22.12.2011 - Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr


22.12.2011 - Kattrin Jadin befragt zu Auswahlverfahren für Kinesitherapeuten

Kattrin JADIN befragte in dieser Woche erneut die Gesundheitsministerin Laurette ONKELINX zu dem Auswahlverfahren, dem Kinesitherapeuten sich unterziehen müssen um eine INAMI-Nummer zu erhalten.

 

Um das angestrebte Kontingent einzuhalten, wurden in den letzten Jahren Prüfungen in der französischen und flämischen Gemeinschaft für Kines abgehalten, was dazu führte, dass einigen Kinesitherapeuten der Zugang zu einer INAMI-Nummer und somit zur Selbstständigkeit verwehrt bleibt.

 

Die Ministerin selbst äußerte sich kritisch zum Verfahren und gab an, dass bereits in der letzten Legislaturperiode de Überlegung anstand, das Verfahren aufzugeben, was aber aufgrund der vorläufigen Regierung und des nicht vorhandenen politischen Konsens nicht durchsetzbar war. Dennoch halte Sie daran fest, auf lange Sicht dieses Vorgehen abzuschaffen, dies allerdings in Konzertierung mit den Gemeinschaften und im Respekt der Bedingungen, die von der zuständigen Planungskommission hierzu vorgesehen wurden. Dies beinhaltet u.a. eine Quote der Gemeinschaften für die Kinesitherapeuten und eine Einführung einer Orientierungsprüfung während oder vor dem Studium. Im letzten ministeriellen Gremium habe es leider keinen Konsens diesbezüglich gegeben. Es werden aber weitere Versammlungen mit den Gemeinschaften in nächster Zeit anberaumt damit man zu einer globalen und ausgeglichen Lösung für alle komme, so die Ministerin.

 

Die Abgeordnete Kattrin JADIN äußerte sich kritisch:  „Die Zukunft von vielen jungen Kinesitherapeuten steht auf dem Spiel und das weiß die Regierung nicht erst seit gestern. Die Lösung kann es nicht sein einigen Betroffenen den Zugang zur Selbstständigkeit zu verwehren. Es muss eine schnelle Antwort gefunden werden und vor allem das Problem am Grund behandelt werden, nämlich bereits während des Studiums.“

 

Kattrin JADIN möchte im neuen Jahr eine weitere Frage hierzu einreichen, diesmal spezifisch zu den Möglichkeiten für deutschsprachige Kinesitherapeuten, auf die die Ministerin heute leider nicht eingegangen war.

 


13.12.2011 - 33.000 Objekte digitalisiert

„Bei der Digitalisierung des kulturellen Erbes läuft den Europäern die Zeit davon. Google ist ihnen in Geld, Erfahrung und Größe meilenweit voraus“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Anfang Dezember. Und „im gleichen Maß, wie die Menge des digitalisierten Kulturguts zunimmt, wächst auch das Bedürfnis nach einfachen und übersichtlichen Suchmasken, Objektdarstellungen und Verzeichnissen“, hieß es in dem Artikel weiter. Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat jetzt einen großen Schritt gemacht: Seit Freitag der vergangenen Woche ist das Internetportal www.dgkulturerbe.be online. Der Fachbereich Kultur, Archäologie und Denkmalschutz des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat seinen Bestand archiviert und inventarisiert und so eine interne Datenbank geschaffen, die nun in einem zweiten Schritt in ein Internetportal eingeflossen ist, das diese Inhalte der Öffentlichkeit präsentiert.

Aufgrund der recht breit gefächerten Arbeits- und Themenbereiche - Kultur, Archäologie und Denkmalschutz - ist das vorhandene Material vielseitig und umfangreich.

In einer ersten Phase der Digitalisierung des Bestands der verschiedenen Themenbereiche wurden unter anderem die Kunstwerke und die denkmalgeschützten Objekte wie Gebäude, Landschaften und Kleindenkmäler (Fotografien), Akten, Grabungspläne, -skizzen, und -funde, historische Karten, Gebäudepläne, Schwarz-Weiß-Fotografien, Dias, … digitalisiert.

2008 wurde mit dem Einscannen der Dokumente (Bilder, Photos, Zeitungsartikel, Postkarten, Bücher …) begonnen. Der heutige Datenbestand beläuft sich auf ungefähr 33.000 Objekte. Hierbei handelt es sich um 500 Gigabyte Grafikdateien.

Das Kulturerbearchiv der DG ist äußerst vielfältig und häufig miteinander vernetzt. So gehört beispielsweise ein Gemälde zu einem gewissen Objekt, etwa einer Kirche, der Künstler des Gemäldes wiederum ist ebenfalls in der Datenbank mit Zusatzinfos vorhanden. Wichtig ist also die Verknüpfung der Einzelobjekte miteinander, unabhängig vom jeweiligen Typ. Für jeden Datenbankeintrag wurde außerdem ein zweidimensionaler Quick-Response-Code mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten generiert.

„Wir haben ein zeitgemäßes, zukunftsfähiges Portal geschaffen, das einen jedem einen Blick auf Vergangenheit und Gegenwart des reichen Kulturerbes der DG gewährt“, freut sich Ministerin Isabelle Weykmans und weist darauf hin, dass es in absehbarer Zeit auch ein Kulturportal der DG geben wird, in welches das Kulturerbeportal eingebettet wird. „Vieles verschwand bis vor kurzem schnell in Archiven und wurde nicht mehr gesehen. Jetzt kann sich jeder interessierte Bürger umfassend informieren, über den Denkmalschutz, über die Archäologie in der DG, über Museen und Geschichtsvereine zum Beispiel, aber auch über das immaterielle Kulturerbe der DG. Ich habe die Hoffnung, dass dieses Portal nicht nur ein Ansporn an die Bürger der DG sein wird, sich mit ihrem Kulturerbe auseinanderzusetzen, sondern auch dazu stimuliert, eigene Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“


09.12.2011 - Geschenk der Deutschsprachigen Gemeinschaft an das Flämische Parlament - Ein Weihnachtsbaum aus Bütgenbach

Das hat Stil, solch eine Ehre kommt nur der Königsfamilie und Parlamentspräsidenten zuteil: Ein roter Teppich und grüßende Militärpolizei erwarteten im Foyer des Flämischen Parlaments eine Abordnung des Parlaments der DG und Vertreter der Gemeinde Bütgenbach. „Ein prächtiger Weihnachtsbaum aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, herzlichen Dank“, sagte der Präsident des Flämischen Parlaments, Jan Peumans. Gerade hat er die stattliche Tanne offiziell von DG-Parlamentspräsident Ferdel Schröder und einer Delegation der Gemeinde Bütgenbach in Empfang genommen und per Knopfdruck zum Leuchten gebracht.

Hintergrund dieser Aktion ist das in diesem Jahr begangene 40-jährige Jubiläum des Flämischen Parlaments. Für das Parlament an der Brüsseler Hertogstraat ist dies nach Amel und Raeren bereits der dritte Weihnachtsbaum aus der DG: „Der Baum ist wieder einmal herrlich. Er macht sich in diesem Jahr besonders gut angesichts der zahlreichen Gäste, die wir anlässlich unseres Jubiläums hier begrüßen können“, sagt der Vorsitzende Jan Peumans und weist dabei auf eine Plakette hin, die den Ursprung der Tanne verrät. Für Parlamentspräsident Ferdel Schröder ist der Weihnachtsbaum mehr als eine sympathische Geste: „Die Kooperation von Flandern und der Deutschsprachigen Gemeinschaft steht seit mehr als 25 Jahren auf soliden Füßen. Die Tanne ist als Zeichen der guten Zusammenarbeit und Freundschaft unserer beiden Gemeinschaften zu verstehen“.

Seitens der Gemeinde Bütgenbach nahmen Bürgermeister Emil Dannemark,  die Schöffen Charles Servaty und Paul Hermann sowie Gemeindesekretär Manfred Gillessen an der offiziellen Übergabe des Weihnachtsbaums teil.  

 

 


08.12.2011 - CALRE-Konferenz in L´Aquila / Abruzzen

Parlamentspräsident Ferdel Schröder hat die Konferenz der Präsidenten der regionalen gesetzgebenden Versammlungen in der Europäischen Union (CALRE) im italienischen L´Aquila besucht. Dies hat der Parlamentspräsident genutzt, um Kontakte zu anderen Vorsitzenden von Regionalparlamenten aufzubauen: „Konkret habe ich bei den deutschen und österreichischen Partnern aus Rheinland-Pfalz, Niederösterreich und Vorarlberg eine mögliche Teilnahme  unseres Parlaments an den Treffen der  Konferenz der Landtage besprochen“, sagt Ferdel Schröder. Darüber hinaus wurden die bestehenden Kontakte zu Rheinland-Pfalz gefestigt: „Mit der Vize-Präsidentin des Landtages und Mitglied des Ausschusses für Europafragen, Hannelore Klamm, haben wir im Frühjahr 2012 ein gemeinsames Treffen der zuständigen Ausschüsse in Mainz vereinbart. Hierbei wird es um die Auswirkungen des von der EU angestrebten Subsidiaritätsprinzips auf regionaler Ebene gehen.“

An der zweitägigen  Konferenz nahmen auch Vertreter aus Politik und Verwaltung der anderen belgischen Regional- und Gemeinschaftsparlamente teil, darunter FranÇoise Dupuis (Präsidentin des Parlaments der Region Brüssel-Hauptstadt) und Jan Peumans (Präsident des Flämischen Parlaments), der die belgische Delegation koordinierte. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft in der vor zwei Jahren von einem schweren Erdbeben mit unzähligen Opfern heimgesuchten Stadt in den Abruzzen stand die verbesserte Beziehung zwischen interregionalen Vereinigungen der EU, die wichtig sei zur Vorbereitung und Durchführung der Kohäsionspolitik der EU auf regionaler Ebene: „Nur auf regionaler Ebene ist es möglich, die regionalen und lokalen Besonderheiten  sowie Bedürfnisse richtig und entsprechend einzuschätzen“, heißt es unter anderem in der Schlusserklärung der CALRE von L´Aquila.

Hintergrund: CALRE, was ist das?

Die CALRE existiert seit 15 Jahren und ist die Konferenz der Präsidenten der regionalen gesetzgebenden Versammlungen in der Europäischen Union. Die CALRE gilt als Sprachrohr der europäischen Regionalparlamente mit Gesetzgebungsbefugnis.

Ihr sind insgesamt 74 Regionalparlamente aus 8 Ländern der EU angeschlossen: die Parlamente der Autonomen Gemeinschaften Spaniens, die Italienischen Regionalräte, die Gemeinschafts- und Regionalparlamente Belgiens, die österreichischen und deutschen Länderparlamente, das autonome Parlament der Ålandinseln (Finnland), die regionalen Versammlungen der Azoren und Madeiras (Portugal) sowie die Parlamente von Schottland, Wales und Nordirland (Vereinigtes Königreich).

Das Hauptziel der CALRE besteht darin, die Bedeutung und die Rolle der Regionalparlamente in Bezug auf den europäischen Einigungsprozess zu stärken: Die Regionalparlamente sollen dabei insbesondere auf der Grundlage des so genannten Subsidiaritätsprinzips bei der Ausarbeitung der europäischen Gesetzgebung aktiv beteiligt sein und somit die demokratische Kontrolle des Gesetzgebungsverfahrens auf regionaler Ebene gewährleisten. Zur Erinnerung: Dem Subsidiaritätsprinzip zufolge soll die Europäische Union nur das regeln, was auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene nicht ausreichend verwirklicht werden kann. Die CALRE macht sich schließlich für die Wahrung der kulturellen Vielfalt der Regionen Europas stark. 


01.12.2011 - Kattrin Jadin entsetzt über Haltung des Justizministers: Abschafung der Prämie der Zweisprachigkeit im Gefängnis Verviers

Auf eine schriftliche Frage von Kattrin JADIN zur Prämie der Zweisprachigkeit im Gefängnis von Verviers antwortete der Minister für Justiz negativ. Das Justizministerium hatte beschlossen, die Prämie für zweisprachige Beamte im Vervierser Gefängnis abzuschaffen. Die Prämie war speziell für deutschsprachige Beamte geschaffen worden, die sich im Gefängnis sowohl in Französisch als auch Deutsch verständigen.

Da im Gefängnis von Verviers auch deutschsprachige Insassen sitzen, war es bislang immer von Vorteil gewesen, auch deutschsprachige Wärter zu beschäftigen. Denn einige Insassen sind nur der deutschen Sprachen mächtig.

Der Justizminister bestätigte die Abschaffung der Prämie, die bislang für drei zweisprachige Beamte ausgezahlt wurde. Begründung des Ministers sei, dass es bislang keine legale Basis für die Auszahlung gegeben habe. Im Bezug auf das Gesetz zum Sprachengebrauch, situiere sich das Gefängnis von Verviers in einer einsprachigen Region in der französisch gesprochen werde. Dies sei somit die einzige Sprache und es gebe keinerlei Möglichkeit deshalb zusätzliche Prämien zu überweisen. Es bestehe keinerlei Notwendigkeit, so DE CLERCK zweisprachiges Personal im Gefängnis von Verviers zu haben. Die Problematik der deutschsprachigen Gefangenen sei nicht neu und könnte durch den Bau eines Gefängnisses in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gelöst werden, was aber aufgrund des derzeitigen Haushalts nicht möglich sei.

Es ist ein Hohn des Justizministers zu behaupten, dass man im Gefängnis von Verviers keine zweisprachigen Wärter nötig habe. Es saßen genügend deutschsprachige Insassen im dortigen Gefängnis. Wärter, die zweisprachig sind, kann man sich doch nur wünschen, aber stattdessen flüchtet der Minister sich in eine Märchenwelt eines Gefängnisbaus in der DG. Eine Entlohnung derjenigen, die zusätzliche Sprachenkenntnisse gegenüber ihren Kollegen haben, ist doch nur natürlich. In den beiden anderen Landesteilen verwehrt man sicherlich keine zweisprachigen Wärter. Ich bin sehr entsetzt über diesen Umgang mit der dritten Landessprache“, so Kattrin JADIN.

Die Abgeordnete möchte hierzu demnächst einen Gesetzesvorschlag einreichen.  

 

 


30.11.2011 - Euregionale Szene trifft sich im Triangel - Jugendkultur im Fokus

WIR/NOUS/WIJ, die euregionale Kulturplattform, trifft sich 2011 zum fünften Mal. Thema der Veranstaltung am 14. Dezember in Sankt Vith wird die Jugendkultur sein. Wikipedia definiert Jugendkultur wie folgt: Als Jugendkultur werden die kulturellen Aktivitäten und Stile von Jugendlichen innerhalb einer gemeinsamen Kulturszene bezeichnet. Der Kern einer Jugendkultur ist die Etablierung einer eigenen Subkultur innerhalb einer bestehenden Kultur der Erwachsenen, da diese den Heranwachsenden keine sie befriedigenden Ausdrucksmöglichkeiten für ihr als neu empfundenes Lebensgefühl anbietet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Vorstellung von Best-Practice-Beispielen von Jugendkultur(-projekten) aus der Euregio Maas-Rhein. Die anschließende Debatte zwischen Jugendlichen, Politikern und Jugendarbeitern soll unter anderem dazu dienen, der Politik Impulse und Ideen zu geben für eine bessere Förderung.

 
hier finden Sie das Faltblatt


Mit der 5.Ausgabe von WIR/NOUS/WIJ möchten die Veranstalter der Jugendkultur in der Euregio Maas-Rhein mehr Sichtbarkeit verleihen sowie grenzüberschreitenden Austausch und Kooperationsprojekte anregen.

Herzlich eingeladen dazu sind insbesondere Aktive aus der Sparte "Jugendkultur" - Jugendliche, Jugendkultur-Organisatoren, aber natürlich auch Verantwortliche aus Kulturverwaltung und Kulturpolitik.

Das Treffen wird mit Simultanübersetzung in alle drei Sprachen (D, NL, F) ausgerichtet. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldungen sind verpflichtend und werden bis 7. Dezember 2011 unter folgender E-Mail-Adresse entgegen genommen: sandra.josten@dgov.be

DAS VORLÄUFIGE PROGRAMM *(Beginn 14 Uhr)

Impulsreferate

Jugendkultur 2.0, Stijn Bannier
Titel des 2. Referats noch offen

Jugendkultur live mit

Poetry Slam, Breakdance, Jeugdcircus

Vorstellung von Best-Practice-Projekten

Une autre Carmen (Oper / Lüttich)
Valises en transit (Bildende Künste / Lüttich)
2. eureg. Jugendfilmfestival (Film / Regio Aachen)
Art Attack! (Cross over / Regio Aachen)
Nederlandse talenakademie (Euregio-Slam! / Limburg NL)
Kunstbende (Kulturwettbewerb / Limburg NL)
Limbomania (Popmusik und mehr / B-Limburg)
KPMcup (Skateboardmeisterschaft / B-Limburg)
Bandcamp (Musik / DG)
Junge Agora (Theater / DG)

Diskussionsrunde mit Politikern und Akteuren

Umtrunk (ab 17 Uhr)

 

 


29.11.2011 - Handhabung der belgischen Justizbehörden zum Antritt von Haftstrafen

Kattrin JADIN befragte in der Plenarsitzung vom 24. November den Justizminister zu einer kuriosen Geschichte, die am vergangenen Mittwoch in der Presse erschien.

Die Geschichte beschreibt den Fall einer Frau, die im April 2010 wegen versuchten Mordes an ihrem Mann verurteilt wurde, jedoch erst letzten Donnerstag von der Justiz eingeladen wurde ihre Haft anzutreten, 14 Monate also nach ihrer Verurteilung. Genau dieses Vorgehen hat die verurteilte Frau gegenüber dem Staat eingeklagt. Die Angelegenheit wird nun verhandelt, dennoch wurde die Aufforderung zur Antretung der Haftstrafe nicht aufgehoben.

„Welchen Ausweg auch immer die Justiz für diesen Fall finden wird. Dieses Vorgehen wirft jedoch Fragen auf im Bezug auf die effektive Anwendung von Strafen. Dieses Problem erweckt ganz allgemein Fragen zur Effizienz der belgischen Justiz“, so JADIN im Plenum der Kammer. 

Diesbezüglich hat die Abgeordnete den Minister zu den Normen und dem generellen Umgang zwischen dem Zeitraum der Verurteilung und dem Haftantritt befragt, aber auch warum es in diesem speziellen Fall so weit kommen konnte und welche Lösungen DE CLERCK hier vorsehe.

Der Justizminister sieht vor allem die unterschiedlichen Anwendungen der einzelnen Justizbezirke hierfür verantwortlich. Antwerpen brauche beispielsweise bis zu 2 Monate, während in Lüttich das Schreiben zum Haftantritt bereits eine Woche nach der Verurteilung ausgeschrieben werde. Er erwähnte zudem die Überbevölkerung der belgischen Gefängnisse, die er indirekt für diese Problematik verantwortlich machte. Des Weiteren aber sei er sich der großen Rolle des Ministeriums an dieser Stelle bewusst.

Kattrin JADIN entgegnete dem Minister, dass es auch ausreichender finanzieller und personeller Mittel in allen Justizbezirken bedürfe um solche Probleme einzudämmen.


25.11.2011 - „Life“ – Veranstaltung vom 22.11.2011 - "Migration und Entwicklungshilfe- Chancen und Herausforderungen"

Zu Beginn der Veranstaltung zeigten sich  Kattrin Jadin und Bernd Gentges erfreut über den regen Besuch und skizzierten kurz die Aufgaben, die „LIFE“ wahrnehmen will.

Ziel von "LIFE"  ist es, die politische Diskussion zu brennenden gesellschaftlichen Themen zu beleben.

Die Ergebnisse der Gesprächsrunden  zum Thema Migration und Entwicklungshilfe  werden zweifellos auch in ihre parlamentarische Arbeit einfließen, erklärte Kattrin Jadin.

Die erste Diskussionsrunde vom 22.11 sollte, einen Überblick verschaffen über die Fragen, die sich im Zusammenhang  mit der zunehmenden Migration einerseits und der Entwicklungszusammenarbeit anderseits stellen.

Zur Debatte stand die Feststellung mehrerer internationaler  Experten, dass die Lösung des Migrationsproblems nicht nur in mehr Entwicklungshilfe bestehe.

Auf dieses Thema ging besonders Frau Gisela Wahle, die Geschäftsführerin der Caritas Gruppe VOG, St.Vith, ein. Frau Wahle war 20 Jahre in der Entwicklungshilfe in Afrika tätig. Ziel der „besseren Entwicklungshilfe“ muss die Selbstversorgung sein, so Frau Wahle.

In manchen Ländern ist die Entwicklungshilfe in die Kritik geraten. Fachleute und vor allem Ökonomen, besonders in Afrika, behaupten, sie sei keine Lösung für die Entwicklungsländer. Das mag für bestimmte Formen staatlicher Hilfe stimmen, für die privaten Initiativen gilt das auf keinen Fall. Das stimmt beispielsweise ganz bestimmt nicht für die Aktion „Ritas kleine Schritte in Malawi“, die eindrucksvoll van Cris van Beek vorgestellt wurde. Hier fließt jeder Cent in konkrete Projekte vor Ort. Das ist nicht bei allen Initiativen der Fall, wie René Kalfa, der Direktor der Verbraucherschutzzentrale berichtete. Er hat an Entwicklungsprojekten in Marokko und Algerien gearbeitet.

Der Präsident der JFF, Alexander Miesen sieht in der Immigration Chancen, nicht nur für die Migranten, sondern auch für die Gastländer. Der drohende Facharbeitermangel beispielsweise könne durch eine gezielte Einwanderung eingedämmt werden. Die Migranten müssten allerdings auch Integrationsbereitschaft zeigen.

Roger Erkens, Beamter im Ministerium der DG, Fachbereich Außenbeziehungen, gab interessante Erklärungen zur Regelung der Bezuschussung durch die DG von Projekten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Die DG gibt Zuschüsse nur an private Organisationen, nicht an staatliche.

Bei der anschließenden  Diskussion wurde mehrmals der Wunsch nach zusätzlichen Informationen geäußert. Auch wurde eine ganze Reihe von Fragen gestellt, deren detaillierte Beantwortung einige Recherchen erfordern. Damit wurde ein weiterer Aufgabenbereich von „LIFE“ angesprochen.

Die von Sachkenntnis, Erfahrung und starkem Engagement geprägten Kurzreferate haben bei manchem Teilnehmer ein nachhaltiges Interesse geweckt.

Deshalb wird „LIFE“ die Gesprächs-und Diskussionsrunden zum Thema Immigration und Entwicklungszusammenarbeit fortsetzen und weitere Fachleute zur Bearbeitung  und Vertiefung der einzelnen aufgeworfenen Fragen hinzuziehen.


24.11.2011 - Annulierung der Hilfeleistungszonen der Provinz Lüttich Ministerin TURTELBOOM garantiert die Ausbezahlung der Subsidien

Auf eine mündliche Frage von Kattrin JADIN im Innenausschuss in dieser Woche antwortete die Ministerin, dass sich die Annullierung der Aufteilung der ursprünglich beschlossenen Hilfeleistungszonen nur auf die Hilfeleistungszonen der Provinz Lüttich auswirkt und alle anderen Provinzen nicht betroffen seien.

Die Aufhebung der Aufteilung war durch ein kürzlich gefälltes Urteil des Staatsrates zustande gekommen, die einige Gemeinden wegen Unzufriedenheit eingeklagt hatten. Die Ministerin hat den Provinzgouverneur deshalb gebeten, nochmals alle betroffenen Gemeinden zu Rate zu ziehen. Michel FORET hat zu diesem Zweck eine Informationsversammlung mit allen betroffenen Bürgermeistern anberaumt, die am 8. November stattfand. Es wurde festgelegt, dass ein beratendes provinziales Komitee hierzu Anfang des ersten Trimesters 2012 stattfinden soll.

Bei der mündlichen Frage der Abgeordneten JADIN versicherte die Innenministerin, dass die Annullierung der Hilfeleistungszonen in der Provinz Lüttich keinerlei Auswirkungen auf die realisierten Investitionen der betroffenen Feuerwehren habe. Alle Subsidien, die an dem ursprünglichen Beschluss gekoppelt waren, werden ausgezahlt, so Frau TURTELBOOM.

Kattrin JADIN zeigte sich zufrieden: „Ich werde weiterhin dieses Dossiers aufmerksam verfolgen, denn auch für die Feuerwehren der DG mit ihrer sprachlichen Spezifizität kann das Staatsraturteil zu Anpassungen führen. Für den Moment bin ich allerdings zuversichtlich für unsere Region, vor allem weil endlich klar ist, dass bereits ausbezahlte Subsidien, die eventuell schon in Investitionen verplant wurden, nicht rückerstattet werden müssen. Für die Umsetzungen und Planungen der Feuerwehren ist dies natürlich eine sehr positive Antwort.“


24.11.2011 - Stellungnahme zur politischen Situation in Belgien - Der Jugend geht die Luft aus!

Das vermeintliche Scheitern der Regierungsverhandlungen in Brüssel verurteilt die JFF aufs Schärfste.

Jahrelang hat man in Belgien, besonders unter den Regierungen von J-L Dehaene und G. Verhofstadt eine konsequente Sparpolitik betrieben, die dazu führte, dass wir unsere Staatsschuld von über 130% des BIP auf 84% im Jahr 2007 drücken konnten. Wir waren auf einem guten Weg, endlich nicht mehr auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben und ihnen den Handlungsspielraum zu ermöglichen, der ihnen gebührt. 2008 dann machte uns die Finanz- und Wirtschaftskrise einen Strich durch die Rechnung und seitdem müssen wir zusehen wie unsere Staatsschuld sich wieder an die 100% Marke herantastet. Nebenbei bemerkt, bewegte und bewegt sich Belgien mit dieser gigantischen Schuld außerhalb der Maastricht-Kriterien die zur Stabilisierung der Währungsunion in Europa beitragen soll(t)en. Der Europäische und weltweite Wirtschafts- und Finanzkontext setzt unser Land zusätzlich unter Druck: Hohe Zinsen auf Staatsanleihen, Stagnation der Weltwirtschaft, Bedrohung des Euros,… Dies alles führt dazu, dass große Teile der mühsamen und langwierigen Sparpolitik Belgiens zu Nichte gemacht werden.

