäude 1812 für den Eupener Tuchfabrikanten Christian Sternickel gebaut wurde. Noch heute seien Teile des Lastenaufzuges für die frühere Lagerung und Verarbeitung von Tuchen auf dem Speicher unter einem Walmdach an der Fassade sichtbar. Nach kurzen Worten über den administrativen und politischen Aufbau der DG und sein Parlament, stieß Ferdel Schröder mit den Gästen auf das Gelingen des Tirolerfestes an: „Ich bewundere ihr ehrenamtliches Engagement für den guten Zweck. Sie tun viel für die Völkerverständigung.“
Leutaschs Bürgermeister Thomas Mössmer bedankte sich für den herzlichen Empfang in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und lobte in einer kurzen Ansprache „den vorbildlichen sozial-karitativen Charakter der Lovos-Gruppe“, die das Tirolerfest organisiert. Während Lovos-Präsident Patrick Heinen der „nachhaltige Charakter der Tirolerfeste“ wichtig ist, hatte Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz die Schmunzler auf seiner Seite: „London scheint derzeit mit den Olympischen Spielen der Nabel der Welt zu sein. Doch in der DG haben wir in diesen Tagen die nicht weniger erfahrene Olympiaregion Seefeld zu Gast.“
»Zu wenig Menschen kennen Belgien wirklich«
Seit Oktober des letzten Jahres ist Dr. Eckart Cuntz der neue Botschafter Deutschlands in Belgien. Gestern besuchte der 62-jährige Diplomat bereits zum zweiten Mal in seiner neuen Funktion die Deutschsprachige Gemeinschaft. Der Schwerpunkt seiner ganztägigen Visite galt diesmal der Eifel.
Eckart Cuntz hatte kurz nach seiner offiziellen Bezeichnung Ende Oktober 2011 der DG seinen Antrittsbesuch abgestattet. Gestern nun weilte er auf Einladung von Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) in Ostbelgien. Im PDG am Eupener Kaperberg wurden ihm vor dem obligatorischen Eintrag ins goldene Buch das neue Konzept der Außenbeziehungen des Parlaments - zu einem späteren Zeitpunkt soll dies auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden - und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit präsentiert.
»Eskortiert« wurde der deutsche Diplomat während des Informationstages nicht nur von PDG-Präsident Schröder, sondern auch von Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz (SP) und Vertretern der PDG-Fraktionen sowie Gemeinschaftssenator Louis Siquet (SP).
Wie eingangs erwähnt, wollte Cuntz bei seinem erneuten Aufenthalt den Süden Ostbelgiens besser kennenlernen. Auf der Tagesordnung standen Besichtigungen des Hohen Venns (am Signal de Botrange), des Sport- und Freizeitzentrums Worriken in Bütgenbach sowie eine Führung durch das Zentrum Triangel und ein abschließender Empfang durch die Stadt St.Vith im Beisein der DG-Bürgermeister.
»Vor allem der herzliche Empfang hat mir am besten gefallen«, zog der Botschafter am Freitagmittag gegenüber dem Grenz-Echo eine Zwischenbilanz.
»Ich glaube, die Deutschspachigen sind tatsächlich das, was man von ihnen sagt, nämlich diese Brücke zwischen Deutschland und Belgien.« Er habe sehr viel dazu gelernt: u.a. Stausee und Wasseraufbereitung als Wirtschaftsfaktor sowie das System der dualen Berufsausbildung in der DG, das in dieser Form nirgendwo anders in Belgien praktiziert werde. »Im Hinblick auf die EU-Krisen stellt sich ja immer wieder die Frage, wie wir die Jugend in Arbeit reinbekommen. Da hat die DG sehr viel zu bieten.«
Belgien sei in Deutschland zwar als »absolut freundschaftliches Land« bekannt, mit dem man »reibungslos zusammenarbeiten« könne, jedoch habe er festgestellt, dass nicht genug Menschen im Nachbarland Belgien wirklich kennen. »Sicherlich weiß man in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz oder im Saarland über Belgien Bescheid. Und für viele sind auch Flandern und Städte wie Antwerpen, Gent oder Brügge ein Begriff. Aber Brüssel wird bereits eher mit der Europäischen Union als mit Belgien assoziiert. Da gibt es noch sehr viel, was die Deutschen kennen lernen könnten«, so der 62-Jährige, der zuletzt deutscher Botschafter in der Türkei war.
»In Deutschland ist man sich oftmals nicht der Tatsache bewusst, wie wichtig Belgien als Nachbarland ist. Historisch und kulturell gibt es enge Verbindungen, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht: Belgien ist der achtgrößte Wirtschaftspartner Deutschlands. Das ist mehr als viele andere Staaten, die deutlich größer sind.« Er bewundere, wie Belgien die Strukturreformen hinbekommen habe. Trotz aller Gegensätze zwischen den Sprachgemeinschaften sei auch eine Haushaltskonsolidierung auf den Weg gebracht worden, die sich sehen lassen könne. »Auf diese Weise leistet Belgien einen wichtigen Beitrag zur Stabilität Europas.«
(Quelle: www.grenzecho.net)
Parlamentspräsident Ferdel Schröder hat den EU-Regionalkommissar Johannes Hahn bei seinem Besuch in der DG begleitet. Im Mittelpunkt standen dabei Informationsaustausche über die mit europäischen Fördermitteln in der DG durchgeführten Projekte.
Der EU-Kommissar machte bei seinem ganztägigen Aufenthalt drei Institutionen in Eupen seine Aufwartung: der Euregio Maas-Rhein, der Feuerwehr sowie dem BRF. Hierbei standen naturgemäß grenzüberschreitende Projekt im Fokus des Interesses: die touristische Initiative Vennbahnroute, die neben der DG auch durch Deutschland und Luxemburg führt; die Gesundheitsversorgung, die den Facharztbesuch dies- und jenseits der Grenzen ermöglicht; die Kooperation der Sicherheits-Rettungskräfte, die internationale Einsätze von Feuerwehren in der DG, der Städteregion Aachen und Niederländisch Limburg regelt; der grenzüberschreitende Medienaustausch am Beispiel des Projektes EUREGIO TV.
EU-Kommissar Johannes Hahn suchte den direkten Austausch mit den Akteuren vor Ort und zeigte sich beeindruckt von dem Tatendrang in der überschaubaren DG: „Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist eine Vorzeigeregion. Klein, aber oho!“
Hintergrund des hohen Besuchs waren die derzeit laufenden Budgetberatungen der EU-Fördermittel für die Jahre 2014 bis 2020. Diese Gelder des Europäischen Struktur-Fonds (ESF) sichern und schaffen auch neue Arbeitsplätze in der DG.
Die Föderalabgeordnete JADIN hat erneut im Innenausschuss der Kammer zur zukünftigen Arbeit der Immatrikulationsstelle in Eupen nachgefragt. JADIN bezog sich auf die Meldung, dass die Stelle in Eupen nun nur noch alle zwei Tage geöffnet habe und sich deren Mitarbeiter während der restlichen Woche in Brüssel befinden, um dortige Arbeit aufzuarbeiten.
Sie erinnerte in diesem Zusammenhang erneut an die Unterbesetzung der Immatrikulationsstelle in Eupen, die sich nun noch mehr verschlimmere, so JADIN. Diesbezüglich würde zudem das Gerücht kursieren, dass die Stelle in Eupen erneut vor einer möglichen Schließung stehe. „Eine Schließung wäre eine Katastrophe für den Dienst am Bürger, aber auch für den Versicherungssektor. Es müssen jetzt Maßnahmen getroffen werden, um dies zu vermeiden und ebenfalls um der derzeitigen Unterbesetzung entgegen zu wirken“, so die Föderalabgeordnete.
Der zuständige Staatssekretär WATHELET entschuldigte sich für die Verspätung, die das Rekrutierungsverfahren ergeben habe. Nun sei eine deutschsprachige Person gefunden worden und werde bald in den Dienst treten. Die Anfrage aus Brüssel ergebe sich aufgrund der dortigen Arbeit, die Unterstützung benötige. Der Staatssekretär erinnerte daran, dass bis zu 74% der Immatrikulationen per Internet abgefertigt werden und die Anfrage innerhalb des nächsten Tages mit der Zusendung des Zertifikats oder der Autoplakette bedient werden. Oftmals sei es auch eine falsche Information, die die betroffenen Personen irrtümlicherweise zum Schalter nach Eupen bewegen, so der Staatssekretär. Aufgrund der Sommerferien wären die Anfragen zudem steigend. Dann würde auch das Personal von anderen Immatrikulationsstellen bereits in Eupen an den offenen Tagen arbeiten. Für Staatssekretär WATHELET ist die Lage klar, die Qualität des Dienstes werde gewährleistet.
Wenige Tage nach der Anerkennung des Kosovo als unabhängiger Staat informierte sich eine hochrangige Delegation des Parlaments dieses Balkanstaats im Parlament der DG am Kaperberg. Im Mittelpunkt der Unterredung mit Parlamentspräsident Ferdel Schröder standen Fragen des Minderheitenschutzes.
„Es ist sehr interessant, wie die Deutschsprachige Gemeinschaft und ihre Gemeinden als Minderheit im belgischen Staat mit Minderheiten wie den frankophonen Bürgern umgehen“, zeigte sich Suzana Novoberdaliu, Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und Chancengleichheit, beeindruckt, dass Frankophone in den Gemeinden der DG offiziell ihre Muttersprache nutzen können.
Vertreter des Parlamentsausschusses für Menschenrechte, Gleichberechtigung, Vermisste und Petitionen und des Ausschusses für die Rechte und Interessen der Gemeinschaften im Kosovo informierten sich des Weiteren über das Föderalsystem Belgiens und den Status der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Bei dem Gespräch im Plenarsaal stand vor allen Dingen die Frage nach dem Umgang mit Minderheiten in Belgien und der Sprachengebrauch in der DG im Fokus des Interesses – ebenso die Tatsache, dass in der DG Französisch als 1. Fremdsprache sogar im Kindergarten gelehrt wird: „Ein Pilotprojekt einer bilingualen Kindergartenklasse mit Kindergärtnern der Muttersprache Deutsch und Französisch unterstreicht das Streben der DG, dass 18-jährige Schulabsolventen Deutsch und Französisch sprechen können. Grundkenntnisse in Niederländisch und Englisch sind ebenfalls wünschenswert“, erklärte Parlamentspräsident Ferdel Schröder.
Im föderalen Parlament des Kosovo sind laut Goran Marinkovic, Vorsitzender des Ausschusses für die Rechte und Interessen der Gemeinschaften, „20 Plätze für die Gemeinschaften reserviert“. Darüber hinaus verfügten diese Vertreter der kosovarischen Gemeinschaften über ein Vetorecht, wenn sie ihre Interessen missachtet sähen.
Die Republik Kosovo zählt etwa 1,7 Millionen Einwohner; die Hauptstadt ist Pri¨tina. Amtssprachen sind Albanisch und Serbisch, in einigen Gemeinden auch Türkisch, Bosnisch und Romanes. Kosovo wird heute hauptsächlich von Albanern bewohnt. Der Norden wird mehrheitlich von Serben besiedelt. Weitere ethnische Gruppen sind Türken, Bosniaken, Torbeschen, Goranen, Janjevci, Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter.
Seit dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen 1999 stand das Gebiet unter internationaler Verwaltung. Ab September 2012 gilt Kosovo endgültig als unabhängiger Staat. Die Mehrheit der EU-Länder, darunter Belgien, sowie die Türkei und die USA haben die Souveränität des jüngsten Staates in Europa anerkannt.
In der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es eine Reihe von Einrichtungen, die junge Menschen in ihrer Entwicklung und beim Lösen von Problemsituationen unterstützen. Welche Angebote insgesamt zur Verfügung stehen und welche Personen hinter diesen Einrichtungen stecken, ist Jugend- und Sozialarbeitern häufig unbekannt.
Aus diesem Grund haben die Regierung, das Ministerium und das Jugendbüro der DG eine Infoveranstaltung organisiert sowie einen Infofilm zusammengestellt, der sich dieser Problematik annimmt und in dem sich 19 verschiedene Einrichtungen, die u.a. Jugendliche als Zielpublikum haben, vorstellen.
Da sich während verschiedener vorangegangener Veranstaltungen herausgestellt hat, dass solche Informationen auch für Mitarbeiter der Einrichtungen außerhalb der klassischen Jugendarbeit von Nutzen ist, hat man sich entschieden, diesen Infonachmittag nicht auf die Jugendarbeiter der DG zu beschränken, sondern auf die Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen, die u.a. Jugendliche als Zielpublikum haben, sowie auf die Erzieher der Sekundarschulen und Lehrlingssekretäre auszuweiten.
Die Veranstaltung richtete sich demnach an all diejenigen, die mit jungen Menschen arbeiten. Thematisch passt dies gut in die neuorientierte Jugendpolitik der DG.
Bereits vor Jahren hat man in der DG erkannt, dass der Jugendliche ganzheitlich erfasst und seine Anliegen als Querschnittsaufgabe erkannt werden müssen.
Das neue Jugenddekret, das am 6. Dezember 2011 im Parlament der DG verabschiedet wurde, legt zum ersten Mal einen fachübergreifenden Ansatz fest, der den Jugendlichen in den Mittelpunkt rückt und seine ganze Lebenswelt berücksichtigt.
In diesem Rahmen wird die Regierung noch in diesem Jahr einen ersten Strategieplan veröffentlichen. Dieser Jugendstrategieplan wird als Synergie-Instrument verstanden, um fachübergreifend Schwerpunktthemen gemeinsam mit allen Diensten anzugehen. Die beiden Schwerpunktthemen des ersten Jugendstrategieplans sind: „Zielgruppengerichtete Maßnahmenplanung für junge Menschen mit vielfältiger Problembelastung“ und „Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen“. In diesem Jugendstrategieplan werden Maßnahmen zu diesen Schwerpunktthemen festgehalten, die, parallel zu bereits angelaufenen Initiativen der DG, während der Jahre 2013-2015
umgesetzt werden sollen.
Die Info-Veranstaltung auf Einladung von Ministerin Isabelle Weykmans von Dienstag dieser Woche war einer der ersten Schritte in diese Richtung.
Abrufbar sind die einzelnen Clips der vorgestellten Einrichtungen unter www.jugendbuero.be/de/beratungsangebote.

Über 50 Personen waren der Einladung von Ministerin Weykmans zu dieser Informationsveranstaltung gefolgt
Auf Einladung von Ministerin Isabelle Weykmans haben sich am 26. Juni 2012 die Sportminister der Französischen und Flämischen Gemeinschaft, André Antoine und Philippe Muyters, und der Präsident des Belgischen Olympischen und Interföderalen Komitees, Pierre-Olivier Beckers, in der Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu einem Meinungsaustausch getroffen.
Bei dem Treffen standen wichtige Themen der aktuellen Sportpolitik auf der Agenda. Die Minister konnten sich über die jüngsten Beschlüsse der Ministerkonferenzen auf Ebene der Europäischen Union und des Europarates austauschen. Außerdem wurden die Weichen für eine weitere enge Zusammenarbeit in Bezug auf die Stärkung des Ehrenamtes und des Spitzensportes gesetzt. Die Ergebnisse verschiedener Studien zur Verbesserung und Anerkennung des Statuts der Ehrenamtlichen im Sport stand ebenfalls auf der Tagesordnung.
Über die Zukunft des „Be gold“ Projektes, das Ende 2013 ausläuft, wurde intensiv beraten. Die Gesprächspartner haben vereinbart, mit dem nationalen Partner also der Nationallotterie möglichst rasch die weitere Vorgehensweise abzusprechen.
Die Sportminister haben in den beiden vergangenen Jahren zusammen mit ihren Amtskollegen aus Brüssel intensiv an der Harmonisierung des Antidoping-Regelwerks gearbeitet. Auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurden im Januar das neue Dopinggesetz zum Sport und in dieser Woche das Zusammenarbeitsabkommen zwischen den Gemeinschaften im Parlament verabschiedet. Das Abkommen sieht eine Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen den Gemeinschaften, eine Anpassung an den Weltantidopingkode der WADA (Welt-Antidoping-Agentur) und den Gebrauch des ADAMS-Systems zur Mitteilung der Aufenthaltsangaben der Elitesportler vor. Zusammen mit den Akteuren des Sports in Belgien wurde eine gemeinsame Definition des „Elitesportlers“ erarbeitet. Am Vorabend der Olympischen Spiele ist die Dopingbekämpfung eine der Prioritäten einer partnerschaftlichen Sportpolitik und ein Grundpfeiler für fairen und gesunden Sport, der allergrößte Aufmerksamkeit verdient.
Die Vertreter des Belgischen Olympischen und Interföderalen Komitees konnten darauf verweisen, dass die belgische Delegation für die Olympischen Spiele in London voraussichtlich mit 110 Athleten besetzt sein wird. Die letzten Entscheidungen werden bis zum 9. Juli 2012 getroffen sein müssen. Die Anzahl der qualifizierten Athleten ist bemerkenswert, da nur während der Olympischen Spiele im Jahre 1976 in Montreal eine größere Delegation Belgien vertreten hat.
Ministerin Isabelle Weykmans äußerte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die während des Vorsitzes der DG erreicht wurden: "Wir haben die Grundlagen für eine insgesamt verbesserte Anti-Dopingpolitik in Belgien geschaffen sowie die Zusammenarbeit zwischen dem BOIK und den drei Gemeinschaften vertieft. Es ist ein guter Augenblick für die Weitergabe des Vorsitzes an meinen Kollegen aus der Fédération Wallonie-Bruxelles, André Antoine.“

Am Samstagnachmittag lud die PFF/MR zur Einweihung ihrer neuen Einrichtung im Eupener Stadtzentrum, hinter dem berühmten Clown, ein.
Diese gemeinsame Einrichtung der liberalen Kräfte, wie sie in den Reden genannt wurde, ist ab sofort Anlaufstelle für die Bürger und soll zudem auch neue Brücken zwischen der liberalen Gewerkschaft und der PFF schlagen. Die Kosten hat zu einem Viertel die MR und den Rest hat die Freie Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst (FGOD) getragen.
Alle geladenen Gäste, darunter nationale Verantwortliche der MR, Freunde der PFF, Vertreter der Stadt Eupen, Bürgermeister Laschet aus Raeren und eine Vielzahl Angehöriger und Gönner der liberalen Gewerkschaft FGOD, besichtigten am Samstagnachmittag die renovierten Räumlichkeiten. Auf der rechten Hausseite befindet sich der Eingang zum Gewerkschaftszentrum, das direkt einen interessanten Eindruck mit einem im Fachwerk integrierten Empfangsschalter erweckt. Auf der ersten und zweiten Etage befinden sich Konferenzräume, die der Gewerkschaft dienen, aber doch von beiden Kräften, also auch der PFF genutzt werden können.
Im linken Haustrakt befindet sich der Eingang zu den Räumlichkeiten der PFF. Ihr überaus helles Büro befindet sich dann im ersten Stockwerk.
40-jähriges Bestehen
Allen Gästen wurde freizügigen Zugang zu allen Räumlichkeiten gestattet – die Räume des FGOD sind sogar mit Namen ausgestattet wie der »Saal Hohes Venn« oder »Saal Eupen«. Im letzteren wurde zudem eine PowerPoint-Präsentation gezeigt, die vermittelte, was für langwierige und schwere Arbeiten in diesem ehemaligen Einfamilienhaus vorangegangen waren.
Marc de Mulder, Vorsitzender der Postgruppe der FGOD, eröffnete den Reigen der Reden und freute sich, dass nach dem kürzlich gefeierten 40-jährigen Bestehen nun auch das belgische Vorzeigeprojekt beendet wurde. Er bedankte sich bei vielen verschiedenen Akteuren mit Blumen und erhob das Glas. Er sieht die Gewerkschaft wichtiger denn je; in einer Zeit in der von vielen sachlichen Problemen durch künstliche Konfrontation zwischen den Gemeinschaften abgelenkt werde. Gegenüber der Vorsitzenden der PFF Kattrin Jadin erklärte er: »Hoffentlich werden wir nicht nur gute Nachbarn, sondern Partner.«
Mit diesen eindringlichen Worten übergab er an den nationalen Finanzverantwortlichen der MR, Pierre Boucher, der unter anderem die Glückwünsche des MR-Vorsitzenden Charles Michel überbrachte. Das Haus sei Ausdruck eines ambitionierten Projektes und vermittle ein neues Bild der Kooperation – einzigartig in ganz Belgien. Zudem ein Ort der Begegnung und Bildung, welche näher denn je an der Bevölkerung in ihrer neuen Eupener Begegnungszone anzutreffen ist.
Während die Gäste sich bereits mit der Analyse der Reden auseinandersetzten, so konnte die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin die Aufmerksamkeit dennoch auf ihre Seite ziehen. Sie bedankte sich für das Erscheinen der liberalen Vertreter, auch der Gewerkschafter, aber auch bei den Vertretern der Stadt Eupen sowie der SP und Ecolo. Zudem wusste sie, wem sie die Realisierung zu verdanken hatte: Sie dankte dem ehemaligen nationalen MR-Vorsitzenden Didier Reynders und auch dem aktuellen Vorsitzenden Charles Michel für ihre Zustimmung zu diesem herausragenden Projekt. Marc de Mulder sprach von einem besonderen Ort Eupen, der in der Grenzregion liegt und bekannt ist für seine Brückenfunktion zwischen verschiedenen Kulturen und Interessen. Darauf baute Kattrin Jadin auf und ging tiefgründig auf die Philosophie der Freiheit ein – Freiheit sei Vielfalt, die eine Grundlage des Fortschritts darstelle, aber nur über Verantwortung realisierbar sei. »Wir wollen eine Verantwortungsgesellschaft mit einem freien Markt der Meinungen und Ideen und setzen diese Verantwortung der Selbstständigen und Unternehmen mit ihren Arbeitnehmern für eine sozio-ökonomisch gesicherte Zukunft über parteipolitisches Kalkül.«
Der Präsident der FGOD hatte das letzte Wort und freute sich, dass es über dieses Gebäude gelungen sei, auch die DG mehr in die Arbeit einzubinden. So freut er sich persönlich darüber, dass die PFF sich sehr dafür einsetze, dass alle Dokumente auch ins Deutsche übersetzt würden. Diese Zusammenarbeit sieht er als zukunftsträchtig an.
Keine Konflikte
»Wir wollen keine Konflikte zwischen den Gemeinschaften, die von der Wichtigkeit einer Sache ablenken – alle Sprachen sind anerkannt – doch ist es noch immer nicht soweit, dass diese Anerkennung vollständig mit Leben gefüllt ist. Dem kommen wir mit dieser einmaligen Einrichtung ein Stückchen näher.«
Mit diesem Gefühl der Gemeinsamkeit wurde der Nachmittag schließlich weitergeführt – es zeichneten sich bei Häppchen und Getränken tiefgründige Gespräche und viele neue Begegnungen in und vor dem Haus ab – das Wetter tat ein Übriges dazu.
(Quelle: www.grenzecho.net - Von Griseldis Cormann)
Les soubresauts de la crise financière n'affectent pas la croissance constante de l'utilisation et des autorisations de crédit bancaire aux entreprises. Les TPE, par contre, sont moins à l'aise que les grandes dans leurs rapports avec les banquiers, selon l'UWE.
Gérard Guillaume
L'Union wallonne (UWE) a mené une enquête sur le sujet auprès de plus de 800 entreprises wallonnes. Et celle-ci fait l'objet des 150 pages de l'édition 2012 des "Etudes sur la situation de l'entreprise", à disposition sur le site internet de l'UWE.
Principales surprises: un crédit bancaire constamment croissant et un taux de satisfaction globale assez élevé à l'égard des banques, même si les entreprises leur reprochent surtout de ne pas motiver leur refus et de s'autoriser des délais de traitements trop longs. Autre enseignement: le taux de refus de crédit est deux fois plus élevé à l'égard des TPE (Très petites entreprises) dont on réclame plus d'exigence de sûreté alors qu'elles sont moins bien secondées par les outils publics de crédit. Quand on sait qu'elles constituent 80 % du tissu économique wallon, ce n'est pas secondaire.
Plus précisément, 35% des 800 entreprises approchées n'ont pas demandé de crédit dans les deux dernières années. Quand elles l'ont fait, c'est dans 85% des cas à des banques qu'elles se sont adressées.
Avec des taux de refus et d'acceptation divergents selon les montants sollicités ou, forcément, la taille du demandeur. Les refus frisent les 30 % pour des montants de moins d'un million et passent même à 32% pour des montants de moins de 100.000 EUR.
C'est l'image de l'entreprise surtout qui conditionne les avis favorables, puis la rentabilité de l'entreprise, la préparation du dossier et l'intervention parallèle de fonds propres. Les garanties offertes n'entrent en ligne de compte qu'en dernier ressort comme justification ultime d'un refus, après que l'indisponibilité de fonds propre ou le manque de rentabilité ait fait la différence. Relevons qu'ici aussi, la déficience d'appoint professionnel pour ficeler un business plan crédible pèse davantage sur les TPE.
Les refus entraînent peu de faillites. Les TPE se replient sur d'autres sources, annulent (25%) ou réduisent (25%) leur projet. Les grandes entreprises annulent moins mais reportent les embauches (27%) ou voient s'envoler des parts de marché (37%). Mais 13% des entreprises ne savent jamais pourquoi leur dossier a été refusé.
16% des entreprises ne savent jamais non plus pourquoi leur dossier a fait problème; dans la plupart des autres cas, il s'agit de manque de garanties ou de fonds propres. Les outils publics de soutien financier, invests ou Sowalfin, jouent bien leur rôle supplétif à l'égard des grandes entreprises pour 30% des dossiers difficiles. Les TPE par contre, une fois encore, restent sans autre issue que de faire face à des taux revus à la hausse.
Si près de 28% des entreprises dont les demandes ont fait difficulté n'ont pas eu à en pâtir, les autres disent accuser une rentabilité plus faible et avoir retardé des embauches.
Par contre, 90% des entreprises ayant conclu se disent satisfaites des taux obtenus, qu'elles disent "normaux" ou "peu élevés". L'absence de motivation d'un refus de crédit est bien plus mal digérée, a fortiori dans le chef des TPE dont la relation bancaire est beaucoup plus difficile.
Au terme d'une comparaison avec les pays limitrophes, l'étude de l'UWE pointe comme problématiques le manque de fonds propres et la trop forte dépendance des entreprises wallonnes aux crédits bancaires.
Elle relève aussi que la tension sur le degré d'utilisation des crédits est beaucoup plus forte pour les petites entreprises que pour les grandes, ce qui les rend aussi beaucoup plus vulnérables.
"Autant d'évidences qui ont le mérite d'être chiffrées pour saluer l'utilité des instruments publics qui jouent leur rôle, mais aussi pour travailler à contrer la césure qui se marque entre petites et grandes entreprises", selon Didier Paquot, le chef économiste de l'UWE.
(Quelle: L'Echo, 28/06/2012) zum Text
Die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN sah sich durch mehrere Zeitungsartikel veranlasst, Klarheit in die Gerüchte um eine Fusion länderübergreifender Armeen zu bringen. In der Presse hatte es geheißen, dass der belgische Verteidigungsminister sich für eine Fusion der belgischen und niederländischen Armee ausgesprochen habe.
In einer schriftlichen Antwort erfuhr JADIN, dass De CREM tatsächlich an einer stärkeren und koordinierten Zusammenarbeit beider Armeen interessiert sei, jedoch niemals Fusionasabsichten gehegt habe. Der Minister habe immer hinter der Idee gestanden, eine militärische Kooperation der Benelux-Länder voranzutreiben. Eine Kooperationserklärung bezüglich der Verteidigung wurde am 18. April unterzeichnet und ist somit eine erste gemeinsame Vision.
Langfristig werde das Ziel sowieso eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik sein, so De CREM. Weitere Kollaborationen mit anderen Ländern bezüglich der Verteidigung seien noch offen und würden in Angriff genommen.
Bei der PFF-Fraktion im Parlament der DG (PDG) ist am Montag ein Wechsel vollzogen worden. Für den zurückgetretenen Hans-Dieter Laschet wurde Alexander Miesen vereidigt. Der 29-jährige Miesen wohnt in Hergersberg (Büllingen), hat eine Bachelor-Ausbildung in Jura absolviert und arbeitet als politischer Berater. Seit dem Jahr 2006 gehört er dem Gemeinderat von Büllingen an (Freie Bürgerliste Büllingen, FBB). Seit dem Jahr 2009 ist Miesen auch Präsident der Jungliberalen (Jugend für Freiheit und Fortschritt, JFF). Im PDG wird er dem Ausschuss II für Kultur, Jugend, Sport und Tourismus als vollwertiges Mitglied angehören.
(Quelle: www.grenzecho.net)
Einer Studie nach, verlieren Autofahrer die meiste Zeit in Staus auf belgischen Straßen. Dies wurde durch eine Untersuchung einer Vielzahl an Navigationssystemen festgestellt. Durchschnittlich 71 Stunden verlor ein belgischer Fahrer an Zeit in Staus im letzten Jahr. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa und Nordamerika, ist Belgien damit der Spitzenreiter. Brüssel, Antwerpen, Lüttich, Charleroi und Gent belegen die vorderen Plätze in Belgien, deren Stauaufkommen besonders hoch ist.
Dies nahm die föderale Abgeordnete Kattrin JADIN zum Anlass, den zuständigen Staatssekretär für Mobilität in der gestrigen Plenarsitzung zu befragen. Sie wollte wissen, ob er sich dieser gravierenden Situation bewusst sei und wie er gedenke die Mobilität in Belgien wieder „mobiler“ zu gestalten. Dass Belgien Spitzenreiter in Sachen Stau sei, müsse zum Anlass genommen werden, einen Mobilitätsplan anzupassen oder ins Leben zu rufen.
„Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um ständige Staus zu vermeiden bzw. mobiler in Belgien zu werden. Also auch einen täglichen Verkehr zu schaffen, der fließend geschieht. Denn in anderen europäischen Ländern scheint dies ebenfalls möglich zu sein. Ich wünsche mir deshalb einen globalen Plan, der dies beinhaltet“, so JADIN.
Der Staatssekretär zeigte sich einsichtig. Auch wenn diese Materie eher auf regionaler Ebene angesiedelt sei, könne man auch auf föderaler Ebene Initiativen ergreifen. Dies habe man bereits auch in Zusammenarbeit mit den regionalen Mobilitätsministern gemacht. WATHELET nannte Maßnahmen wie Diabolo (Einfahrt Brüssel) oder das RER-Projekt, das eine Verbesserung der Zugmobilität zum Ziel hat. Noch in dieser Woche hätten Gespräche für die Region Brüssel stattgefunden, um die enormen Mobilitätsprobleme in der Hauptstadt zu besprechen. Letztendlich müsse man sich bewusst sein, dass die eine perfekte Lösung der Stauaufkommen nicht existiere und umso wichtiger sei deshalb eine intensive Zusammenarbeit von Regionen und auch Gemeinden, so der Staatssekretär für Mobilität.
Mittelstandsministerin Sabine Laruelle (MR) wird demnächst einen Plan für kleine und mittlere Unternehmen präsentieren. In einem Gespräch mit dem GE lüftete sie den Schleier und erläuterte die großen Linien ihre Unterstützungsmaßnahmen, die Teil des Plans der Regierung zur Wiederbelebung der Wirtschaft sind.
Sabine Laruelle, seit 2003 föderale Ministerin für Mittelstand, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Selbstständige, hat nach eigenen Angaben nicht bis zur Krise gewartet, um Selbstständige und Kleinunternehmern zu unterstützen. »Seit neun Jahren gehören sie zu meinem Verantwortungsbereich in der Föderalregierung, und Sie können mir glauben: Es wurde schon viel für sie getan«, stellt sie sofort klar, als sie uns in ihrem Büro empfängt, das einen atemberaubenden Panoramablick über die Dächer von Süd-Brüssel und auf den protzigen Justizpalast bietet. »Der Wirtschaftsmotor muss unbedingt wieder auf Touren kommen. Das kann nur erfolgen durch, für und mit den KMU«, sagt die 47-jährige Politikerin aus Gembloux. »Es wird keinen Aufschwung geben, wenn man die Maßnahmen nicht auf die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Selbstständigen konzentriert.«
Der Mittelstand gilt als Rückgrat der belgischen Wirtschaft. Leidet er in diesen Krisenzeiten besonders?
Nach europäischer Definition sind 99 Prozent aller Unternehmen in Belgien kleine und mittlere Betriebe, d.h. sie beschäftigen weniger als 250 Personen. Nach belgischen Normen, d.h. weniger als 50 Mitarbeiter, sind es 97%. Alle Studien belegen, dass, wenn ein Großunternehmen einen Arbeitsplatz schafft, ein KMU vier Personen einstellt. Es ist also wichtig, diese Betriebe zu unterstützen. Besorgniserregend aber ist, dass heutzutage vor allem sehr kleine Unternehmen pleite gehen. Und auch bei Betriebsgründungen, den sogenannten Startern, sieht es nicht gut aus. Leider herrscht aber in der Regierung viel Unwissen über die Selbstständigen und die mittelständischen Betriebe. Wenn man beispielsweise den (für die Betrugsbekämpfung zuständigen) Staatssekretär über Scheinselbstständige reden hört, sollte man glauben, alle Unternehmer wären Gauner. Ich selbst aber besuche die Betriebe, rede mit den Unternehmern und treffe Entscheidungen.
Wie ist denn die Stimmung in den KMU?
Die Anzahl Starter-Unternehmen ist im ersten Quartal 2012 um 15 Prozent zurückgegangen. Ein Zeichen von Unsicherheit. Es genügt nicht, dass Minister in Reden versprechen, den KMU zu helfen, dann aber in konkreten Maßnahmen genau das Gegenteil tun. Beispiele sind die unklare Regelung für Firmenautos oder das Durcheinander in Sachen Erbschaftsrecht. Dieses Wirrwarr muss unbedingt aufhören.
Herrscht auch Angst?
Auf jeden Fall. Zum einen wird der Eindruck vermittelt, als gebe es nur Scheinselbstständige und als seien Unternehmer Kriminelle. Hinzu kommt eine Wirtschaft, die nicht dreht, wie sie eigentlich drehen sollte, auch wenn Belgien besser da steht als andere europäische Staaten. Selbstständige haben Schwierigkeiten, kleine Betriebe gehen pleite. Es herrscht Angst vor dem, was noch kommen wird. Kleine Unternehmen haben auch damit zu kämpfen, dass Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt werden - auch von öffentlichen Behörden. Deshalb verlange ich von der Regierung, dass sie schnell die EU-Richtlinie über die Zahlungsfristen ausführt.
Wie sieht es mit der Kreditvergabe an Unternehmen aus. Gibt es eine Kreditklemme?
Für die kleinen und neuen Unternehmen ist es schwieriger geworden, bei einer Bank einen Kredit zu bekommen. Man leiht Geld an die Reichen, an diejenigen, die keine Probleme hat. Wer sich entwickeln oder ein Unternehmen gründen möchte, hat heute mehr Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen.
Sie sagen: »Nur über die KMU kann der Wirtschaftsmotor wieder auf Touren kommen.« Was haben Sie in den vergangenen sechs Monaten seit Amtsantritt der neuen Regierung für den Mittelstand und die Selbstständigen getan?
Zunächst einmal habe ich mich hinter den Kulissen darum bemüht, dass Schlimmstes verhindert wurde, dass Regierungsmaßnahmen, wie die Regelung gegen Scheinselbstständige, nicht zum Nachteil des Mittelstandes ausfielen.
Und darüber hinaus?