Neben diesen finanzpolitischen und wirtschaftlich schwierigen Kontexten wurde unser Land in eine tiefe gemeinschaftspolitische Krise manövriert. Extreme flämische Forderungen auf der einen Seite und totale Blockade „im Namen des Minderheitenschutzes“ auf der anderen Seite brachten unser Land dazu, dass wir nicht nur erst seit beinahe 530 Tagen keine vollwertige Regierung mehr haben, sondern auch, dass wir im Grunde (spätestens seit den Wahlen 2007) von einer Krise in die nächste straucheln. Doch es gab Hoffnung, als sich Flamen und Frankophone endlich über die großen Punkte der Staatsreform einigten: Spaltung von BHV, Übertragung neuer Kompetenzen und das Finanzierungsgesetz.

Und jetzt das! Ausgerechnet beim politischen Kerngeschäft, dem sozio-ökonomischen Programm der Legislaturperiode (oder was von ihr übrig bleibt), verheddern sich die Verhandlungs-„partner“ derart, dass Belgien und seine Bevölkerung an den Abgrund getrieben werden. Anstatt sich angesichts der vielen Bedrohungen zusammen zu raufen, werden nun fleißig gegenseitige Schuldzuweisungen in die Kameras und Mikrophone der Presse ausgesprochen. Mit Staatsraison hat dies nichts zu tun, eher damit, dass sich gerade eine ganze politische Generation überflüssig macht!

Die JFF ruft eindringlich dazu auf sich wieder an den Verhandlungstisch zu setzen und zu Potte zu kommen, denn mittlerseile ist nicht nur die Geduld der Bevölkerung am Ende, sondern wird diese ganze Misere auf dem Rücken heutiger und vor allem zukünftiger Generationen ausgetragen, die irgendwann die teure Zeche zahlen müssen. Der Jugend die Luft auf diese unverschämte Weise abzuschneiden ist an Verantwortungslosigkeit nicht zu toppen!

Alexander Miesen
Präsident der JFF


22.11.2011 - Kronprinzessin Mathilde in Eupen

Parlamentspräsident Ferdel Schröder empfing die Ehrenpräsidentin von Unicef-Belgien im Beisein zahlreicher Schüler gemeinsam mit Provinzgouverneur Michel Foret, Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, Unterrichtsminister Oliver Paasch, Gesundheits- und Sozialminister Harald Mollers sowie Eupens Bürgermeister Elmar Keutgen. Prinzessin Mathilde verfolgte interessiert die von der Klassenlehrerin Ingrid Fickers geleitete Unterrichtsstunde im Beisein von Schulleiter Elmar Gries. Das Thema Kinderrechte stand im Mittelpunkt der liebevoll durchgeführten Unterrichtseinheit anlässlich des Internationalen Tages des Kindes. „Wir wünschen, dass jedes Kind Unterricht folgen kann“, „Jedes Kind braucht sauberes Wasser und saubere Toiletten“, „Jedes Kind darf seine Meinung äußern“, waren Schlagworte, die die Fünftklässler der Prinzessin und den anwesenden Politikern mit auf den Weg gaben.
Mit der herrlichen Interpretation des Michael Jackson-Hits „We are the world“ gab der Schulchor des Königlichen Athenäums Eupen den Gästen einen schönen Ohrwurm mit auf den Heimweg.

Die Prinzessin weilte eine Stunde in Eupen ehe sie noch eine weitere Schulen im Laufe des Tages besuchte.

 


22.11.2011 - Ungarischer Botschafter in St. Vith

Ferdel Schröder, Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft, hat sich mit dem Ungarischen Botschafter, S.E.H. Zoltán Hernyes, in St.Vith getroffen. Bei einem von Freundschaft geprägtem Gespräch wurde sich rege ausgetauscht und verschiedene Themen angesprochen. Hierzu gehörte etwa die Tatsache, dass Ungarn seit jeher sprachlichen und kulturellen Minderheiten Platz einräumte: „Diese historische Tatsache liegt auch darin begründet, dass Ungarn durch Migrationsströme früherer Jahrhunderte in aller Herren Länder ein Zuhause gefunden haben. Darum sind wir Ungarn im Gegenzug auch gerne gastfreundlich“, erklärte Zoltán Hernyes. Rund fünf Millionen Ungarn im Ausland stünden rund 10 Millionen Einwohnern der Republik Ungarn gegenüber. Die Deutschsprachige Gemeinschaft unterhält seit fast zehn Jahren Jahren eine mehr als freundschaftliche Beziehung zu Ungarn: Im Jahre 2002 wurde ein Rahmenabkommen geschlossen. Dies beinhaltet die Zusammenarbeit in den Bereichen Jugendpolitik, Kultur, Sport, Bildung, Wirtschaft und Fremdenverkehr. Neben der Zusammenarbeit zwischen der DG und der westungarischen Universität Györ sind auch erfolgreiche Projekte wie beispielsweise in der Förderung autistisch behinderter Menschen in der früheren Sonderschule IDGS in Eupen (heutiges Förderkompetenzzentrum) zustande gekommen.

Jüngste Frucht der freundschaftlichen Beziehungen ist die am 28. und 29. April 2012 im St.Vither Messezentrum Triangel stattfindenden Weinmesse Trivinum: Bei dieser 2. Auflage wird Ungarn das Partnerland sein und neben hervorragenden Rebensäften sicherlich auch touristische und einige kulinarische Highlights präsentieren.

Ein Mittagessen mit dem Botschafter und seiner Gattin Gabiella Solti im Rahmen der traditionellen Ungarischen Woche im St.Vither Hotel-Restaurant „Am Steineweiher“ trugen zum gelungenen Abschluss des Besuchs des Botschafters im Süden der DG bei: Original Kesselgulasch und Live-Violinenklänge von ungarischen Musikern durften neben anderen Köstlichkeiten natürlich nicht fehlen.


21.11.2011 - Kattrin JADIN interveniert zur Anbringung von Defibrillatoren als lebensrettende Maßnahme

Im Gesundheitsausschuss erkundigte sich die Föderalabgeordnete zur Thematik der Anbringung von Defibrillatoren an öffentlichen Plätzen.

Bis zu 15.000 Personen sind jährlich von einem Herzinfarkt betroffen, bei dem die schnelle erste Hilfe von großer Bedeutung ist. Es existieren bereits Geräte, die auch von Laien bedient werden können.

Kattrin JADIN erachtet es deshalb als sehr wichtig, ähnliche Maßnahmen in Belgien zu treffen wie es bereits einige Nachbarländer getan haben, nämlich Defibrillatoren an öffentlichen Plätzen anzubringen und dies teilweise verpflichtend zu machen.

Der zuständige Staatssekretär DELIZEE antwortete, dass die Ministerin hierzu bereits im Juli ein entsprechendes ministerielles Schreiben im belgischen Moniteur veröffentlicht habe. Dieses enthalte die letzten Empfehlungen des europäischen Rates der Reanimation. Nach diesem sind vor allem folgende öffentliche Plätze für die Anbringung der Geräte geeignet: Justizpalast, Krankenhaus, Gefängnis, Fitnesscenter, Industriezonen, Bahnhöfe…

Gemeinden, die sich entschließen mehrere Defibrillatoren anzubringen sollten die Kommission zur Notfallhilfe konsultieren, die für eine solche Wahl beratend zur Seite stehe.

DELIZEE versicherte aber, dass bislang kein Projekt einer europäischen Direktive diesbezüglich geplant sei.

Die Abgeordnete freute sich sehr über die Initiative und riet an, dieses Projekt mit einer nächsten Regierung anzugehen.


10.11.2011 - PFF und FDP unterwegs auf dem Schmugglerpfad

Am Sonntag, 06. November 2011, haben sich in Hergersberg (Gemeinde Büllingen) Vertreterinnen und Vertreter der Büllinger und Bütgenbacher Lokalsektionen der PFF sowie der FDP aus Hellenthal zu einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Herbstwanderung getroffen. Zu Beginn begrüßten Peter Rauw (FDP) und Alexander Miesen (PFF) alle Teilnehmer und erläuterten kurz die Geschichte des Schmugglerpfads, der von der Dorfgemeinschaft Hergersberg-Allmuthen zu touristischen aber auch eigennützigen Zwecken für die Dorfbevölkerung neu eröffnet wurde. Nicht zu Letzt hatten die Kontakte zwischen der PFF Büllingen und der FDP Hellenthal  dazu beitragen können, einige administrative Hürden für dieses kleine grenzüberschreitende Projekt zu nehmen. So funktioniert Europa nicht nur auf den großen politischen Bühnen, sondern auch in der kleinen alltäglichen Gestaltung des Lebensumfeldes. Neben etwa 25 Teilnehmern konnte auch der Landtagsabgeordnete und ehemaligen Nordrheinwestfälische Innenminister Dr. Ingo Wolf begrüßt werden.

Im Anschluss an die ca. einstündige Wanderung besichtigten die Teilnehmer das Sägewerk HILO-Holz in der Industriezone Losheim. Der Geschäftsführer und Mitbegründer des Unternehmens, Otto Perings, führte die interessierten Besucher während eineinhalb Stunden über das Werksgelände. Nicht schlecht staunte dabei so manch einer, wie sehr sich dieser Betrieb seit seiner Gründung 1992 weiterentwickelt hat. Nicht nur die Kapazität des Sägewerks ist seit 1993 verdreifacht worden, sondern hat sich auch das Angebot der Firma HILO-Holz vervielfältigt. So werden etwa neben dem Sägebetrieb auch Paletten produziert. Die Besichtigung stieß auf reges Interesse, denn auch aus poltischer Sicht war es interessant einmal einen holzverarbeitenden Betrieb genauer kennen zu lernen, ist doch der Holzsektor einer der wichtigsten Industriesektoren der Eifel. Neben der Veredlung vor Ort finden bei HILO-Holz ca. 70 Personen eine Arbeitsstelle und nicht zu Letzt spielt der Holzsektor für die Gemeindekassen eine wesentliche Rolle.

Nachdem die Teilnehmer der FDP und der PFF sich herzlich bei Otto Perings für die interessante Führung bedankten, ließen sie den Nachmittag in gemütlicher Runde, bei Kaffee und Kuchen, im Landgasthof Balter ausklingen. Schon bald soll diese Art eines grenzüberscheitenden Zusammentreffens der Liberalen wiederholt werden.


07.11.2011 - LIFE lädt eine zu aktueller Thematik – diskutieren Sie mit!

LIFE lädt eine zu aktueller Thematik – diskutieren Sie mit!

Die teils massive Immigration der letzten Jahre in Belgien und der EU ist auch in der DG ein Thema.  Als Alternative zur Migration wird oft die Entwicklungshilfe genannt. Den Menschen in den Entwicklungsländern soll vor Ort geholfen werden, damit sie nicht auswandern müssen, um ihren Familien und sich selbst zu ermöglichen ein menschenwürdiges Leben zu führen. Die Frage ist wie?

Die Einwanderung wird allerdings trotz verstärkter Entwicklungshilfe zunehmen und die damit verbundenen Herausforderungen werden groß sein. Diese Entwicklung bietet aber auch Chancen. Wir wollen eine Diskussion über die zu treffenden Maßnahmen  und deren Durchführbarkeit  bzw. Finanzierbarkeit anstoßen.

Das Liberale Institut für Fort – und Erwachsenenbildung lädt Sie herzlich zur Auftaktveranstaltung seiner Seminar und Diskussionsreihe ein:

„Entwicklungshilfe und Immigration – Chancen und Herausforderungen“

Am Dienstag, den 22. November um 19.30 Uhr im Hotel Bosten

Die Veranstaltung vom 22. November ist der Auftakt für eine Reihe von Diskussionsrunden mit Fachleuten und Organisationen, die sich mit Ansätzen zur Lösung der sich stellenden Probleme beschäftigen. Sie sind herzlich eingeladen, sich aktiv an unserem Sensibilisierungsprojekt zu beteiligen. Es würde uns freuen, wenn Sie am 22. November im Hotel Ambassador Bosten zu uns stoßen würden, um den Start eines zukunftsorientierten Projekts mitzugestalten!

Lassen Sie uns zusammen nach Möglichkeiten und Antworten suchen!  Nur im Dialog können wir die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft angehen…


26.10.2011 - Kattrin JADIN interveniert in der Plenarsitzung zu Streichung von Zügen bei der SNCB

Die Abgeordnete JADIN nahm die letzte Plenarsitzung zum Anlass die zuständige Ministerin VERVOTTE zur aktuellen Thematik der Streichungen von Zügen bei der SNCB zu befragen. Rund 170 Linien sind von den Sparmaßnahmen betroffen.

JADIN fragte die Ministerin diesbezüglich, ob diese andere Alternativen des Sparens angedacht habe, als die Streichung von Zügen. Sie ging dabei auf die Prestige-Kosten der Holding ein, die oftmals große Summen für Veranstaltungen wie Konzerte und Ähnliches ausgebe. Besonders für die Region Verviers befürchtet JADIN starke Konsequenzen für die Bahnreisenden und Bahnangestellten.

Ministerin VERVOTTE, die sich zahlreichen Fragen diesbezüglich stellen musste, erwähnte die Wichtigkeit der Debatte, die dringend zu führen sei, auch wenn dies keine dankbare Aufgabe sei, sei sie jedoch notwendig. Der Verwaltungsrat habe den neuen Restrukturierungsplan gutgeheißen und neue richtungsweisende Beschlüsse getroffen. Auch werden große Sparmaßnahmen bei der Sncb Holding unternommen, so die Ministerin, der Sparkurs werde also nicht nur auf die Verbraucher abgewendet. Sie betonte ausdrücklich, dass festgestellt wurde, dass 60% der belgischen Züge nicht kostendeckend seien, es aber zum öffentlichen Auftrag gehöre dennoch einen Großteil dieser Mobilität zu gewährleisten. Ihr sei klar, so VERVOTTE, dass die Frage nach Mobilität wachse, dennoch müsse diese haltbar und ausführbar sein. Einsparungen seien bei den ICT-Kosten (Technologien), durch die Produktsteigerung der Ateliers und durch Ersatzsysteme bei Verwaltungssystemen ebenfalls vorgesehen (insgesamt 72 Millionen Euro). Das Inkrafttreten des Planes sei erst ab Dezember 2012 geplant, bis dahin werde man noch andere Alternativen prüfen.

JADIN zeigte sich nicht überzeugt von dieser Antwort: „Ich habe die Ministerin erneut an die Wichtigkeit von langfristigen Zugverbindungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft erinnert und ihr mitgeteilt, dass eine Vielzahl von Bürgern der DG die Strecke zur Arbeit durch die Nutzung eines Zuges zurücklegen. Des Weiteren finde ich es skandalös, was Jugendlichen aus unserer Region passiert ist, die durch Streichung von zwei Zügen nicht mehr die Möglichkeit hatten am Abend nach Hause zu fahren und denen keinerlei Alternativen geboten wurden. Hierzu werde ich die Ministerin erneut in Kürze befragen.“


24.10.2011 - Kattrin JADIN sorgt sich um Hilfeleistungszone der DG

Die Abgeordnete Kattrin JADIN ist besorgt über die Zukunft der Hilfeleistungszonen in Belgien, insbesondere der DG. Ein Urteil des Staatsrates, das am 23. September aufgrund der Forderung einiger Gemeinden die über diese Aufteilung nicht zufrieden waren, getroffen wurde, annulliert die Aufteilung der Provinz Lüttich in neue Hilfeleistungszonen.

In Ausführung der Feuerwehrreform von Mai 2007 teilt ein königlicher Erlass von Februar 2009 Belgien in 32 neue Hilfeleistungszonen ein. Damit sollte das Prinzip der „schnellstmöglich angemessenen Hilfe“ eingeführt werden.

Aufgrund der sprachlichen Spezifizität der DG wurde den neun ostbelgischen Gemeinden eine Sonderbehandlung zugestanden, sich zu einer Zone zusammenzuschließen. Seit Ende Oktober 2010, mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Umsetzung der Feuerwehrreform, nahm die Umsetzung endlich konkrete Formen an und die ersten 32 neuen Hilfeleistungszonen wurden operationell.

„Durch die Einrichtung größerer Zonen können die Einsätze der Feuerwehren schneller und zielgerechter erfolgen. Auch für die Sicherheit der Bürger und Feuerwehrleute ist dies ein enormer Fortschritt“, so JADIN zum Zusammenschluss der Zonen.

Die damalige Finanzübertragung an die Zonen der DG von 240.384 Euro sieht JADIN ebenfalls in Gefahr: „Es ist nachvollziehbar, dass die einzelnen Feuerwehren der DG dieses Geld direkt in die Anschaffung von fehlendem Material gesteckt haben, schließlich ist die Unterstützung diesbezüglich vom Föderalstaat nicht zufriedenstellend um den Bedarf abzudecken. Jetzt wo die Zoneneinteilung neu überarbeitet wird oder sogar erstmal komplett annulliert ist, habe ich die Befürchtung, dass diese Gelder zurückerstattet werden müssen, was teilweise gar nicht mehr möglich sein wird.“

Kattrin JADIN hat deshalb eine Frage an die zuständige Ministerin TURTELBOOM eingereicht zur Zukunft der Hilfeleistungszonen. Darin befragt sie die Ministerin was dieses Urteil nun für die Hilfeleistungszonen der anderen Provinzen bedeute und ganz konkret für die Deutschsprachige Gemeinschaft.

„Ich hoffe, dass ich eine konkrete und aussagekräftige Antwort von der Ministerin erhalte. Ich möchte den Feuerwehren in unserer Region eine klare Aussage übermitteln können, die sich momentan in einer starken Unsicherheit befinden, dies auch im finanziellen Sinne“, so JADIN.


21.10.2011 - Kattrin JADIN zu Besuch bei der Peter MÜLLER Gmbh in Möderscheid

Bei Peter Müller steht die Verarbeitung von Holz im Mittelpunkt. Sei es für den Koppelzäune und Tore, sowie für Pfähle für den Obst- und Weinanbau oder die Herstellung von Holzkonstruktionen. Die 30-jährige Firmengeschichte zeigt, hochwertiges Holz, das richtig verarbeitet ist, bietet eine dauerhafte Qualität und Nachhaltigkeit.

 

Die Tätigkeit von Gründer Peter MÜLLER nahm in Möderscheid mit der ersten Produktion von Obstpfählen seinen Anfang. Aufgrund der großen Nachfrage musste die Produktionsstätte jedoch schnell vergrößert werden und Imprägnierkessel, Trockenkammern und Sortieranlagen kamen hinzu. In den 90er Jahren wurde dann mit der Produktion und Aufbau von Koppelzäunen und einige Jahre später wurde auch das Geschäft mit den Holzrahmenbauten begonnen. Am 27/01/2009 übernahmen die langjährigen Mitarbeiter Kurt Faymonville & Gilbert Leyens die Zügel der Peter Müller GmbH. Die heutigen Geschäftsführer empfingen die Abgeordnete auf ihrem Firmengelände.

 

Vor einigen Wochen gewann das Holzbauunternehmen Peter Müller GmbH den wallonischen Unternehmerpreis in der Kategorie Betriebsübernahme. Hierzu gratulierte Kattrin JADIN recht herzlich und lobte den unermüdlichen Einsatz von Selbstständigen, die auch in Krisenzeiten durchhalten müssen und noch immer zu wenig Unterstützung auf einigen Ebenen erfahren, wie es die Liberalen schon seit vielen Jahren fordern.

Die Geschäftsführer bestätigten die gute Unterstützung der Ostbelgieninvest, die auch während der Finanzkrise, die kurz nach der Übernahme der Gmbh auch Belgien traf, zur Seite standen.

Peter Müller steht aber auch für Nachhaltigkeit: Sei es in der Zaun- und Pfahlproduktion oder im Holzrahmenbau: Langlebigkeit, Stabilität und fachgerechter Aufbau sind ihre Leitmotive.

Die Wiederverwertung von Holzspänen in Brennkesseln ermöglicht die optimale Nutzung des gesamten Holzpotentials, wie die Abgeordnete JADIN bei einem Rundgang auf dem Gelände erfahren konnte.

Peter Müller beschäftigt heute über 25 Mitarbeiter in Produktion, Montage & Kundenservice. Sie beliefern Kunden in über 10 Ländern und die Nachfrage für nachhaltige Bauweisen und hochwertige Holzprodukte steigt weiterhin, wie uns die Geschäftsführer bestätigten.

„Die Peter Müller Gmbh wurde zu Recht mit einem Preis ausgezeichnet. Das Unternehmen vereint den traditionellen Holzsektor mit modernisierter Verarbeitung und modernen Produkten und dies auf einer umweltfreundlichen Ebene mit höchsten Qualitätsansprüchen. Mal wieder bin ich begeistert von der Vielfalt und Vielseitigkeit unserer regionalen Unternehmen“, fasste die Abgeordnete JADIN zusammen.

 


14.10.2011 - Kompetenzübertragung Wallonie-DG: MR ist »besorgt über Verzug«

Frankophone Liberale werfen wallonischer Regierung »Mangel an Willen« vor

Pierre-Yves
Jeholet

Pierre-Yves Jeholet

Die frankophonen Liberalen haben sich im wallonischen Parlament »besorgt« über den in ihren Augen zu langsamen Fortschritt bei der Übertragung bestimmter Zuständigkeiten (Urbanismus, sozialer Wohnungsbau, Provinzkompetenzen) von der Wallonischen Region an die Deutschsprachige Gemeinschaft geäußert. »Die Übertragung ist Bestandteil der wallonischen Regierungserklärung. Aber die Debatte hat bislang allem Anschein nach noch nicht innerhalb der Regierung der Wallonischen Region stattgefunden, dies vor dem Hintergrund der angespannten Situation auf föderaler Ebene. Ministerpräsident Demotte sah diese Debatte immer als eine ’gesonderte’ an«, beklagte der MR-Regionalabgeordnete Pierre-Yves Jeholet in einer Interpellation. Das einzige Neue in diesem Kontext sei eine Sitzung, die am kommenden 15. Dezember zwischen den Regierungen der Wallonischen Region und der DG stattfinden werde.

»Ich bin besorgt über den mittlerweile großen Verzug in diesem Dossier, aber vor allem über den Mangel an Willen der Regierung der Wallonischen Region, auf die einstimmig gestellten Forderungen der DG Antworten zu geben«, so Jeholet. »Die Arbeitsgruppe, die die Vorbereitungen zur Übertragung mit ihrem finanziellen Aspekt aufnehmen sollte, ist noch nicht vorangekommen.«

Es müsse nun resolut in diesem Dossier gearbeitet werden. »Im Dialog, in Konzertation mit der Provinz, in einem Klima der Gelassenheit und gegenseitigen Respekts«, schloss Pierre-Yves Jeholet seine Intervention ab.

(Quelle: www.grenzecho.net)


05.10.2011 - MR-Kongress: Dannemark legt Positionen der DG dar

Vergangene Woche hatte die MR alle ihre Abgeordneten und Minister zu einem Kongress zur Vorbereitung der neuen Sitzungsperiode nach La Hulpe (Wallonisch Brabant) eingeladen. Neben Vertretern aus Kammer, Senat, der Wallonischen Region, der Region Brüssel-Hauptstadt, der Französischsprachigen Gemeinschaft sowie dem EU-Parlament nahm auch eine Delegation der PFF-Fraktion aus dem Eupener Parlament an der zweitägigen Zusammenkunft teil.

„Es ist das erste Mal, dass die MR ein Treffen all ihrer Abgeordneten und Fraktionsmitarbeiter organisiert. Neben der Vorbereitung der neuen Sitzungsperiode 2011-2012 geht es auch darum, dass die Abgeordneten und Mitarbeiter sich untereinander besser kennenlernen und so die Zusammenarbeit innerhalb der liberalen Fraktionen gefördert wird.“ So der Vorsitzende der MR, Charles Michel, der zwischen den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung nach La Hulpe gekommen war.

Die deutschsprachige Delegation, die neben dem Fraktionsvorsitzenden Emil Dannemark aus dem Gemeinschaftsabgeordneten Heinz Keul, der Förderalabgordneten Kattrin Jadin sowie zwei Mitarbeitern bestand, nutzte die Gelegenheit um ihren Kollegen aus der Wallonie und Brüssel eine kurze Übersicht über das Regionale Entwicklungskonzept (REK) zu geben. „Das REK bildet die Leitlinie der Politik in der deutschsprachigen Gemeinschaft und ist in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium der DG und einem spezialisierten Institut erarbeitet worden. Eine aktive Bürgerbeteiligung war ebenfalls Grundlage zur Erstellung dieses umfassenden politischen Programms“ so Emil Dannemark gegenüber den interessiert zuhörenden Angeordneten und Minister.

Nicht zu Letzt legte der Fraktionsvorsitzende der PFF gegenüber dem versammelten Abgeordnetenkongress erneut die Forderungen der DG in Zusammenhang mit der sechsten Staatsreform dar. Dabei ging Dannemark auf die einzelnen Kompetenzen ein, die die DG bereits seit langem fordert, wie die Raumordnung, der Wohnungsbau, die Provinzzuständigkeiten, die konstitutive Autonomie und eine garantierte und angemessen Vertretung der DG in Kammer und Senat. „Darüber hinaus hat das Parlament kürzlich eine Grundsatzerklärung verabschiedet, die bekräftigt, dass die DG bereit, gewillt und in der Lage ist, alle Zuständigkeiten zu übernehmen, die bei der kommenden Staatsreform an die Gliedstaaten übertragen werden“ so Dannemark, und weiter: „diese Grundsatzerklärung betont auch nochmals den Willen der DG, ein gelichberichtigter Bestandteil innerhalb eines belgischen Föderlstaates zu bleiben. Diese Grundsatzerklärung wurde im Parlament der DG von allen anerkannten Fraktionen mit getragen“.

Zum Ende der Plenarsitzung der MR-Abgeordneten betonte Dannemark, dass die DG nicht blindlings in eine Ausweitung ihrer Autonomie steuere. Das Parlament organisiere Anhörungen von Experten und berate über die sozio-ökonomischen und finanziellen Auswirkungen weiterer Kompetenzübertragungen. Die Vorbereitungen einiger angestrebter Zuständigkeiten wie die Raumordnung und den Wohnungsbau seien indes bereits in einer sehr konkrete Phase. „Wir wollen und wir werden vorbereitet sein“ so Dannemark abschließend.


30.09.2011 - Was sich Eupen von Tongern abgucken könnte

Open-VLD-Politiker Patrick Dewael referierte in Eupen zum Thema Innenstadtbelebung

Wie ein kleiner Stich ins Herz dürfte es sich für den einen oder anderen Eupener Geschäftsmann bzw. -frau angefühlt haben, als Patrick Dewael, seinerzeit Belgiens Innenminister, in seiner Funktion als Bürgermeister von Tongern davon erzählt, wie seine Stadt seit einigen Jahren floriert, wächst und schöner wird.