Das soziale Statut wurde aufgewertet. So wurde das Mutterschaftsgeld für selbstständige Frauen um mehr als 250 Euro erhöht. Der Mutterschaftsurlaub wurde auf acht Wochen verlängert und ist jetzt flexibler. Der Malus der Selbstständigen wurde gelockert, ab 2013 dürfen diejenigen, die 65 Jahre alt sind oder 42 Berufsjahre vorweisen, unbefristet arbeiten. Ferner wurden Maßnahmen bei der Qualifizierung der Arbeitsverhältnisse getroffen, wir haben die Reform der Immobilienagenturen beschlossen und wollen den Beruf des Handwerkers gesetzlich definieren (der Ministerrat hat einen diesbezüglichen Gesetzentwurf am vergangenen Freitag verabschiedet, A.d.R.).
Sie wollen schon seit geraumer Zeit die Berechnungsmethode von Sozialbeiträgen, die der wirtschaftlichen Realität nicht Rechnung trägt, reformieren. Wie steht es damit?
Heute zahlt ein Selbstständiger Sozialbeiträge, die auf Basis seiner Einkünfte vor drei Jahren berechnet werden, also nicht der aktuellen Wirtschaftslage Rechnung tragen. Vor dem Sturz der Regierung hatte ich bereits einen Reformvorschlag vorgelegt, doch konnte dieser während der Krise nicht umgesetzt werden. Auf dem Tisch liegen derzeit zwei Vorschläge, und eine Arbeitsgruppe nimmt sich jetzt der Sache an, sodass vor Ende des Jahres eine Entscheidung getroffen werden kann. Zudem läuft diesbezüglich noch bis 7. Juli eine große Umfrage bei Selbstständigen, die durch die Sozialkassen organisiert wird.
In Kürze werden Sie auch einen Plan für die mittelständischen Unternehmen vorlegen. Worum geht es?
Mein KMU-Plan basiert auf den Small Business Act für Europa (SBA), der im Juni 2008 angenommen wurde. Darin spiegelt sich der politische Wille der Kommission wider, die zentrale Rolle des Mittelstandes für die europäische Wirtschaft anzuerkennen und zum ersten Mal in einem anspruchsvollen und abgestimmten Rahmen für die EU und ihre Mitgliedsstaaten fest zu schreiben. Er zielt darauf ab, die grundsätzliche Haltung zum Unternehmergeist in unserer Gesellschaft zu verbessern, und soll Unternehmen helfen, noch stärker und schneller wachsen zu können.
Können Sie uns einen Einblick in Ihre Vorhaben geben?
Wir wollen beispielsweise dafür sorgen, dass die Arbeitgebergruppierung, sprich die Möglichkeit, für mehrere Arbeitgeber gleichzeitig zu arbeiten, vereinfacht, attraktiver und funktioneller wird. Dieses System besteht schon heute, doch ist es bisher nur zu vier Gruppierungen gekommen.
Worum geht es genau?
Heute kann man niemanden für weniger als eine Drittelzeit einstellen. Außer Interimbüros darf kein Unternehmen einem anderen Betrieb Personal zur Verfügung stellen. Die Gruppierung ermöglicht kleinen Unternehmen, sich zu gruppieren, um eine Person gemeinsam einzustellen. Beispielsweise einen Buchhalter, da ein kleines Unternehmen keinen Vollzeit-Buchhalter braucht. Oder eine Putzkraft.
Welche Maßnahmen enthält Ihr Plan außerdem?
Wir wollen die Kleinunternehmer administrativ entlasten. Der Small Business Act empfiehlt die Reduzierung der administrativen Belastung um 25%. Wir streben 30% an. So werden Daten, die auf Ebene der föderalen Verwaltung zugänglich sind, beim Unternehmer oder Selbstständigen nicht immer wieder aufs Neue eingefordert - beispielsweise bei statistischen Erhebungen. Eine weitere Achse meines Plans ist die Verbesserung des Sozialstatuts. Das Kindergeld zwischen Lohnempfängern und Selbstständigen wird noch vor der Regionalisierung gleichgestellt. Wie erwähnt, wird die Berechnungsmethode für die Sozialbeiträge reformiert. Auch werden wir weiter an der Angleichung der Pensionen von Selbstständigen und Lohnempfängern arbeiten. Heute besteht noch eine Differenz von 22 Euro für einen Privathaushalt, als ich im Jahr 2003 Ministerin wurde, betrug der Unterschied mehr als 350 Euro - zum Nachteil der Selbstständigen. Außerdem wird die Konkursversicherung ausgedehnt.
Gibt es, unabhängig von den derzeitigen Nöten des Mittelstandes, in Belgien nicht ein tief greifenderes Problem? Um den Unternehmergeist ist es in unserem Land ja nicht gerade zum Besten bestellt...
Wir haben in Belgien einen Unternehmergeist, der weniger entwickelt ist als in anderen europäischen Ländern. Wir brauchen unbedingt eine Kulturrevolution. Wissen sie, wenn heutzutage ein Selbstständiger Erfolg hat, löst er Neid aus. Das geht nicht. Eigentlich müsste es doch so sein, dass Erfolg andere dazu verleitet, Ähnliches zu erreichen. Aber diese Mentalität haben wir nicht in Belgien. Bei einer Umfrage gaben die meisten Jugendlichen als Berufswunsch Beamter an. Wenn man die Mentalität verändern will, muss man in den Schulen damit anfangen.
Nicht im Elternhaus?
Ja, dort auch, wo doch die Eltern ihrem Nachwuchs eintrichtern, dass Jobsicherheit das Wichtigste ist. Es ist wichtig, dass mithilfe der Eltern und der Schulen die Jugendlichen den Mut zum Risiko finden.
Das Unternehmertum muss aufgewertet werden.
Ja. Ein Unternehmer, der heute pleite geht, ist stigmatisiert. Es wird schwierig für ihn, wieder Fuß zu fassen. Das muss sich ändern, wir müssen für Mentalitätsänderung, administrative Vereinfachung, bessere Rahmenbedingungen, Kontrolle, Bekämpfung von Missbräuchen usw. sorgen. Eine Gesellschaft, die gegen die Unternehmer und Selbstständigen eingestellt ist, das geht nicht. Ohne Selbstständige kommen wir nicht weiter. Sie sind eine absolute Notwendigkeit. Es gibt kein Heil ohne die Welt der kleinen und mittleren Unternehmen.
(Quelle: www.grenzecho.net)
Die liberale Partei Ostbelgien, die PFF hat mit Unterstützung der MR eine neue Anlaufstelle für den Bürger geschaffen. Das neue Bürgerbüro in Eupen wird sich die PFF zukünftig mit der liberalen Gewerkschaft FGOD teilen.
Erstmals wurde das neue Bürgerbüro in Eupen als Projekt mit allen liberalen Kräften, der Gewerkschaft, der Krankenkasse, der PFF und MR, des liberalen Instituts für Fort-und Erwachsenenbildung (LIFE) erschaffen und soll nun auch gemeinsam genutzt werden.
Der PFF bleibt es wichtig zu erwähnen, dass die Partei dort einen neuen Knotenpunkt zur Koordinierung ihrer täglichen Arbeit gefunden hat und für den Bürger ein neuer Treffpunkt des Austausches mit den Mandataren geschaffen werden konnte.
Wir freuen uns deshalb Sie herzlich zur Eröffnung des neuen PFF-Bürgerbüros einladen zu dürfen:
Am Samstag, den 30. Juni um 14.00 Uhr in der Bergstrasse (am Clown)
Besichtigen Sie an diesem Tag unsere neuen Räumlichkeiten und stoßen Sie mit uns an.
Ich freue mich auf Ihren Besuch,
Mit freundlichen Grüßen,
Kattrin JADIN
Vorsitzende der PFF
Vizepräsidentin der MR

Entgegen den Aussagen der CSP-Fraktion im Kelmiser Stadtrat ist die Zukunft der Haltestelle Hergenrath nicht von einer baldigen Schließung bedroht. Dies bestätigte Minister MAGNETTE auf eine Frage der Abgeordneten JADIN im Infrastrukturausschuss.
Der Verwaltungsrat der SNCB hatte sich im Oktober 2011 darauf geeinigt keine weiteren Schritte bezüglich der Schließung von einzelnen Haltestellen zu unternehmen. Das Direktionskomitee wurde beauftragt eine Studie zu realisieren, um die Haltepunkte im Rahmen der Umsetzung des neuen Plans der Transprte der SNCB zu optimalisieren. Auch die Haltestelle Hergenrath werde in diese Studie integriert, deren Resultat bei gegebenem Zeitpunkt veröffentlicht würde, so MAGNETTE.
„Mein Anliegen ist es, mich für den Erhalt der Haltestelle Hergenrath einzusetzen. Auch weiterhin werde ich diesbezüglich für eine stündliche Anbindung intervenieren, damit die betroffenen Bahnreisenden ihren täglichen Weg zur Arbeit und Schule gesichert wissen. Wir müssen sicherlich weiterhin vorsichtig bleiben, was die Studie vorsieht“, so Kattrin JADIN.
Was die technische Einrichtung betreffe, insbesondere die Anpassung der elektronischen Versorgung der Linie, seien die Änderung für 2017 bis 2019 vorgesehen, im Rahmen des Mehr-Investitionenplanes, so der Minister. Die Investitionen belaufen sich auf 6,6 Millionen Euro.
Auch der Sektionspräsident der PFF in Kelmis und Spitzenkandidat für die kommenden Gemeinderatswahlen, möchte das Resultat der Intervention nicht unkommentiert lassen: „Dies zeigt ganz deutlich, dass gewisse Verantwortliche der Kelmiser CSP ein Problem bewusst herbeireden, um den Schein zu geben es lösen zu können. PFF Mitglied, Dr. Wolf Schmidt, hat durch seine jahrelangen Interventionen zum Bau der Haltestelle beigetragen und weiß durch seine jüngsten Kontakte zum Aachener Verkehrsverbund zu berichten, dass auch die deutsche Seite investieren möchte um diese wichtige Verkehrsachse beizubehalten. Kein Mensch weiß, warum die Debatte in dieser Angelegenheit immer wieder von der CSP angeworfen wird “, so Louis GOEBBELS.
Nachdem bekannt geworden war, dass es einen akuten Mangel an deutschsprachigen Ansprechpartnern in den Notrufzentralen 100/112 der Provinz Lüttich gibt, hat die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN eine Frage an die Innenministerin eingereicht.
Im gestrigen Innenausschuss erklärte JADIN, dass zurzeit 10% der eingehenden Anrufe auf Deutsch seien, jedoch zeitweise kein einziger deutschsprachiger Mitarbeiter der Notrufzentrale vor Ort sei. Einige der Anrufe würden dann zwar an die Polizeistellen weitergeleitet, jedoch verfügen diese über zu wenige medizinische Kenntnisse, um die Notrufe optimal entgegenzunehmen.
Ministerin MILQUET zeigte sich erschüttert über diese Situation von der sie erst vor kurzem erfahren habe. Für den Moment habe sie veranlasst, dass ein deutschsprachiger Mitarbeiter des Info- und Kommunikationszentrums 101 der integrierten Polizei vorübergehend ab Mai Ansprechpartner in der Notrufzentrale 100/112 sei.
Aktuell sei zudem eine Rekrutierungsprozedur im Gange, um zwei neue Mitarbeiter zu gewinnen. Diese Prozedur stehe kurz vor Beendigung und warte nur auf die Absegnung des Haushaltsministers bezüglich des Personalplans. Diese Etappe werde Ende der Woche beendet sein.
Ein Kandidatenaufruf wurde zudem gestartet um eine Rekrutierungsreserve für die Zukunft aufzubauen, so die Innenministerin. Die erste Prüfung finde Ende Juni statt und die Ausbildung werde voraussichtlich Ende September beginnen.
„Ich bin zufrieden, dass eine deutschsprachige Vertretung in der Notrufzentrale der Provinz Lüttich von der Ministerin zur Zeit gesichert wird und sie sich der Problematik bewusst ist. Ich werde die weiteren Schritte beobachten, damit die deutschsprachigen Mitbürger weiterhin einen sicheren Ansprechpartner in der Notrufzentrale haben werden“, so Kattrin JADIN.
Die Auflösung des zweisprachigen Dienstes der INAMI, der zurzeit in Verviers angesiedelt ist, könnte schwere Konsequenzen für die Bürger des Bezirks Verviers haben. Nachdem entschlossen wurde den Dienst nach Lüttich umzusiedeln, ist die Besorgnis der deutschsprachigen Bürger groß. Zum Einen wegen der größeren Distanz, aber in erster Linie wegen der Sprachenproblematik.
Auch die Föderalabgeordnete JADIN und der Regionalabgeordnete JEHOLET teilen diese Besorgnis und wollen sich weiterhin für die Gewährleistung eines guten Dienstes am Bürger einsetzen.
Das Personal das zurzeit in Verviers ansässig ist, ist zwar zweisprachig, jedoch ist dieser Service nach der Umsiedlung nach Lüttich nicht sicher gestellt. Für die deutschsprachigen Bürger ist somit unklar, ob sie zukünftig am Telefon des INAMI-Dienstes noch in ihrer Muttersprache bedient werden.
Die Schaffung eines Büros der INAMI in Eupen ist jedoch nicht vorgesehen. Demnach ist die Aufrechterhaltung des zweisprachigen Dienstes, wie er zurzeit in Verviers gewährleistet wird, noch bedeutender.
„Ich möchte die zuständige Ministerin für Gesundheit Frau ONKELINX zu dieser Thematik befragen. Ich hoffe nicht, dass die Gewährleistung eines Dienstes in der dritten Landessprache erneut unsicher ist. Unsere deutschsprachigen Bürger haben ein Recht bei öffentlichen oder staatlichen Diensten in ihrer Sprache informiert zu werden“, so JADIN.
Ihr Parteikollege JEHOLET möchte das Dossier zudem entschlossen im Parlament in Namur verfolgen.
Finanzminister Steven VANACKERE versicherte in der Plenarsitzung vom vergangenen Donnerstag, auf eine Frage der Föderalabgeordneten JADIN, dass es keine Änderung bezüglich der Besteuerung von Schenkungen geben werde.
Es existiere weiterhin keine Verpflichtung Schenkungen zu registrieren und damit diesbezüglich auch keine Besteuerung darauf. Ausnahme bildet lediglich das Ableben des Schenkers innerhalb von 3 Jahren.
Lediglich komplexe Verstrickungen an Schenkungen, denen offensichtlich eine Umgehung von Steuerzahlungen zu Grunde liegt, müssten mit der Anwendung einer neuen Maßnahme rechnen, so der Finanzminister.
Die neuen Ölquellen liegen vor unserer Haustüre: „Der Wind schickt keine Rechnung“
Erneuerbare Energien sind aktueller denn je: Bei jeder Preissteigerung an der Tankstelle und des Stroms wird der Ruf nach ihnen lauter. „Daher ist es absolut wichtig, dass man sich mit Alternativen zu den weitverbreiteten fossilen und nuklearen Energieträgern auseinandersetzt“, erklärt Parlamentspräsident Ferdel Schröder nach einem Besuch der laut Betreiberfirma Juwi europaweit modernsten Windkraftanlage in Rheinland-Pfalz. Mehr als 220 Meter ragen die Rotorspitzen im Donnersbergkreis in die Luft. Sie sind an einer Nabe in einer Höhe von 160 Metern angebracht. Sechs Megawatt Leistung bringt die Windkraftanlage, die jährlich bis zu 18 Millionen Kilowattstunden Strom für rund 5000 Haushalte produzieren kann. „Hier auf dem rheinland-pfälzischen Schneebergerhof ist vor 16 Jahren das erste Windrad der studentischen Firmengründer errichtet worden“, erklärt Juwi-Abteilungsleiter Michael Lengersdorff im Rahmen einer Kommissionssitzung des Interregionalen Parlamentarier Rates (IPR). Delegierte aus den regionalen Parlamenten der Großregion setzen sich dabei mit umwelt- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen auseinander: Die diesbezüglichen Kommissionen haben sich nach einem Besuch der Wesertalsperre auf Einladung von Parlamentspräsident Ferdel Schröder in Eupen zum Thema Wasserenergie und Wasseraufbereitung nun in Rheinland-Pfalz mit der Windenergie auseinandergesetzt. Von der ehrgeizigen Vision des Landes Rheinland-Pfalz zeigt sich Parlamentspräsident Ferdel Schröder beeindruckt: „Bis 2030 möchte man 100 Prozent des Stroms regenerativ erzeugen. Hierbei leistet die Windkraft einen wesentlichen Beitrag.“ Den Argumenten der Windradgegner begegnet der Parlamentspräsident folgendermaßen: „Mit der heutigen Leistung der Anlagen kann die Anzahl der Windräder reduziert werden, um mindestens genauso viel Energie wie vorher zu produzieren. Die ´Verspargelung´der Landschaft kann daher eingedämmt werden.“ Selbst wenn die Anlagen größer werden, nehme man deren Größe erst in unmittelbarer Nähe wahr. „Diese Thematik wird die DG im Zuge einer zukünftigen Raumordnungskompetenz sicherlich noch beschäftigen“, zeigt sich Ferdel Schröder überzeugt. Privatpersonen könnten künftig den mittels Wind- oder Solarkraft selbst produzierten Strom im Keller speichern: „Die Visionen der Fachleute haben mich bei der äußerst praxisorientierten Kommissionssitzung stark beeindruckt“, erklärt der Parlamentspräsident und gibt ein weiteres Beispiel: „In den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern benötigt die Automobilindustrie den meisten Strom Deutschlands. Und dies in den windärmsten Regionen unseres Nachbarlandes! Beim Transport des an der windstarken Nord- und Ostseeküste produzierten Stroms nach Süddeutschland gibt es heute noch 20 Prozent Verluste. Hier könnten andere Leitungsmethoden mit Spannungsumwandlungen Abhilfe schaffen.“ Die Vision der starken Windkraft findet Ferdel Schröder gut und erklärt Augen zwinkernd: „Der Wind schickt kein Rechnung.“

Informierten sich „hart am Wind“: Parlamentspräsident Ferdel Schröder (Bildmitte) sowie Mitglieder der Kommissionen für Umwelt und Wirtschaft des Interregionalen Parlamentarier-Rates (IPR) der Großregion im Innern von Europas modernstem Windrad im rheinland-pfälzischen Schneebergerhof. Rechts im Bild der Luxemburger Kommissionspräsident Emile Eicher.
Ministerin Weykmans zur Kandidatur Maastrichts und der Euregio als Kulturhauptstadt 2018
Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr wird im Eupener Jünglingshaus die Bewerbung von Maastricht und der Euregio als Europäische Kulturhauptstadt 2018 vorgestellt. Auch die DG mischt bei dieser Bewerbung mit, und Ministerin Isabelle Weykmans ließ sich bei einem Gespräch mit dem GE ein wenig in die Karten schauen.
Frau Ministerin, Maastricht 2018 kommt nach Eupen, was dürfen wir uns darunter vorstellen?
Wie mittlerweile bekannt sein dürfte, kandidiert Maastricht mit der Euregio für die Europäische Kulturhauptstadt 2018. Vor wenigen Wochen wurde das Bewerbungsbuch, das sogenannte Bidbook, in Maastricht vorgestellt. Ich möchte aber, dass die Bevölkerung der DG von Anfang an in diese Bewerbung mit einbezogen wird. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Bidbook auch in Eupen vorzustellen. Aber keine Sorge, das wird kein trockener akademischer Abend. Wir wollen zeigen, was wir haben, was wir können. Wir werden ein anderthalbstündiges Programm präsentieren, in dem unserer Kulturszene viel Platz eingeräumt wird. Die hoffentlich zahlreichen Besucher dürfen sich auf einige Überraschungen gefasst machen.
Welche Überraschungen?
Alles möchte ich noch nicht verraten. Nur so viel: Wir haben speziell für Maastricht 2018 ein Lied komponieren lassen, das an diesem Abend seine Uraufführung erleben wird. Ich bin selbst schon sehr gespannt. Das endgültige Programm wird erst kurz vor dem Abend selbst bekannt gegeben.
Sehen Sie in der Europäischen Kulturhauptstadt 2018 wirklich einen Mehrwert für die DG?
Auf jeden Fall. Wir werden mit Maastricht und der Euregio ein ganzes Jahr im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Da es sich um eine Kulturhauptstadt handelt, profitiert davon natürlich zuerst einmal unsere Kulturszene. Unsere Akteure können sich einem internationalen Publikum präsentieren, unsere Veranstalter können Acts präsentieren, die sonst wahrscheinlich kaum den Weg nach Ostbelgien finden würden. Aber die Europäische Kulturhauptstadt 2018 ist eine Chance für die ganze DG, für den Standort DG, auf sich aufmerksam zu machen. Die gemeinsame Vorbereitung aller Teilregionen auf die Europäische Kulturhauptstadt 2018 führt zu konkreten strukturellen Verbesserungen für die gesamte Euregio und somit für die DG. Nicht nur auf Ebene der kulturellen Zusammenarbeit, ich denke auch zum Beispiel an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie die Optimierung der grenzüberschreitenden Mobilität auf allen Ebenen. Nicht zuletzt ist das auch die Gelegenheit, der Destination Ostbelgien mehr Sichtbarkeit zu geben. Eine Europäische Kulturhauptstadt zieht die Massen an. Das ist eigentlich zum Teil richtig kostengünstige Werbung, die da auch für uns betrieben wird und von der wir profitieren können, wenn wir uns geschickt anstellen. Alleine würden wir schließlich nie Kulturhauptstadt.
Kostengünstige Werbung? Die Deutschsprachige Gemeinschaft muss sich aber auch finanziell beteiligen, sollte Maastricht den Zuschlag erhalten. Über welche Summen reden wir und ab wann würde Geld fließen?
Tatsächlich geht es um ein Prozent der Gesamtsumme von 80 Millionen Euro, also 800000 Euro, die von uns für das Programm und die Funktionskosten bereitgestellt würden. Dieser Betrag ist auch nicht ausschließlich für 2018 vorgesehen, so ein Kulturhauptstadtjahr dauert länger als zwölf Monate. Das Geld würde in unserem Fall von 2014 bis 2019 ausgegeben, der Löwenanteil natürlich 2018 selbst. 60 Prozent der Gelder fließen in Projekte, dieses Geld bleibt sozusagen in den Teilregionen, die Partner von Maastricht 2018 sind. In diesem Zusammenhang muss man darauf hinweisen, dass Studien über die Erfahrungen anderer Europäischer Kulturhauptstädte gezeigt haben, dass im Durchschnitt pro investiertem Euro sechs Euro zurückfließen. Es ist aber nicht nur eine Investition mit einer tollen Rendite, sondern vor allem eine Investition in den Lebensraum Euregio Maas & Rhein, die es einer kleinen und eher strukturschwachen Region wie der DG ermöglicht, proaktiv Perspektiven für die eigene Entwicklung im grenzüberschreitenden Verbund mit unseren Partnern zu entwickeln.
Die DG war schon einmal Europäische Kulturhauptstadt. Wo sehen Sie die Unterschiede zu 2007?
Ja, 2007, der blaue Hirsch grüßt mich jeden Morgen am Hintereingang zum Regierungsgebäude. Ich habe den Eindruck, dass wir diesmal viel besser aufgestellt sind. 2007 waren wir doch eher ein ganz kleiner Partner, so habe ich das zumindest erlebt. Jetzt sitzt die ganze Euregio mit Maastricht in einem Boot, und alle ziehen an einem Strang. Wir arbeiten schon seit zwei Jahren eng an diesem Großprojekt zusammen. Das in dieser Zeit Erreichte kann uns keiner mehr nehmen, sollte aber als Basis einer noch besseren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit genutzt werden. Es wäre ein Geschenk, wenn wir innerhalb von elf Jahren zwei Mal Kulturhauptstadt sein dürften. Nur müssen wir diesmal mehr draus machen. Und deshalb möchte ich auch das Interesse der Öffentlichkeit mit der Veranstaltung am kommenden Donnerstag wecken. Der Bevölkerung muss bewusst werden, dass die Europäische Kulturhauptstadt 2018 jeden einzelnen etwas angeht. Das wird zwar kein ganzes Jahr Party, aber wir wollen - so lautet ja das Motto - Europa wiederentdecken. Und auf diese Reise möchten wir alle mitnehmen. Denn Europa braucht Europäer, um überzeugen zu können.
Welche Chancen haben Maastricht und die Euregio nach Ihrer Einschätzung auf den Titel Europäische Kulturhauptstadt?
Ich kenne die Programme der anderen niederländischen Bewerber nicht im Detail, deshalb kann ich diese Frage nicht wirklich beantworten. Man wird sehen, welches Gewicht Maastricht auf nationaler niederländischer Ebene besitzt. Was ich wohl weiß: Wir haben wahrscheinlich die originellste Bewerbung, nämlich über Landes- und Sprachengrenzen hinweg, die inhaltlich vielleicht anspruchsvollste Zielsetzung und sehr ambitionierte und motivierte Leute hinter der Bewerbung.
(Quelle: www.grenzecho.net)
Nach 13 Jahren ununterbrochener Mitgliedschaft im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) zieht sich der PFF-Parlamentarier Hans-Dieter Laschet zum 01. Juni dieses Jahr nun aus dem PDG zurück. „Ich möchte mich von nun an voll und ganz auf meine Heimatgemeinde konzentrieren und gleichzeitig der PFF einen Generationswechsel im PDG ermöglichen“ so Laschet, seines Zeichens Bürgermeister von Raeren. Bei den anstehenden Kommunalwahlen wird Laschet wieder seine Listenformation „Mit uns“ an-führen mit der Ambition, auch nach dem kommunalen Urnengang Bürgermeister seiner Heimatgemeinde zu bleiben. Rückblickend auf seine langjährige Abgeordnetentätigkeit sagt Laschet „in dieser Zeit, in der die PFF Teil der Mehrheit war, haben wir im PDG so manche notwendige Reform auf den Weg gebracht, manchmal auch gegen harten Wiederstand. Natürlich sind Reformprozesse auch mit Ängsten verbunden, aber ich bin überzeugt, dass unsere Entscheidungen mittel- und langfristig zukunftssichernd und richtig waren, im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger der DG“ und Laschet weiter: „Schon heute können wir die positiven Auswirkungen vieler unserer Entscheidungen sehen, wie etwa beim gelungenen Abbau des Investitionsstaus. So wären z.B. viele Projekte in den Gemeinden ohne die intensive Infrastrukturbezuschussung der DG nie möglich gewesen.“
Für Hans-Dieter Laschet rückt der aus Hergersberg stammende Alexander Miesen nach. Der 29 jährige hatte bei den PDG-Wahlen 2009 auf Platz 13 der PFF-Liste kandidiert und ist derzeit erstes Ersatzmitglied der PFF. Seit 2006 ist Miesen Mitglied des Gemeinderates in Büllingen, Fraktion der Freien Bürgerliste Büllingen (FBB), für die er auch bei den dies-jährigen Kommunalwahlen wieder kandidieren wird. Nachdem er Berater von Senator Berni Collas und Minister Bernd Gentges war, hat er 2010 als Mitarbeiter der PFF-Fraktion im PDG angefangen. Seit 2009 ist er Präsident der deutschsprachigen Jungliberalen (JFF). „Der politische Betrieb der DG ist mir dank meiner beruflichen und nebenberuflichen Tätigkeiten bekannt und ich freue mich, nun die Chance zu erhalten die Politik konkret mitgestalten zu dürfen. In dieser spannenden Zeit, in der die institutionelle Landschaft unseres Landes und unserer Gemeinschaft im großen Umbruch ist und viele andere große gesellschaftspolitische Veränderungen im Gange sind, ist dies eine echte Herausforderung. Ich möchte mich daher auch besonders für das Vertrauen meiner Fraktion und von Herrn Laschet bedanken“, so Alexander Miesen.
Fraktionschef Emil Dannemark bedankt sich bei Hans-Dieter Laschet für seine langjährige Arbeit im DG-Parlament und für die PFF-Fraktion. „Hans-Dieter war ein loyaler und kolle-gialer Abgeordneter, mit einer eigenen Meinung und eigenen Ideen. Ich wünsche ihm persönlich weiterhin alles Gute und politisch weiterhin viel Erfolg bei der Ausübung seines Bürgermeisteramtes in Raeren sowie bei den anstehenden Kommunalwahlen“ und der Bürgermeister aus Bütgenbach weiter „Alexander gratuliere ich zu seinem Abgeordne-tenmandat und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm im DG-Parlament“. Ale-xander Miesen wird bei der Plenarsitzung vom 25. Juni 2012 vereidigt werden.
In der Plenarsitzung vom vergangenen Mittwoch wurden zwei Gesetzesvorschläge der MR- Abgeordneten Kattrin Jadin, Valérie Warzée-Caverenne, Daniel Bacquelaine, David Clarinval und Valérie De Bue hinterlegt.
„Diese beiden Vorschläge sollen den Personen Abhilfe verschaffen, die ihr ganzes Leben durch harte Arbeit an der Aktivität und am Wachstum der Wirtschaft beteiligt waren. Es geht natürlich um die Selbstständigen, deren bedeutende Stellung im Netzwerk der Wirtschaft unseres Landes wir kennen, aber auch um Arbeitnehmer, die verschiedene Pensionsformen kumulieren und durch die Regel der Einheitsrechnung der Pensionen bestraft werden“, erklärt die Föderalabgeordnete JADIN, die federführend bei der Ausarbeitung der Gesetzesvorschläge war.
Der erste Vorschlag hat zum Ziel nach 2016, den Malus Pension abzuschaffen, von dem noch einige selbstständige Arbeiter betroffen sind, die ihren Rentenantritt vorziehen möchten, obwohl dieser Malus weder den Angestellten noch den Beamten in der gleichen Situation trifft. Der Gesetzesvorschlag der MR zielt also darauf ab eine Diskriminierung abzuschaffen, die die Selbstständigen trifft, trotz der bereits positiven Reform, die 2013 in Kraft tritt.
Der zweite Text betrifft die Gesamtheit der Arbeiter, die eine gemischte Arbeitslaufbahn vorweisen und damit in verschiedene Kategorien fallen, 45 Jahre Karriere vereinen können, aber ihre überschüssigen Jahre von der Pensionsberechnung ausgeschlossen sehen. Beispielsweise ein Arbeiter, der 15 Jahre als Beamter fungiert hat, dann 20 Jahre als Angestellter arbeitete und weitere 15 Jahre Selbstständiger war, wird die Arbeitslaufbahn auf maximal 45 Jahre berechnet bekommen. In den Jahren, die zusätzlich zu den 45 Arbeitsjahren nicht in der Pension berechnet werden, wurde dennoch von dem Betroffenen auf diese Tätigkeit Steuern bezahlt.
Die MR schlägt deshalb vor, die Limitierungen im Falle von gemischten Arbeitslaufbahnen abzuschaffen und das Prinzip der Einheitskarriere zu beenden. Für die MR ist es ganz klar, dass jeder von der Rente profitieren soll, die er sich sein Leben lang erarbeitet hat.
Rund 1000 Militärsportler aus Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland nahmen an der „Challenge Etienne Gailly“ teil. Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) war beim Startschuss der Laufveranstaltung dabei, die vom Königlichen Militärinstitut Eupen zum 36. Mal rund um das Waldstadion auf Schönefeld organisiert wurde.
Jeweils fünf Sportler traten in einer Staffel an, um die Marathon-Distanz von 42 Kilometern zu absolvieren. Parlamentspräsident Ferdel Schröder überreichte nach dem Lauf Medaillen und Pokale der Stadt Eupen und des Stadtsportbundes.
Die „Challenge Etienne Gailly“ wird zu Ehren des gleichnamigen Bronze-Medaillengewinners beim Marathonlauf der Olympischen Spiele 1948 in London ausgetragen. Gailly hatte im Jahr zuvor die Ausbildung zum Sportausbilder am Königlichen Militärinstitut erfolgreich absolviert.
Mit einer Absichtserklärung haben die Städte Maastricht, Aachen, Hasselt, Heerlen, Lüttich, Sittard-Geleen, die niederländische Provinz Limburg, die Regio Aachen, die belgische Provinz Limburg, die Provinz Lüttich und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens den Wunsch ausgesprochen, im Rahmen der Kandidatur als Kulturhauptstadt Europas 2018 eine gemeinsame Zielsetzung zu formulieren, eine gemeinsame Organisations- und Finanzierungsstruktur sowie ein Bidbook zu entwickeln und das Projekt Kulturhauptstadt Europas 2018 gemeinsam umzusetzen. Dieses Bidbook wurde vor kurzem in Maastricht und wird nun am 31. Mai um 20 Uhr in Eupen im Jünglingshaus vorgestellt. Zu dieser Vorstellung ist jeder interessierte Bürger herzlich eingeladen.
„Ich hoffe auf eine rege Beteiligung seitens unserer Bürger“, ließ Kulturministerin Isabelle Weykmans verlauten. „Maastricht 2018 ist eine einmalige Gelegenheit für uns alle, nicht nur für die Kulturszene. Diese gemeinsame Kandidatur von Maastricht und der Euregio ist ebenso eine Chance für den Standort Deutschsprachige Gemeinschaft wie für die Destination Ostbelgien. Man wird über uns reden! Und nach den Erfahrungen anderer Europäischer Kulturhauptstädte wird damit gerechnet, dass für jeden investierten Euro sechs Euro zurückfließen. Vielleicht haben wir 2007 eine Chance verpasst, als Luxemburg und die Großregion Europäische Kulturhauptstadt waren, das soll uns nicht noch mal passieren. Deshalb wollen wir diesmal schon im Vorfeld, bei der Bewerbung, die ostbelgische Bevölkerung mit ins Boot nehmen.“ An dem Programm für den Abend des 31. Mai 2012 wird zurzeit noch kräftig gebastelt. Ministerin Weykmans versprach „auf jeden Fall ein attraktives Programm, gespickt mit Überraschungen“.
„Europa wiederentdecken“
Mit der Kandidatur Maastrichts als Kulturhauptstadt 2018 wurde ein Prozess in Gang gesetzt und soll eine Bewegung ins Leben gerufen werden, bei der mithilfe von Kultur ein neuer Tatendrang entsteht, der Menschen, Einrichtungen und Unternehmen über die Grenzen hinweg miteinander verbindet und zur Bewältigung neuer Herausforderungen stimuliert. Dafür soll ein Handlungskonzept entwickelt werden, das nach den Chancen und dem Mehrwert der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt dieser Region sucht, ein Handlungskonzept, das zur Entwicklung gemeinsamer, verbindender Geschichten führt, durch die die Region für ihre Bewohner Bedeutung, ja eine Seele erhält. Die Einwohner sollen sich mit dieser Region verbundenen fühlen, ihren Wert schätzen lernen und die Chancen nutzen, die ihnen die Region bietet.
„Europa wiederentdecken“ lautet das Leitmotiv der Bewerbung von Maastricht & Euregio zur Kulturhauptstadt Europas 2018. Maastricht & Euregio 2018 will einen Beitrag zur Erneuerung Europas mit den Mitteln der Kultur leisten. Der Vertrag von Maastricht 1992/93 enthielt ein kurzes Kapitel zur Kultur. 25 Jahre nach Schließung des Vertrags wollen Maastricht & Euregio 2018 dieses vergessene Kapitel im Zusammenwirken mit den Bürgern Europas und den anderen grenzüberschreitenden europäischen Euregios neu schreiben.
Kulturelle Vielfalt
Einer der zentralen Werte, der Europas Bedeutung im globalen Kontext ausmacht, ist die Kultur. Aufgrund der jahrhundertelangen transnationalen Erfahrungen und dank der geografischen Lage am Berührungspunkt dreier Länder, mehrerer Sprachen und mehrerer Kulturen haben Maastricht und die Euregio Maas-Rhein eine besondere Kompetenz in Bezug auf Europa und die europäische Kultur.
Kulturelle Vielfalt macht unsere Identität in Europa aus. Unsere Sprachen, Mentalitäten, Kulturen, Traditionen und Kunstformen bilden als Ganzes eine lebendige Identifikationsebene für alle Europäer. Maastricht & Euregio 2018 will ein Labor für europäische Identität entwickeln. Die Euregio inspiriert uns zu einer „glokalen“ Perspektive. Globale und lokale Entwicklungen wollen wir in unserem Programm auf neue Weise verbinden.