Beim siebten Bürgerforum der PFF-Sektion Eupen am Mittwochabend ging es um das Thema Stadtbelebung und der liberale Parteikollege aus dem flämischen Landesteil berichtete vor rund 30 Zuhörern, darunter viele Geschäftsleute, von dem, was in Tongern funktioniert und sich in Eupen viele wünschen: eine belebte Innenstadt mit einem breit gefächerten Angebot im Einzelhandel, kostenlose Parkplätze außerhalb des Zentrums, Parkhäuser in der Innenstadt, Anerkennung als touristische Stadt und damit 40 mögliche verkaufsoffene Sonntage im Jahr, rasanter Anstieg der über Nacht bleibenden Touristen und zu guter Letzt ein Bauunternehmer, der sogar drei Monate früher als geplant mit der Neugestaltung des zentralen Platzes fertig werden will. Anders als in Eupen übernimmt die Stadt sogar die Kosten für die neuen Bürgersteige, die Hausbesitzer müssen lediglich die Anschlüsse an die Verteilerkanäle bezahlen.

Innovation gefragt

Doch nicht Neid war angesagt, sondern das Sammeln von Ideen, »damit Eupen von den in Tongern gemachten Erfahrungen lernen kann«, so Dirk Vandriessche, der durch die Diskussionsrunde führte.

Er selber sei anfangs kein großer Befürworter von Stadtmarketing gewesen, so
Dewael, doch die Erfahrung habe ihn gelehrt, dass dies ein unabdingbares Instrument sei, wenn man das Ziel verfolge, eine Stadt dauerhaft als interessant für Shopping- und Kulturinteressierte zu etablieren. 750000 Euro hat Tongern, das mit 30000 Einwohner fast doppelt so groß wie Eupen und die älteste Stadt des Landes ist, im letzten Jahr in das Citymarketing gesteckt.

Dewael, dessen Erscheinen bis zur letzten Minute ungewiss war, da der 55-Jährige sich erst vor zwei Wochen einer Bandscheibenoperation unterziehen musste und sein Arzt ihm eigentlich eine sechswöchige Ruhepause verordnet hatte, charakterisierte den Einzelhandel und den Mittelstand als »oft zu konservativ«. Innovative Geschäftsideen müssten her, um den Kunden anzulocken. »Geschäftsleute, die seit 20 Jahren dieselbe Ware verkaufen, sollten sich vielleicht zuerst an die eigene Nase fassen, anstatt über einen Kundenrückgang zu lamentieren.« Beim Austausch mit den anwesenden Geschäftsleuten ging es nicht ganz emotionslos zu. Die bekannten Kritikpunkten kamen wieder auf den Tisch: Die Arbeiten gingen nicht zügig genug voran aufgrund einer zu niedrigen Anzahl Arbeiter und fehlender Schichtarbeit, die Parkplatzsituation sei nicht zufriedenstellend, usw. Eine Geschäftsinhaberin belegte mit einem Beispiel, bei dem die Arbeiter vor dem Eingang ihres Geschäftslokals am Mittwoch mitten während der Öffnungszeiten Anschlussarbeiten begonnen haben, so dass Kunden das Geschäft nicht mehr verlassen konnten, die schlechte Koordination der Baustelle. Ein Wundermittel für zügige Straßenarbeiten gebe es natürlich nicht, so der Open-VLD-Politiker. Er riet, nur die besten Firmen mit solchen Arbeiten zu beauftragen und den Baustellenverantwortlichen ganz genau auf die Finger zu schauen und dies in regelmäßigen Abständen.

Kampf gegen Leerstand

Um den auch in Eupen bestens bekannten Leerstand von Geschäftsräumen zu bekämpfen, hat Tongern sich etwas Unkonventionelles aber Wirkungsvolles einfallen lassen. Bei der Aktion »Win je winkel« (Gewinne dein Geschäft) stellte die Stadt während zehn Monaten ein bis dato leer stehendes Geschäft mietfrei zur Verfügung. Fast 50 Kandidaturen wurden eingereicht. Gewonnen hat ein Chocolatier mit kreativen Geschäftsideen, alle andere Bewerber wurden mit Hausbesitzern im Stadtzentrum zusammen gebracht, um eventuelle Kooperationen in die Wege zu leiten.

Ein Anwesender warf die Frage auf, warum Tongern mit 470 innerstädtischen Parklätzen auskomme und Eupen nicht, obwohl es hier fast doppelt so viele gebe. Der Tenor der Geschäftsleuten war einstimmig: Der Eupener Kunde parkt nicht - wie in Lüttich, Aachen oder Maastricht - etwas außerhalb und geht zu Fuß zum Geschäft, nein, er muss mit der Nase bis an die Ware fahren können.

Patrick Dewael (Open VLD) berichtete in Eupen von der Erfolgsstory seiner Heimatstadt Tongern.  Fotos: Helmut Thönnissen

Patrick Dewael (Open VLD) berichtete in Eupen von der Erfolgsstory seiner Heimatstadt Tongern. Fotos: Helmut Thönnissen

Rund 30 Personen, darunter PFF-Mitglieder und viele Geschäftsleute, hatten sich zum PFF-Bürgerforum zum Thema Belebung der Innenstadt im Hotel Bosten eingefunden.

Rund 30 Personen, darunter PFF-Mitglieder und viele Geschäftsleute, hatten sich zum PFF-Bürgerforum zum Thema Belebung der Innenstadt im Hotel Bosten eingefunden.

(Quelle: www.grenzecho.net)


28.09.2011 - De Clerck strebt Bau eines neuen Gefängis an!

Vor einigen Wochen wurde bekannt gegeben, dass die Flügel A und B des Gefängnisses von Verviers bis zum 31. Oktober evakuiert werden sollen. Dies wurde vom Bürgermeister Claude DESAMA aus Sicherheitsgründen beschlossen. Die Stadt Verviers, das Justizkabinet, die Gebäuderegie und die Gefängnisverwaltung trafen diesen Beschluss nach Lektüre der Berichte bezüglich des Zustandes des Gefängnisses.

Die Abgeordnete JADIN kann diese Entscheidung aus Sicherheitsgründen nachvollziehen. Es wäre unverantwortlich, so JADIN die Insassen und Gefängniswärter in einem Gebäude arbeiten zu lassen ohne deren Sicherheit  weiterhin garantieren zu können.

Aber die Föderalabgeordnete macht sich Sorgen um die Zukunft: Wie könne man sich vorstellen, dass der Bezirk Verviers kein Gefängnis mehr beinhalte? Was wird mit den Vollzugsbeamten, die in Verviers arbeiten und auch in der Region leben, die dann verpflichtet sind lange Arbeitswege zum nächsten Gefängnis auf sich zu nehmen? Wie werden die Verwandten der Gefängnisinsassen weiterhin ihre Nächsten besuchen können?

Um sich zu versichern, dass für all diese Probleme auf lange Sicht eine entsprechende Lösung gefunden wird, hat die Abgeordnete dem Justizminister heute Morgen im Justizausschuss eine Frage unterbreitet, in der Hoffnung, dass sie allen Betroffenen eine adäquate Antwort geben kann.

Auch für die deutschsprachigen Insassen  und Gefängniswärter wird dies Konsequenzen haben. Die sind schließlich zum größten Teil im Gefängnis in Verviers untergebracht. Ebenfalls stammen einige Gefängnisbeamte aus unserer Region, hier hoffe ich, dass sie eine Jobgarantie erhalten. Die Evakuierung ist leider die Folge von jahrelangem Warten zur Investition in dieses veraltete Gebäude“, so JADIN.

In der detaillierten Antwort des Ministers ließ dieser verlauten, dass die Gebäuderegie ein Sicherheitsaudit im Gefängnis von Verviers unternommen habe und hierbei eine Evakuierung als absolut notwendig ansah. Während Flügel A und B geschlossen werden, kann der Flügel in denen die Gefangenen der Untersuchungshaft sitzen, erst mal geöffnet und damit 50 Personen und entsprechendes Personal vor Ort vorübergehend bleiben. 130 Verurteilte und 200 Personalmitglieder müssen umgesiedelt werden. Hierzu wurde ein Evakuierungsplan vorgestellt, den die Gewerkschaften jedoch nicht akzeptieren wollen, so DE CLERCK.  

Ein kleiner Teil der Gefängnisinsassen wird dort untergebracht, wo sich freie Plätze ergeben. Des Weiteren werden Verurteilte zur Provinz Lüttich (Huy und Lantin) oder auch nach Andenne versetzt. 30 Personen müssen zudem ins Gefängnis von St. Gilles gebracht werden. Das Personal wird ebenfalls zum größten Teil in oder um die Umgebung der Provinz Lüttich versetzt.

DE CLERCK schlug am Ende seiner Antwort vor, dass er es als beste Lösung auf lange Sicht erachte, das Gefängnis komplett abzureißen und auf dem gleichen Grundstück neu aufzubauen. Zum Zeitpunkt, dem Budget und weiteren Details diesbezüglich wollte der Minister noch nichts sagen.    

Kattrin JADIN kommentiert die Antwort des Ministers: „Ich wünsche mir, dass die Betroffenen Deutschsprachigen möglichst schnell wieder zurückkehren können und freue mich deshalb, dass man sich endlich für einen logischen Neuaufbau des Gefängnisses von Verviers entschieden hat und es somit für die Zukunft wappnet und am Standort Verviers festhält. Außerdem hoffe ich auf eine Wiederaufnahme des Dialogs mit den Wärtern. Die werden in Zukunft vorübergehend noch schlechtere Arbeitsbedingungen ertragen. Dies muss entsprechend finanziell kompensiert werden.“


26.09.2011 - Stellungnahme von Ministerin Weykmans zu den Vorwürfen der Jugendheime von Raeren und Eynatten

Ministerin Isabelle Weykmans: „Ich habe darüber nachgedacht, ob ich auf die durchweg falschen Aussagen der Jugendheime Eynatten und Raeren überhaupt reagieren soll – und dann auch noch über die Presse. Ich bin davon überzeugt, dass es der Sache nicht wirklich dienlich ist, über die Presse Argumente auszutauschen. Außerdem ist das auch nicht meine Art. Ich bevorzuge den direkten Dialog. Mein Gegenüber in diesem Fall offensichtlich nicht, obschon sich in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach eine Gelegenheit dazu geboten hätte.

Allerdings kann ich den Vorwurf des Wortbruchs, der hier öffentlich gemacht wurde, nicht auf mir sitzen lassen. Ich weiß nicht, ob es Böswilligkeit oder Unwissenheit oder eine Mischung von beiden ist. Es geht in jedem Fall zu weit. Ich habe bei dem in der Presse angesprochenen Treffen mit den Verantwortlichen der Jugendheime von Raeren am 6. Juli 2011 zugesichert, dass die Jugendheime selbst darüber entscheiden können, wie sie sich in Zukunft aufstellen und wer welche Rolle übernimmt. Das heißt im Klartext, dass sie, die bereits bestehenden VOGs, als Mitglieder des zu gründenden Trägervereins (im Fall von Raeren wohl eines Dachverbandes) entscheiden, wie ihr Dachverband auszusehen hat und welche Satzungen er sich gibt. Das heißt, sie entscheiden wer die Arbeitgeberfunktion übernimmt. Die Ministerin ist nicht Mitglied des Dachverbandes, sie schließt mit dem Dachverband und der Gemeinde einen Vertrag ab, einen sogenannten Leistungsauftrag, über die zu erreichenden Ziele der Offenen Jugendarbeit (OJA) in der gesamten Gemeinde Raeren. Und diese Ziele werden nicht aus der Luft gegriffen! Sie entsprechen den Resultaten einer Bedarfanalyse, einer Sozialraumanalyse, die mit und bei möglichst vielen Jugendlichen überall in der Gemeinde durchgeführt wird. Das entspricht einer zeitgemäßen wissensbasierten OJA, die wir allen Jugendlichen in der DG über die Umsetzung dieses Dekretes zugänglich machen.

Meine Aussagen können übrigens im Protokoll zu der Sitzung vom 6. Juli, das an alle Teilnehmer geschickt wurde überprüft werden. Wer sich also eine eigene Meinung bilden will, kann das Protokoll gerne auf meiner Internetseite (www.isabelle-weykmans.be) nachzulesen.

Der Vorwurf, nicht den Dialog und die Konzertation gesucht zu haben, ist vollkommen haltlos. Nach knapp einem Jahr Konzertierungsgesprächen, nach zwei Gutachten durch den Rat der deutschsprachigen Jugend und dem Gutachten des Staatsrates liegt das Dekret nun dem Parlament zur Beratung vor. Übrigens hat der Ausschuss auch Anhörungen der Akteure der OJA aus der gesamten DG vorgesehen.

Alle Dokumente finden sie auf den Internetseiten des Parlamentes und des RDJ. Alle Dokumente können auch direkt angefragt werden. Davon abgesehen, ist dies das letzte Mal, dass ich mich in der Presse zu den haltlosen Vorwürfen und falschen Behauptungen der Jugendheime Raeren und Eynatten äußere.“


26.09.2011 - Einladung an alle: Bürgerforum zum Thema Belebung der Innenstadt mit Patrick Dewael

Die PFF-Sektion Eupen organisiert ihr siebtes Bürgerforum, diesmal zum Thema »Belebung der Innenstadt«. Es reiht sich damit in eine Serie von Foren zu den verschiedenen wichtigen Stadtthemen und Projekten in Eupen ein, die neben einer Bestandsaufnahme, einen Ort bietet, wo die richtigen Fragen gestellt, die aktuelle Situation auch kritisch hinterfragt und neue Ansätze präsentiert werden können.

Allgemein sind Innenstädte starken Veränderungen ausgesetzt. Einkaufszentren auf der grünen Wiese, Handelsketten in innerstädtischen Geschäftsstraßen ver­drängen alteingesessene Geschäfte. Be­wohner ziehen an den Stadtrand. Vielfach sind die Mietpreise für mittelständische oder kleine Unternehmen sehr hoch. In der Folge stehen Geschäfte und Wohnungen leer, ehemals lebendige und vielseitige Viertel veröden, im Fall unserer Stadt Eupen kommen dazu noch die langwierigen Bauarbeiten – eine große Herausforderung für alle, die das urbane Leben, die Vielfalt und Unverwechselbarkeit ihrer Zentren er­halten und für die Zukunft sichern wollen. Eigeninitiative, Innovation und koordiniertes Handeln sind gefordert, um im Wettbewerb der Standorte konkurrenzfähig zu bleiben.

Die PFF nimmt sich dieser Herausforderung an unsere Weserstadt aktiv zu gestalten und nicht nur zu verwalten.

Die PFF-Sektion Eupen freut sich sehr, dass Patrick DEWAEL, der open-VLD Spitzenpolitiker und amtierender Bürgermeister von Tongeren sich bereit erklärt hat ein Impulsreferat zu seinen Erfahrungen über die gelungene Belebung seiner Innenstadt zu halten und mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Geschäftsleuten und anderen Verantwortungsträgern auszutauschen.

Sie haben Interesse mit zu diskutieren und Ihre Sichtweise zu dem Thema zu erläutern dann zögern sie nicht und kommen sie zum Bürgerforum „Belebung der Innenstadt“ am Mittwoch, den 28. September, um 19.30 Uhr im Ambassador Hotel Bosten.


23.09.2011 - PDG-Präsident Ferdel Schröder im Amt bestätigt

DG ist »»erwachsener« und »selbstsicherer«

Ferdel Schröder

Ferdel Schröder

Von Christian Schmitz

Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) wurde am Dienstag in seinem Amt bestätigt. Er betonte, man werde die föderalen Verhandlungen weiterhin genau verfolgen. Der PFF-Politiker erinnerte auch an die im Juni verabschiedete Grundsatzerklärung. Das Parlament sei in der Sommerpause nicht untätig gewesen, sondern habe sich bereits auf neue Kompetenzen vorbereitet, die im Zuge der Staatsreform auf die DG zukommen könnten. »Den ersten Verhandlungen zufolge soll unserer Gemeinschaft die konstitutive Autonomie zuerkannt werden. Eine Forderung, die wir schon seit Langem gestellt haben und die wir auch in unserer Grundsatzerklärung erneut verdeutlicht haben.« Unterdessen behalte die DG im reformierten Senat mit einer reduzierten Anzahl von Senatoren einen gesicherten Platz, auch wenn die Rolle des künftigen Senats noch genauer zu definieren sei. Ziel bleibe es, die DG als gleichberechtigten Partner im künftigen belgischen Staatsgefüge zu etablieren. Und die bisher vom Parlament angehörten Wissenschaftler seien sich einig: »Ein Belgien zu viert ist möglich.« Im Laufe der letzten 40 Jahre sei die DG »erwachsener« und damit auch »selbstsicherer« geworden. »Die uns anvertrauten Zuständigkeiten stemmen wir eigenständig. Dies hat uns anfangs nicht jeder zugetraut. Doch wir haben bewiesen, dass wir dazu in der Lage sind.« Dies werde auch von den Bürgern akzeptiert. Das jetzt schon beachtliche Arbeitsprogramm des Parlamentes werde noch zunehmen. Ferner wolle sich das PDG noch stärker darum bemühen, die Arbeit Außenstehenden näher zu bringen. (sc)

(Quelle: Grenz-Echo.net)


19.09.2011 - Kattrin Jadin: „Konstitutive Autonomie bedeutet mehr Selbstbestimmung für die DG“

Die PFF-Fraktion begrüßt den Durchbruch am Verhandlungstisch des Regierungsbildners: „Die Deutschsprachige Gemeinschaft erhält die konstitutive Autonomie. Das ist ein wichtiger Punkt, für den ich mich seit vielen Jahren in der Kammer stark mache“, freut sich die liberale Kammerabgeordnete Kattrin Jadin (PFF/MR). Mit der konstitutiven Autonomie schließt die DG mit den beiden großen Gemeinschaften, der Flämischen und Französischen, auf: „Dies bedeutet mehr Selbstbestimmung für die DG. Wir können nun selbst über die Organisation unseres Parlaments und unserer Regierung bestimmen“, sagt die PFF-Präsidentin und beratende Mandatarin des Gemeinschaftsparlaments am Eupener Kaperberg.


16.09.2011 - PFF setzt in Eupen auf Karl-Heinz Klinkenberg

Spitzen- und Bürgermeisterkandidat der Liberalen bei den Kommunalwahlen 2012

»Mit einem guten Team im Rücken möchte ich für Eupen eine Alternative bieten«, erklärt Karl-Heinz Klinkenberg kampfbetont. Fotos: Helmut Thönnissen »Mit einem guten Team im Rücken möchte ich für Eupen eine Alternative bieten«, erklärt Karl-Heinz Klinkenberg kampfbetont. Fotos: Helmut Thönnissen

Dieses Foto zeigt den Spitzenkandidaten zusammen mit seinen derzeitigen Fraktionskollegen aus dem Eupener Stadtrat - worunter auch die Föderalabgeordnete Kattrin Jadin (Mitte)- sowie der Präsidentin der PFF-Lokalsektion Eupen, Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans (links). Es fehlt Herbert Bourseaux.

Dieses Foto zeigt den Spitzenkandidaten zusammen mit seinen derzeitigen Fraktionskollegen aus dem Eupener Stadtrat - worunter auch die Föderalabgeordnete Kattrin Jadin (Mitte)- sowie der Präsidentin der PFF-Lokalsektion Eupen, Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans (links). Es fehlt Herbert Bourseaux.

 

 

Von Werner Keutgen

Eupen

Mit Karl-Heinz Klinkenberg an der Spitze stellen die Liberalen (PFF) sich im Oktober nächsten Jahres in Eupen dem Wähler. Gestern ging die Partei mit dieser Nachricht an die Öffentlichkeit. Ausdrücklich präsentiert sie den 59-jährigen Geschäftsmann und Familienvater auch als Bürgermeisterkandidat.

Im Jahr 2005 sei er der PFF beigetreten, »weil ich für Eupen etwas bewegen möchte«, sagte Klinkenberg gestern am frühen Abend bei einer Pressekonferenz im »Jägerhof«.

Aus der gleichen Motivation heraus habe er jetzt nach langer und reiflicher Überlegung zugestimmt, als man ihm den Platz des Listenführers angeboten habe. »Mit einem guten Team im Rücken möchte ich für Eupen eine Alternative bieten«, erklärte er kampfbetont. Bereiche, in denen die Unzufriedenheit der Bürger beseitigt werden müsse, gebe es zur Genüge - angefangen vom Kulturmanagement bis hin zur Innenstadtsanierung. Es müsse Raum geschaffen werden für einen besseren und effektiveren Dialog mit allen Beteiligten. Hier, so Klinkenberg, gelte es, den Hebel anzusetzen.

Großen Handlungsbedarf in Bereichen wie Kultur, Tourismus, Jugend oder Mobilität hätten auch die von der PFF veranstalteten Bürgerforen deutlich gemacht: »Da tut sich ein großes Betätigungsfeld auf.«

Doch zunächst gilt es nun für ihn, »eine vielfältige, mit kompetenten Leuten besetzte Liste aufzustellen und als ein homogenes Team in den Wahlkampf zu ziehen.« Die PFF sei gut aufgestellt, die Chancen stünden gut.

Beruflich vorgesorgt hat Karl-Heinz Klinkenberg für den Fall, dass aus dem Bürgermeisterkandidaten tatsächlich das neue Eupener Stadtoberhaupt werden sollte: In seiner Firma mit acht Mitarbeitern würde er dann nur noch halbtags arbeiten. Sohn Mathias steht einsatzbereit in den Starlöchern.

Insgesamt lässt der Spitzenkandidat keinen Zweifel daran aufkommen, dass es ihm mit dem angestrebten Amt des ersten Bürgers der Stadt ernst gemeint ist, denn: »Wer bei der zweitstärksten Partei auf Position eins steht, ist Bürgermeisterkandidat.«

Als Auftakt der Pressekonferenz zur Lüftung des »PFF-Spitzenkandidatengeheimnisses« hatte die Präsidentin der Lokalsektion Eupen, Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans, Karl-Heinz Klinkenberg ausführlich vorgestellt (siehe nebenstehenden Kasten). Dieser habe sich seit 2006 in der Kommunalpolitik großes Fachwissen angeeignet, sodass er gerüstet sei, eine Mannschaft aufzubauen und diese in den Wahlkampf 2012 zu führen.

»Wir sind froh, dass wir einen solchen Top-Mann für die PFF gewinnen konnten«, sagte PFF-Regionalpräsidentin Kattrin Jadin und zeigte sich überzeugt davon, dass es mit ihm gelingen werde, »das liberale Profil auf Gemeindeebene zu stärken«.

Die volle Unterstützung der Partei und der amtierenden Ratsmitglieder sei ihm dabei sicher, so Jadin, die ihre Vorfreude auf »einen resoluten Wahlkampf« nur schwer verbergen konnte.

(Quelle: Grenz-Echo.net)


12.09.2011 - Kultur soll auch in der DG Schule machen

Weykmans zu Besuch in der Schweiz, um Anregungen für die Kulturpolitik zu finden

 

Ministerin Isabelle Weykmans war zu Beginn dieser Woche mit einer Delegation des Ministeriums in den Schweizer Kantonen Aargau und Bern zu Gast. Ziel war es, im Rahmen einiger Arbeitssitzungen die dortigen Modelle und Methoden der Kulturförderpolitik im Detail zu beleuchten und sich auf diese Weise interessante Anregungen zu holen, wie die Kulturpolitik in der DG weiter verbessert werden könnte. Dies vor dem Hintergrund des vom Regionalen Entwicklungskonzept (REK) angeregten Besuchs guter Beispiele im Rahmen des Zukunftsprojektes „Grenzen leben“. Als Ziel und Endprodukt der aktuellen Arbeit ist das erste Kulturdekret der DG zu sehen, das die Verwaltung der DG aktuell in Zusammenarbeit mit Ministerin Weykmans und ihrem Kabinett erarbeitet.

Ministerin Weykmans zog nach ihrer Rückkehr ein äußerst positives Fazit des Besuchs in der Schweiz: „Ich habe nicht nur feststellen dürfen, dass die Herausforderungen ähnlich sind und dass der Aargau sich ähnliche Fragen wie wir gestellt hat, ich habe tatsächlich konkrete Anregungen und Modelle im Gepäck, von denen ich überzeugt bin, dass wir sie für die Deutschsprachige Gemeinschaft übernehmen sollten.“ Besonders angetan äußerte sich Weykmans über das Konzept „Kultur macht Schule“, mit dem der Kanton Aargau sehr gute Erfahrungen gemacht hat. „Was mich an diesem Konzept besonders überzeugt hat, ist die Bezeichnung eines Kulturverantwortlichen in den jeweiligen Schulen. Das ist nicht nur ein deutliches und sichtbares Zeichen für den Stellenwert der Kultur an den Schulen und im Allgemeinen, ich bin überzeugt, dass mit dem Kulturverantwortlichen die Kulturarbeit an den Schulen sehr erleichtert wird. Heute ist es tatsächlich so, dass die Schulen oftmals mit Informationen und Angeboten überhäuft werden und Schulleitung und Lehrer schnell den Überblick verlieren können. Nach dem Aargauer Modell aber gibt es einen konkreten Ansprechpartner pro Schule, den man gezielt informieren kann und der mit den Kulturverantwortlichen der anderen Schulen vernetzt ist. Auf diese Weise erhält die Schule Kenntnis von kulturellen Angeboten und gelangt die Kultur dann effektiv in die Schule.“

Kultur für alle

Der Kanton Aargau hat 2009 sein Kulturgesetz angepasst, das ursprünglich aus dem Jahr 1968 stammt und den Ruf Aargaus als Kulturkanton begründet hat. „Immer wieder wurde im Gespräch mit den Politikern und Verwaltungsleuten deutlich, wie stark die Kultur zur Lebensqualität beiträgt und dass es nicht nur aus diesem Grund immer heißen muss: Kultur für alle!“, so die Ministerin, die außerdem unterstrich, wieder einmal erfahren zu haben, wie erfolgreich sich Kultur und Tourismus einander begegnen können.

Kernstück des Aargaues Kulturgesetzes ist übrigens das Aargauer Kuratorium, das die Förderung professioneller Bereiche des aktuellen Kulturschaffens im Kanton Aargau zur Aufgabe hat. Das Kuratorium trägt dazu bei, dass Kulturförderung als notwendige Staatsaufgabe anerkannt und umgesetzt wird, es vermittelt zwischen Kunst und Politik, fördert das kulturelle Bewusstsein in der Bevölkerung und verstärkt die Wahrnehmung der aargauischen Kultur und ihrer Förderung innerhalb und außerhalb des Kantons. Mit dem Kulturgesetz, dessen Akzeptanz so groß ist, dass keine Volksbefragung stattfinden musste, wurde auch die Kulturvermittlung im Aargau gesetzlich verankert.