Auf der Basis transnationaler Erfahrungen mit kultureller Vielfalt und als Experimentierfeld für europäische Identität will Maastricht & Euregio 2018 ein neues Kulturkapitel für Europa initiieren und gestalten: Einen neuen Kulturvertrag. Die Kulturhauptstadt Europas 2018 soll Motor und Plattform sein, den Kulturvertrag mit Leben zu erfüllen. Maastricht & Euregio 2018 lädt daher alle europäischen Bürger ein, sich an dem „contrat culturel“ zu beteiligen, vor allem die 3,9 Mio. Einwohner der Euregio sowie die Bürger in dem europaweiten Netz der anderen Euregios.
Generation Maastricht
Die authentische Mentalität der Menschen in der Euregio vereint Individualismus und Kreativität der Niederländer, wallonisches „savoir vivre“ und flämischrheinische Tüchtigkeit. Maastricht & Euregio 2018 setzt zum Beispiel mit „Tout Maastricht“ auf die vorhandenen Potenziale der Bürgerpartizipation. Die Bürger der Euregio konsumieren nicht nur Kultur, sie schaffen sie selbst.
Eine besondere Rolle werden in der gesamten Arbeit von Maastricht & Euregio 2018 die digitalen Medien spielen. Die digitale Revolution der letzten Jahre durch Social Media, neue Formen von digitaler Kunst und Portale zur Verbreitung kreativer Ideen haben unsere Gesellschaft und das Verständnis von Partizipation radikal verändert.
Gerade die „Generation Maastricht“, die ohne Grenzen, mit mehreren Sprachen und mit digitalen Medien von Anfang an aufgewachsen ist, findet immer neue kreative Formen, um mit Gleichgesinnten in ganz Europa und der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Die „Generation Maastricht“ ist die Gruppe von jungen Menschen, die 1992, als der Vertrag von Maastricht unterschrieben wurde, geboren wurde. Die Generation kommuniziert vor allem durch teilen – und in Zeiten des Internets heißt teilen multiplizieren, größer machen und viele Menschen erreichen. Diese neuen Wege von Partizipation und Kommunikation wollen wir nutzen.
Hintergrund
Motor der Bewerbung ist die Stiftung VIA2018. Mitglieder dieser Stiftung sind auch die DG sowie die anderen Teilregionen der Euregio Maas-Rhein. Über eine Interregfinanzierung hat sie 19 „Erkundungen“ in Auftrag gegeben, 26 Studienprojekte initiiert, mehr als 4.700 Akteure (ca. 25.000 wenn man das Publikum mitzählt) aktiv eingebunden, zahlreiche öffentliche Präsentationen realisiert, rund 350 Kulturschaffende mobilisiert, 7 Arbeitsgruppen in den verschiedenen Städten der Euregio mit 250 Persönlichkeiten einberufen, die 158 Programmvorschläge entwickelt haben.
2013 entscheidet sich, wer von niederländischer Seite 2018 Kulturhauptstadt wird. Sollte Maastricht diese Wahl gewinnen und zur europäischen Kulturhauptstadt 2018 gekürt werden, belaufen sich die Gesamtkosten laut Plan für den Zeitraum von 2014 bis 2019 auf 80 Mio. Euro, von denen jeweils 20 Mio. die Stadt Maastricht, die Provinz Niederländisch-Limburg und die Partner der Euregio (insbesondere die beteiligten Städte) aufbringen, zu denen auch die Deutschsprachige Gemeinschaft gehört, die sich dann mit 1 % der Gesamtsumme, verteilt auf fünf Jahre, beteiligen wird. Jeweils zehn Mio. entfallen auf Sponsoren und die niederländische Regierung einschließlich der EUFörderung.Nach den Erfahrungen früherer Kulturhauptstädte fließen für jeden Euro Investition mindestens sechs Euro Einnahmen zurück.
Die Abgeordnete JADIN traf in den letzten Wochen eine Reihe von Repräsentanten der Tierschutzgesellschaft GAIA. Diese sensibilisierten JADIN für eine Reihe von Dossiers im Bereich Tierschutz. Dies nahm die Abgeordnete zum Anlass eine Reihe von Fragen an die Gesundheitsministerin zu stellen.
Zum Einen thematisierte JADIN den Tiertransport, der oftmals unter katastrophalen Zuständen geschieht. Ministerin ONKELINX antwortete jedoch, dass zahlreiche Normen existieren, von der EU beschlossen und von der AFSCA bewacht, die die Gesundheit der Tiere vor und während einem Transport kontrollieren. Eine Art Routenbuch muss im Voraus und im Nachhinein seitens des Transporteurs erstellt werden. Hier gibt der Transporteur der Tiere eine genaue Planung der Strecke an, die wiederum bei der AFSCA hinterlegt werden muss. Zudem müssen alle grenzüberschreitenden Transporte im europäischen Informationssystem gespeichert werden und Gesundheitszertifikate der Tiere von der AFSCA erstellt werden. Auch werden Kontrollen während der Route durch die Polizei in Zusammenarbeit mit der EU durchgeführt. Wenn Überschreitungen festgestellt werden, kann der Transporteur seine Lizenz entzogen bekommen. Problematisch ist und bleibt die Überwachung bei Transporten, die die EU verlassen.
Die zweite Thematik des Tierschutzes handelt von der Tierhaltung im Zirkus. Die dortigen Bedingungen müssten durch Eintreten eines neuen königlichen Erlasses von Anfang des Jahres jedoch stark verbessert werden. Diese enthalten und fordern somit die gleichen Normen, wie in Infrastrukturen eines Zoos. Die neuen Regeln wurden an die Gemeinden übergeben. Nun bleibt zu hoffen, dass diese die Normen auch effektiv anwenden. Kontrollen müssen bereits von der lokalen Polizei durchgeführt werden, beim Installieren eines Zirkus in einer Gemeinde.
Die Thematik zu Experimenten mit Tieren ist nicht neu; auch hierzu befragte JADIN im Gesundheitsausschuss diese Woche. Hierzu sehe die Gesetzgebung vor, so die Ministerin, dass jedes Projekt, welches Tierversuche beinhalte von einer ethischen Kommission analysiert werde, um unbegründeten Tierversuchen vorzugreifen. Man erwarte in den nächsten Jahren neue Methoden, die die Tierversuche nicht mehr notwendig machen, so ONKELINX.
„Wir sind zwar im Tierschutz schon weiter vorangeschritten als noch vor einigen Jahren. Jedoch bleibt die Kontrolle all dieser Normen eine wichtige Aufgabe. Im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vor allem außerhalb der EU bleiben dennoch einige Richtlinien zu veranlassen. Ich werde mich weiterhin für den Tierschutz einsetzen und insbesondere am Voranschreiten des Hundeführerscheins arbeiten, der von vielen Tierschützern gern gesehen würde“, so die Abgeordnete JADIN.
In der heutigen Plenarsitzung hat die Föderalabgeordnete die Resolution der MR verteidigt. Die Resolution thematisiert die Verurteilung und die Strafen für ehemalige ukrainische Regierungsmitglieder und in erster Linie in der Person Ioulia Timochenko. Diese befindet sich seit Oktober 2011 in Haft und wird derzeit in einem staatlichen Krankenhaus von einem deutschen Arzt behandelt, da sie sich in einem gravierenden körperlichen Zustand befindet u.a. aufgrund eines Hungerstreiks, den sie seit einigen Wochen unternimmt.
Diese bedrohliche Situation nimmt auch die MR zum Anlass die Zustände in der Ukraine genauer zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf ihre angestrebte Mitgliedschaft in der EU. In der Person von Kattrin JADIN prangern die Liberalen an, dass die ukrainische Regierung dem Respekt vor dem Recht und der Justiz keinesfalls nachkomme. Die Unabhängigkeit der Justiz werde nicht systematisch garantiert, so die Abgeordnete.
„Unsere Befürchtungen beziehen sich nicht nur auf das Funktionieren der Justiz, sondern auch auf die Haftbedingungen und die Behandlung von Gefangenen. Wir fordern deshalb bezüglich des Dossier Timochenko eine koordinierte Aktion mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die auf Ebene der dort ansässigen Botschaften und den Außenministerien realisiert wird“, so JADIN.
Nach einem Hungerstreik und den Vorwürfen von physischer Gewalt an Timochenko, erhofft sich die MR zudem eine genaue Aussage über den Gesundheitszustand durch das internationale Komitee des Roten Kreuzes. Des Weiteren fordern die Liberalen Besuchsrecht ihrer Anwälte und ihrer Familie.
„Ich unterstreiche die Position unseres Außenministers Didier REYNDERS, dass der Respekt des Rechtsstaates und fundamentaler europäischer Werte, sowie die Einhaltung korrekter und demokratischer Wahlen für Belgien notwendige Bedingungen sind zur Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Europäischen Union und der Ukraine. Die 27 Mitgliedsstaaten müssen sich darüber klar werden, ob sie diesen unterzeichnen, wenn sich die Situation von Frau Timochenko nicht signifikant verbessert “, betonte die Föderalabgeordnete in ihrer Stellungnahme.
Im Infrastrukturausschuss der Kammer befragte die Abgeordnete JADIN gestern den Staatssekretär M. WATHELET zur unzureichenden Übersetzung der Internetseite des FÖD Mobilität und Transport. Außer der Information zur Immatrikulation von Fahrzeugen, seien keinerlei Angaben in deutscher Sprache zu finden, bemängelte JADIN.
Staatssekretär WATHELET zeigte sich diesbezüglich einsichtig. Er sei sich allerdings auch im Klaren, dass eine Übersetzung aller Texte einen enormen Arbeitsaufwand darstelle. Es gebe aber bereits eine große Broschüre, die über die wichtigsten Angaben informiere. Zudem möchte die Generaldirektion des föderalen, öffentlichen Dienstes für Transport und Mobilität alle Dokumente der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Verfügung stellen, die die deutschsprachige Bevölkerung direkt betreffen.
Verschiedene Formulare zur Zulassung gewisser Installationen seien auf der Internetseite vorhanden. Bezüglich der Formulare zum Führerschein habe der erwähnte Dienst bereits erforderliche Übersetzungen veranlasst und übermittle dies an die Gemeinden. Auch diese würden in Kürze auf der Seite erscheinen, so WATHELET. Die Internetseite befindet sich zurzeit in Erneuerung, u. a. zur Übersetzung von Texten ins Deutsche.
Kattrin JADIN zeigte sich mit dem Fortschritt zufrieden: „Es ist nicht nur die Seite Transport und Mobilität, sondern viele föderale, öffentliche Seiten sind nicht ins Deutsche übersetzt. Ich hoffe, dass das Angebot an die Bürger der DG sich diesbezüglich stark verbessert wird.“
Die Kelmiser Liberalen haben sich für den anstehenden Kommunalwahlkampf einiges vorgenommen: Beim Urnengang vom 14. Oktober will die PFF fünf der 21 Sitze im Gemeinderat ergattern und damit ihre Sitzzahl um zwei Einheiten erhöhen.
»Zum ersten Mal präsentiert sich die PFF mit einer kompletten Liste mit 21 Kandidaten und das müsste uns schon rein rechnerisch einen zusätzlichen Sitz einbringen. Darüber hinaus glaube ich, dass wir in der Bevölkerung inzwischen ein gutes Renommee genießen, sodass ein fünftes PFF-Gemeinderatsmitglied meines Erachtens keineswegs utopisch ist«, brachte Fraktionsführer und Sektionspräsident Louis Goebbels die Erwartungshaltung seiner Partei auf den Punkt.
Der 60-jährige Vorruheständler verwies mit einem gewissen Stolz darauf, dass die PFF mit 21 Kandidaten aufwarten kann, und präsentierte gestern Abend der Öffentlichkeit im Kelmiser »Le Bistro« die sieben Personen, die hinter ihm die Spitzenpositionen einnehmen werden.
Erste PFF-Frau für Kelmis ist die 45-jährige Brigitte Schrymecker, die als technische Verantwortliche bei der Aioms arbeitet, gefolgt vom derzeitigen Ratsmitglied Erik Janssen (54 Jahre) und der 35-jährigen Hergenratherin Véronique Gentges-Barth, die sich erstmals dem Wählervotum stellt.
Platz fünf nimmt Ratsmitglied Jean Ohn (62 Jahre) ein. Vervollständigt wird die Spitze durch Sozialhilferatsmitglied Louis Mostert (49), Ralph Siquet (42) und der Kelmiser Imbissladenbetreiberin Ulrike Krott (54).
Im bereits bei einer Generalversammlung der Sektion verabschiedeten Wahlprogramm setzt die PFF einen absoluten Schwerpunkt auf eine Wiederbelebung der Ortschaft Kelmis, die nach Darstellung der Liberalen nicht mehr mit dem Zustand vor 20 oder 30 Jahren zu vergleichen sei.
»Die Ladenbesitzer haben angesichts der Konkurrenz von großen Anbietern ohnehin einen schweren Stand, aber die Gemeinde hat nichts getan, um ihnen Ansiedlungen oder eine Vergrößerung bestehender Geschäftsräume zu vereinfachen«, lautet die Analyse von Louis Goebbels. Der PFF schwebt vor, beidseits der Lütticher Straße Ansiedlungsflächen für Kelmiser Geschäftsleute zu schaffen. »Wir haben in der jüngeren Vergangenheit erleben müssen, dass Geschäfte auf die grüne Wiese oder in andere Gemeinden zogen oder gar dichtmachten. Diesem Trend wollen wir Einhalt gebieten«, fordert der liberale Frontmann.
Man dürfe nicht vergessen, dass Kelmis die am nächsten zu Aachen gelegene Grenzgemeinde sei, »doch derzeit lockt nichts einen Aachener zum Einkauf nach Kelmis«. Hoffnung auf Besserung könnte seines Erachtens der Automobilmarkt bieten.
Dem Allgemeinmediziner Erik Janssen liegt derzeit die Schaffung eines Ärztehauses am Herzen. Der Mangel an »Hausärzten« gehe auch an Kelmis nicht vorbei. »Gleich wie die Kommunalwahlen ausgehen, wird Erik Janssen dieses Projekt vorantreiben«, stellte Goebbels klar.
Fortgesetzt werden soll in der kommenden kommunalen Legislaturperiode die Bereitstellung von erschwinglichen Baugrundstücken für junge Leute oder Familien aus der Gemeinde. »Daher sind wir froh, dass die Mehrheit inzwischen unseren Forderungen bezüglich der Parzellierung im Dörnchen nachgekommen ist«, hieß es bei den Kelmiser Liberalen, die die weiteren - im Übrigen bereits alle fest stehenden - Namen auf ihrer Kandidatenlisten demnächst veröffentlichen wollen.
(Quelle: www.grenz-echo.de)
Trotz einer seit langem entschiedenen Steuerbefreiung für Zwangsarbeiter, verlangt der deutsche Fiskus auch weiterhin von den Belgiern, die im 2. Weltkrieg zwangseingezogen wurden, einen Steuerbeitrag auf die kleine Kriegsrente, die die Bundesrepublik Deutschland den Zwangssoldaten auszahlt. Die Föderalabgeordnete Kattrin JADIN befragte hierzu bereits vor einigen Wochen den zuständigen Finanzminister Steven VANACKERE im Finanzausschuss der Kammer. Der frühere Finanzminister REYNDERS hatte hierzu bereits mit den deutschen Amtskollegen Verhandlungen geführt, um eine solche Besteuerung für Zwangsarbeiter auszusetzen.
Aufgrund der Antwort des Finanzministers, dass die sogenannten Zwangssoldaten zum Zeitpunkt des Zweiten Weltkrieges deutsche Staatsbürger gewesen seien und deshalb zur Besteuerung an Deutschland verpflichtet seien, sah sich die Abgeordnete berufen diese Aussage beim damaligen Finanzminister und heutigen Außenminister erneut zu hinterfragen.
REYNDERS bestätigte bei der Frage im Ausschuss für Außenbeziehungen der Kammer die Aussage seines Nachfolgers VAN ACKERE. Diese Personen, die Zwangssoldaten, würden zurzeit von den Behörden als Soldaten und keinesfalls als Opfer des Nationalsozialismus angesehen und somit steuerlich nicht befreit. Diese Personen würden deshalb auch nicht als Teil der Liste aufgenommen, die an die deutschen Behörden übermittelt wurde, um in den Genuss einer entsprechenden Steuerbefreiung zu kommen. Die Liste sei von der Generaldirektion der Kriegsopfer des FOD Soziale Angelegenheiten ausgearbeitet worden. Die belgische Diplomatie sei aber jederzeit bereit einem belgischen Kriegsopfer zu seinem Recht zu verhelfen, so REYNDERS.
Der Außenminister versprach zudem erneut die deutschen Behörden in dieser Angelegenheit zu kontaktieren.
Die Föderalabgeordnete JADIN möchte nun die Ministerin für soziale Angelegenheiten, Frau ONKELINX bitten diese Liste der Opfer erneut zu überprüfen bzw. die Zwangssoldaten ebenfalls einzubeziehen. JADIN freute sich zudem über die Unterstützung des Außenministers in dieser Angelegenheit.
Premiere bei der Verleihung des Prinzessin Mathilde-Preises der König Baudouin-Stiftung: Zum ersten Mal war eine Schulklasse aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Mitglied der Jury – die 6. Klasse Sozialwissenschaften der Sekundarabteilung des Königlichen Athenäums Eupen. Bei der Preisverleihung war Parlamentspräsident Ferdel Schröder anwesend.
14 Schülerinnen und Schüler haben sich sofort an die vorbereitenden Arbeiten gemacht als sie wussten, dass sie Teil der diesjährigen Jury sind: Man hat überlegt, wie man benachteiligten Familien in ihrem Alltag helfen könnte – etwa durch Kinderbetreuung, Beratung von Schwangeren, Projekte für Alleinerziehende. „Als uns vier preiswürdige Projekte von der König Baudouin-Stiftung mitgeteilt wurden, ging die eigentliche Arbeit los“, berichtet Margit Berns-Loock. Jedes Projekt wurde während einer Unterrichtsstunde ausführlich diskutiert, jeder Schüler hat positive und negative Aspekte des einzelnen Projektes aufgeschrieben. Nach kontroversen Diskussionen wurde dann in einer geheimen Wahl der Favorit auserkoren: der „Service Tremplin“ in Brüssel, der sich u.a. um sehr junge Eltern zuhause oder in betreuten Wohnprojekten kümmert. „Die Schüler gingen sehr verantwortungsbewusst mit ihrer Aufgabe um, denn die Vergabe des Preisgeldes von 10.000 Euro verlangte eine gründliche Bearbeitung“, sagt Margit Berns-Loock.
Bei der Preisverleihung im Königlichen Palast in Brüssel konnten die Schüler des Königlichen Athenäums Eupen erleben, dass das von ihnen ausgewählte Projekt letztlich auch den Prinzessin Mathilde Preis 2012 erhielt. Der Präsident des Verwaltungsrates des Prinzessin Mathilde Fonds, Prof. Peter Adriaenssens, hat während des offiziellen Programms ebenso Deutsch gesprochen wie Prinzessin Mathilde. „Das zeugt von der Wertschätzung der Deutschsprachigen Gemeinschaft“, sagt Parlamentspräsident Ferdel Schröder, der bei der Preisverleihung wie im Vorjahr zugegen war, und fügt an: „Unsere Schüler zeigten sich bei der Preisverleihung als hervorragende Botschafter der Deutschsprachigen Gemeinschaft.“ Selbst bei der Vorstellung der Juryarbeit durch Prof. Ferre Laevers wurde neben Französisch und Niederländisch auch die dritte Landessprache benutzt.
Der Schülerin Jenna des Königlichen Athenäums hat die Teilnahme an der Jury sehr gut gefallen: „Diese neue Erfahrung war wichtig für mich. Ich bin stolz, an einer Verbesserung für Menschen in Not mitgewirkt zu haben.“ Und für Yannick steht fest: „Diese aktive Pädagogik war sehr interessant. Ich hätte gern noch mehr Zeit mit diesem Projekt verbracht. Als Schüler des 6. Jahres konnten wir Verantwortung für wichtige Projekte übernehmen, dafür bin ich dem Prinzessin Mathilde Fonds dankbar.“ Besonders gut in Erinnerung bleibt den Schülern des Königlichen Athenäums Eupen ein Frühstück mit Prinzessin Mathilde: In den Räumlichkeiten der König Baudouin-Stiftung informierte sich die Prinzessin im Vorfeld der Verleihung über die Arbeit der Jury.
Der Prinzessin Mathilde Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der diesjährige Preisträger „Service Tremplin“ bietet sozialpädagogische Hilfe für Kinder und Jugendliche in ihrem Lebensmilieu, sowie für Jugendliche in autonomen Wohnprojekten in der Region Brüssel-Hauptstadt. Ein spezifisches Projekt wurde für isolierte, prekarisierte und notleidende minderjährige Mütter entwickelt.
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Die Föderalabgeordnete war darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Rückerstattung der Akzisensteuer auf den professionellen Spritverbrauch für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen auf sich warten lässt.
Der Finanzminister Van ACKERE zeigte sich der Situation bewusst, dass es eine große Verspätung der Rückzahlungen seitens der zuständigen Verwaltung gebe. Dies sei auf eine Unterbesetzung der entsprechenden Abteilung zurück zu führen. Die regionale Direktion des Zolls und der Akzisen in Brüssel wurde nun in Bezug auf sein Personal aufgestockt, so der Finanzminister.
Die Verspätung hat ebenfalls Anlass gegeben, ein elektronisches System der Rückzahlung zu entwickeln. Die hiermit verbundene finanzielle Ausgabe im Haushalt müsse allerdings noch auf dem kommenden Ministerrat entschieden werden. Der Minister schätze es handele sich beim Inkrafttreten um eine Zeitspanne von 6 Monaten. Für den Moment werde jedoch alles unternommen, um der Aufarbeitung des Rückstands der Rückzahlungen gerecht zu werden und diese entsprechend zu behandeln. Für ausländische Firmen könne eine Rückzahlung jedoch nur nach der Kontrolle aller eingereichten Rechnungen ausgeführt werden, so Van ACKERE.
„Ich bin zufrieden über die Antwort des Ministers, dass sich die Verwaltung an dieser Stelle einer effektiven Abwicklung der Rückzahlungen bewusst wird und sogar ein System hierzu entwickeln möchte, um schneller Dossiers behandeln zu können“, so JADIN in ihrer Mitteilung.
In der DG und damit auch in der Gemeinde Büllingen ist das Ehrenamt ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Rund ein Drittel der ca. 75.000 Deutschsprachigen sind ehrenamtlich tätig. Dies nicht nur im sozialen Bereich, sondern auch in den Bereichen Kultur, Tourismus, Sport und Jugend.
Angesichts der Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements, auch für die Gemeinde Büllingen, möchte die lokale Sektion der PFF das Thema „Ehrenamt und Vereinsleben in Büllingen“ in einem öffentlichen Bürgerforum vertiefen.
Für dieses offene Bürgerforum konnten die Sektionsverantwortlichen Frau Isabelle Weykmans, Ministerin für Kultur, Medien und Tourismus, gewinnen. Frau Weykmans wird die wesentlichen Punkte Ihrer Politik im Bereich Ehrenamt darlegen. Darüber hinaus ist dieses Bürgerforum aber auch für alle Ehrenamtlichen und Vereinsmitglieder die Gelegenheit, Ihre Nöte und Sorgen sowie Ihre Fragen und Vorschläge zur Verbesserung des Vereinslebens und des Ehrenamtes in Büllingen an die Ministerin und auch an die anwesenden Gemeinderatsmitglieder zu richten.
Herzliche Einladung an alle, zum:
Bürgerforum
zum Thema „Ehrenamt und Vereinsleben in Büllingen“
mit Frau Ministerin Isabelle Weykmans
am Donnerstag, 03. Mai ab 20 Uhr
im Hotel-Restaurant Schröder, Losheimergraben
Dieses Bürgerforum steht allen Interessenten offen. Sollten interessierte Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld bereits spezifische Fragen haben, die eventuell einer Vorbereitung bedürfen, können sie diese gerne an das Vorstandsmitglied der Lokalsektion, Alexander Miesen, richten (Email: alexander.miesen@pff.be, Tel: 0472 990 941).
Die PFF-Lokalsektion Büllingen
In seiner politischen Note hatte der neue Staatssekretär CROMBEZ erwähnt, er wolle die Lohn- und Verwaltungskosten einiger Sektoren überprüfen lassen. Von dieser Untersuchung betroffen ist der HO.RE.CA-Sektor, der stark durch zeitweiliges Arbeiten strukturiert ist und für den das fiskale und soziale System nicht angepasst ist, so der Staatssekretär. Diese Aussagen nahm die Föderalabgeordnete JADIN zum Anlass die Maßnahmen und die zeitliche Umsetzung dieser genauer zu hinterfragen.
„Der HO.RE.CA-Sektor ist bekannt dafür, dass er sehr kurzweilig und schnellwechselnde Arbeitskräfte beschäftigt, aufgrund der Umstände und Bedingungen, die mit einer solchen Beschäftigung verbunden sind. Weder für den Arbeitgeber, noch für den Arbeitnehmer ist diese Situation ideal in Bezug auf seine Absicherung im sozialen oder finanziellen Bereich. Hier muss stärker auf die besondere Struktur des Arbeitsbereiches eingegangen werden, um diese Arbeitsplätze auch wieder attraktiver und nachhaltiger zu gestalten“, so Kattrin JADIN.
Der Staatssekretär CROMBEZ bestätigte die Eigentümlichkeit des HO.RE.CA-Sektors und sah die Fragestellung der Abgeordneten als einen sehr wichtigen Punkt an. Er sei keinesfalls ein homogener Bereich aufgrund der Differenzierung der verschiedenen HO.RE.CA-Bereiche (Restaurant, Hotel, Cafe, Fritüre…). Zudem sei der belgische HO.RE.CA-Sektor im Vergleich zu den angrenzenden Ländern völlig anders strukturiert. Es stelle sich die Frage, so CROMBEZ, ob man eine solche Eingrenzung auch in Belgien vornehmen solle, da der Bereich in Belgien auch ein Teil der eigentümlichen Kultur des Landes darstelle. Während der Haushaltskontrolle habe sich die Regierung deshalb entschieden, Maßnahmen zu treffen, die die Einführung von Kassen begleite, sowohl für den steuerlichen wie für den sozialen Arbeitsbereich. Zudem sei der HO.RE.CA Bereich mit gegenwärtig 120.000 Beschäftigten auch in Zukunft sehr wichtig für die Schaffung von Arbeitsplätzen.
JADIN befand, dass der Bereich vor großen Herausforderungen in Bezug auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen stehe. Wichtig sei an dieser Stelle eine Konzertierung mit allen Beteiligten. Die Abgeordnete versicherte ihre Anwesenheit bei der Vorstellung des Projektes, auf das sie sehr gespannt sei, zumal sie in einer sehr touristischen Region wohne.
In einer Pressemitteilung der PFF freut sich die Vorsitzende Kattrin JADIN über die Errungenschaft des Erhalts des eigenen Gerichtsbezirks in Eupen.
Sie seien erleichtert, dass die Justizministerin eingesehen hat, dass die sprachliche Besonderheit der Deutschsprachigen Gemeinschaft es nicht zulasse, den Gerichtsbezirk mit einem Weiteren zusammenzulegen.
„Die letzten Monate der Überzeugungsarbeit im Hinblick auf den Erhalt des Gerichtsbezirks haben sich gelohnt. Neben der Resolution aller Parteien im PDG, haben ich und meine Kollegen versucht mit Interventionen, Fragen und auch persönlichen Gesprächen mit der Ministerin von der Notwendigkeit des Eupener Gerichtsbezirks überzeugt. Wir in der DG müssen auf die Spezifizität unserer Region in Belgien aufmerksam machen“, so die PFF-Vorsitzende in einer Mitteilung.
Parlamentspräsident Ferdel Schröder empfing 20 Schülerinnen und Schüler der BS St.Vith im Parlament der DG am Kaperberg in Eupen. Anlass war der landesweite Tag des Parlaments unter dem Motto „300 Schüler, 7 Parlamente, 1 Tag“.
Sekundarschulklassen konnten sich in Brüssel, Namur und Eupen ein Bild von der Parlamentsarbeit machen. Spielerisch sollten die Kinder Demokratie erleben und die Rolle des Abgeordneten entdecken. „Dass Ihr Interesse an der Arbeit des Parlaments zeigt, ist für mich ein gutes Zeichen für unsere Demokratie“, meinte Ferdel Schröder, der sich beeindruckt zeigte vom Enthusiasmus der Schüler. Dieser kam gerade beim von der König-Baudouin-Stiftung entwickelten Spiel „democracity“ zum Vorschein. Vier Gruppen zu fünf Schülern bildeten eine Partei. Sie mussten sich einen Namen geben und ein Parteiprogramm entwickeln. Nach der Vorstellung des Programms und dessen Verteidigung ging es ans Eingemachte: Parteipräsidenten, Sekretäre, Sprecher, Architekten und Parteimitglieder sollten aus einem Sortiment öffentlicher Gebäude diejenigen auswählen, die zu ihrem Parteiprogramm passen – Rechtfertigung vor den Parteikollegen inklusive.
Parlamentspräsident Ferdel Schröder nahm am Nachmittag in der Abgeordnetenkammer an der Abschlussveranstaltung des P-Tages teil: Die Präsidenten der teilnehmenden Parlamente lasen Quiz-Fragen rund um das Thema Föderalstaat, Parlamente und Sprachengebrauch vor. Fragen zur Deutschsprachigen Gemeinschaft konnten die meisten Schüler richtig beantworten.
In der letzten Sitzung des Provinzialrates befragte
Caroline MARGREVE den zuständigen Provinzabgeordneten André GILLES zur
Ausbildung von Feuerwehrleuten. Insbesondere sprach sie hierbei die veralteten
Lehrbücher an, die den Kandidaten zum Unteroffizier bei der Feuerwehr zur
Verfügung gestellt werden. Die Bücher datieren vom Jahr 1998 und sind damit
völlig veraltet.
Lediglich die Basiskurse für Feuerwehrleute scheinen
bislang angepasst worden zu sein, so Margreve in ihrer Intervention. Die
Provinzialrätin verwies dabei auf die ständige Weiterentwicklung des Bereichs
in dem die Feuerwehrleute tagtäglich arbeiten: neue Technologien und neues
Material kamen in den letzten Jahren auf den Markt. Somit stimme die heutige
Realität, denen die Feuerwehrleute ausgesetzt seien in keinster Weise mit der aus
den Lehrbüchern mehr überein.
„Schüler
und Lehrer beschweren sich über diese Situation auf Ebene der Provinz.
Professoren werden deshalb bereits selbst aktiv, um neues Lehrmaterial und
Informationen anbieten zu können. Zudem wird hier erneut das Vergessen der
deutschen Sprache bewusst, da das Lehrmaterial für Offiziere der Feuerwehr
nicht in deutscher Sprache verfügbar ist“, stellt Caroline MARGREVE fest.
In der Antwort des Provinzabgeordneten erfuhr die
Provinzialrätin, dass die Anpassung der Kurse, Aufgabe des Innenministeriums
sei, so dass alle Lehrbücher in allen provinzialen Ausbildungszentren gleich
seien. Lediglich ein Teil des Kurses zur Physik und Chemie des Feuers datiere
von 1998, während alle weiteren Kurse von 2009 oder 2011 stammen. Aufgrund der
permanenten Weiterentwicklung von Interventionstechniken werde regelmäßig die
Anpassung der Kurse überprüft und eine elektronische Version der Überarbeitung
an die Auszubildenden weitergeleitet. Neue Lehrprogramme würden zurzeit geprüft
in Hinsicht auf die besten aus europäischen Ländern. Hier dran beteiligt seien
auch Ausbilder aus der Provinz.
Bezüglich des Lehrmaterials in deutscher Sprache antwortete GILLES, dass diesbezüglich eine Übersetzerin eingestellt worden sei, womit auch auf die Belange der Personen aus der DG eingegangen werde.
In der letzten Sitzung des Provinzialrates befragte der
liberale Vertreter Bodo LUX zur Nutzung von E-Bikes in unserer Region. Um den
Tourismusbetrieb anzukurbeln, griff LUX die Idee anderer Regionen Belgiens auf,
die vermehrt den Verleih von E-Bikes anbieten.
Immer mehr Personen würden vom elektronischen Fahrrad Gebrauch
machen. Einen solchen „aufstrebenden Markt“ solle man nicht unterschätzen, so
der Provinzialrat. Hierbei verwies LUX auf Strecken wie Blegny – Val-Dieu oder
Hombourg – Raeren.
Zudem erinnerte er in diesem Zusammenhang an eine
Initiative, die desbezüglich im Osten der Provinz Lüttich geschaffen wurde, die
den Fahrradverleih von E-Bikes, sowie deren Aufladung an präzisen Orten sehr
erfolgreich anbietet.
Antwort erhielt der liberale Provinzialrat diesbezüglich
vom Provinzabgeordneten MOTTARD. Dieser präzisierte, dass diese Initiative von
der ostbelgischen Tourismusagentur in Zusammenarbeit mit dem deutschen Anbieter
von E-Bikes „MOVELO“ gestartet wurde, mit dem Ziel dies 2012 bereits
umzusetzen.
Auch MOTTARD bestätigte die ansteigende Tendenz der Nutzung
von E-Bikes, sowohl als touristisches Angebot als auch eine aufstrebende
Mobilitätsperspektive. Dies bemerke er auch am zunehmenden Interesse Flanderns,
den Niederlanden und Deutschland an dieser Initiative.
Die touristische Föderation der Provinz arbeite zurzeit
an einem Pilotprojekt zur Verleihung von E-Bikes. Das Dossier, so MOTTARD
befinde sich bereits in einer finalen Phase und werde im Monat Mai bereits
gestartet. Der Provinzialabgeordnete versprach LUX ihn in einer späteren
Tourismuskommission diesbezüglich alle weiteren Details zukommen zu lassen.
„Ich bin erfreut über die positive Antwort von Herrn MOTTARD. Die Nutzung von elektronischen Fahrrädern erfreut sich großer Beliebtheit. Einen solchen Markt muss eine Region, wie die unsere, mit vorhandenen und attraktiven Fahrradstrecken nutzen“, so Provinzialrat Bodo LUX.
Parlamentspräsident Ferdel Schröder nahm mit seinem Amtskollegen Jan Peumans, Präsident des Flämischen Parlaments, an einem Besuch des Camp Elsenborn teil. Oberstleutnant H. VANDENBULCKE zeigte den Gästen, unter ihnen auch Bürgermeister Emil Dannemark, das Museum des Camps, das bereits 1894 von den Preußen gegründet wurde. Mittels Original-Uniformen, Waffen und einem nachempfundenen Schützengraben werden Besucher die Grauen der beiden Weltkriege in Erinnerung gerufen. Förster René Dahmen gab mittels Fotos und fundierten Erläuterungen einen Einblick in die großartige Fauna und Flora des Camp Elsenborn: Innerhalb des Camps gebe es eine größere Artenvielfalt als außerhalb, Arnika und geschützte Vogelarten seien in großem Maße vorhanden.
Die PFF-Sektion Eupen organisiert ihr 8. Bürgerforum, diesmal zum Thema „Inklusion von
Menschen mit einer Behinderungen und deren Belangen: Herausforderung auch auf
lokaler Ebene“. Das Forum reiht sich in eine Serie von Foren zu verschiedenen
Themenbereichen und Projekten in Eupen ein, die neben einer Bestandsaufnahme
auch kritisch hinterfragen:
· Was kann die lokale Ebene tun?
· Wie müssen die Verantwortlichen aus Politik und
Gesellschaft mit diesem Thema in Eupen umgehen?