Am letzten Tag ihres Schweizbesuchs weilte die Delegation der DG in der Landeshauptstadt Bern, wo nicht zuletzt die Zweisprachigkeit erörtert wurde, die in diesem Kanton präsent ist. „Die Zweisprachigkeit spielt auch in der DG eine wichtige Rolle. Es ist Tradition, ein zweisprachiges Angebot zu haben. Das korreliert mit der Bereitschaft unserer Bildungspolitik, massiv in die Mehrsprachigkeit zu investieren und dem Willen der DG, als offene Grenzregion Schnittpunkt der beiden großen Kulturräume zu sein“, stellte Ministerin Weykmans Gemeinsamkeiten heraus.

Zum Abschluss des dreitägigen Besuchs in der Schweiz, wo die ostbelgische Ministerin unter anderem mit dem Aargauer Regierungsrat Alex Hürzeler und dem Berner Regierungspräsidenten Dr. Bernard Pulver zusammentraf, war die ostbelgische Delegation eingeladen, das Paul-Klee-Museum in Bern zu besuchen, das nicht nur mit seiner 4000 Werke umfassenden Sammlung, sondern auch mit seinem Bau beeindruckte, für den Stararchitekt Renzo Piano verantwortlich zeichnete.

Ministerin Isabelle Weykmans im Gespräch mit dem Aargauer Regierungsrat Axel Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport.

Ministerin Isabelle Weykmans im Gespräch mit dem Berner Regierungspräsidenten Dr. Bernard Pulver


12.09.2011 - Denkmalschutz im Alltag

Pünktlich zu den Tagen des offenen Denkmals 2011 ist der Leitfaden „Denkmalschutz im Alltag“ erschienen, mit dem das Ministerium allen Eigentümern eines Denkmals, den Architekten, den Mitarbeitern in den Gemeinden und allen Interessierten dabei helfen möchte, die Verwaltungswege besser zu verstehen, um diese korrekt anzuwenden. Ziel ist es, dass sie den Denkmalschutz nicht als Last empfinden, sondern sich als Denkmalpfleger fühlen, das Erbe unserer Gemeinschaft schätzen und sich damit identifizieren.

Gesetze und Verwaltungsabläufe sind selten ganz einfach. Die Broschüre antwortet auf Fragen: Welche Aufgaben und Rechte haben die Eigentümer eines Denkmals? Wie sieht der Verwaltungsweg bei einer Unterschutzstellung, bei einer Genehmigung für Veränderungsarbeiten, bei der Beantragung eines Zuschusses aus? Der Leitfaden erklärt auf einfache und verständliche Weise, was ein Denkmal ist, warum es den Denkmalschutz gibt und wie wichtig der Schutz für den Erhalt unseres Kulturerbes ist.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich im Ministerium der DG in Eupen und im Dienstleistungszentrum der DG in St. Vith.

 


09.09.2011 - Rheinlandtaler für Bernd Gentges

Pulheim/ Eupen. Neuer Preisträger des Rheinlandtalers ist der 67-jährige Eupener Bernd Gentges: Der langjährige Gemeinschaftsminister und Vize-Ministerpräsident der DG nahm in der Abtei Brauweiler in Pulheim/ Nähe Köln die hohe Auszeichnung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) entgegen – für seine Verdienste im Bereich Kultur und des gesellschaftlichen Miteinanders über Landesgrenzen hinweg.

„Als Minister außer Dienst, der jetzt leise tritt, freue ich mich aufrichtig über ein Lob und danke allen, die mit Engagement, Ideen und Initiativen beim Umsetzen von grenzüberschreitenden Projekten geholfen haben. Besonders möchte ich meiner verständnisvollen Frau danken“, sagte ein sichtlich stolzer und gerührter Preisträger kurz nach der Verleihung des Rheinlandtalers durch Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung. In seiner Laudatio auf Bernd Gentges blickte Jürgen Wilhelm auf den Beginn der freundschaftlichen Verbundenheit zwischen der DG und dem LVR zurück, in die 80-er Jahre: „Ihre Kontakte zum Landschaftsverband hatten Sie schon als Beigeordneter der Stadt Eupen ehe Sie 1990 erstmals Minister der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Unterricht und Ausbildung, Kultur, Jugend und wissenschaftliche Forschung und später auch für Tourismus wurden.“ Die durch Bernd Gentges geknüpften Beziehungen seien zum „Fundament eines ausgezeichneten nachbarschaftlichen Miteinanders zwischen Deutschen und Belgiern“ geworden – und zwar in den Bereichen Kultur, Jugendpsychiatrie und Sozialpolitik. Auch der grenzüberschreitende Landschaftsschutz sei ein Bereich gewesen, für die sich der neue Träger des Rheinlandtalers als Tourismusminister eingesetzt habe. Über eine Kooperationsvereinbarung zwischen der DG und dem LVR hinaus verbinde beide Seiten eine „von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit“. Gemeinsam habe man erreicht, „die Hindernisse in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu beseitigen“. Diese beispielhafte Kooperation zwischen der DG und dem LVR, deren Fundament Bernd Gentges maßgeblich gelegt habe, münde in die Verleihung des Rheinlandtalers.

Im Beisein seiner Ehefrau Lore, seinen Kindern sowie zahlreichen politischen Weggefährten und Mitarbeitern nahm Bernd Gentges die Ehrung entgegen - darunter der Parlamentspräsident der DG, Ferdel Schröder, der Vize-Ministerpräsident der DG, Oliver Paasch, Kulturministerin Isabelle Weykmans, die föderale Abgeordnete Kattrin Jadin, Gemeinschaftssenator Louis Siquet, der Generalsekretär des Ministerium der DG, Norbert Heukemes, Bütgenbachs Bürgermeister und PFF-Fraktionsführer Emil Dannemark und Gentges´ langjähriger Kabinettschef Leo Kreins.

Die Verleihung des Rheinlandtalers fand im feierlichen Rahmen eines Sommerkonzertes mit dem Kölner Kammerorchester bei Werken von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart im Marienhof der Abtei Brauweiler statt.

Rheinlandtaler, was ist das?

Der Rheinlandtaler wird seit 1976 verliehen und ist eine Auszeichnung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Der Preis ehrt den Einsatz von Menschen im Bereich der Kultur und des gesellschaftlichen Miteinanders im weitesten Sinne. Mehr Infos unter www.lvr.de

 


07.09.2011 - Kattrin Jadin verfasst Frage zur Evakuierung des Gefängnisses in Verviers

Heute morgen erst wurde bekannt gegeben, dass die Flügel A und B des Gefängnis von Verviers von heute bis zum 31. Oktober evakuiert werden. Dies wurde vom Bürgermeister Claude DESAMA aus Sicherheitsgründen beschlossen. Die Stadt Verviers, das Justizkabinet, die Gebäuderegie und die Gefängnisverwaltung trafen diesen Beschluss nach Lektüre der Berichte bezüglich des Zustandes des Gefängnisses.

Die Abgeordnete JADIN kann diese Entscheidung aus Sicherheitsgründen nachvollziehen. Es wäre unverantwortlich, so JADIN die Insassen und Gefängniswärter in einem Gebäude arbeiten zu lassen ohne deren Sicherheit weiterhin garantieren zu können.

Aber die Föderalabgeordnete macht sich Sorgen um die Zukunft: Wie könne man sich vorstellen, dass der Bezirk Verviers kein Gefängnis mehr beinhalte? Was wird mit den Vollzugsbeamten, die in Verviers arbeiten und auch in der Region leben, die dann verpflichtet sind lange Arbeitswege zum nächsten Gefängnis auf sich zu nehmen? Wie werden die Verwandten der Gefängnisinsassen weiterhin ihre Nächsten besuchen können?

Um sich zu versichern, dass für all diese Probleme auf lange Sicht eine entsprechende Lösung gefunden wird, wird die Abgeordneten dem Justizminister eine Frage hierzu unterbreiten, die sie bereits eingereicht hat, in der Hoffnung, dass sie allen Betroffenen eine adäquate Antwort geben kann. 

"Auch für die deutschsprachigen Insassen und Gefängniswärter wird dies Konsequenzen haben. Die sind schließlich zum größten im Gefängnis in Verviers untergebracht. Ebenfalls stammen einige Gefängnisbeamte aus unserer Region, hier hoffe ich, dass sie eine Jobgarantie erhalten. Die Evakuierung ist leider die Folge von jahrelangem Warten zur Investition in dieses veraltete Gebäude“, so JADIN.

 

 


18.08.2011 - Grillfest der PFF am 11. September 2011


17.08.2011 - Sommeruniversität der MR

Weiter Informationen finden Sie hier!

oder in unserem Büro unter der Telefonnummer 087/55 59 88

 


01.08.2011 - Tirol zu Gast - Kutschfahrt ins Parlament

Es ist eine feste Tradition, dass der Parlamentspräsident eine Delegation des Tirolerfestes zu einem Empfang ins Parlament der DG einlädt. Gastregion des 31. Tirolerfestes ist die Ferienregion Stubaital und insbesondere die Ortschaft Schönberg in Tirol. Parlamentspräsident Ferdel Schröder und der diesjährige Schirmherr, Gemeinschaftsminister Harald Mollers, legten bei der Ankunft am Kaperberg die letzten Meter mit einer festlich geschmückten Kutsche zurück.

Das Parlament der DG wartete traditionell anlässlich des Eupener Tirolerfestes mit einem Empfang für eine Delegation des Tirolerfestes auf. Bei Musik und Tanz konnten neue freundschaftliche Kontakte zur österreichischen Nachbarregion geknüpft und bestehende aufgefrischt werden.

Am Samstagmorgen begrüßte Parlamentspräsident Ferdel Schröder in Anwesenheit von Vize-Präsidentin Patricia Creutz-Vilvoye die Gäste aus Österreich im Innenhof des Parlamentssitzes am Kaperberg. „Die DG und Tirol können auf eine gemeinsame Geschichte zurückblicken“, erinnerte Ferdel Schröder an die Habsburger Zeit während der Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) u.a. den Emmelser Wald schenkte. Auch blühte die Tuchmacherstadt Eupen unter der Österreichern mit prachtvollen Bauten wie der Barockpfarrkirche und zahlreichen Patrizierhäusern auf.

Neben dem Bürgermeister der Gemeinde Schönberg in Tirol, Herrmann Steixner, nahmen der diesjährige Schirmherr Minister Harald Mollers, die Veranstalter der Gruppe Lovos sowie ebenfalls geladene Gäste und Nachbarn des Parlaments an dem Empfang teil. Ehrengäste im Parlament waren auch Vertreter der Lebenshilfe Tirol, einer gemeinnützigen Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Tirol, die eng mit der Gruppe Lovos zusammenarbeitet. Der Reinerlös des Festes kommt wie immer wohltätigen Zwecken in der DG und in Tirol zugute.

Die Musikkapelle Schönberg bot einige Stücke aus ihrem volkstümlichen Repertoire und die Volkstanzgruppe "D’Daunkogler" wartete mit einem zünftigen Schuhplattler auf. Beide Gruppen stammen aus dem Stubaital und überbrachten kulturelle Grüße aus ihrer Heimat.

Das Stubaital, südlich von Innsbruck gelegen, zieht sich über 35 Kilometer und bietet eine abwechslungsreiche Berglandschaft, die auch von Ostbelgiern gerne besucht wird. „Wir bieten viel Natur und viel Kultur, ebenso wie Eupen“, sagte der Schönberger Bürgermeister Hermann Steixner bei seiner Antwort auf die Begrüßungsworte des Parlamentspräsidenten. Das Stubaital präsentiert sich bereits zum zweiten Mal in Eupen.


21.07.2011 - Mitteilung zur Ansprache seiner Majestät König Albert II. anlässlich des Nationalfeiertags

Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) zeigt sich angetan von der Fernsehansprache seiner Majestät König Albert II. anlässlich des Nationalfeiertages: „Es ist im Sinne des Fortbestandes unseres wunderbaren Landes, dass die Gemeinschaften aufeinander zugehen. Nur wenn man sich aufgeschlossen zeigt, kann man die Sichtweise seines Nachbarn verstehen. Die Anregung unseres Königs, sich auf die Kultur anderer Gemeinschaften einzulassen und deren Sprache zu lernen spricht mir aus dem Herzen. Unser König lebt dies vor und zeigt dies auch durch seine regelmäßigen Worte in deutscher Sprache. Er wertet unsere Deutschsprachige Gemeinschaft damit auf.“ Ferdel Schröder wird den Feierlichkeiten in Gedenken an die Eidesleitung des Ersten Königs der Belgier, Leopold I, am 21. Juli in Brüssel beiwohnen: „Es ist absolut wichtig und notwendig, dass wir als kleine Gemeinschaft auch an Tagen wie diesen Präsenz in der Hauptstadt zeigen. Pflege von bestehenden und Knüpfen von neuen Kontakten sind gerade in Zeiten einer anstehenden Staatsreform wichtig.“


20.07.2011 - Kattrin Jadin befragt zur Überlastung der Immatrikulationsstelle für Fahrzeuge in Eupen

Die Abgeordnete Kattrin JADIN stellte im Ausschuss für Infrastruktur letzte Woche eine Frage bezüglich der Arbeitsbelastung der Immatrikulationsstelle für Fahrzeuge, die in Eupen ansässig ist. Diese sieht sich mit einer gravierenden Überlastung an Anträgen und Anfragen konfrontiert.

Die Angestellten haben trotz enormen Arbeitseinsatzes enorme Verspätungen und werden immer wieder bei der Bearbeitung von Dossiers und dem Zeitaufwand am Schalter aufgehalten.

Diese Situation führt dazu, dass die Schalter oftmals geschlossen oder viele Überstunden gemacht werden müssen, um dem Arbeitspensum gerecht zu werden. Diese Problematik ist nicht nur sehr anstrengend für die Mitarbeiter, sondern auch der Dienst am Bürger kann so nicht ausreichend gewährleistet werden. 

Verwundert über diese Situation, befragte die Abgeordnete JADIN den Staatssekretär für Mobilität, Etienne SCHOUPPE, ob dieser sich dieser Problematik bewusst sei und welche Lösungswege er vorschlage.

SCHOUPPE sei bereits über die Situation in Eupen aufgeklärt worden. Natürlich könne man eine Unterstützung der Antenne in Lüttich anfragen, dies solle jedoch nur eine außerordentliche Lösung sein, so der Staatssekretär. Der föderale, zuständige Dienst  wolle jedoch hierfür eine strukturierte Lösung finden, in dem sie einen weiteren Schalterbeamten rekrutieren werden, der gute Sprachenkenntnisse in Deutsch besitzt. Diese Rekrutierungsmaßnahme sei bereits in Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Gange, so der Staatssekretär gegenüber der Abgeordneten. Bis dahin werde die Immatrikulationsstelle in Eupen jedoch an einigen Tagen während des Sommers seine Türen schließen müssen um dem enormen Anfragen gerecht zu werden.    

„Eine Anlaufstelle für den Bürger, die täglich in Anspruch genommen wird, muss ein qualitatives Angebot gegenüber dem Bürger gewährleisten. Es gibt nur diese eine und der Bürger ist gezwungen diese im Falle einer Immatrikulation seines Fahrzeuges in Anspruch zu nehmen und hat keinerlei alternative Möglichkeiten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Staatssekretär hiervon erfährt, damit das Alltagsgeschäft wieder in normalen Bahnen verlaufen kann. Auch den Mitarbeitern kann dieser Zustand nicht dauerhaft zugemutet werden. Wenn die Zuständigkeit wie in Eupen vergrößert wird, müssen auch die Mittel dementsprechend angepasst werden. In vielen Fällen passiert das einfach nicht. Hierdrauf möchte ich aufmerksam machen und freue mich aber in diesem Falle, dass bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in Angriff genommen wurden“, so Kattrin JADIN.


20.07.2011 - Flugzeugtaufe der Fachhochschule Aachen (FH) mit Parlamentspräsident Ferdel Schröder in Merzbrück

Flugzeugtaufe der Fachhochschule Aachen (FH) mit Parlamentspräsident Ferdel Schröder in Merzbrück: „Grenzüberschreitende und verlässliche Kontakte sind enorm wichtig in unserer schnelllebigen und globalisierten Welt“, freuten sich der Rektor der FH, Prof. Dr. Marcus Baumann, und Städteregionsrat Helmut Etschenberg über die Anwesenheit des Parlamentspräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Ferdel Schröder zeigte sich begeistert angesichts des neuen Forschungsflugzeugs „Mupp“, das z.B. bei der Messung von Schadstoffen in der Luft nach einem Vulkanausbruch oder in der Nähe von Schwerindustrien eingesetzt wird: „Ein tolles Stück fachrichtungsübergreifender Ingenieurskunst, von dem auch Studierende aus der DG profitieren können.“

In der Tat ist es so, dass 98 Studentinnen und Studenten aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Fachhochschule Aachen an deren beiden Standorten in Jülich und Aachen besuchen., überwiegend in den Fachbereichen Architektur, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Darüber hinaus lotet die DG mögliche Kooperationen mit der FH im Bereich des Mittelstandes aus – ähnlich wie es bereits ein Abkommen im Bildungsbereich mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) gibt.

„Es ist absolut wichtig und auch notwendig für die Deutschsprachige Gemeinschaft, dass neben den ostbelgischen Unternehmen auch wir Politiker grenzüberschreitende Kontakte unterhalten und pflegen“, sagt Ferdel Schröder. Nur so könne man z.B. auch jungen Menschen aus der DG die Möglichkeiten eines Studierens im Ausland und des Knüpfens von internationalen Kontakten aufzeigen – eine Eigenschaft, die in Zeiten der Globalisierung, des Miteinanders unterschiedlicher Kulturen und Sprachen immer wichtiger wird.

Im Jahr 2010 haben sich nach einer Umfrage des Arbeitsamtes der DG in Zusammenarbeit mit den PMS-Zentren 18 Prozent der Abiturienten aus der DG für ein Studium in Deutschland ausgesprochen – während 60 Prozent dies im Landesinneren vorhatten.

Das Forschungsflugzeug „Mupp“ vom Typ Stemme S 10-VTX ist ein Segelflugzeug, das zu Forschungszwecken wie etwa der Messung von Feinstaub in der Luft eingesetzt wird: „Solch eine Flugzeugtyp kann genutzt werden, um etwa die Menge von Feinstaub nach Vulkanausbrüchen oder über Industrieanlagen zu messen“, erklärte Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen. Die Stemme verfügt über einen Motor, der bei Bedarf auch während des Fluges zugeschaltet werden kann. Diese Kombination aus Alltagstauglichkeit und vielseitiger Verwendbarkeit eröffnet Studierenden und Lehrenden des Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik neue Dimensionen: Der Motorsegler kann in den Bereichen Flugsystemtechnik, Aerodynamik, Aeroelastik, Mensch-Maschine-Systeme, Atmosphärenmessungen und Fluglärmuntersuchungen eingesetzt werden.

Die Stemme ist 8,42 Meter lang und hat eine Spannweite von 23 Metern. Der 115-PS-Motor sorgt für Reisegeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h. Die Gleitzahl beträgt 1:50, was weite Strecken von mehreren hundert Kilometern im reinen Segelbetrieb entspricht: Mit jedem Kilometer  Flughöhe kann die Stemme 50 Kilometer weit segeln. Mehr Infos unter www.fh-aachen.de.

Für Hochschulabsolventen in der Luft- und Raumfahrttechnik bieten sich beste Jobchancen: Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie suchen die Unternehmen deutschlandweit 4000 Ingenieure und 2000 Facharbeiter. In der deutschen Luft- undf Raumfahrtindustrie sind derzeit 93700 Menschen beschäftigt, der Jahresumsatz beläuft sich auf 23,6 Milliarden Euro. Die entsprechenden Zahlen europaweit sind 375000 Beschäftigte und 128 Milliarden Euro Umsatz.


12.07.2011 - Kattrin Jadin befragt Ministerin Onkelinx zur Zukunft der belgischen Pensionen

Die Abgeordnete JADIN wollte in einer Fragestellung im Ausschuss für soziale Angelegenheiten die Stellungnahme der zuständigen Ministerin zur Zukunft der Pensionen wissen. Die Probleme in Bezug auf den demographischen Wandel in Belgien könne man nicht mehr ignorieren, genauso wenig wie den finanziellen Impakt, den dieser mit sich bringe, so JADIN. Vor allem die Sozialbeiträge bezüglich der Pension und der Gesundheitspflege spielten hier die größten Rollen, so auch ONKELINX in ihrer Antwort.

 

Die Ministerin schlug als zusätzliche  Finanzierung die Einführung von generalisierten Sozialbeiträgen  vor, ausgenommen jedoch seien Arbeiter mit kleinen Einkommen. 

 

Dieser Lösungsvorschlag stammt aus Umfragen der Nationalbank und des föderalen zuständigen Büros, die ebenfalls zwei weitere Möglichkeiten vorschlugen: die Erhöhung der Gesellschaftssteuer oder der Immobiliensteuer. 

 

Die Umfragen schließen jedoch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Einkommensteuer aus. Auch wolle die Ministerin mit einer dieser drei Lösungen keinesfalls die Schaffung von Arbeitsplätzen oder die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen negativ beeinflussen.

 

Die Ministerin erinnerte daran, dass dies nur mögliche Pisten seien, die keinesfalls bereits beschlossen wären, sondern lediglich Vorschläge seien, die vorgebracht wurden.

 

Kattrin JADIN fügte hinzu, dass es wichtig sei, jede Möglichkeit zu untersuchen, bevor man erneut an der Brieftasche der Belgier kratze. Zudem kritisierte sie, dass die politische Krise solche Debatten enorm blockieren: „Es geht hier um eine gesellschaftliche Debatte, die extrem wichtig ist. In Deutschland haben die zuständigen Politiker bereits Maßnahmen in Angriff genommen. Meine Generation wird mit diesem Problem konfrontiert werden, das unser Gesellschaftsmodell ernsthaft in Frage stellt. Währenddessen verfallen gewisse Politker in  endlosen Debatten. Die wirkliche Debatte, die die Leute interessiert, ist doch nicht die Aufteilung von BHV, sondern wie die Generationenübergreifende Solidarität fortbestehen und weiterhin finanziert werden kann“, so JADIN.

 


12.07.2011 - Kattrin JADIN klagt Sprachenprämie bei deutschsprachigen Gefängniswärtern ein

In ihrer Funktion als Föderalabgeordnete war Kattrin JADIN letzte Woche von Betroffenen aufmerksam gemacht worden, dass die Sprachenprämie für zweisprachige Gefängnisbeamte im Gefängnis Verviers in Kürze gestrichen werden soll. Dies veranlasste die Abgeordnete beim zuständigen Justizminister bezüglich der Prämie, die diese Jahre lang erhalten haben, zu intervenieren.

Es scheine so, laut JADIN, dass diese Entscheidung wohl darauf basiere, dass für Verviers als einsprachige Gemeinde eine solche Prämie nicht weiter anwendbar sei. Skandalös sei eine solche Entscheidung, die wohl den massiv auferlegten Sparmaßnahmen im Justizwesen zum Opfer gefallen sind, so JADIN.

Das Gefängnis von Verviers sei für alle neun deutschsprachigen Gemeinden zuständig und müsste demnach die deutsche Sprache ebenfalls berücksichtigen. Die Notwendigkeit ein hierfür qualifiziertes Personal zu haben, sei deshalb mehr als gegeben.

Da nicht viele Gefängnisbeamte über diese zusätzliche Qualifikation verfügen soll die Prämie auch weiterhin als Zusatzanreiz für die Zweisprachigen geboten werden. Sollte diese Prämie nun tatsächlich gestrichen werden, werde das einen sehr demotivierenden Einfluss auf das betroffene Personal haben.   

„Das Justizministerium versucht hier mit allen Mitteln zu sparen, was ich durchaus verstehen kann. Allerdings ist dies für mich Sparen am völlig falschen Ende, zumal die Beamten, die der deutschen Sprache mächtig sind, einfach unabdingbar für das Vervierser Gefängnis sind. Als Alternative müsste man schließlich auf Übersetzer zurückgreifen, die wohl wesentlich teurer sind. Es ist nun mal ein Fakt, dass die deutsche Sprache zu Belgien gehört und als dritte Landessprache auch so respektiert werden muss, auf allen Ebenen und zu jeder Zeit“, so Kattrin JADIN.    

Neben einem Schreiben an Justizminister DE CLERCK richtet die Abgeordnete ebenfalls eine mündliche Frage an diesen und hofft, hiermit den Minister nochmal zum Umdenken bringen zu können. Sie versprach zudem, alle Betroffenen von der Antwort hierzu benachrichtigen zu wollen.


08.07.2011 - Kattrin JADIN befragt zum Mangel an praktizierenden Zahnärzten in der DG

Auf eine mündliche Frage der Abgeordneten JADIN schlägt die Gesundheitsministerin zwei mögliche Pisten zur Lösung vor, um den Mangel an Zahnärzten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu beheben.

Letzten Dienstag hatte die Ministerin deutlich gemacht, dass das  „dento-mutualistisch“ Abkommen von 2011-2012 zwei verschiedene Maßnahmen vorsehe, an der die Arbeitsgruppe der nationalen zuständigen Kammer momentan arbeite.

Erste Maßnahme: eine Prämie zum Anreiz für Zahnärzte, die einen Assistenten als Zahnarzthelfer einstellen. Diese Maßnahme erlaubt den Mangel an Praktizierenden auszupendeln, da dies die Produktivität und Effizienz der Zahnärzte steigern könne.

Zweite Maßnahme: diese untersucht wie die Etablierung neuer Zahnärzte am besten in schwach besiedelten Zonen Praktizierender unterstützt werden kann.

„Auch diese Angelegenheit betrifft den Bürger ganz konkret in seinem Lebensumfeld. Obwohl wir im 21. Jahrhundert leben, ist es in einigen Regionen Belgiens schwierig oder manchmal kaum möglich einen Zahnarzt zu finden. Die vorgeschlagenen Lösungsansätze sind gute Vorschläge. Allerdings müssen diese auch alsbald umgesetzt werden“, so die Abgeordnete JADIN.