· Was können konkrete Maßnahmen sein um der
Inklusion näher zu kommen?
· …
Das
Bürgerforum findet statt am Dienstag, den 17. April um 20 Uhr bei Bosten.
Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung
durch Helmut Heinen, Direktor der Dienstelle für Personen mit einer
Behinderung, zum Thema Inklusion allgemein und im Besonderen auf lokaler Ebene.
Eingeladen sind alle Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft, die sich
diesem Thema widmen und vor allem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger
unserer Stadt.
Reden Sie mit, denn es ist Ihre Stadt!
Auf Anfrage Belgiens und der drei Gemeinschaften hat ein zehnköpfiges internationales Expertenteam des Europarates die Jugendpolitik in Belgien und den drei Gemeinschaften untersucht. Das Expertenteam setzte sich aus Forschern, Beamten und Vertretern von Jugendorganisationen zusammen. Die Bestandsaufnahme der Jugendpolitik Belgiens war die 18. Analyse des Europarats. Zum ersten Mal wurde jedoch ein Föderalstaat untersucht.
Am vergangenen Donnerstag wurde den statutarischen Organen des Europarates im Jugendzentrum der ungarischen Hauptstadt Budapest in Anwesenheit einer belgischen Delegation der endgültige Bericht durch die internationalen Experten vorgestellt und zur Annahme vorgelegt. Die gemeinschaftsübergreifende belgische Delegation stand unter Leitung von DG-Jugendministerin Isabelle Weykmans (PFF), die aktuell belgische Wortführerin für Jugendpolitik auf EU-Ebene ist.
Der vollständige Endbericht enthält Ratschläge, die auf die spezifische Situation in den drei Gemeinschaften Belgiens eingehen. So lautet beispielsweise eine an die Deutschsprachige Gemeinschaft gerichtete Empfehlung, in jugendrelevanten Themen unter Federführung der für Jugend zuständigen Ministerin strukturierte Verbindungen zu schaffen zwischen den verschiedenen Abteilungen des Ministeriums und anderen sachdienlichen Einrichtungen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kabinett von Isabelle Weykmans. Generell werden die verschiedenen Körperschaften Belgiens in dem Bericht des Europarates dazu ermutigt, den ganzheitlichen Blick auf alle jugendlichen Einwohner Belgiens nicht aus den Augen zu verlieren und dementsprechend die Zusammenarbeit zu suchen.
Weykmans dankte dem Expertenteam für die »gewissenhafte Arbeit und die sinnvollen und hilfreichen Empfehlungen«. Es sei nun Aufgabe der jeweiligen Gemeinschaften, diese nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung der eigenen Zuständigkeiten umzusetzen, so die Ministerin.
Auf Anfrage beim Ministerium der DG ist der vollständige Bericht in englischer Fassung zu erhalten. Eine deutsche Übersetzung folgt in Kürze und wird auf www.dglive.be veröffentlicht sowie dem Parlament, dem Jugendsektor und der breiten Öffentlichkeit dann vorgestellt.
(Quelle: www.grenzecho.net)
In dieser Woche befragte die Föderalabgeordnete Minister
Vande LANOTTE in der Wirtschaftskommission zu einer Angelegenheit, die sich in
den letzten Jahren stetig wiederholt hat. Es handelt sich um den
Identitätsraub, dem inzwischen 90.000 bis 160.000 Menschen im Jahr in Belgien
zum Opfer fallen.
Diese Betroffenen finden sich in einem Albtraum wieder
und müssen beweisen, dass sie Ausgaben, die mit ihrem Namen gemacht wurden,
nicht selbst verschuldet haben. Was surreal klingt ist jedoch Realität und sehr
viel einfacher als man es sich vorstellt, zumal in Zeiten des Internets und
Vernetzung eines jeden Einzelnen, die persönlichen Angaben leicht zugänglich
werden.
Nach einer Umfrage von 2009 enthalten 90% der
Müllbehälter die Nummer des Bankkontos der Besitzer und rund die Hälfte zudem
eine Unterschrift. Diese Tatsache macht es Verbrechern sichtlich einfach sich
eine Identität anzueignen und diese für betrügerische Diebstähle zu benutzen.
JADIN ging bei ihrer Fragestellung insbesondere auf Kredite
ein, die durch geraubte Identitäten abgeschlossen werden. Eine Vielzahl an
Krediten konnte demnach abgeschlossen werden, ohne dass die Nationalbank die
Identität der Konteninhaber überprüfen ließ.
Dem Minister zufolge liege der Fehler ganz klar bei dem
Kreditgeber. Vande LANOTTE zufolge müssten die Kreditnehmer sich
identifizieren, um einen Kredit zu erhalten. Nach Nachfragen seien den
Kreditinstituten wenige solcher Fälle bekannt. Sollte sich jedoch ein Vorfall
ergeben, solle dieser sich beim Kontrollamt des öffentlichen föderalen
Wirtschaftsdienstes melden. Von einer Anpassung der Gesetzgebung sei er nicht
überzeugt, so der Minister.
Kattrin JADIN wird hierzu ebenfalls die Justizministerin
befragen: „In Zeiten in denen wir so
vernetzt sind, ist die Identitätsaneignung eines Anderen ein leichtes Spiel
geworden. Es gibt hierfür zu wenige Überwachungsmöglichkeiten. Im Generellen
wird der Thematik zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Deshalb möchte ich hierzu
weiter intervenieren, bis ich eine zufriedenstellende Antwort erhalte, dass
notwendige Maßnahmen getroffen werden. Wenn es sein muss, auch über neue
Gesetzesinitiativen.“
Am letzten Samstag besuchte Kattrin JADIN in ihrer Funktion als Präsidentin der PFF die FDP in Aachen anlässlich ihres Bezirksparteitages. Die Vorsitzende ging neben der politischen Situation von Belgien auch auf die guten Nachbarschaftskontakte der DG ein und lobte die gute Zusammenarbeit mit den deutschen Liberalen. Zudem war der Bezirksparteitag die ideale Möglichkeit den Kontakt mit den Bundestags- und Landtagsabgeordneten der FDP herzustellen. (Die ausführliche Rede können sie auf der Internetseite einsehen.)
Aufgrund der steigenden
Erdölpreise, wird das Heizöl für einige Familien zum wahren Luxus. Vor allem
der Verbrauch in diesem Winter wird für einige Familien enorm gewesen sein. Ein
Belgier von fünf heizt mit Heizöl.
Während alle anderen Energien,
die zum Heizen benutzt werden können, monatlich bezahlbar sind, muss Heizöl bei
Anlieferung oder in den darauffolgenden Wochen bezahlt werden. Wenn auch einige
Familien vom Heizölfond unterstützt werden ist auch dieser Beitrag bei den horrenden
Kosten kaum mehr großartig spürbar. Dies nahm die Föderalabgeordnete Kattrin
JADIN zum Anlass eine Frage im heutigen Wirtschaftsausschuss zu stellen.
Der belgische Verband, der
Heizöl-Anbieter vertritt, wünscht sich allerdings eine vorbeugende Maßnahme,
wenn die Konsumenten in Zukunft auch monatliche Zahlungen tätigen können: Der
Staat soll als Garant für die Kunden fungieren, die bereits von einem
Heiz-Zuschuss profitieren. Der soziale Heiz-Fond hat auf diese Anfrage bereits
positiv reagiert.
Die Abgeordnete wollte von
Minister Melchior WATHELET wissen, was die Regierung von diesem Vorschlag halte
und ob dieser umsetzbar sei.
Minister WATHELET erinnerte
daran, dass dies eine Initiative von 2005 gewesen sei, als bereits die Preise
enorm angestiegen waren. Durch eine Anpassung des Gesetzes von 2008 wurde diese
Möglichkeit geschaffen. Aufgrund des aktuellen Heizölpreises, so der
Energieminister sei eine Aufteilung der einmaligen Rechnung sicherlich für
viele Familien vorteilhaft, bei 900Euro für 1000 Liter.
Eine solche Maßnahme könne
sicherlich als Prävention betrieben werden, für Familien, die noch nicht von
einem Fond diesbezüglich unterstützt würden. Der Minister hat deshalb seine Verwaltung
um eine Analyse der Gründe gebeten, warum heute nur so wenige Bürger nach
diesem System fragen. Nach Auswertung dieser, sei man sicherlich bereit dieses
System zu vervollständigen und zu optimieren, so WATHELET. Er möchte in jedem
Fall in den kommenden Wochen hierzu mit den Heizölanbietern aber auch seinen
Ministerkollegen beraten um eventuell in Kürze eine solche Initiative starten.
„In den letzten kalten Monaten haben wir erfahren müssen, wie schwierig es wird für die belgische Bevölkerung die enormen Heizungskosten noch zu stemmen. Die Möglichkeit auf temperierte Räume sollte jedem gegeben werden und ist Voraussetzung für ein menschenwürdiges Dasein bei diesen eisigen Temperaturen. Dieser Vorschlag wäre ein Schritt in die richtige Richtung, da es sicherlich eine große Entlastung bedeuten würde, wenn die Kosten aufteilbar werden. Ich bin deshalb sehr zufrieden über die Bereitschaft des Ministers diesbezüglich“, so JADIN.
„Nur der verdient die Gunst der
Frauen, der kräftig sie zu schätzen weiß“
(Johann Wolfgang von Goethe)
Obwohl bewiesen ist, dass wir Frauen den Großteil an Studenten ausmachen und oftmals schneller und erfolgreicher unsere Ausbildungen absolvieren als der männliche Part, ist die Gleichstellung in der Berufswelt noch lange nicht gewährleistet.
Weder das Gehalt, noch der Aufstieg in hohe Verantwortungen konnte bislang an dem ihrer männlichen Kollegen angepasst werden. Den Frauen fehlt oftmals das Selbstbewusstsein und die Freiheit sich in Bereichen, die von den Männern dominiert sind, durchzusetzen. Zudem muss die Frau oft noch, wie selbstverständlich die Familie umsorgen.
Es bleibt eine große Herausforderung für die Politik und unsere Gesellschaft, Maßnahmen einzuführen, damit die Frau ihre Karriere und ihr Kind gleichzeitig und gut managen kann.
In der Politik bemerken wir ein allmähliches Umdenken. Immer mehr Frauen setzen sich hier sehr erfolgreich durch.
Es ist aber auch der Tag an dem wir neben dieser soziökonomischen Diskriminierung, die physische und psychologische Diskriminierung betrachten müssen, die immer noch in viel zu großem Ausmaß besteht. Menschenrechtsverletzungen an Frauen finden tagtäglich auf der ganzen Welt statt. Gewalt an Frauen, Zwangsehen sind schreckliche Übel, auf die wir am heutigen Weltfrauentag aufmerksam machen müssen.
Wir Frauen müssen uns Gehör verschaffen und uns gegenseitig hierbei unterstützen.Am 24. März 2012 ab 10 Uhr wird zum zweiten Mal – nach 2009 – ein Denkmalschutzkolloquium im Europasaal des Ministeriums der DG, Gospertstraße 1 in Eupen stattfinden, zu dem alle interessierten Bürger herzlich eingeladen sind. In diesem Jahr thematisiert die Veranstaltung die energieeffiziente Sanierung von Altbauten und Denkmälern.
Auf Einladung von Ministerin Weykmans und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium konnten hochkarätige Referenten für dieses Kolloquium gewonnen werden, die „trotz“ ihrer Fachkompetenz ein Garant dafür sein werden, dass nicht nur das Fachpublikum, sondern jeder Bürger, der sich für den Denkmalschutz interessiert, voll auf seine Kosten kommen wird.
Mit den neuen Energieverordnungen stehen Eigentümer von Altbauten und geschützten Gebäuden, Architekten, Energieberater und Handwerker vor der Herausforderung, um dem Erhalt der historischen Bausubstanz und den Anforderungen der Energieeffizienz gerecht zu werden. Überlegungen zur Vereinbarkeit von energiesparenden Maßnahmen und Denkmalschutz müssen angestellt werden. „Es ist immer eine Herausforderung, ein Denkmal zu sanieren“, betonte Ministerin Isabelle Weykmans, „wir erfahren es ja selbst gerade mit dem Heidbergkloster, das zum Bildungs- und Begegnungszentrum umgenutzt wird. Ich hoffe jedenfalls wieder auf großen Publikumszuspruch, denn das Thema ist sehraktuell und wir haben hervorragende Referenten gewinnen können.“
Die verschiedenen Akteure werden bei diesem Kolloquium Gelegenheit haben, ihr Anliegen und ihren Standpunkt zur Thematik vorzubringen. Denn für den erfolgreichen Abschluss eines Bauprojektes ist es wichtig, dass die Akteure miteinander kommunizieren, um gemeinsam eine Lösung zu finden.
Trotz des internationalen Einschlags, den die Tagung durch die Referenten aus dem Inund Ausland erhält, werden alle Referate sehr praxisbezogen und damit anschaulich sein. Neben internationalen Fachleuten auf dem Gebiet der Denkmalpflege werden auch zahlreiche Spezialisten aus dem Handwerk sowie Denkmalschützer und Architekten zu Wort kommen und aus ihrer Erfahrung berichten.
Aus organisatorischen Gründen wird bis zum 14. März 2012 um Anmeldung gebeten, telefonisch unter +32 (0)87 596 300 oder per E-Mail an anmeldungen@dgov.be
Das Programm ist auf www.gdkulturerbe.be einsehbar.
Parlamentspräsident Ferdel Schröder empfing seinen Kollegen Jan Peumans, Präsident des Flämischen Parlaments, am Karnevalsfreitag im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG). „Ich komme gern zu Ihnen, zuletzt war dies 2007 in meiner Eigenschaft als Fraktionsvorsitzender des Flämischen Parlaments“, erklärte Peumans beim zwanglosen Austausch im Präsidentenbüro.
Auch der Ehren-Generalsekretär des Französischen Parlaments, Christian Daubie, war Gast von Parlamentspräsident Schröder. Nach dem obligatorischen Eintrag ins Gästebuch des PDG und einem Arbeitsessen stürzten sich Gäste mit in den Karnevalstrubel beim Prinzenempfang im Eupener Capitol.

Die PFF-Lokalsektion Bütgenbach lädt am 5. März 2012 um 20 Uhr zu einem Vortragsabend ein.
Die Themen:
Ort:
im Saal Hermann (Kaserne)
Bahnhofstraße 1
4750 Weywertz

hiermit möchte ich euch zur Vorstandssitzung der PFF Sektion Raeren einladen.
Diese findet, am 28. Februar 2012 um 20.15 Uhr im Haus Zahlepohl (1te Etage) statt.
... Tagesordnung:
· Wahlen 2012
· Überarbeitung Mitgliederliste
· Kassenbericht
· Vorbereitung Generalversammlung
· Sonstiges
In Erwartung euch alle zahlreich begrüßen zu dürfen, verbleibe ich mit freundlichen Grüße,
Eric Andres
Präsident der PFF Lokalsektion Raeren
Andres Eric
Schlossweg 18
B-4730 Hauset
Fest: 087/558034
Mobil: 0475/977501
andres.eric@skynet.be eric.andres@verkehrsvereine-ra
Samedi, Dolhain a accueilli le Congrès national des jeunes MR. Thème: la délinquance juvénile et les incivilités qui y sont liées, au niveau local. Deux phénomènes en recrudescence. L’occasion pour les jeunes MR de se positionner et de montrer qu’ils n’ont pas systématiquement le même avis que leurs aînés.
“ La sécurité est la première des libertés et la liberté est la première des sécurités ”; ce leitmotiv fait dire à Fabian Culot, président de la fédération provinciale et conseiller communal à Seraing, que placer des caméras de surveillance dans les rues doit être une solution provisoire et ponctuelle, là où un problème persiste. “ Dans l’arrondissement de Verviers, la caméra, c’est avant tout un outil complémentaire ”, souligne Evelyn Jadin, s½ur de la députée eupenoise et présidente des jeunes MR pour l’arrondissement. Pour elle, “ une caméra ne remplacera jamais un agent, mais permettra au policier de mieux travailler. ” On est loin de big brother. Dans cette optique, avant le congrès, les jeunes MR avaient visité les locaux de surveillance vidéo, à la Zone Vesdre. L’occasion d’appréhender une série de difficultés techniques et de coûts, notamment pour “ flouter ” les parties relevant de la propriété privée.
Autre sujet qui inquiète les jeunes MR: les sanctions administratives. Elles sont nécessaires jusqu’à un certain point, mais il faudrait éviter que, par exemple, une interdiction de toute présence de jeunes en rue après 22h fasse obstacle à la liberté de se rassembler. À l’opposé, il faut éviter que les autres citoyens soient victimes de tapage nocturne. Bref, pas de couvre-feu systématique. Ce qui ne veut pas dire qu’il ne faut pas responsabiliser les parents s’ils laissent traîner des 13-14 ans la nuit en rue. Ce à quoi Evelyn Jadin ajoute qu’en cas de sanction, elle doit être rapide. Ce respect réciproque nécessite de repenser l’aménagement du territoire, avec par exemple la création d’endroits où les jeunes pourraient se retrouver sans déranger le voisinage.
Bien des problèmes pourraient être aussi évités si l’on empêchait une getthoïsation, en réorientant la politique de logement social, soulignent les jeunes MR. Obliger les communes à avoir 10 % de logements à loyer très réduit et visant une certaine couche de la population risque de conduire à créer de grosses cités, foyers à problèmes. Il faudrait dès lors disséminer la population moins nantie dans le tissu immobilier et donner davantage la possibilité d’acheter son logis à un prix correct ou de louer un logement moyen.
Les jeunes MR visent aussi une “ myriade ” d’associations pour jeunes subventionnées par les communes, dont des “ Maisons de jeunes ”. Trop souvent, selon Fabian Culot, elles “ s’apparentent à des annexes des partis politiques ”.