07.07.2011 - Parlamentspräsident Ferdel Schröder enttäuscht nach N-VA-„Nein“ zur Schlussnote des Regierungsbildners: „Vertrauen der Bürger geht bergab“

Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) ist nicht überrascht von der ablehnenden Haltung der flämischen Nationalisten zum Schlussbericht von Regierungsbildner Elio Di Rupo (PS): „Ich hatte jedoch mit einem kleinen „ja“ und einem großen „Aber“ gerechnet. Das „Nein“ entspricht der N-VA-Taktik, was aber gefährlich für unser Land ist.  Das Vertrauen der Bürger wird weiter bergab gehen“, zeigt sich Ferdel Schröder enttäuscht von der Kompromissunfähigkeit. Nichtsdestotrotz hält der Parlamentspräsident an der durch die Grundsatzerklärung im Parlament der DG festgelegten Marschroute fest: „Es ist im Interesse der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dass der Parlamentsausschuss I die Anhörung von Experten wie Politologen, Staatsrechtlern oder Sozialwissenschaftlern durchführt. Nur so können wir uns aktiv mit unserer Rolle im künftigen Belgien auseinandersetzen und vorbereiten.“


06.07.2011 - Parlamentsausschuss legt weitere Schritte zur Positionierung der DG im künftigen Staatsgefüge fest – Präsident Ferdel Schröder ist nach der Live-Übertragung zuversichtlich: „Note stellt eine gute Basis dar&

Aktueller geht´s nicht: Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) überraschte die Mitglieder des Ausschuss I für allgemeine Politik mit der Live-Ausstrahlung des Schlussberichts von Regierungsbildner Elio Di Rupo (PS) in der regulären Sitzung im Plenarsaal des Parlaments.

 „Die Note des Regierungsbildners ist sicherlich eine gute Basis, um die Zukunft der DG im belgischen Staatsgefüge zu analysieren“, zeigt sich Parlamentspräsident Schröder überzeugt. Entsprechend der vergangene Woche im Plenum des Parlaments verabschiedeten Grundsatzerklärung wird sich der Ausschuss I in den kommenden Wochen intensiv mit der Positionierung der DG im künftigen Staatsgefüge befassen: „Ich bin froh, dass sich der Ausschuss I aktiv und auf Basis eines breiten Konsens mit der Rolle unserer Gemeinschaft im künftigen Belgien auseinandersetzt. Wir müssen auch als Parlamentarier bereit sein, eine aktive Rolle zu übernehmen, wenn sich auf föderaler Ebene neue Perspektiven eröffnen“, sagt Ferdel Schröder.

Als weitere Maßnahme des in der Sommerpause tagenden Ausschuss I haben sich die Fraktionen auf einen „Fahrplan“ zur weiteren Vorgehensweise verständigt. Dieser sieht Folgendes vor:  Sondersitzung zur Analyse der Note des Regierungsbildners Elio Di Rupo am 13. Juli, Besuch des Experten Vincent de Coorebyter, Direktor des Brüsseler Zentrums für sozio-politische Forschung und Information (CRISP) am 14. Juli in Brüssel, Anhörung des Sozialwissenschaftlers Philippe van Parijs, ordentlicher Professor an der Université catholique de Louvain (Faculté sciences éco, sociales et politiques), Inhaber des Lehrstuhls Hoover für Wirtschafts- und Sozialethik, Doktor der Philosophie und der Sozialwissenschaften, am 18. Juli, Anhörung des Politologen Dave Sinardet, post-doc-Forscher an der Universität Antwerpen, Professor an der VUB und den Facultés Universitaires Saint-Louis in Brüssel am 12. September. Weitere Expertenanhörungen sowie die Beauftragung von Studien werden folgen. Dies werden sich u.a auf die in der Schlussnote in Aussicht gestellte weitere Übertragungn von Kompetenzen in den Bereichen des Gesundheitswesen der Beschäftigung, Kindergeld sowie auf das Finanzierungsgesetz beziehen. Dies stellt in den Augen von Parlamentspräsident Ferdel Schröder eine weitere Verbesserung für die Bürger der DG dar: "Wir haben seit annähernd 40 Jahren eine Struktur aufgebaut, die es uns ermöglicht binnen kurzer Zeit auf die Bedürfnisse der Einwohner vor Ort zu reagieren. Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir auch künftig verstärkt direkt zum Wohle unserer Einwohner Entscheidungen treffen können", betont Parlamentspräsident Ferdel Schröder.

Gebannte Atmosphäre: Mitglieder des Ausschuss I verfolgten Montagnachmittag die Live-Übertragung der Schlussnote des Regierungsbildners Elio Di Rupo im Plenarsaal des Parlaments der DG. Weitere Schritte zur Positionierung der DG im künftigen Staatsgefüge wurden festgelegt.


29.06.2011 - Kattrin JADIN befragt zu Speicheltests der Polizei

In einer schriftlichen Frage an Ministerin TURTELBOOM hat die Abgeordnete JADIN den Mangel an Speicheltests in Belgien thematisiert. Erst vor kurzem wurde dieser eingeführt, um Autofahrer auf Drogen zu testen. Kurz nachdem mit diesen gearbeitet wurde, waren die Anfragen der Polizeistellen so groß, dass zum jetzigen Zeitpunkt nur noch wenige Tests vorhanden sind.

Die Lager der Polizeistellen seien leer und dies ausgerechnet zum Zeitpunkt der Festivals, die nun im Sommer alle in Belgien starten, fügte JADIN hinzu. Zudem seien diese Tests als äußerst effektiv bekannt. Die Abgeordnete wollte von der Ministerin wissen, wie sie sich diesen Mangel erkläre, was die Konsequenzen für die Kontrollen in diesem Sommer seien und wann die Polizei wieder mit Speicheltests zu rechnen habe.

Seit Oktober 2010 ersetzen diese speziellen Speicheltests, Urin- oder Bluttests bei Überprüfungen. Damals waren 18.000 Tests bestellt worden. Auch die Innenministerin gab zu, dass es einen Mangel gebe, allerdings sei das Justizministerium für diese Ankäufe zuständig. Die Tests seien Opfer ihres eigenen Erfolges geworden, so TURTELBOOM. 35.000 Tests seien bestellt, die im nächsten Jahr von der lokalen und föderalen Polizei benutzt werden können. Das zusätzliche Budget wird noch durch den Ministerrat verabschiedet. Die Ministerin versicherte aber, dass jede Zone die diese Tests gebrauchen könne, wenn es nötig sei, diese auch erhalte.

Kattrin JADIN fügte hinzu: „Eine tolle Maßnahme die allerdings zeigt, dass es keine guten Vorbereitungen gegeben hat. Gerade in den Sommermonaten wenn die Festivals im Sommer starten, wären diese Tests sinnvoll, zum Schutz der jungen Menschen. Es steht nicht fest, wann die neuen Tests eintreffen, wo sie verteilt werden, ob sie ausreichend sind. Die Gewährleistung der Versorgung mit den Speicheltests kann also nicht versichert werden. Schade, dass die zuständigen Ministerin an dieser Stelle nicht vorrausschauender arbeiten.“


27.06.2011 - Tourismusministerin und Parlamentspräsident unterstützen regionales Eisprojekt

Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) gehörte zu den Ersten, die das neue Sommereis von „Belgian Chocolate Design-Fairebel“ bei der offiziellen Vorstellung in Schönberg probierten: „Milch und das nötige wirtschaftliche wie handwerkliche Know-how direkt aus unserer Region sind perfekte Zutaten für das köstliche Eis.“ In der Tat ist es so, dass z.B. mit frischer Milch von Landwirt Rainer Lentz aus Schoppen die Hauptzutat aus unmittelbarer Umgebung stammt. „Dies ist es auch, was wir bezwecken. Wir möchten nämlich die Transportwege kurz halten, die CO2-Emission somit im Vergleich zu günstigerer Industriemilch reduzieren. Und natürlich soll der Verbraucher wissen, dass er die Produktionsbetriebe vor Ort unterstützt“, erklärte Lothar Hanf, Geschäftsführer von Belgian Chocolate Design einen Vorteil der neuen Kooperation. Man habe mit der Genossenschaft Faircoop einen Partner gefunden, dessen Mitgliedsbetriebe direkt profitierten:  Wie für die unter demselben Label „Fairebel“ vertriebene Milch und Schokomilch erhalte die Genossenschaft auch pro verkauften Liter Eis 10 Cent, sagte Erwin Schöpges, Präsident der Faircoop. Zudem wolle man bei entsprechender Kundenresonanz die Fairebel-Produkte künftig landesweit vertreiben. DG-Tourismusministerin Isabelle Weykmans (PFF) steht dem neuen Eisprojekt positiv gegenüber: „Regionale Produkte spielen eine große Rolle bei der Vermarktung unserer Gemeinschaft. Zwei wichtige Ziele des Regionalen Entwicklungskonzeptes der Regierung sind, unsere Landschaft zu bewahren und mit der Natur zu wirtschaften. Beides wird mit dem Eisprojekt erfüllt.“


27.06.2011 - Neue Onlinedatenbank für Rechtsbegriffe: www.rechtsterminologie.be

Die neue dreisprachige Datenbank des Terminologieausschusses mit Begriffen des belgischen Rechts ist ab sofort online.

Kennen Sie das? Sie haben ein französisches juristisches Wort in einem Schriftstück und suchen sich im Wörterbuch die Finger wund nach der deutschen Benennung, die im belgischen Rechtsraum offiziell und verbindlich ist.

Damit ist jetzt Schluss: »Die Datenbank ist so einfach wie ein Onlinewörterbuch«, sagt Manuel Brüls, Referent für Rechtsterminologie im Ministerium der DG. Die Terminologiedatenbank Debeterm (für de utsch- be lgische Term inologie) enthält zurzeit etwa 2200 verbindliche Begriffe und wird ständig erweitert. Bisher war sie zusammen mit der Datenbank Semamdy der Zentralen Dienststelle für Deutsche Übersetzungen auf deren Website www.scta.be zu finden. Jetzt hat der Terminologieausschuss eine eigene benutzerfreundliche Suchmaske mit ausführlichen Erläuterungen der jeweiligen Begriffe erstellt. Während die Zentrale Dienststelle neben den Begriffen des Terminologieausschusses auch eine große Menge von Begriffen ihrer Übersetzer auf der Website hat, befinden sich auf www.rechtsterminologie.be ausschließlich die offiziellen und rechtlich verbindlichen Begriffe des Terminologieausschusses - das ist eine Erleichterung insbesondere für Juristen und Übersetzer, aber auch für Geschäftsleute, Personalreferenten und Sekretärinnen. Die Wortsuche funktioniert dabei in alle Sprachrichtungen. Und für den, der mit der Suchmaske der Website nicht sofort zurechtkommen sollte, liefert der Menüpunkt »Benutzerhilfe« weitere Erklärungen.

Die zuständige DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) äußerte sich laut Mitteilung aus ihrem Kabinett sehr zufrieden: »Mit dieser Website verbessert sich die Zugänglichkeit zur deutschsprachigen Rechtsterminologie in Belgien ganz entscheidend. Ich bin der Überzeugung, dass man auf diese Weise der Rechtsterminologie auch ein wenig das Unbehagen nimmt, das diese Art der Terminologie bei denen verbreitet, die nicht tagein tagaus mit ihr zu tun haben.«

Die digitale Wortschatzsammlung enthält die vom Terminologieausschuss der DG festgelegten deutschen Entsprechungen französischer und niederländischer Benennungen aus föderalen Rechtstexten. Die Mitglieder dieses Ausschusses und ihre Aufgaben werden ebenfalls auf der Website vorgestellt.

Es handelt sich dabei um Juristen sowie einen Linguisten aus Verwaltung, Übersetzungsdiensten und Gerichtswesen, die tagtäglich mit terminologischen Fragen konfrontiert sind.

Fragen beantwortet der Sekretär des Ausschusses:

Manuel Brüls, Gospertstraße 1,

4700 Eupen

Tel.: 087/789665,

manuel.bruels@dgov.be,

www.rechtsterminologie.be

v.l.n.r.: Manuel Brüls (Terminologe, Sekretär des Ausschusses), Bernd Christen (Attaché bei der ZDDÜ, wissenschaftlicher Berater des Ausschusses), Björn Bullynck (Gerichtsrat am Appellationshof Antwerpen, Mitglied), Erik Van Heymbeeck (Erster Berater am Verfassungsgerichtshof, Mitglied), Jean-Marie Freres (Vizepräsident des Gerichts Erster Instanz Eupen, Vorsitzender des Ausschusses), Leo Neycken (Verwaltungsdirektor im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, stellvertretender Vorsitzender), Eva Johnen (Juristischer Dienst Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Mitglied).

 

(Quelle: www.grenzecho.net)

 


24.06.2011 - Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) empfing euregionale Männerchöre: „Musik verbindet!“

„Aus der Traube in die Tonne“, klang es zum Dank aus mehreren Dutzend Männerkehlen im Plenarsaal. Soeben hatte Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) den MGV Marienchor Eupen sowie die befreundeten Männerchöre aus Aachen, Würselen und Linden-Neusen im Parlamentsgebäude am Kaperberg empfangen.

Mit 60 Personen, darunter auch Partnerinnen der Mitglieder der Männerchöre, war der Plenarsaal inklusive des sprichwörtlichen letzten Platzes besetzt. Unter dem Stichwort „Musik verbindet“ hatte Ferdel Schröder die Chöre willkommen geheißen: „Nicht zuletzt durch Ihr euregionales Sängertreffen hier in Eupen sind Kontakte über die Landesgrenzen hinweg für Sie nichts Ungewöhnliches. Gerade für eine kleine Gemeinschaft wie die Deutschsprachige sind solche Kontakte auch in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens wichtig.“

Der Parlamentspräsident erinnerte in einer lockeren Ansprache an die Anfänge der Autonomie („Kultur war unsere erste Kompetenz, die uns anvertraut wurde“) und erklärte den interessierten Besuchern u.a. den mehrfachen Nationalitätenwechsel der Bewohner der heutigen DG sowie deren historische Entwicklung. Axel Falkenberg, Präsident des Marienchor Eupens, sowie Heribert Kever, Ex-Präsident und Initiator des Chöretreffens, bedankten sich im Namen ihrer Chorkollegen für den freundlichen Empfang und stießen bei einem Glas Weißwein auf die euregionale Freundschaft an.


24.06.2011 - Abgeordnete JADIN befragt zur Verteilung der Investitionen in belgische Bahnhöfe

Die Föderalabgeordnete JADIN reichte vor einigen Wochen eine schriftliche Frage zu den Investitionen in Bahnhöfe in Belgien ein, auf die sie gestern eine Antwort der zuständigen Ministerin VERVOTTE erhielt.

In einer Pressemitteilung hatte die Abgeordnete erfahren, dass teilweise enorme Summen in einige Bahnhöfe gesteckt werden, während andere völlig vernachlässigt würden und in keinem guten Zustand seien. Dies wurde ebenfalls von den Bahnreisenden stark kritisiert. Während in die Bahnhöfe von Mons (150 Millionen Euro), Lüttich (eine halbe Milliarde Euro!)und Antwerpen riesige Investitionen fließen, befinden sich vor allem Bahnhöfe wie Binche, Neufchateau oder Quievrain in keinem akzeptablen Zustand. 

Diese teils desolaten Zustände an einigen belgischen Bahnhöfen seien auch oftmals Quellen für Unsicherheit und gefährdeten den Schutz der Reisenden oder Bahnangestellten. Deshalb wollte JADIN wissen, wie die Investitionen von der SNCB vergeben werden, was mit den heruntergekommenen Bahnhöfen auf lange Zeit geschehen solle und welche konkreten Projekte momentan bestünden.

Inge VERVOTTE antwortete, dass die SNCB Holding sich bemühe ihre Bahnhöfe zu verbessern und zu verschönern: Dank der Renovierung und Vergrößerung großer Bahnhöfe konnten eine maximale Summe an Bahnreisenden erreicht werden. Jedes Jahr würden zudem zahlreiche kleine Bahnhöfe wie Pepinster oder Virton systematisch renoviert oder aufgefrischt. Verschiedene Bahnhofsdirektionen investieren zudem in die Vergrößerung ihrer Parkplätze und Fahhraddepots und dies in großen und kleinen Bahnhöfen und Haltestellen.

Die SNCB Holding versuche systematisch seine Infrastrukturen zu erneuern, so die Ministerin. Allerdings könnte dies nicht in allen Bahnhöfen gleichzeitig stattfinden und deshalb lege man Prioritäten fest, um die wichtigsten Arbeiten zu vollziehen. Zudem versuche die SNCB ihre alten Gebäude aufzuwerten, in dem sie diese an Dritte verkaufe oder vermiete.

„Wenn ich auch die Investitionen in unsere Bahnhöfe als notwendige und gute Initiative empfinde, da wir in Belgien diesbezüglich nicht auf dem neuesten Stand sind in Vergleich zu unseren zahlreichen Nachbarländern, ist mir die Verteilung der Investitionsgelder noch nicht klar geworden. Besonders einige Bahnhöfe in Belgien sind so heruntergekommen, dass sie einen neuen Anstrich verdient hätten und beim Thema Sicherheit einfach Gefahren vorhanden sind. Sicherlich zieht ein Bahnhof in Lüttich enorm viele Besucher an und weckt Aufmerksamkeit, aber solche Summen sprengen etwas den Rahmen, wenn man bedenkt was die SNCB immer noch an Mängel zu beseitigen hätte, für die enorme Finanzen benötigt werden. Mir fehlt an dieser Stelle ganz einfach der rote Fade“, so JADIN.


15.06.2011 - JFF für einen Minimaldienst im Öffentlichen Dienst

Bereits zum zweiten mal innerhalb einer Woche streikt am heutigen Mittwoch (15. Juni 2011) der Öffentliche Personen Nahverkehr (TEC) in einigen wichtigen Depots im Raum Lüttich-Verviers. Das Depot von Eupen ist von diesem Streik allerdings nicht betroffen.

Ausgerechnet inmitten der wichtigen und zeitintensiven Prüfungszeit werden die Konflikte zwischen den Mitarbeitern und der Direktion der TEC auf dem Rücken der Studentinnen und Studenten ausgetragen. Gerade im Raum Lüttich, wo sich die meisten Unifakultäten außerhalb der Stadt auf dem Campus Sart-Tilman befinden und auch etliche Hochschulen in den Außenbezirken angesiedelt sind, sind die Studentinnen und Studenten auf einen verlässlichen und pünktlichen Öffentlichen Personenverkehr angewiesen.  

Die Nutzer des Öffentlichen Personenverkehrs müssen die Garantie haben, dass sie sich jeden Morgen zu ihrer Uni, ihrer Schule oder ihrer Arbeit begeben können und auch abends wieder nach Hause gebracht werden. Die JFF unterstützt daher die Forderung der liberalen Parteien im Land nach einem verpflichtenden Minimaldienst in den Öffentlichen Diensten.

Streiken zu dürfen ist ein Recht – die Leistungen der Öffentlichen Dienste für den Bürger sind eine Pflicht. Diese beiden Interessen müssen mittels der Einführung eines Minimaldienstes in Ausgleich gebracht werden, so wie dies in vielen anderen europäischen Ländern auch der Fall ist.


14.06.2011 - Kattrin JADIN erhält Antwort des Verteidigungsministers zu Munitionstests in Elsenborn

Die Abgeordnete stellte im heutigen Verteidigungsausschuss der Kammer eine Frage an Minister De CREM, die die erneute Diskussion um die Munitionstest in Elsenborn thematisiert.

Trotz des ehemaligen Beschlusses des damaligen Regionalministers Andre ANTOINE ein Verbot für die Munitionstest in Elsenborn zu erheben, schaffte das Unternehmen die Berufung des ministeriellen Beschlusses und reichte fristgerecht einen Antrag beim Staatsrat ein.

Inzwischen hat der zuständige Raumordnungsminister HENRY das Verbot der Schiesstests in Elsenborn erneut bekräftigt. Doch auch diese Entscheidung kann erneut vom Unternehmen MECAR beim Staatsrat angefochten werden.

Die Abgeordnete wollte vom Verteidigungsminister seine Meinung in dieser Angelegenheit wissen und welche Möglichkeiten jetzt bestehen.

Der Verteidigungsminister antwortete, dass bezüglich der Einhaltung der Gesetzgebung zur Auswertung des Geländes in Elsenborn, die Meinung der Verteidigung unverändert geblieben sei. Alle zivilen Aktivitäten im militärischen Bereich sind der föderalen und regionalen Gesetzgebung unterlegen. Hierfür benötigt man einen „permis unique“ der Wallonischen Region.

Zum aktuellen Zeitpunkt hat die Gesellschaft MECAR keine Anfrage bei der Verteidigung eingereicht, um die Munitionstests weiterzuführen. Sollte dies der Fall sein, werde die Anfrage von der zuständigen juristischen Abteilung analysiert.

„Es ist gut, dass erneut eine Entscheidung auf Ebene der Wallonischen Region getroffen wurde und so das Verbot für MECAR klar formuliert wurde. Es ist ebenfalls gut zu wissen, dass der föderale Minister bereit ist, das Dossier mit dem bekannten Hintergrundwissen weiterhin kritisch zu behandeln. Besonders für die Bürgerinitiative „Stop MECAR“, die sich jahrelang eingesetzt hat, ist es wichtig zu sehen, dass klare Aussagen gemacht werden und sich ihr Engagement gelohnt hat“, so JADIN.


10.06.2011 - Parlamentspräsident Ferdel Schröder setzt sich für den Erhalt des DG-Wahlkreises ein

Der zuständige Fachausschuss I des Parlaments der DG unter Vorsitz von Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) hat sich mit dem Initiativvorschlag des Europäischen Parlaments (EP) zur Änderung der Wahl seiner Abgeordneten (2009/2134[INI]) – dem sogenannten „Duff-Bericht“ – beschäftigt. In seiner Stellungnahme an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Herrn Jerzy Buzek, die Vorsitzenden des Ausschusses der Regionen (AdR), Frau Mercedes Bresso sowie an das Mitglied des EP, Herrn Mathieu Grosch und den Vertreter der Deutschsprachigen Gemeinschaft im AdR, Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, hat der Ausschuss I – vertreten durch den Parlamentspräsidenten – im Wesentlichen folgendes unterstrichen: eine angemessene Vertretung von Minderheiten jedes EU-Mitgliedsstaates im EU-Parlament, d.h. Beibehaltung des Wahlkreises der DG zur Vertretung einer anerkannten Minderheit auf europäischer Ebene. Dies mache vor allem Sinn vor dem Hintergrund, dass die Bürger und die regionale Entwicklung in Grenzgebieten verstärkt auf europäische Lösungen angewiesen seien. Darüber hinaus begrüßt der Ausschuss I die Einführung eines europäischen Wahlbezirks und einer transnationalen Liste, aus der 25 Mitglieder des EP gewählt werden.


06.06.2011 - Ferdel Schröder gab Startschuss zum Staffelmarathon in Eupen

Rund 1000 Militärsportler aus Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland nahmen an der „Challenge Etienne Gailly“ teil. Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) gab den Startschuss zu der Laufveranstaltung, die vom Königlichen Militärinstitut Eupen zum 35. Mal rund um das Waldstadion auf Schönefeld organisiert wurde.

Jeweils fünf Sportler traten in einer Staffel an, um die Marathon-Distanz von 42 Kilometern zu absolvieren. Parlamentspräsident Ferdel Schröder überreichte Medaillen und Pokal für die schnellste Damenmannschaft.

Die „Challenge Etienne Gailly“ wird zu Ehren des gleichnamigen Bronze-Medaillengewinners beim Marathonlauf der Olympischen Spiele 1948 in London ausgetragen. Gailly hatte im Jahr zuvor die Ausbildung zum Sportausbilder am Königlichen Militärinstitut erfolgreich absolviert.


31.05.2011 - Langjährige Kontakte aufleben lassen - Besuch im Landkreis Oder-Spree

Mitglieder des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft besuchten Eisenhüttenstadt

Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) hat eine Delegation von Parlamentariern, Regierungsmitgliedern und Vereinsvertretern in den Landkreis Oder-Spree nach Eisenhüttenstadt begleitet. Dies geschah vom 26. bis 28. Mai anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen der DG und dem Landkreis im ostdeutschen Bundesland Brandenburg.

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es die Zusammenarbeit zwischen der DG und dem Landkreis Oder-Spree. 1991, kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der deutschen Wiedervereinigung begann die bis heute andauernde Zusammenarbeit zwischen dem Osten Belgiens und dem Osten Deutschlands.

Fundament der Partnerschaft sind die zahlreichen Ostbelgier, die mitwirken

Im Rahmen einer Festansprache, die in Anwesenheit des belgischen Botschafters in Deutschland, Renier Nijskens stattfand, schätzte der Landrat des Oder-Spree-Kreises, Manfred Zalenga, dass die Zahl der Einzelkontakte in den 20 Jahren der Zusammenarbeit annähernd die 1.000er-Marke erreicht haben dürfte.

Neben der parlamentarischen Delegation unter Führung von Parlamentspräsident Ferdel Schröder nahmen Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, Unterrichts- und Beschäftigungsminister Oliver Paasch und zahlreiche Kulturschaffende sowie mehrere Unternehmen aus der DG an der Jubiläumsveranstaltung teil. Hierzu gehörten das Theater Gaudium aus Hauset (Auftritte in Frankfurt an der Oder und Eisenhüttenstadt), der Chor St. Odilia aus Berg, der Kgl. Kleintierzuchtverein aus Eupen und die Produktions- und Handelsunternehmen Belgian Chocolate Design aus Schönberg, die Schinkenräucherei aus Montenau und der Spezialbier-Händler Triple Drinks. Die Stadt Eupen steuerte logistische Unterstützung bei und warb für Tourismus in der Weserstadt.

In den vergangenen Jahren haben auch der Chor Cantamus aus Raeren, die Froschtaler aus Schönberg, die Compagnie Irene K aus Eupen, der Fotoklub Eupen sowie viele Hundert Auszubildenden, Schüler, Sporttreibende und schließlich Wirtschafts- und Tourismusverantwortliche aus der DG für eine stets lebendige und freundschaftliche Partnerschaft gesorgt. Ihnen dankten Parlamentspräsident Schröder und Ministerpräsident Lambertz für ihre Offenheit und ihr Engagement.

Parlament und Regierung nutzten den Besuch, um Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auszutauschen und zu vertiefen: Der Landkreis Oder-Spree ist Mitglied der Euroregion Pro Viadrina (Deutschland/ Polen) und macht ähnliche Erfahrungen wie die DG in der Euregio Maas-Rhein und der Großregion. Thema des Austausches waren unter anderem Erfahrungen mit bilingualen Kindergärten (deutsch – polnisch) und mit grenzüberschreitender Gesundheitsfürsorge.

Logistikstandort Deutschsprachige Gemeinschaft

Mit dem Oberbürgermeister von Frankfurt an der Oder, Dr. Martin Wilke, wurde vereinbart, im Rahmen des für den Monat September geplanten Treffens zwischen Wirtschaftsdelegationen aus dem Landkreis Oder-Spree und der DG auch einen Fachaustausch zum Logistiksektor zu organisieren, einem Wirtschaftsbereich, der in Grenzregionen üblicherweise besonders ausgeprägt ist.

Ebenso wurde in einem Gespräch mit einem Vertreter der Geschäftsführung von ArcelorMittal (ehemals Cockerill Sambre) in Eisenhüttenstadt vereinbart, eine Zusammenarbeit in der beruflichen Ausbildung auf den Weg zu bringen. Im Werk sind derzeit ca. 200 Auszubildende tätig.

 


 


31.05.2011 - JFF für die Abschaffung der Wahlpflicht!

Die deutschsprachigen Jungliberalen sprechen sich für die Abschaffung der Wahlpflicht aus. Derzeit ist Belgien eines der wenigen Länder in denen diese Pflicht noch existiert. Zusammen mit den Jeunes MR ruft die Jugend für Freiheit und Fortschritt (JFF) den belgischen Gesetzgeber dazu auf, die Wahlpflicht abzuschaffen und so den Bürgerinnen und Bürgern ihre freie Wahl und die freie Ausübung eines ihrer Grundrechte in vollem Maße zurück zu geben! 

„Das Wahlrecht gehört zum persönlichen Freiheitsbereich eines jeden und jede Verpflichtung oder gar Strafmaßnahme in Zusammenhang mit diesem Recht ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger. Der Wähler ist frei in seiner Entscheidung wen er wählt und genau so frei sollte er in seiner Entscheidung sein, ob er von seinem Recht Gebrauch macht oder nicht.“ So die Vertreter der JFF. „In einer Demokratie wie der unsrigen, in der Freiheit und Eigenverantwortung bei jeder Wahl vorherrschen ist es nur logisch, dass die Bürgerinnen und Bürger frei entscheiden ob sie an einer Wahl teilnehmen oder nicht.“

Die Freiheit des Wahlrechts würde nach Überzeugung der JFF auch keine Schwächung der Demokratie bedeuten weil weniger Wählerstimmen die Volksvertreter und ihre Entscheidungen weniger legitimieren würden, so wie es der DG-Gemeinschaftssenator in einem BRF Interview für die SP darstellte, ganz im Gegenteil! Die Politik würde durch die Wahlfreiheit besser in Frage gestellt werden können und die Politikerinnen und Politiker müssten somit mehr auf die Wählerinnen und Wähler eingehen um diese zu mobilisieren und zu überzeugen. Die politische Debatte würde gestärkt, was wiederum eine Stärkung der Demokratie bedeuten würde.

Die JFF freut sich darüber, dass die Debatte um die Wahlpflicht in Belgien neu aufflammt und hofft, dass mehr und mehr Parteien die Forderung nach einem Ende dieser Pflicht unterstützen werden.

Alexander Miesen

Präsident


30.05.2011 - Kattrin JADIN befragt zu Streik bei BPost

Seit der Einführung der Automatisierung der Verteilung der Post, erhalten die Briefträger ihre Post „fertig zur Verteilung“. Seitdem zeigen sich einige Postbeamte sehr unzufrieden über das neue System, da es keineswegs absolut zuverlässig und in Perfektion arbeitet, was zahlreiche Fehlverteilungen zur Folge hat. Dies hat zur Folge, dass der Postbote teilweise andere Routen gehen muss oder nochmal zurückkehren muss um die fehlangewiesene Post zur richtigen Adresse zu bringen. Dies ist nicht nur mit einem viel größeren Zeitaufwand verbunden, sondern entspricht nicht der Georoute, mit der die Postboten seit einiger Zeit arbeiten, die im Detail vorbereitet ist.

 

Die Abgeordnete thematisierte die Streiks in der gestrigen Plenarsitzung, die seit mehr als zwei Wochen nun bereits in einigen Postämtern in der Lütticher Region abgehalten werden. Hierdurch wollen die Postangestellten gegen diese Vorgehensweisen protestieren. Sie werde sich nicht in dieser Diskussion positionieren, so die Abgeordnete. Kattrin JADIN verstehe die Direktion der Post, dass man seine Methoden verbessern und an die Zukunft anpassen müsse, andererseits müsse man auch verstehen, dass die Fehler des automatisierten Systems keinesfalls zu Lasten der Postboten sein dürfen.

 

Von der zuständigen Ministerin VERVOTTE wollte JADIN wissen, wie die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaftlern und der Direktion von BPost verlaufen, in der sie als Vermittlerin agiere. Zudem zielte ihre Befragung auf mögliche Lösungswege hin, die die Ministerin vorschlage.

In ihrer Antwort musste die Ministerin eingestehen, dass es bislang keine Neuigkeiten beider Lager der Post gebe. BPost wollte an ihren Methoden festhalten, verspreche aber den menschlichen Aspekt und die Auslastung ihrer Mitarbeiter nicht grenzwertig beanspruchen zu wollen.

 

„Wenn ich auch ein absolutes Verständnis über die Ärgernis der Postboten habe, muss man auch beachten, dass der Streik und damit einhergehend die verzögerte Postzustellung sich negativ auf Firmengeschäfte und sonstige erwartete Nachrichten auswirkt. Denn der Postempfänger ist hierdurch am meisten blockiert, obwohl er am wenigsten an diesem Konflikt beteiligt ist. Es muss also eine Lösung gefunden werden, bei der die Ministerin sicherlich keine unwichtige Rolle spielen kann“,so JADIN.


26.05.2011 - Kattrin Jadin befragt Verteidigungsminister zu Munitionstests in Elsenborn

Die Abgeordnete hat in dieser Woche eine Frage an Minister De CREM eingereicht, die die erneute Diskussion um die Munitionstest in Elsenborn thematisiert.

Nach einer Pressemitteilung war ans Licht gekommen, dass der Staatsrat bereits am 21. März dieses Jahr den ehemaligen Beschluss des damaligen Regionalministers Andre ANTOINE zum Verbot dieser Tests, aufgehoben hat.

Trotz begründeten Verbotes für das insbesondere die Bürgerinitiative „Stop Mecar“ lange Jahre gekämpft hatte, schaffte das Unternehmen die Berufung des ministeriellen Beschlusses in dem es fristgerecht einen Antrag beim Staatsrat einreichte.

JADIN erläuterte, dass man durch genaue Examinierung dieses langwierigen Dossiers erkenne, dass es sich hierbei um eine komplexe Angelegenheit handele, aber es sehr wichtig für ihre Region und seine Bürger sei und deshalb erneut eine schnelle und definitive Entscheidung getroffen werden müsste.

Sie wollte vom Verteidigungsminister seine Meinung in dieser Angelegenheit wissen und welche Möglichkeiten jetzt bestehen.

„Der zuständige wallonische Minister HENRY ist allerdings auch jetzt ganz besonders gefragt. Es ist an ihm jetzt schnell und deutlich eine Entscheidung zu treffen und diese den Bürgern auch mitzuteilen. Sie warten auf eine Reaktion des Regionalministers, da sollte keine unnötige Zeit vergehen. Im Gegenteil es ist Zeit für klare Worte,“ so die Abgeordnete.

Diesbezüglich versprach JADIN auch ihre Kollegen im wallonischen Parlament auf dieses Dossier aufmerksam zu machen und so den zuständigen Minister direkt zu befragen.


23.05.2011 - 18.05.2011 – Verfassungsfest im Mainzer Landtag - Parlamentspräsident Ferdel Schröder übermittelt Glückwünsche der DG

60 Jahre Landtag in Rheinland-Pfalz: Parlamentspräsident Ferdel Schröder (PFF) überbrachte die besten Wünsche der Deutschsprachigen Gemeinschaft anlässlich des Verfassungsfestes im Mainzer Landtag. Am 18. Mai 1951 trat der Landtag erstmals im Mainzer Deutschhaus zusammen, vier Jahre zuvor hatten die Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz in einer Volksabstimmung ihre Verfassung verabschiedet.

Flotte Live-Musik des Landespolizeiorchesters, Jazz aus Rheinhessen, heiße Rhythmen der Bahia Dance Group und ein glücklicher Landtagspräsident: Joachim Mertes (SPD) strahlte mit der Sonne um die Wette, als er nach seiner Wiederwahl und der Wahl der neuen Landesregierung auf die Terrasse des Deutschhauses trat. Kurz vor dem Start des Bürgerfestes in und vor dem Deutschhaus hatten sich die Mitglieder des Landtages zur konstituierenden Sitzung der 16. Wahlperiode versammlet: Kurt Beck (SPD) wurde mit den Stimmen der neuen Mehrheit – bestehend aus Sozialdemokraten und Grünen – erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Selbstverständlich, dass Ferdel Schröder hierzu dem mittlerweile dienstältesten „Landesfürsten“ Deutschlands die besten Wünsche von Parlament und stellvertretend auch von der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft überbrachte.


Natürlich waren die Ehrengäste des Empfangs anlässlich des Mainzer Verfassungsfestes – darunter Landesminister und Generalbotschafter –  an der politischen Lage Belgiens interessiert: „Wenn das hier öffentlich wird, dass ein Land auch ohne Regierung weiterlebt, dann dürften wir überflüssig werden …“, scherzte Landtagspräsident Joachim Mertes in seiner kurzen Ansprache.


20.05.2011 - Kattrin JADIN interveniert in der Plenarsitzung zu Minister Lutgen’s Vorschlag des Verbotes von LKW-Fahrten am Sonntag

Die Abgeordnete JADIN nutzte auch in dieser Woche die Fragestunde der Plenarsitzung, um den zuständigen Staatssekretär für Mobilität Etienne SCHOUPPE zum Verbot von LKW-Fahrten auf belgischen Straßen am Sonntag zu befragen.

Sie berief sich hierfür auf die jüngsten Aussagen des Regionalministers LUTGEN, der ein solches Verbot für dringend erforderlich hält, sowohl um sich den Nachbarländern wie Deutschland und Frankreich anzupassen, aber auch aus Gründen der Umwelt und der Sicherheit. Dabei hatte er selbst bereits 2010 eine Studie in Auftrag gegeben, die von diesem Verbot aus Gründen der Sicherheit und der schädlichen Folgen für unsere Wirtschaft und auch der Umwelt abrät. In dieser Studie wurde beispielsweise der negative wirtschaftliche Impakt auf den Hafen von Antwerpen oder auch den Flughafen von Lüttich besonders hervorgehoben.

JADIN wollte deshalb vom Staatssekretär erfahren, auch mit dem Hintergrund, das eine solche Maßnahme nur greifen kann, wenn sie im Konsens mit Flandern und Brüssel getroffen würde, wie dieser zu dem Vorschlag seines Homologen Lutgen stehe.  

Der Staatssekretär zeigte sich  kritisch dem Verbotsvorschlag gegenüber und bezog sich ebenfalls auf die Studie von 2010, die keinen positiven Impakt dieser Maßnahme hervorgehoben hatte. Der Staatssekretär verwies zudem auf die mögliche Problematik, dass der Stau auf belgischen Straßen durch ein LKW-Fahrverbot am Sonntag sich am Montagmorgen um einiges verschlimmern könne. Er verwies auch darauf, dass es bislang hierzu keine gemeinsamen Besprechungen der verschiedenen regionalen Ebenen gegeben habe und er über keine weiteren Informationen verfüge.


17.05.2011 - Prinzessin-Mathilde-Preis 2011 im Zeichen der Kinderarmut

Parlamentspräsident Ferdel Schröder wohnte Auszeichnung der König Baudouin Stiftung bei

In Brüssel wurde durch Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Mathilde der diesjährige Preis des Prinzessin-Mathilde-Fonds verliehen. Der Fonds, eine Initiative der König-Baudouin-Stiftung, vergibt jedes Jahr den Prinzessin-Mathilde-Preis (10.000 ¤) an eine Organisation, die dazu beiträgt,  das Leben von besonders verletzlichen Menschen zu verbessern. Auch Parlamentspräsident Ferdel Schröder nahm an der Preisverleihung teil.

Jede Ausgabe des Preises ist einem speziellem Thema und einer bestimmten Zielgruppe gewidmet. Die diesjährige 10. Preisverleihung befasste sich mit der Kinderarmut und dem Thema „Stärkung der praxisorientierten Fachkräfte, die mit Kleinkindern (0 bis 3 Jahre) im Bereich Armutsbekämpfung arbeiten“.

Kinderarmut ist bei kleinen Kindern weniger sichtbar und erfordert eine besondere Aufmerksamkeit. Die professionelle Kleinkindbetreuung muss zeitig die Zeichen von Armut erkennen, doch ist sie oftmals nicht ausreichend mit den richtigen Instrumenten zur Armutsbekämpfung ausgerüstet.  Die nominierten Projekte investieren in Kinderarmut und tragen zu einer Ausbildung der professionellen Betreuer bei.

Die Finalisten für den Preis waren die Vereinigung "asbl Prévention et aide à la jeunesse" aus Verviers, "Buurtwerk 't Lampeke" aus Leuven, die Vereinigung "asbl La Maison Ouverte" aus Charleroi und "Het Peuternestje" der Stadt Hasselt.
 
Als Sieger des diesjährigen Wettbewerbs konnte "Buurtwerk 't Lampeke" aus Leuven den Preis in Empfang nehmen. Die VoG befasst sich schon zwanzig Jahre mit Kindern aus chancenarmen Familien. Diese Erfahrung baut die GoE nun in die Ausbildung von Erziehern ein.

“Festhalten, loslassen und lange schauen” heißt das ausgezeichnete Projekt, das insbesondere drei Themen der Tagesbetreuung von Kleinkindern aufgreift: dem Band zwischen Erziehern, Kindern und Eltern, der wichtigen Rolle des Vaters in der Erziehung der Kinder und der Einführung von Abendritualen in Familien mittels eines Spiel- und Erzählkoffers.


Fotograf: Jan Van de Vel

 


13.05.2011 - Kattrin Jadin befragt in der Plenarsitzung zur elektronischen Version der Mahlzeitschecks

Die Föderalabgeordntete JADIN nutzte erneut die Fragestunde der Plenarsitzung am Donnerstag um den zuständigen Minister Van QUICKENBORNE zur Einführung der elektronischen Mahlzeitschecks in Belgien zu befragen.

Vorgesehen war die elektronische Variante der Mahlzeitchecks bereits für Ende 2010. Dann wurde ihre Einführung erneut auf April verschoben, doch bislang hat sich nichts getan. Durch die Elektronisierung der Schecks würde es möglich werden mit einer Art Bankkarte zu bezahlen, an Stelle der kleinen Wertzettel auf Papier.

Von den Mittelständlern wird diese Initiative bereits lange und sehnsüchtig erwartet. Doch die Instandsetzung hat sich als problematischer erwiesen als vorher vermutet. Zudem sei der Kostenaufwand weitaus grösser als erwartet. Der Ministerrat hat sich einige zusätzliche Monate eingeräumt um erneut die Funktionsweise der Mahlzeitchecks zu überprüfen bevor diese angewendet werden können.

Kattrin JADIN befragte deshalb den Wirtschaftsminister, wann denn endlich mit der Einführung zu rechnen sei. Der Minister antwortete, dass der königliche Erlass bereits am 1. Januar 2011 in Kraft getreten sei und die Prozedur der Genehmigung seinen Lauf nehme innerhalb der zeitlichen Fristen.

Bereits vier Gesellschaften hätten bezüglich der elektronischen Mahlzeitchecks Anfragen eingereicht, wie MONIZE, EDENRED, SODEXHO oder EVE. Die föderalen Wirtschaftsdienste hätten nach Einreichen der Anfrage einen Monat Zeit, um ihre Bemerkungen mitzuteilen und im Anschluss könnten auch die Gesellschaften dies kommentieren oder ihr Dossier vervollständigen. Sobald ein Dossier als vollständig angesehen wird, so Van QUICKENBORNE muss das Urteils- und Kontrollkomitee sich innerhalb von 3 Monaten hierzu äußern, was in diesem Falle spätestens Mitte Juni passiere.

In erster Linie solle die Zahl der Anbieter ansteigen um die Konkurrenz auszubauen und somit die Kosten für die Geschäftsleute zu senken. Bislang würden die Geschäftsleute nicht mehr für die Elektronisierung zahlen als bei einfachen elektronischen Transaktionen, so der Minister.  

Kattrin JADIN zeigte sich erfreut, dass das Vorhaben voranschreitet: „Wiedermal hat der Mittelstand eine interessante Initiative mit den elektronischen Mahlzeitchecks ausgearbeitet. Aber wiedermal konnte die entsprechende föderale Verwaltung nicht schnell genug agieren und die versprochenen Fristen nicht einhalten. Ich hoffe das ist jetzt anders und es geht wirklich voran.


10.05.2011 - Bürgerforum der PFF-Eupen zum Thema Kunst und Kultur - Renovierung von Capitol und Jünglingshaus

Eupen.- „Ja, wir brauchen Kunst und Kultur, denn sie schaffen Identität“, so das entschiedene Fazit von Francis Feidler, Direktor des Internationalen Kunstzentrums Ostbelgien am vergangenen Samstag beim 6. Bürgerforums der PFF-Lokalsektion Eupen im IKOB zum Thema Kunst und Kulturpolitik in Eupen. Eine Feststellung, die von den anderen Diskussionsteilnehmern voll unterstützt wurde. Mit am Tisch saßen keine Politiker, sondern Experten aus dem Eupener Kulturleben: René Jansen von Chudoscnik Sunergia, Albert Piel vom Kulturellen Komitee der Stadt Eupen sowie Dagmar Knauf von der Arbeitsgruppe Karneval.

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darüber, dass Kultur, gerade weil sie so bedeutungsvoll ist, fordern darf. Sie brauche Professionalität: professionelle Unterstützung, die es möglich macht, dass sich Kultur überhaupt entfalten kann, Fulltime-Jobs, Infrastruktur, finanzielle Mittel,... Und sie brauche Freiheit, damit sie sich frei entfalten kann, ohne Bevormundung. Generell dürfe man in Eupen allerdings nicht klagen. Das Angebot sei überdurchschnittlich groß.

Großer Saal fehlt

Defizite gebe es jedoch ganz klar in punkto Infrastruktur. So fehle beispielsweise ein Saal, der groß genug sei, um beispielsweise große Kappensitzungen mit Künstlern aus dem Kölner Karneval zu organisieren. Diese Stars brauche man, um überhaupt eine Kappensitzung organisieren zu können, das Publikum anzieht. Andererseits seien die Kosten für eine solche Sitzung so hoch, dass es 600 bis 700 Eintritte brauche, um kostendeckend arbeiten zu können. Und die Säle Bosten und Capitol reichen da langfristig nicht aus. Überhaupt gebe es ein Problem mit den bestehenden Sälen. Entweder entsprechen sie nicht mehr den derzeitigen Anforderungen, wie das Capitol oder das Jünglingshaus, oder der Ausbau gehe nur sehr schleppend voran, wie der Schlachthof.  In dieser Sache, so waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, muss noch Einiges getan werden… und das nicht erst seit gestern.

Erhalt der bestehenden Infrastruktur versus…

Doch spätestens als es um die Lösungsvorschläge ging, traten gravierende Meinungsverschiedenheiten auf. Es entstand eine beizeiten sehr belebte Diskussion, an der sich auch das Publikum aktiv beteiligte. Dabei taten sich zwei Alternativen auf. Der erste Lösungsvorschlag sieht den Erhalt der bestehenden Infrastrukturen vor, wozu sich die derzeitige Mehrheit der Stadt Eupen in einer Prinzipsentscheidung ausgesprochen hat: die Schaffung einer Kulturmeile durch eine Grundsanierung und Ausbau des Capitols sowie eine gründliche Restaurierung des Jünglingshauses und des Schlachthofs. Dies sei zwar eine sehr kostspielige Lösung. Andererseits profitiere man vom Bekanntheitsgrad der Säle in der Eupener Bevölkerung sowie von der Möglichkeit gleichzeitig Veranstaltungen an verschiedenen Orten durchführen zu können.

… Ausbau des Schlachthofes mit großem Saal

Die Anhänger der zweiten Lösung hingegen glauben nicht an dieser Lösung. „Dann investieren wir viel Geld in alten Infrastrukturen, die nie optimal sein werden“, hieß es. Das Capitol weise eine ganze Reihe von Mängeln auf. Da wäre zunächst einmal die Hanglage, wodurch ein äußerst kostspieliger Ausbau der Bühne mit Lastaufzug für den Zugang für Material hinter der Bühne unvermeidbar ist, während andere Mängel nicht zu behoben werden können. So sei die Anbringung von steigenden Sitzreihen durch den Balkon schlicht unmöglich. Der Eingangsbereich werde mit dem Blick auf Sicherheit immer ein Problem bleiben. Busse und Lastwagen müssen in der Strasse halten, um zu laden und entladen, während Besucher beim Verlassen des Saals gleich auf dem Bürgersteig und somit auf der Strasse stehen. Hinzu komme, dass das Foyer viel zu klein sei und dort kaum ausbaufähig sei. Die Befürworter dieser Lösung glauben viel mehr an einer minimalen Restaurierung des Capitols und des Jünglingshauses, um somit die finanziellen Mittel effizienter zu nutzen, um im Hang zu den Ettersten-Wiesen, quasi als Ausbau des Schlachthofes, einen allen modernen Ansprüchen entsprechenden, multifunktionellen, großen Saal zu erbauen.

„Es ist Zeit für Nägel mit Köpfen“

In der Diskussion stand die Frage zentral inwiefern die bestehenden Säle erhaltenswürdig sind, zu welchem Preis und inwiefern man mit einem Neubau nicht besser und kostengünstiger bedient wäre. Sie endete jedoch mit der Feststellung, dass solche und ähnliche Diskussionen schon seit langem geführt werden.

 „Seit einem halben Jahrhundert ist nichts passiert. Wir haben Züge vorbeifahren lassen“ , meinte einer der Teilnehmer. Andere schlugen in die gleiche Kerbe: Es werde Zeit Nägel mit Köpfen zu machen. Die Stadt solle sich endlich einmal festlegen, ein konkretes Konzept vorlegen wie sie die verschiedenen Säle nutzen möchte und dann diese Entscheidung ausführen. Andere hingegen sahen die Alternative eines Neubaus am Schlachthof als die bessere Variante und wären bereit darauf zu warten, weil so ein Kulturzentrum geschaffen werden könnte, dass diesen Namen würdig tragen könnte und eine viel weitere, überregionale Ausstrahlung haben würde. Zwei sehr unterschiedliche Standpunkte, zu denen mit Sicherheit nicht das letzte Wort gesagt worden ist.

 

1)     Auf dem Bürgerforum der PFF diskutieren Kulturanbieter über das Kulturangebot in Eupen und was es dazu an Infrastruktur braucht. V.l.n.r.: Francis Feidler vom IKOB, René Janssen von Chudosnik Sunergia, Albert Piel vom Kulturellen Komitee der Stadt Eupen, Dagmar Knauf von der Arbeitsgruppe Karneval sowie Animator Dirk Vandriessche.

2)     IKOB-Direktor Francis Feidler führte die Gäste des Bürgerforums durch die aktuelle Ausstellung.


06.05.2011 - Bereitschaft zur Mitarbeit am Dialog zwischen Regionalparlamenten bekräftigt

 

Parlamentspräsident Ferdel Schröder reagiert auf Aussagen seiner Amtskollegin der Wallonischen Region in der Presse. Auch das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft muss am Dialog zwischen den Regionalparlamenten beteiligt werden. Die Gemeinschaft übt Regionalbefugnisse aus und gehört deshalb mit in die Gesprächsrunde.

 


 

In einem Schreiben hat Parlamentspräsident Ferdel Schröder heute auf das Pressegespräch der Präsidentin des Wallonischen Parlaments, Emily Hoyos, im Le Soir reagiert. Dort hatte die Parlamentspräsidentin zu den Bemühungen Stellung bezogen, gemeinsame Arbeitsgespräche zwischen dem flämischen und wallonischen Parlament abzuhalten, um über die Wahrnehmung der jeweiligen Befugnisbereiche zu beraten. Hoyos hatte dabei ausdrücklich auf eine Beteiligung des Parlaments der Region Brüssel-Hauptstadt an den Gesprächen gedrängt.

 

„Mit Verwunderung musste ich diesbezüglich feststellen, dass dabei bisher offensichtlich nicht daran gedacht wurde, ebenfalls das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft einzubeziehen“, so Ferdel Schröder.

 

Das Schreiben, das zugleich an die Vorsitzende des Wallonischen Parlaments als auch an den Vorsitzenden des Flämischen Parlaments und Initiator der gemeinsamen Arbeitssitzungen, Jan Peumans, gerichtet wurde, weist auf den Status der Deutschsprachigen Gemeinschaft hin. „Schon jetzt übt die Deutschsprachige Gemeinschaft eine Reihe von regionalen Befugnissen aus und möchte darüber hinaus weitere Zuständigkeiten übernehmen. Des Weiteren hat die Deutschsprachige Gemeinschaft immer wieder darauf hingewiesen, dass sie als „Gemeinschaft-Region“ ein gleichberechtigter Bestandteil des belgischen Bundesstaates sein möchte.“, führte der Präsident aus.

 

Ferdel Schröder zeigte sich offen für einen Dialog der gliedstaatlichen Parlamente und bekräftigte die Bereitschaft seiner Institution an einer Teilnahme an den Arbeitssitzungen.


03.05.2011 - Bürgerforum zum Thema RAVeL in Büllingen

PFF-Lokalsektion Büllingen lädt zum Bürgerforum ein

Wie steht es um den RAVeL in der Gemeinde Büllingen?

Das RAVeL-Netz ist auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft und darüber hinaus zu einer wahren Erfolgsgeschichte geworden. Nicht nur touristisch bieten die RAVeL-Strecken einen Mehrwert für unsere Region. Auch die einheimische Bevölkerung nutzt die einmalige Möglichkeit das hiesige Mittelgebirge und seine Natur bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad über die alten Bahntrassen zu erkunden.

Die Bahnstrecke die von Jünkerath über die deutsche Grenze in Richtung Büllingen/Bütgenbach verläuft wurde bisher noch nicht zu einer RAVeL-Strecke ausgebaut. Bereits im Jahr 2008 hatten sich liberale Vertreter aus dem Kreis Euskirchen und der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Manderfeld getroffen und sich gemeinsam für den Ausbau der Strecke auf beiden Seiten der Grenze stark gemacht. Die Opposition im Büllinger Gemeinderat hatte in die gleiche Kerbe geschlagen und das Gemeindekollegium, nach Entfernung der Schienen vor zwei Jahren und dem dadurch von Wildwuchs freigeräumten Gelände, auf die günstige Gelegenheit hingewiesen bereits damals einen sogenannten Pré-RAVeL vorzusehen. Dieser Pré-RAVeL wäre mit nur geringem Aufwand realisierbar, zum Nutzen der Gemeinde und zum Wohle ihrer Bevölkerung, so die Vertreter der Bülinger Opposition. Bisher wurde dieses Projekt jedoch nicht realisiert.