(Quelle: www.sudpresse.be)
Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist mit den neun Gemeinden und den Jugendinformationszentren von Eupen und St.Vith eine »strategische Partnerschaft« eingegangen, wie es am Mittwoch bei der Unterzeichnung entsprechender Leistungsaufträge hieß. Kernelement: Der Eupener Infotreff und das JIZ St.Vith erhalten deutlich mehr Mittel als bisher.
Praktisch alle ostbelgischen Bürgermeister, Jugendschöffen und Gemeindesekretäre hatten sich zur feierlichen Vertragsunterzeichnung am Sitz der DG-Regierung in Eupen eingefunden, wo die DG durch Jugendministerin Isabelle Weykmans (PFF) und die beiden ostbelgischen Jugendinformationszentren durch ihre jeweiligen Vorsitzenden vertreten wurden.
»Noch nie hat es für die Jugendarbeit ein solch konzentriertes Auftreten der Gemeinden gegeben«, stellte der langjährige Präsident des Infotreffs Eupen, Jürgen Heck, fest und wertete dies als Zeichen der Anerkennung für die Arbeit der ostbelgischen Jugendinformationsbüros.
Jugendtreffs
Der Infotreff wird, ebenso wie sein Pendant im Süden der DG, das Jugendinformationszentrum (JIZ) St.Vith, dank des neuen Leistungsauftrags mehr Geld erhalten (s. »In Zahlen« unten rechts), im Gegenzug aber auch klar definierte Ziele verfolgen. Zu diesen gehört unmissverständlich, verstärkt auf die Jugendlichen in den einzelnen Gemeinden zuzugehen. So ist in beiden Leistungsaufträgen (mit dem Infotreff und mit dem JIZ) vorgesehen, dass die Jugendinfozentren mit den Trägern der offenen Jugendarbeit (Jugendtreffs) in den einzelnen Gemeinden zusammenarbeiten sollen. Zum Beispiel ist im Vertragswerk mit dem JIZ für die Gemeinde Büllingen festgelegt: »Das JIZ ermöglicht eine intensive Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit der Gemeinde Büllingen, ist Ansprechpartner in Sachen Jugendinformation und durch die Durchführung von Angeboten in den Jugendtreffs präsent. Dies können Animationen, Infoveranstaltungen oder Informationsstände auf öffentlichen Veranstaltungen sein, z.B. im Rahmen eines Tages der offenen Tür in einem Jugendtreff.«
»Die kürzlich vorgestellte KFN-Studie hat gezeigt, dass es bei Jugendlichen in der DG ein hohes Maß an Gewalterfahrung gibt«, so Ministerin Weykmans. »Wir können uns aber andererseits glücklich schätzen, über einen starken Jugendsektor zu verfügen, der in der Lage ist, die Jugendlichen zu erreichen.«
Ständige Recherche
Auf Seiten der Jugendinformationszentren freut man sich über die Aufstockung der finanziellen Mittel, was in Zeiten knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit sei, ist sich aber gleichzeitig der Verantwortung bewusst. »Dies ist eine Aufwertung der Jugendinformation und für uns ein Antrieb, unsere Arbeit weiterzuentwickeln«, erklärte JIZ-Präsidentin Irene Engel. Und ihr Amtskollege vom Infotreff Eupen, Jürgen Heck, frohlockte, der Leistungsauftrag mit der DG und den Gemeinden werde es seiner Einrichtung erlauben, »unsere hehren Ziele weiter zu verfolgen. Unser Motto ’Infos ohne Wenn und Aber’ verlangt ständige Recherchen und Aktualisierungen. Dies wird uns durch diesen Leistungsauftrag ermöglicht.«
(Quelle: www.grenzecho.net)
Der Verteidigungsminister
Pieter de CREM versicherte dem Eupener Militär und dem Militär von Spa: es gibt
keinesfalls die Intention diese Kasernen zu schließen!
In dem heutigen
Verteidigungsausschuss präzisierte der Minister, dass wirtschaftliche Maßnahmen
im Bereich der Verteidigung dennoch unvermeidbar seien: Ziel sei es, die Zahl von 30.000 Militär und
200 Personen Zivilpersonal zu erreichen. Dies bedeute konkret, so der
Verteidigungsminister, dass 2000 Stellen gestrichen werden müssen. Dies sei
leider so in der Regierungserklärung festgehalten worden, aber ausschließlich
eine Fortführung der Reform von 2009, bedauerte der Minister.
In 2012 werde die Verteidigungsreform
von 2009 weiter umgesetzt: eine kleine Anzahl von Quartieren soll noch
geschlossen werden und einige kleine Einheiten verringert werden oder umziehen.
Aber DE CREM versicherte, dass keine weiteren Schließungen von Kasernen
vorgesehen seien.
Der Minister versicherte Kattrin JADIN, dass er sich an
diese Maßnahmen halten wolle, die er bereits entschieden habe. Ausnahmen wären
dann notwendig, wenn die finanzielle Kontrolle weitere Maßnahmen erforderlich
mache.
Kattrin JADIN zeigte sich erfreut über die eindeutige Beantwortung ihrer Frage: „Der Einsatz für unsere Kasernen und Militärcamps ist besonders wichtig für unsere Region. Von einer neuen Umstrukturierung wären sonst wieder viele Familien betroffen.“
Die Abgeordnete JADIN hat im
gestrigen Justizausschuss die Justizministerin Turtelboom zur Zukunft des
Gerichtbezirks Eupen befragt. Hintergrund hierfür war die aktuelle Diskussion
nachdem der Gerichtsbezirk Eupen eventuell nicht mehr in der kommenden
Justizreform bestand haben könnte.
Die Justizministerin Annemie
Turtelboom aüsserte der Abgeordneten gegenüber, dass zur Zeit noch kein
Entscheidung zur neuen Auteilung der Justizbezirke, den Justizbezirk Eupen
inbegriffen gefallen sei. Sie sei aber
der Ansicht, dass das die angstrebte Justizreform auch die Besonderheit des
Gerichtbezirks Eupen wahren müsse. Des Weiteren prüfe man zur Zeit die
verschiedenen Szenarien, die die Zukunft des Justizbezirks Eupen möglich
machen. Eine gesonderte Lösung für den Eupener Justizbezirk müsse ebenfalls in
Einklang mit der Verfassung sein. Sie selbst befürworte eine globale Reform,
sei aber offen für Argumentationen, die für den Erhalt des Gerichtsbezirkes
sprächen.
Jadin selbst zeigte sich wenig beruhigt über die Antwort der Ministerin und verwies in Ihrer Replik nochmals darauf, dass der Weiterbestand des Gerichtsbezirks Eupen eine wichtige Errungenschaft, ein Symbol für die Deutschsprachigen in Belgien sei, die nicht letztendlich Dank eines Liberalen zu Stande gekommen sei. Des Weiteren, sei es absolut kontraproduktiv und unlogisch etwa die Justizhäuser der Obhut der Gemeinschaften zu übertragen und gleichzeitig den Bezirk zu erweitern.
In den Haushaltsdebatten in
dieser Woche in der Kammer, bezog auch die deutschsprachige Abgeordnete Kattrin
JADIN Stellung zu den geplanten Maßnahmen der Minister.
Als Vertreterin der MR und
Vizepräsidentin des Wirtschaftsausschusses, kommentierte sie die Vorhaben ihrer
Parteikollegin und Ministerin Sabine LARUELLE, sowie des Ministers Johan VANDE
LANOTTE.
JADIN zeigte sich erfreut über
den zukünftig geplanten besseren Schutz von Unternehmen, die sich in
Schwierigkeiten befinden, den die Ministerin für Mittelstand und kleine und
mittlere Unternehmen versprach. Bislang sei die Unterstützung der
Selbstständigen leider noch immer nicht optimal und noch nicht
zufriedenstellend für ihre liberale Partei, so JADIN. „Wir müssen einen Rahmen schaffen, in dem Selbstständige die Möglichkeit
haben ihre Aktivitäten mit Ambition zu entwickeln. Deshalb müssen wir das
soziale Statut dieser weiter verbessern. Selbst wenn sich die Zahl der Selbstständigen in den letzten Jahren
erhöht hat, was sehr erfreulich ist, leben noch zu viele unter der
Armutsgrenze. Das sollte auch mal erwähnt werden“, so die Abgeordnete.
Auch begrüßenswert sieht JADIN
das Vorhaben der Reduzierung der Verwaltungskosten für Selbstständige, das bis
zu einem Drittel runter geschraubt werden soll.
Gegenüber dem Minister VANDE
LANOTTE forderte Kattrin JADIN, dass dieser sich vehement für eine gesunde
Konkurrenz der Energieanbieter auf dem belgischen Markt einzusetzen, damit der
Verbraucher nicht unter einer eventuellen Monopolstellung leiden müsse.
Des Weiteren freue man sich,
dass der Minister die Schaffung eines legalen Rahmens des Mäzenat für
Unternehmen ins Auge fassen möchte. Diesbezüglich habe die MR bereits einige
Vorschläge hinterlegt, die zur Inspiration dienen könnten.
Vorteile sehe sie in der Fusion
der Ombudsdienste zu einem einzigen, wodurch das System enorm modernisiert
werden könne.
Abschließend fasste die
Abgeordnete zusammen, dass die Zeit eile und die Herausforderungen der neuen
Regierung zahlreich seien. Umso wichtiger sei es aufgrund dieser Baustellen,
dass die Maßnahmen zeitnah umgesetzt würden.
Die Abgeordnete JADIN wurde in
der letzten Woche bei ihrer Arbeit von einem Team des flämischen Senders
„Canvas“ begleitet. Neben ihrer Tätigkeit im föderalen Parlament in Brüssel,
wurde sie ebenfalls im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft gefilmt,
sowie in ihrem Zuhause in Eupen.
Ziel der VRT war es, der
Politikerin aus der DG bei ihrer Arbeit über die Schultern zu schauen, um so
die einzige Deutschsprachige Abgeordnete in der Kammer näher kennenzulernen und
auf die sprachliche Besonderheit einzugehen.
„Ich freue mich über das Interesse des flämischen
Fernsehen und bin überrascht über das Interesse was die flämischen Mitbürger
doch an der kleinen DG zeigen“, so JADIN.
Die Reportage soll heute Abend um 20 Uhr in der Sendung TER-ZAKE auf dem flämischen Sender Canvas ausgestrahlt werden.
http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws/mediatheek/programmas/terzake/2.19645/2.19646/1.1209537
Die Abgeordnete Kattrin Jadin befragte in dieser Woche erneut die föderale
Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx zu dem Auswahlverfahren, dem
Kinesitherapeuten sich unterziehen müssen, um eine Inami-Nummer zu erhalten. Sie
bat deshalb die INAMI-Nummer bis zur ausgearbeiteten
Gesetzgebung auf Weiteres zu verlängern, da es für Kinesitherapeuten oft
unmöglich sei als Angestellte zu arbeiten.
JADIN hatte diesbezüglich bereits zweimal bei der Ministerin nachgefragt,
da betroffene junge Kinesitherapeuten sie kontaktiert hatten, denen somit der
Zugang zur Selbstständigkeit verwehrt bleibt. Um das angestrebte Kontingent in
diesem Berufssektor einzuhalten, wurden in den letzten Jahren Prüfungen in der
Französischen und Flämischen Gemeinschaft für ’Kines’ abgehalten.
Die Ministerin selbst äußerte sich kritisch zum Verfahren und gab an, dass
bereits in der letzten Legislaturperiode de Überlegung anstand, das Verfahren
aufzugeben. Zurzeit sei man in Konzertierung mit den Gemeinschaften und der
zuständigen Planungskommission. Die Kommission hatte im Mai letzten Jahres die
Bedingungen festgelegt, um das Auswahlverfahren abzuschaffen, was u.a. eine
Quote der Gemeinschaften für die Kinesitherapeuten und eine Einführung einer
Orientierungsprüfung während oder vor dem Studium beinhalten soll. Die
Verwaltung der Ministerin sei zurzeit dabei diese Bedingungen zu prüfen.
Spätestens im Sommer soll ihre Analyse hierzu vorliegen, versprach die
Ministerin.
Ein Staatsraturteil, das im Eilverfahren ersucht wurde, gab den
Kinesitherapeuten Recht, womit die Regierung gezwungen ist hierfür eine Lösung
zu finden.
Auf dem morgigen Ministerrat
möchte die Ministerin vorschlagen, dass bis zum definitiven Staatsraturteil die
INAMI-Nummer bis auf Weiteres verlängert wird, bis eine definitive Lösung
gefunden ist.
Ihrerseits verfolge sie aber den
starken Willen die besagte Prüfung definitiv abzuschaffen und werde sich
vehement hierfür einsetzen.
„Ich werde mich solange für diese Thematik einsetzen bis die Regierung zu einer zufriedenstellenden Lösung für alle Beteiligten gefunden hat. Die Verlängerung ist sicherlich lobenswert, aber nicht ausreichend für die Zukunft der betroffenen Kines. Es ist ein absurdes Konstrukt, was hier für den Beruf des Kinesitherapeuten geschaffen wurde und ich möchte, dass die Regierung das abschafft“, so JADIN.
Erfolgreiche Teilnahme: Parlamentspräsident Ferdel Schröder, Greffier Stephan Thomas sowie weitere Mitarbeiter der Parlamentsverwaltung nahmen Mittwochnachmittag am 17. Schwimm-Marathon teil. In der Schwimmhalle Eupen legte das Team des Parlaments binnen einer Stunde 337 Bahnen zurück. Für jede Bahn zahlen die Lions Clubs Eupen und St.Vith 20 Cent. "Wir unterstützen die große Solidaraktion sehr gerne und freuen uns, ein Teil der größten Breitensportveranstaltung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu sein", erklärte Ferdel Schröder nachdem er 62 Bahnen zurückgelegt hatte.

„Wir Liberale sind ein Garant für pragmatische Lösungen und wir scheuen uns nicht Verantwortungen zu übernehmen. Der Beste Beweis dafür ist, dass nur nach wenigen Monaten der Teilnahme der MR an den Regierungsverhandlungen die föderale Regierung zustande kommen konnte“, erklärte PFF-Vorsitzende Kattrin Jadin enthusiastisch beim Neujahrsempfang der PFF im „Atelier“ in Eupen.
Genauso schwungvoll wie Prinz Andreas I nebst Pagen und Hofstaat durch den Saal wirbelten, gaben die liberalen Redner eine Marschroute für das Wahljahr 2012 (Kommunal und Provinz) vor.
„Eupen fehlt es an einer klaren Zielsetzung der Projekte“, ärgerte sich die Sektionspräsidentin der PFF und Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans, und ergänzte: „So fehlt zum Beispiel eine klare Linie bei dem Projekt ‚Kombi-Bad‘, kostbare Zeit verstreicht nutzlos“. Des Weiteren brach Isabelle Weykmans eine Lanze für Eupens liberalen Bürgermeisterkandidaten: „Stärke, Ruhe und Erfahrung kennzeichnen unseren Spitzenkandidaten Karl-Heinz Klinkenberg, der mit seiner starken und kompetenten Listenmannschaft eine schlagkräftige Truppe bildet, die bereit, gewillt und in der Lage ist Eupen in eine bessere Zukunft zu führen“.
PFF-Vorsitzende Kattrin Jadin wies ebenfalls darauf hin, dass der Dialog mit der Bevölkerung seitens der aktuellen Eupener Mehrheit mangelhaft sei: „Die PFF wirkt diesem Mangel mit den bereits häufig durchgeführten Bürgerforen entgegen“, diese sollen auch in Zukunft fortgeführt werden, so Jadin.
Trotz und gerade wegen der großen Herausforderungen des vergangenen Jahres blickten alle Redner zuversichtlich und mit großem Tatendrang ins neue Jahr: „Viele Ereignisse des abgelaufenen Jahres, besonders der arabische Frühling, haben uns gezeigt, dass die Freiheit ein hohes Gut der Menschen ist. Und dieses Gut gilt es zu verteidigen“, so Alexander Miesen, Präsident der JFF. Oder wie es MR-Präsident Charles Michel es ausdrückte, „La population a soif de liberté - der Freiheitsdrang liegt in der Natur des Menschen, egal welcher Herkunft“.
Charles Michel versprach auch weiterhin die Belange der Bürger der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf allen Ebenen mit zu tragen. Laut des liberalen Politikers ist es zum Beispiel wichtig, dass die DG weiterhin über einen eigenen Gerichtsbezirk verfügt.
Des Weiteren freute sich die PFF-Vorsitzende Kattrin Jadin über die erfolgreiche Fortführung des Erwachsenenbildungsinstituts „LIFE“ mit Bernd Gentges als Präsidenten.
Musikalisch wurde der Abend von dem Chor „Alba Nova“ aus Malmedy begleitet, der die Veranstaltung mit der Brabançonne in den drei Landessprachen eröffnete.
Die Abgeordnete Kattrin JADIN
steht in ständigem Kontakt mit der Gebäuderegie und konnte so erfahren, dass
der Baubeginn des neuen Justizpalastes für 2012 geplant ist.
2010 war das Projekt
eingereicht worden und einige Monate später erhielten die Verantwortlichen eine
Baugenehmigung mit einigen minimalen charakterlichen Zugeständnissen. Ein Jahr
später wurde das Bauprojekt im Detail ausgebaut.
In diesem Jahr sollen dann
weitere Genehmigungen erteilt werden, um Ende des Jahres mit den Bauarbeiten
endlich beginnen zu können. Die Dauer dieser soll vom Promotor dann noch
festgelegt werden.
Kattrin JADIN freut sich über
das Voranschreiten des Projektes: „Endlich
haben wir einen konkreten Zeitrahmen erhalten und wissen, dass die Arbeiten in
naher Zukunft beginnen werden. Für den Standort Eupen ist dies eine sehr
positive Errungenschaft und vor allem dringend notwendig aufgrund des akuten
Platzmangels und der daran anknüpfenden räumlichen Umzüge. Mit dem Bau eines neuen Justizpalastes kann
zudem die Festigung und Notwendigkeit
der Beibehaltung eines eigenen Justizbezirks noch weiter unterstrichen werden.“
Die Abgeordnete möchte auch
weiterhin in diesem Dossier aktiv bleiben und den Kontakt zwischen den Behörden
stärken.