Wie steht es nun um den RAVeL in Büllingen? Dies möchte die PFF-Lokalsektion Büllingen bei einem Bürgerforum am Sonntag, den 8. Mai ab 11 Uhr im Café Stay In in Büllingen thematisieren. Leo Kreins, Kabinettschef und zuständiger Berater von Tourismusministerin Isabelle Weykmans, wird den Stand der Dinge erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Büllingen und darüber hinaus.  


02.05.2011 - Bürgerforum zum Thema Kultur in Eupen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die PFF-Sektion Eupen organisiert ihr sechstes Bürgerforum, diesmal zum Thema „Kulturförderung und Infrastruktur in der Stadt Eupen“. Es reiht sich damit in eine Serie von Foren zu verschiedenen Themenbereichen und Projekten in Eupen ein, die neben einer Bestandsaufnahme auch kritisch hinterfragen:

Das Bürgerforum findet statt am Samstag, den 7. Mai, um 10.00 Uhr im IKOB (Neustrasse).

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung durch Francis Feidler, selbst Künstler und Direktor des IKOB, zu der Frage: Wozu brauchen wir denn überhaupt Kunst und Kultur? Anschließend geht es in die Debatte mit Vertretern aus dem Kulturbereich (Chudoscnik Sunergia, Kulturelles Komitee, Arbeitsgemeinschaft Karneval).

Jeder Bürger ist herzlich eingeladen, mit zu diskutieren und seine Sichtweise zu erläutern. Es würde uns insbesondere freuen Sie oder einen Vertreter Ihrer kulturellen Vereinigung begrüßen zu dürfen, damit Sie dort die Bedürfnisse und die Ideen Ihrer Organisation mit in die Diskussion einbringen können. Reden Sie mit, denn es ist auch Ihre Stadt!

Mit freundlichen Grüßen,

Isabelle Weykmans
Präsidentin der PFF-Sektion Eupen


27.04.2011 - JFF zum Datenmissbrauch: Wir wollen keinen gläsernen Menschen!

Bei einem Treffen am vergangenen Samstag in St.Vith haben die deutschsprachigen Jungliberalen eine öffentliche Debatte über den Datenmissbrauch in Belgien gefordert. Eine Reihe von entsprechenden Vorkommnissen in der jüngsten Zeit veranlasste die Jugend für Freiheit und Fortschritt (JFF) zu einer internen Themendebatte über den Schutz von persönlichen Daten und den Umgang mit modernen Medien und Kommunikationsmitteln im Allgemeinen. Dabei stellten die Vertreterinnen und Vertreter der JFF fest, dass das Thema Datenschutz in Belgien, im Gegensatz zu beispielsweise Deutschland, wo dieses Thema nicht zu Letzt dank der vielen Initiativen der dortigen Jungliberalen (Julis) permanent auf der politischen Tagesordnung steht, bestenfalls am Rande der politischen Diskussionen und öffentlichen Debatten vorkommt.

Das Beispiel von Google-Street-View zeigt uns deutlich, wie einfach es heute sein kann, persönliche Daten einzelner Personen in Massen abzurufen und abzuspeichern, so die Vertreter der JFF. Bei der Erfassung der Straßenbilder durch mit Kameras ausgestattete Fahrzeuge wurde von Google auch auf ungeschützte Netzwerke und Mobiltelefone zugegriffen und es fand ein entsprechender Datentransfer satt. Die Angelegenheit wurde mittlerweile an die belgische Justiz verwiesen.

Auch der jüngste Fall von Datenklau bei Sony, wobei Daten von über 70 Millionen Play-Station-Kunden von Hackern gestohlen wurden, so u.a. Adressen, Passwörter und eventuell sogar Angaben über Kreditkarten, bestätigt die JFF in ihrer Position, dass es dringend erforderlich ist, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und verstärkt gesetzgeberisch tätig zu werden, bzw. härter gegen Hacker und Datendiebe vorzugehen.

Bei der Verwaltung und Preisgabe von Daten sieht die JFF zwei grundsätzliche Ansätze. Zum ersten ist im modernen Medienzeitalter und der breit angelegten Kommunikation über Internet (Facebook, Twitter,…) ein jeder zum Teil selbst für die Veröffentlichung und Preisgabe vieler seiner persönlichen Angaben und privaten Angelegenheiten verantwortlich. Was man z.B. bei Facebook postet, angibt oder über sich veröffentlicht liegt zunächst in Eigenverantwortung. Daher ist es von besonderer Wichtigkeit die Nutzer und vor allem die Jugend und ihre Eltern für den korrekten Umgang mit diesen Netzwerken zu sensibilisieren und über Gefahren aufzuklären. Die Sensibilisierungsinitiative „Strippst Du auch im Internet“ der AG Medien des RdJ ist in dieser Hinsicht genau der richtige Ansatz. 

Des Weiteren gibt es aber auch jene Daten, die andere über eine Person veröffentlichen können oder die jeder von uns in seinem alltäglichen Leben unbewusst preisgibt. Kreditkartengebrauch, Kundenkarten, Krankenversicherungskarten, Telefongespräche, Internetnutzung, usw. Permanent geben wir Daten weiter. Für die JFF gilt grundsätzlich, dass jeder selbst bestimmen können muss, wer, wann, wo und unter welchen Umständen Zugriff auf seine persönlichen Daten hat. Daten, die zwangsweise gesammelt werden müssen, sollten äußerst sorgfältig geschützt werden und jeder Missbrauch und jeder illegale Transfer muss strafrechtlich verfolgt werden können. In dieser Hinsicht ist, wie bei vielen anderen aktuellen Problemen auch, ein europäischer Ansatz notwendig. Bisher sind es vor allem die einzelnen Mitgliedstaaten die ihre Datenschutzgesetzgebung bestimmen. Zwar gibt es einige europäische Initiativen, wie etwa eine seit 1995 existierende Richtlinie, doch angesichts der weltweiten Vernetzung und des ansteigenden internationalen Datendiebstahls und der damit verbundenen Gefahren für das Privatleben muss eine verstärkte europäische Politik in Sachen Datenschutz betrieben werden. Zu diesem Zweck schlägt die JFF, nach dem Vorbild des belgischen Ausschusses für den Schutz des Privatlebens (ASP), die Schaffung einer europäischen Aufsichtsbehörde zum Schutz des Privatlebens vor. „Datenschutz lässt sich heute nicht mehr alleine von einzelnen Staaten bewerkstelligen. Eine europäische Behörde, mit einer direkten Handlungsbefugnis ist für den Schutz unserer Daten und damit für die individuelle Freiheit aller Europäer dringend erforderlich. Wir wollen keinen gläsernen Menschen!“, so die JFF abschließend. 

 

Alexander Miesen

Präsident


20.04.2011 - PFF fühlte Bürgern den Puls

In einer ganzen Reihe von Gesprächsrunden hat die PFF-Lokalsektion St.Vith und Umgebung den Bürgern der Gemeinden St.Vith und Burg-Reuland Ende 2009 bzw. Anfang 2010, also zur Halbzeit der laufenden kommunalen Legislaturperiode, den Puls gefühlt.

Auch wenn die Teilnahme an den insgesamt zehn Gesprächsabenden mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten aus Sicht der Organisatoren relativ ernüchternd ausfiel, so konnten sie nach Auffassung von Heinz Keul und Hermann Hack doch einige interessante Themen und Anliegen ans Tageslicht bringen, die sowohl auf lokaler, als auch auf regionaler und föderaler Ebene eine politische Nachbearbeitung nach sich ziehen werden.

»Am intensivsten diskutiert wurden die Themenbereiche Landwirtschaft und Transportwesen«, so Heinz Keul. Mehrfach sei das Problem des mittlerweile nicht nur für Lkw, sondern für fast alle Baumaschinen erforderlichen Führerscheins zur Sprache gekommen. Neben den immer größeren Anforderungen in puncto Fahrkenntnisse stelle sich hier vor allem auch die Frage der nicht unerheblichen Kosten. »Ein Führerschein für einen Tanklastzug kostet rund 5000 Euro, also sehr viel Geld, das nicht jeder aufbringen kann.« Abgesehen von der Kostenfrage könne die Tatsache, einen Führerschein vorlegen zu können, ein ausschlaggebendes Argument bei einer Einstellung sein, wenn es sich um weniger qualifiziertes Personal handelt. Auf Grundlage dieser Feststellung gehe der Vorschlag der PFF in zwei Richtungen: 1. Organisation von theoretischen Kursen innerhalb der technischen Abteilung einer Schule bzw. im Rahmen der Berufsschule. 2. Schaffung eines Ausbildungszentrums für die praktische Ausbildung der verschiedenen Fahrberufe. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit dem Sozialfonds für Transport und Logistik sowie mit Unternehmen, die im Bauwesen oder der Holzwirtschaft tätig sind. Auch sollten die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit untersucht werden und dies nicht nur aufgrund des Aspektes eventuell zu erlangender Fördergelder. »Wir sind überzeugt, dass eine solche Initiative sehr positive Auswirkungen für unsere Unternehmen hätte, weil sie in diesem Bereich auf besser geschultes Personal zurückgreifen könnten. Andererseits wäre das Problem der Kosten auf Seiten fahrwilliger Interessenten geklärt«, so Heinz Keul und Hermann Hack.

Angesprochen wurde bei den Themenabenden auch die Investitionsprämien für Junglandwirte und die Besteuerung von landwirtschaftlichen Prämien. Die Teilzeitarbeit in der Landwirtschaft müsse flexibler gestaltet werden, auch hier sei die Politik gefordert.

Kritisiert wurde bei den Bürgergesprächen die Tatsache, dass Verkäufer einer Immobilie auf Grund einer EU-Richtlinie einen Energiepass für dieselbe vorlegen müsse. Hier müsse es Verkäufer und Käufer in gegenseitigem Einvernehmen freigestellt werden, dass auch Letzterer den Energiepass beantragen bzw. die Immobilie mit den aktuellen Energiestandards in Einklang bringen kann. Mit Unverständnis habe man bei den Bürgertreffen auch auf die Entscheidung der wallonischen Regionalregierung reagiert, die Prämien auf Fotovoltaikanlagen zu streichen. Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sollen in Initiativen der PFF-MR-Mandatare auf den verschiedenen politischen Entscheidungsebenen einfließen.


(Quelle: www.grenzecho.net)


15.04.2011 - Award für freiwillige Helfer vergeben

Ehre, wem Ehre gebührt: Oxfam-Solidarität hat jetzt beschlossen, jedes Jahr freiwillige Helfer des Oxfam Trailwalker zu ehren. Am Freitag, 8. April wurde erstmalig der »Volunteer Award« von Ministerin Isabelle Weykmans an Jenny und Georges Godin verliehen.

Beim Oxfam Trailwalker wandern vierköpfige Teams zusammen 100 Kilometer in weniger als 30 Stunden und sammeln mindestens 1500 Euro für die Projekte von Oxfam-Solidarität. Ziel ist die Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit in der Welt. Der Trailwalker findet im August 2011 zum vierten Mal in der Deutschsprachigen Gemeinschaft statt. Mehr als 250 freiwillige Helfer werden auch in diesem Jahr wieder beim Oxfam Trailwalker tätig sein.

Bei der Ehrung hat sich Erik Todts im Namen von Oxfam-Solidarität, bei allen freiwilligen Mitarbeitern für ihre spontane, zuverlässige und effiziente Arbeit und Einsatzbereitschaft der vergangenen Oxfam Trailwalker bedankt.

»Heute sind wir vielleicht mehr noch als vor vier Jahren davon überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten. Dabei geht es nicht nur um die materiellen oder direkten Vorteile, die wir hier genießen, sondern auch um das gegenseitige Vertrauen und um das Gefühl, hier zu Hause zu sein. Unser besonderer Dank gilt den vielen fleißigen Helfern, die es ermöglichen, dass der Oxfam Trailwalker unter den bestmöglichen Bedingungen stattfinden kann«, erklärte Erik Todts.

(Quelle: www.grenzecho.net)


12.04.2011 - Replik der Ministerin auf Kritik der Raerener Jugendheime

„Keine Verstaatlichung

sondern zukunftsweisende Flexibilität“

 

Ministerin Weykmans bläst zurzeit ein heftiger Gegenwind aus Raeren ins Gesicht, wenn es um das neue Jugenddekret geht. In ihrer Reaktion auf die Berichterstattung in den Medien über die ablehnende Haltung der Jugendheime der Gemeinde Raeren gegenüber dem Entwurf des neuen Jugenddekretes äußerte sich Jugendministerin Weykmans zunächst wenig diplomatisch: „Zunächst einmal werden hier einige Dinge vermischt und werden bewusst nicht alle Informationen wiedergegeben. Zum Beispiel: Man hält uns vor, wir seien bei der Aufstellung der Zahlen der künftigen Bezuschussung dilletantisch vorgegangen. Das war bei meinem letzten Treffen mit den Verantwortlichen vor gut einer Woche, da habe ich es noch vorgezogen, nicht auf diesen ungeheuerlichen Vorwurf einzugehen. Dann bildet man sich ein, eine leise Ahnung der Arbeitszeiten eines Ministers der DG und seiner Mitarbeiter zu haben, und glaubt, das kritisieren zu müssen. Auf solche unverschämten Unterstellungen möchte ich erst gar nicht eingehen. Das habe ich auch nicht nötig, denn ich habe die besseren Argumente.“

 

Erstens: Das neue Dekret sieht keine Verstaatlichung vor. Es wird nichts von oben herab diktiert. Alles wird im gemeinsamen Dialog mit den Akteuren der Offenen Jugendarbeit und der jeweiligen Gemeinde festgelegt. Das Dekret schafft eine flexible Grundlage für die Offene Jugendarbeit in der DG. Auf dieser Grundlage und ausgehend von den Bedürfnissen der Jugendlichen in jeder einzelnen Gemeinde können die daraus resultierenden Ziele in einem Leistungsauftrag festgehalten werden. Denn die Offene Jugendarbeit in Kelmis hat sich anderen Herausforderungen zu stellen als die in Raeren. Ich habe auch keinen fertigen Leitungsauftrag für die OJA Raeren in der Schublade liegen. Zudem wird zum ersten Mal in der Geschichte die Regierung der DG aufgefordert für jede Legislaturperiode einen fachübergreifenden Strategieplan für die Förderung der Jugend zu erstellen. Und die geförderten Jugendeinrichtungen und die betroffenen jungen Menschen müssen an der Erstellung des Strategieplans beteiligt werden, damit garantiert werden kann, dass die Belange der jungen Menschen bei der inhaltlichen Ausgestaltung berücksichtigt werden. Aber selbstverständlich wird es eine Kontrolle geben, denn schließlich sind es auch in Raeren Steuergelder, die weiterhin in Zukunft bereitgestellt werden.

 

Zweitens: Es wird nichts kaputt gemacht. Das Dekret baut auf der Jugendpolitik und den gemachten Erfahrungen der letzten Jahrzehnte auf, geht aber selbstverständlich einen Schritt weiter. Das Dekret schafft zunächst die Basis für die Gewährleistung einer flächendeckenden OJA auf dem gesamten Gebiet der DG und führt eine neue Fördermethodik ein, die auf qualitativen Kriterien und nicht wie bisher ausschließlich auf quantitativen Kriterien fußt. Und es ist klar, dass die Regeln für alle die gleichen sein werden, deshalb kann der Raerener Vorschlag, dort alles beim Alten zu belassen, auch nicht berücksichtigt werden. Dafür gibt es auch keine objektiven Gründe. Davon abgesehen ist „prima“ ein gutes Stichwort. Denn neben den allgemeinen Konsultationen im Bereich des Regionalen Entwicklungskonzeptes REK standen seit 2005 auf dem Weg zu der neuen Jugendpolitik nicht nur Konzertierungen mit in- und ausländischen Partnern, sondern vor allem auch die Konsultation des Jugendsektors, die in der bestens bekannten P.R.I.M.A–Studie mündete. Nicht nur die Entstehung sondern auch die Umsetzung des Dekretes wird partnerschaftlich umgesetzt.

 

Übrigens, es ist nichts einfacher als zu behaupten: Es läuft doch! Mit anderen Worten: Macht, was ihr wollt, aber in Raeren bitte nichts ändern. Wer so argumentiert, hat sich selbst noch nie in Frage gestellt. Und arbeitet entweder ohne Ziele oder mit den falschen. Glauben Sie mir, ich muss nicht jede Woche alle Jugendheime besuchen, um zu wissen, was wo abgeht. Und soll ich Ihnen sagen, was mir aus der Gemeinde Raeren zum Beispiel zugetragen wird: Ja, die Jugendheime haben Zulauf. Aber: Wie Finden auch die Jugendlichen den Weg ins Jugendheim, die nicht anderweitig vereinsmäßig organisiert sind? Diese Frage scheint man sich bei den Verantwortlichen in Raeren nicht wirklich zu stellen oder nicht stellen zu wollen. Das ist nicht zeitgemäß. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Nein, ich bin nicht der Auffassung, dass in der Gemeinde Raeren schlechte Jugendarbeit gemacht wird. Aber ich bin auch nicht der Meinung, dass die Jugendarbeit, so wie sie in Raeren gemacht wird, der alleinige seligmachende Schlüssel zu einer erfolgreichen Jugendarbeit ist. Und gerade von den Raerener Jugendheimen, die auf einer langen Tradition aufbauen und seit vielen Jahren aufgrund der Bezuschussung der DG und der Gemeinde bereits mit professionellen Personal arbeiten können, hatte ich eine sachlichere Diskussion erwartet.

 

Drittens: Tatsächlich werden wir nach Inkrafttreten des neuen Dekrets in den kommenden Jahren alles in allem mehr Geld in die Jugendförderung in der DG investieren als bisher. Allerdings wird der Förderung ein Schlüssel zugrunde gelegt, der für alle gilt und der zur Folge hat, dass Raeren weniger Funktionszuschüsse erhält. Die Personalzuschüsse bleiben gleich, wir bezahlen weiterhin 87,5% der Personalkosten. Übrigens, es geht doch im Kern überhaupt nicht darum, wer wie viel Zuschuss erhält, es geht darum, ob die zur Verfügung stehenden Mittel gerecht verteilt werden. Dass das für Raeren jetzt so aussieht, wie es aussieht, ist bitter, aber nur gerecht. Und ich kann verstehen, dass man damit zunächst nicht zufrieden ist. Davon abgesehen: Nein, nein und nochmals nein! Wir wollen, bzw. ich will, kein Jugendheim schließen und auch keinem Jugendheim seine Autonomie nehmen. Gab es bis jetzt keinen Verwaltungsrat? Na also!

 

Viertens: Die Wege werden nicht länger, die Autonomie der einzelnen Jugendheime geht nicht verloren! Das habe ich bei der Sitzung in Raeren vor gut einer Woche bereits lang und breit erklärt, aber offensichtlich hat man das nicht verstanden. Alles was sich ändert, ist, dass es pro Gemeinde einen Dachverband geben wird, unter anderem, weil wir die Jugendarbeit auch pro Gemeinde ganzheitlich evaluieren werden. Diese Änderung bietet außerdem ganz neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Jugendheime untereinander. Die Flexibilität wird nicht kleiner, sondern größer. Das ist zukunftsweisend!

 

Was wollen wir mit dem neuen Jugenddekret erreichen? Jugendpolitik ist eine Querschnittsaufgabe und hat außerdem mehr öffentliche Wahrnehmung verdient. Auf diese öffentliche Wahrnehmung und auf zahlreiche Verbesserungen für den Sektor zielt das neue Jugenddekret der Deutschsprachigen Gemeinschaft ab, das Jugendarbeit als einen eigenständigen Bereich der nicht-formalen Bildung beschreibt. Die Jugendarbeit fördert durch geeignete Angebote die individuelle, soziale und kulturelle Entwicklung junger Menschen unter Berücksichtigung ihrer Interessen und Bedürfnisse. Die momentane gesetzliche Grundlage, die aufgrund von EU-Vorgaben und der Entwicklung des Sektors mehrfach angepasst wurde, fördert Jugendarbeit hauptsächlich nach quantitativen Kriterien. Davon wollen wir weg. Statt quantitativen gehören qualitative Ansätze in den Fokus der Jugendpolitik: In der jüngeren Vergangenheit wurde ein erster Schritt in diese Richtung bereits über die Einführung vereinzelter so genannter Leistungsaufträge gemacht.

 

Das regionale Entwicklungskonzept REK hat nicht zuletzt in seiner Stärken/Schwächen-Analyse die Bedeutung der Jugendpolitik für die Gesamtentwicklung der DG herausgestellt. Resultat dieser Erkenntnis ist das Zukunftsprojekt „Jugend ist Zukunft“. So ist auch das neue Jugenddekret nicht als Selbstzweck zu verstehen, sondern als ein Instrument, um die gesteckten Ziele zu erreichen und das im Rahmen der Umsetzung des Zukunftsprojektes.

 

Das neue Dekret stellt den Jugendlichen in den Mittelpunkt. Mit der Möglichkeit zu Selbstwirksamkeitserfahrungen und dem Erwerb von Gestaltungskompetenzen erfährt der Jugendliche Wertschätzung, und sein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wächst. Wenn wir die Jugendlichen in ihrem Handeln unterstützen, erwerben diese über persönliche und soziale Kompetenzen die Basis für die aktive und gleichzeitig kritische Teilnahme am Leben in der Gesellschaft.

 

In diesem Kontext werden wir die Fördermethodik verändern und uns beispielsweise bei der OJA auf Sozialraumanalysen basieren, aus der heraus Zielvorgaben formuliert werden, die regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls durch neue ersetzt werden.

 

Eine Grundvoraussetzung, um diese neue Jugendpolitik erfolgreich umzusetzen, besteht darin, sich selbst und die eigene Arbeit immer wieder neu in Frage zu stellen. Wer das nicht tut, kann überhaupt nicht wissen, ob er sich den gesteckten Zielen nähert, er kann nicht wissen, ob die gesteckten Ziele nicht vielleicht die falschen sind und eine Kurskorrektur vonnöten ist. Weitere primäre Ziele bestehen darin, den Grundbedürfnissen der Jugendlichen u.a. über verbesserte Information und effektive Partizipation nachzukommen, die lokale Ebene einzubeziehen, eine flächendeckende Angebotsgarantie für die Offene Jugendarbeit (OJA) in allen Gemeinden der DG zu ermöglichen, dem Sektor eine bessere Begleitung und Beratung anzubieten, gemeinsame klare und flexible Leistungsziele zu vereinbaren, um so schließlich langfristig eine wissensbasierte Jugendpolitik aufzubauen.


30.03.2011 - Jugendkonferenz zum neuen Jugenddekret

Das neue DG-Dekret zur Förderung der Jugendarbeit ist Schwerpunkt des Zukunftsprojektes »Jugend ist Zukunft« des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK). Ausgangspunkt ist der Jugendliche selbst und seine Lebenswelt. Mit dem Dekret, so die Autorin Isabelle Weykmans (PFF), soll ein flexibles Instrument geschaffen werden.

Ansprüche

»Neu ist hier ein fachübergreifender Ansatz, der über alle Lebensbereiche der Jugendlichen, von Schule über Freizeit bis hin zur Ausbildung, Anwendung findet. Die wichtige Rolle der Verbandsjugendarbeit sowie der offenen Jugendarbeit wird anerkannt, indem ihre Förderung durch das neue Dekret gesichert wird. Außerdem gibt das Dekret jungen Menschen die Möglichkeit, Selbstwirksamkeitserfahrungen in der Gesellschaft und Gestaltungskompetenzen zu sammeln. Die künftige Jugendpolitik der DG zielt auf die Entwicklung einer Jugendarbeit ab, die anhand einer sozialräumlichen Konzeptentwicklung gestaltet wird. Diese Konzepte basieren auf der Analyse der Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und ihren Bedürfnissen sowie auf der Analyse des Bedarfs an Unterstützung für und der Anforderungen an die Jugendarbeit«, heißt es einer entsprechenden Mitteilung.

Die vorgeschlagene Umsetzung dieser Zielvorstellungen hat in den letzten Wochen und Monaten im Jugendsektor für einige Unruhe, bisweilen für Empörung gesorgt, obwohl den Betroffenen auf der anderen Seite eigentlich klar war, dass die künftige gesetzliche Grundlage kein Einsparpotenzial mit sich führt: Im Gegenteil, die von der Jugendministerin vorgelegten Simulationen zeigen, dass sie künftig mehr für den Jugendbereich ausgeben wird.

Befürchtungen

Befürchtungen gab es unter anderem wegen der Verpflichtung der professionellen Betreuung der Jugendverbandsarbeit oder aber der Tatsache, dass für hauptamtliche Mitarbeiter in Jugendheimen und -treffs künftig nur noch das Jugendbüro oder die Gemeinde als Arbeitgeber auftreten dürfen.

Zudem gibt es künftig für die Förderung der offenen Jugendarbeit pro Gemeinde je nach Einwohnerzahl fest verankerte Höchstsummen. Dies hat vor allem in der Gemeinde Raeren, die in Hauset, Eynatten und Raeren drei funktionierende Einrichtungen aufzuweisen hat, negative finanzielle Auswirkungen.

Nach dem erstaunlich umfassenden Gutachten des Rates der deutschsprachigen Jugend, dessen Qualität die Ministerin am Samstag ausdrücklich lobte, bestätigte Weykmans einige Änderungen in ihrem Vorentwurf, die sie bereits bei einem Konsultationsgespräch am 18. Februar angekündigt hatte. So wird die hauptamtliche Betreuung in der Jugendverbandsarbeit von einer Muss- in eine Kann-Bestimmung umgewandelt. Außerdem kommen jetzt auch wieder Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht (VoG) als Arbeitgeber für Treff-Mitarbeiter infrage.

(jph)

(Quelle: www.grenzecho.net)


22.03.2011 - Einladung: Kolloquium zum Thema Sprachengebrauch

Inhalt


21.03.2011 - Kattrin JADIN befragt in der Plenarsitzung zur Haltung Belgiens bezüglich der politischen Situation in Libyen

In der gestrigen Plenarsitzung der Kammer hat die Föderalabgeordnete JADIN die Möglichkeit erhalten in der Fragestunde auf die Situation in Libyen einzugehen.

Sie richtete ihre Frage an Minister VANACKERE, der als zuständiger Außenminister die Haltung Belgiens diesbezüglich erläutern muss.

VANACKERE hatte eine Stellungnahme zu einer möglichen militärischen Intervention in Libyen geäußert. Als Demokratin und Liberale, so JADIN, könne sie nicht über das politische und vor allem menschliche Drama in Libyen hinwegsehen, was sich zurzeit in diesem Land  ereigne. Für die Abgeordnete sei es nicht möglich, dass Europa diese politische Krise der arabischen Welt nur von außen betrachte. Libyen ist eingetreten in einen Bürgerkrieg, dessen Opfer wiedermal die unschuldige Bevölkerung ist. Es könne nicht sein, dass Europa die Augen verschließe, wie damals im Falle von Jugoslawien, so JADIN. Frankreich, Grossbritannien und der Libanon haben bereits ein Projekt zur Intervention vor der UNO hinterlegt. Es sei an der Zeit, dass Belgien seine Verantwortung übernehme, so die Abgeordnete.

Eine militärische Intervention allerdings werfe eine Reihe an Fragen auf, so JADIN. „Ich glaube wir, Belgien muss im Konsens gemeinsam mit der UNO und der Europäischen Union in dieser Angelegenheit handeln, um den Druck auf das Regime und seinen Machthaber Khadafi zu erhöhen. Eine intensive Diplomatie ist notwendig. Es ist Zeit, dass Europa endlose Diskussionen beendet, um intelligent und im Sinne der arabischen Bevölkerung zu handeln“, so die Abgeordnete.

Sie befragte den Minister um welche Art von Intervention seitens Belgiens es sich handeln könnte, wie sich die belgischen und vor allem europäischen Kollegen hierzu äußerten.

(Auszüge BRF 18/03/2011)

Bereits heute beraten die Vertreter der 28 NATO-Staaten über das weitere Vorgehen nach der Libyen-Resolution der Vereinten Nationen, so in einer Mitteilung des BRF. Auch in Belgien bereitet man sich jetzt auf einen eventuellen Einsatz belgischer Soldaten gegen das Regime in Tripolis vor. Außenminister Vanackere hat die Entscheidung des UN-Sicherheitsrates zu Libyen begrüßt. In einem VRT-Interview sagte Vanackere, im Vergleich zu anderen Krisen in der Vergangenheit habe die internationale Gemeinschaft schnell reagiert.

Falls die NATO sich an Einsätzen gegen Libyen beteiligt, dann könnten auch belgische Soldaten zum Einsatz kommen. Zur Überwachung einer möglichen Flugverbotszone könnte Belgien sechs F-16-Kampfflugzeuge beisteuern. Verteidigungsminister De Crem hält es für wahrscheinlich, dass die NATO Belgien um Unterstützung durch die Kampfflugzeuge bitten wird. Die Regierungsspitze wird sich heute mit der Libyen-Resolution und den Folgen für Belgien befassen. Am Nachmittag stehen auch Debatten in der Kammer zu dem Thema an, so in einer Pressemitteilung des Belgischen Rundfunks am heutigen Freitag.


21.03.2011 - Jugendkonferenz am 26. März in Eupen - Sozialabkommen und neue Dekrete

Nach eigenen Angaben steht die Regierung der DG vor einer Einigung mit den Gewerkschaften bezüglich neuer Sozialabkommen. Diese sollen in Kürze unterzeichnet werden. Für die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und der Schulen gebe es eine Vereinbarung für die Jahre 2011 und 2012, bevor über die Zeit danach verhandelt wird. Auch für den nicht-kommerziellen Sektor soll es ein Abkommen geben, das im April unterzeichnet wird und bis 2014 gelten soll. Für den sozio-kulturellen Sektor finde ein eigenes Barema-System Anwendung, so dass die Gehälter angepasst werden müssten, erklärte DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF).

Stabilisierung

In erster Linie strebe man eine höhere Professionalisierung und eine Stabilisierung an. Stabilisierung sei auch das entscheidende Wort im Sozialsektor für die Jahre 2011 und 2012, betonte DG-Minister Harald Mollers (ProDG). Ab 2013 könnten sich in diesem Bereich aber »neue Spielräume« ergeben. Unterrichtsminister Oliver Paasch (ProDG) sagte, dass das Dekret zur Aufwertung des Lehrerberufs zu hundert Prozent umgesetzt werde, man sogar Verbesserungen plane, die über das Sektorenabkommen hinaus gingen. »Es stimmt also nicht, wenn die CSP behauptet, wir hätten unser Wahlversprechen gebrochen.«

Darüber hinaus soll bis zum Sommer das neue Jugenddekret im Parlament der DG (PDG) verabschiedet werden. In erster Linie gehe es darum, Jugendpolitik als »transversale Materie« zu begreifen, das heißt, alle Politikbereiche jugendgerecht zu gestalten, erklärte Jugendministerin Weykmans. »Außerdem soll durch ein neues Dekret die Fördermethodik angepasst werden.« Entscheidend seien nicht mehr die Tätigkeitsberichte, sondern Leistungsziele, die auch überprüft werden sollen. Weykmans wies auch auf eine Jugendkonferenz hin, die unter dem Motto »Jugend ist Zukunft« am 26. März von 9.30 bis 15.15 Uhr im Europasaal des DG-Ministeriums in Eupen stattfinden wird.

Schwerpunkte

Dabei wird die Ministerin die Schwerpunkte des neuen Förderdekrets vorstellen. Außerdem sprechen internationale Experten über den Auftrag von Jugendarbeitern, die Wirkung von Jugendarbeit, Lebenswelten Jugendlicher, Sozialraumanalysen sowie die Umsetzung europäischer Jugendpolitik. Anschließend soll ein Austausch der teilnehmenden Jugendlichen und Akteure mit Experten und Politikern stattfinden.

Technische Anpassungen werde es derweil durch ein neues Dekret im Medienbereich geben. Ein drittes Vorhaben, das noch vor den Sommerferien im PDG verabschiedet werden soll, ist das sogenannte Sammeldekret. Es umfasst etwa 30 Maßnahmen im Unterrichtsweisen, so u.a. die Möglichkeit von bilingualen Kindergärten (siehe nebenstehender Artikel). (sc)

 

(Quelle: www.grenzecho.net)


18.03.2011 - Senatspräsident Danny Pieters zu Besuch in der DG

Senatspräsident Danny Pieters besuchte die DG „Die Deutschsprachigen sollen zu ihrem Recht kommen“ Die DG wünscht sich einen gesicherten Platz im Bundesstaat Belgien. Davon konnte sich Senatspräsident Danny Pieters bei einem Besuch mit Parlamentspräsident Ferdel Schröder und Mitgliedern der Regierung der DG überzeugen.

PFF-Präsidentin Kattrin Jadin, CSP-Präsident Luc Franck sowie die Senatoren Claudia Niessen und Louis Siquet wohnten dem Treffen ebenso bei wie Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, Unterrichtsminister Oliver Paasch und Sozialminister Harald Mollers.

Der Konsens aller im DG vertretenen Parteien in Bezug auf die bevorstehende Staatsreform wurde noch einmal deutlich: „Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist grundsätzlich gewillt, bereit und in der Lage, weitere Kompetenzen zu übernehmen. Dies hat sie in der Vergangenheit schon mehrfach erfolgreich bewiesen“, unterstrich Ferdel Schröder. Zudem identifizierten sich die Menschen in der DG eindeutig mit ihrer belgischen Heimat: „Dies ist bei den Menschen in Südtirol nicht der Fall. Sie leben in Italien, nennen aber noch immer Österreich als ihre Heimat“, nannte der Parlamentspräsident eine Aussage des Südtiroler Landeshauptmanns Luis Dürnwalder in einem Interview mit dem Grenz-Echo.

Pieters, der bereits im November zum Festakt anlässlich des Tages der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Hergenrath weilte, empfand es als legitim, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft unabhängig von ihrer geringen Einwohnerzahl, dieselben Rechte beibehält wie die anderen Landesteile. Er sprach sogar von einer „Gemeinschaftsregion, die in der Lage ist zusätzliche Kompetenzen fähig auszuführen“. Im Übrigen könne ein Föderalismus zu zweit nicht funktionieren. Die DG müsse als wichtiges Bindeglied unbedingt seinen Platz im belgischen Staatsgefüge beibehalten.

Parlamentspräsident Schröder sah die Position der Deutschsprachigen bestätigt, den Föderalismus in Belgien mit vier Partnern ausbauen zu wollen.

„Die Deutschsprachige Gemeinschaft muss als gleichberechtigter Partner in die Gespräche einbezogen werden“, gab er dem Senatspräsidenten mit auf den Weg nach Brüssel.

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14.03.2011 - Kattrin JADIN befragt zu Transport von radioaktivem Abfall in Belgien

Die Föderalabgeordnete nahm den Innenausschuss der letzten Woche zum Anlass um die zuständige Ministerin TURTELBOOM zum Transport von radioaktivem Müll zu befragen.

Nach Angaben der Presse durchquerte in der letzten Woche ein Transporter von Mouscron nach Mol diverse Gemeinden in Belgien. JADIN wollte in Erfahrung bringen wielange sich der radioaktive Abfall auf wallonischem Boden befinde, was die Gesetzgebung bezüglich eines solchen Transportes sei und welche Maßnahmen hierfür im Vorfeld getroffen werden müssen.

Die Ministerin korrigierte, dass der Transport Anfang Februar stattgefunden habe und der Abfallltransport nach Frankreich unterwegs gewesen sei, da das Material dort behandelt werde. Weitere Transporte seien zudem vorgesehen. Die Generaldirektion des Krisenzentrums des öffentlichen Innendienstes informiere diesbezüglich die Provinzgouverneure, die die betroffenen Bürgermeister von einem solchen Transport durch ihre Gemeinden in Kenntnis setzen. Details hierzu würden niemals an die Bevölkerung weitergeleitet aus Gründen der Sicherheit, so TURTELBOOM.

Der Transport von radioaktiven Materien ist der föderalen Agentur der Nuklearkontrolle unterworfen. Diese habe auch bei dem Transport Anfang Februar festgehalten, dass es keinerlei Gefahren bei diesem Transport gebe. Auch die belgischen Behörden verfolgen bis ins kleinste Detail solche Transporte, so die Ministerin.

Die Abgeordnete zeigte sich zufrieden über die hohe Sicherheitsstufe, die bei radioaktiven Transporten in Belgien garantiert werden muss.


01.03.2011 - Eupener Sportzentrum: Ministerin Weykmans für Neubau

Ministerin Isabelle Weykmans tritt entschieden für einen neuen Sportkomplex am Standort des bisherigen Eupener Hallenbades ein. Sie lancierte die Idee im Rahmen eines Bürgerforum der Liberalen.

Es ist gut einen Monat her, da war aus dem Munde des Eupener Bauschöffen René Bartholémy im BRF-Mittagsmagazin ‘Brasserie’ zu vernehmen, dass in Eupen die Planungen zum Kombibad in der Unterstadt rasch voranschreiten. Das Hallenbad am Stockbergerweg wird also in absehbarer Zeit endgültig schließen.

Bereits geschlossen – wenn auch nur vorübergehend – ist die Sporthalle am Stockberger Weg. Ende Dezember waren beim Handballtraining Risse im Gebälk entdeckt worden. Die vom Einsturz bedrohte Halle wurde daraufhin komplett eingerüstet und die Aktivitäten in die Eupener Unterstadt, nach Kettenis und nach Raeren verlegt. Grund für die Einsturzgefahr war die Schneemasse auf dem Dach der Halle.

Spätestens jetzt stellt sich also die Frage nach einer Zweckbestimmung des Eupener Sportzentrums. Die zuständige Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans (PFF)  favorisiert dabei die Idee eines völlig neuen Sportkomplexes.

Studiogäste: Ministerin Isabelle Weykmans und Karl-Heinz Klinkenberg, Sprecher der PFF-Fraktion im Eupener Stadtrat

 

Das Interview finden Sie hier.

(Quelle: www.brf.be)


28.02.2011 - Weykmans: Zusammenarbeit DG-Provinz ist nicht gefährdet

Ministerin Isabelle Weykmans hat den Willen zur Zusammenarbeit der DG-Regierung mit der Provinz Lüttich betont. “Wir gehen davon aus, dass die Arbeit fortgesetzt werden kann”, sagte Weykmans im BRF-Interview.

Dass es vor dem Hintergrund der institutionnellen Diskussionen gelegentlich zu Friktionen komme, liege eigentlich auf der Hand, erläuterte die PFF-Politikerin im BRF-Interview. Die in der DG einhellig geforderte Übernahme der Provinzbefugnisse werde in Lüttich sehr missverständlich gewertet. Dabei sei damit keineswegs eine Wertung der Personen oder der Arbeit, die von der Provinz geleistet werde, verbunden.

Zur Verdeutlichung des Standpunktes der Liberalen drückte die Ministerin die Hoffnung aus, dass das Abkommen prinzipiell nicht gefährdet sei.

“Wir gehen davon aus – jetzt auch nach der Stellungnahme der Provinz – dass die Arbeit fortgesetzt werden kann. Sie ist vor allem für die Bürger und die Institutionen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft eine ganz wichtige Partnerschaft: beispielsweise in den Bereichen Tourismus, Kultur, Medien.”

“Deswegen hoffe ich, dass wir bis zum Ende der Wirkungsperiode des Abkommens im Jahr 2012 auch in dieser Form weiterarbeiten können”, sagte Ministerin Weykmans.

 

Quelle:www.brf.be


22.02.2011 - Gemeinsame Stellungnahme von Jadin und Jeholet zur institutionellen Entwicklung der DG

Infolge der gemeinsamen Sitzung der Parlamentarier der Wallonischen Region und der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sehen sich die Vorsitzende der PFF, Kattrin JADIN und der Präsident des Bezirks Verviers der MR, Pierre-Yves JEHOLET sich zu einer gemeinsamen Stellungnahme in Bezug auf die institutionelle Entwicklung der DG veranlasst.

 

Für die MR und die PFF haben sich bereits in den letzten Wochen, noch vor den Äußerungen von Johan VAN DE LANOTTE, zahlreiche Verantwortliche der liberalen Partei für ein Belgien mit  4 Regionen, in der die DG ein gleichberechtigter Partner in Form einer "Gemeinschaft-Region", ausgesprochen. Des Weiteren befindet die PFF und die MR die Forderungen der DG, die Provinzkompetenzen zu übernehmen als legitim, genauso wie die Übertragung der Raumordnung und des Wohnungsbaus an die DG.

 

"Diese Realitäten sind der MR seit Jahren bekannt und sind auch regelmäßig von Ex-Parteichef Didier Reynders unterstützt worden und  in unseren Parteiprogramm verankert", so die PFF- Vorsitzende Kattrin JADIN.

 

Auch der Präsident des Bezirksverband Verviers der MR, der Regionalabgeordnete Pierre-Yves JEHOLET verstärkt die Position seiner Partei: "Ich verstehe  durchaus, dass manche in der DG ihre Ungeduld in Bezug auf die Umsetzung dieser Forderungen äußern, aber es bleibt wichtig den Respekt der bestehenden Institutionen zu wahren und die Verhandlungen in Bezug auf der Kompetenzübertragungen an die DG im gegenseitigem Respekt und in einem Klima des Vertrauens  weiterzuführen"

 

Des weiteren bedauern JADIN und JEHOLET, dass die Arbeitsgruppe der wallonischen Region, die diese Übertragungen vorbereiten sollen ihre Arbeit nur sehr sporadisch aufnehmen und die Resultate dieser Arbeitsgruppe auf sich warten lassen. Der Abgeordnete JEHOLET har bereits mehrmals diesbezüglich  den Minister-Präsidenten Rudy DEMOTTE interpelliert.


18.02.2011 - DG tritt Carneval College bei - Professionelle Ausbildung auch für ostbelgische Karnevalisten

In Aachen trafen am (heutigen) Freitag Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz und Kulturministerin Isabelle Weykmans mit Manfred Bausch von der Regio Aachen und Vertretern des Aachener Karnevals zusammen, um den Beitritt der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur ARGE Carneval College zu vollziehen.

Carneval College hat sich die professionelle Nachwuchsförderung von Rednern, Comedians und Sängern auf die Fahne geschrieben. „Beim Tanz sind wir gut aufgestellt, aber sonst fehlt es doch bei uns gewaltig an nachrückenden Kräften“, gestand der Präsident des Aachener Karnevalsvereins (AKV), Dr. Werner Pfeil. „Alles, was zu einer guten Karnevalsveranstaltung beiträgt, also nicht nur die Büttenredner, ist beim Carneval College herzlich willkommen.“ Der AKV hatte gemeinsam mit dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK), der Oecher Penn, der Aachener Prinzengarde, der Stadtwache Oecher Börjerwehr, der Rathausgarde Öcher Duemjroefe und der Regio Aachen das Carneval College vor wenigen Wochen ins Leben gerufen. „Von Anfang an war klar, dass diese Geschichte euregional ausgerichtet sein soll. Wir schauen nicht nach Köln, wir blicken zur DG“, so der allgemeine Tenor der Gründer. Ministerin Isabelle Weykmans bedankte sich für diese Initiative und deren euregionale Ausrichtung. „Auch wir in Ostbelgien kennen Nachwuchsprobleme im Karneval und ich freue mich, dass die Karnevalsvereine in der Deutschsprachigen Gemeinschaft von dieser professionellen Begleitung profitieren werden“, sagte die Ministerin, die versprach, kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz warf seinerseits einen Blick auf die ostbelgische Karnevalsszene, die sich auch durch kleine Hochburgen wie Hünningen bei Büllingen und Deidenberg auszeichne, wo ganz hervorragende Sitzungen auf die Beine gestellt würden. Die Kurse beim Carneval College sollen ganz auf die Teilnehmer zugeschnitten werden, der Lehrkörper werde zurzeit zusammengestellt. Die Leitung des Carneval College übernimmt Christian Mourad, der ehemalige hauptamtliche Geschäftsführer des AKV. Mourad war lange Jahre zuständig für die Konzeption, Planung und Organisation der Fernsehsitzung, die er auch gemeinsam mit dem AKV-Präsidenten moderierte.

Ministerin Isabelle Weykmans ließ abschließend verlautbaren, dass sie in der zweiten Märzhälfte eine Informationsveranstaltung mit den lokalen Ortsverbänden in Eupen organisieren werde, wies aber gleichzeitig schon alle Interessierten darauf hin, dass die Kurse im Sommer stattfinden werden und deshalb Ende März die Anmeldefrist ablaufe.


17.02.2011 - Kattrin Jadin befragt zur Übersetzung von Gesetzestexten in deutscher Sprache

Bezugnehmend auf die Pressemitteilung in einer Grenz-Echo Ausgabe vor einigen Tagen, wollte die Föderalabgeordnete sich vergewissern, wie die Übersetzung der belgischen Gesetzestexte in die deutsche Sprache voranschreite und generell gehandhabt werde. In der Pressemitteilung sprach man davon, dass eine große Verzögerung bei der Übersetzung bestehe.

 

Im Innenausschuss erinnerte die zuständige Ministerin TURTELBOOM nochmals an die genaue Vorgehensweise bei der Übersetzung. Das entsprechende Gesetz von 2007, das die Übersetzung von Gesetzen und königlichen, wie ministeriellen Erlassen auf föderaler Ebene in die deutsche Sprache regelt, trat im Jahr 2009 in Kraft. Dieses Gesetz unterscheidet zwischen den legislativen Texten einerseits und den königlichen und ministeriellen Erlassen anderseits. Seit dem 1. Januar 2009 sendet die ZDDÜ (zentrale Dienststelle für deutsche Übersetzungen) dem Dienst des Staatsblattes zur Veröffentlichung, die komplette oder partielle deutsche Übersetzung von 278 legislativen Texten. Zudem wurden seitdem mehr als 250 Seiten an übersetzten Auszügen des Bürgerlichen Gesetzbuches, des Strafgesetzbuches und des Judikativen Kodex veröffentlicht.

 

Die zentrale Dienststelle für deutsche Übersetzungen, die dem föderalen, öffentlichen Dienst für Inneres untersteht, ist beauftragt die Übersetzung von Gesetzen in die deutsche Sprache zu gewährleisten, während jeder Minister sich verpflichtet die deutsche Übersetzung der föderalen Erlasse seines Ministeriums, bzw. für die er zuständig ist, zu übernehmen.

 

Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat dem Innenministerium 2009 die ständige Aktualisierung der 148 königlichen und ministeriellen Erlasse vorgeschlagen. Hierbei handelt es sich um Erlasse, die bereits durch den ZDÜU ins Deutsche übersetzt wurden und deren nachträgliche Abänderungen prioritär übersetzt werden sollen. Diese Priorität werde vom Innenministerium eingehalten, so die Ministerin für Inneres, Annemie TURTELBOOM. Bislang (seit 2009) wurden bereits 52 königliche und 19 ministerielle Erlasse von der Dienststelle übersetzt und im Staatsblatt veröffentlicht.

Zudem hat die Regierung der DG 2009 dem Innenministerium eine Liste von 12 königlichen Erlassen, die noch nicht in Kraft getreten sind, zugeteilt, um sie prioritär ins Deutsche übersetzen zu lassen. Zwei dieser erwähnten Erlasse auf der Liste werden, laut Aussagen der Ministerin Anfang März im Staatsblatt veröffentlicht.

 

Wie aus der detaillierten Antwort ersichtlich, so die Ministerin, respektiert die ZDDÜ die Prioritätenliste, die vom Justizministerium festgelegt und die Liste, die von der DG vorgeschlagen wird. Zudem seien die Übersetzung von neuen Erlassen gesichert, die von Interesse für die Bewohner der deutschsprachigen Region seien, so TURTELBOOM.

 

„Ich freue mich über eine solch detaillierte Information seitens der Ministerin und auch darüber, dass ein koordinierter Ablauf bei der Übersetzung ins Deutsche gesichert ist und wird. Dennoch bin ich verblüfft, dass diese Antwort völlig widersprüchlich zu meinen bisherigen Informationen (und auch dem Pressetext) diesbezüglich ist . In meiner Aufgabe als Föderalabgeordnete bin ich aber gerne bereit in einer solchen Situation für Klärung zwischen den föderalen Behörden und der DG zu sorgen, besonders wenn es dabei um die Berücksichtigung unserer 3. Landessprache  geht“, so Kattrin JADIN.


14.02.2011 - 5. Bürgerforum der PFF-Eupen: Sportförderung und Infrastruktur in der Stadt Eupen

Die PFF-Sektion Eupen organisiert ihr fünftes Bürgerforum, diesmal zum Thema „Sportförderung und Infrastruktur in der Stadt Eupen“. Es reiht sich damit in eine Serie von Foren zu verschiedenen Themenbereichen und Projekten in Eupen ein, die neben einer Bestandsaufnahme auch kritisch hinterfragen:

 

·         Wie verläuft die Sportförderung in Eupen und wie zufriedenstellend ist sie?

·         Welche Infrastrukturen stehen den Sportvereinen zur Verfügung? In welchem Zustand befinden sich diese und sind die Bedürfnisse der Eupener Vereine gedeckt?

 

Das Bürgerforum findet statt am Samstag, den 19. Februar, um 10.00 Uhr im Business Club der AS Eupen (Kehrweg).

 

Die Veranstaltung beginnt mit einer Rundführung durch die neuen Anlagen der AS Eupen. Anschließend geht es in die Debatte mit Vertretern aus dem Sportsektor (Präsident des Eupener Sportbundes, Experte zur Sportstättenentwicklung aus dem Ministerium der DG, Geschäftsführer des Hallenbades). Sie werden über die Ist-Situation der Sportförderung und der hierfür bestehenden Infrastrukturen in Eupen berichten, aber auch Nachfrage und Bedarf thematisieren. Jeder Bürger ist herzlich eingeladen, mit zu diskutieren und seine Sichtweise zu erläutern. Reden Sie mit, denn es ist auch Ihre Stadt!


10.02.2011 - Was macht das Ehrenamt aus?

Am vergangenen Samstag erhielten 16 Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Ehrenamtsbereichen aus der Hand von DG-Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) ihre Zertifikate als »Freiwilligenmanager«.

Das Seminar »Freiwilligenmanagement« fand in enger Kooperation zwischen dem Ministerium der DG und der Akademie für Ehrenamtlichkeit in Berlin statt, die auch die Zertifikate ausstellte. Die Teilnehmer beschäftigten sich an vier Seminartagen mit den Fragen: »Was möchte die neue Generation von Ehrenamtlichen? Wie kann ich Freiwillige gewinnen und in meine Organisation oder in mein Projekt integrieren? Was macht gerade meine Organisation attraktiv für neue Ehrenamtliche? Was gehört zu einer guten Begleitung von Ehrenamtlichen in meiner Organisation?«

Die Teilnehmer konnten viele Anregungen für ihre praktische Arbeit mitnehmen und gaben ihrerseits dem Ministerium noch einige Anregungen für die Förderung des Ehrenamts, wie aus einer Mitteilung aus dem Kabinett von Ministerin Weykmans hervorgeht. Sie wünschen sich demnach weniger Bürokratie, dass Ehrenamt nicht zum Ersatz von Hauptamtlichen führen darf und insgesamt mehr Spaß und Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit. Das Seminar war eine Initiative im Rahmen des Zukunftsprojekts »Miteinander wirken - Vereinsleben und Ehrenamt fördern«. An dem Seminar nahmen folgende Personen teil: Andy Arens und Jean-Luc Schöffers von der KLJ, Christiane Noel vom Elternrat Büllingen, Ignaz Halmes von den Eifel-Bikern Bütgenbach und Mitglied im Sportrat der DG, Irmgard Braun vom Projekt Glaube und Licht, Gaby Soiron vom Sportrat der DG, Christiane Sarlette vom Roten Kreuz Eupen, Erich Lehnen und Christian Krings vom neuen Projekt »Rektor-Peter-Cremer-Museum« in St.Vith, Gaby Born-Zimmermann vom Seniorenbeirat Raeren, Susanne Visé vom SUN-Projekt, Regina Werding von der ASL, Nathalie Schank für die Ehrenamtsprojekte des ÖSHZ-St.Vith, Elvire Wintgens von der Stundenblume, Gerd Brüls von den Ländlichen Gilden und Gisela Cloot von den Landfrauen/Frauen in Bewegung.

 

(Quelle: http://www.grenzecho.net)


09.02.2011 - Kattrin Jadin hinterlegt Resolutionsvorschlag zur garantierten Vertretung deutschsprachiger Repräsentanten in den Berufsverbänden

Die Abgeordnete hinterlegte vor einigen Wochen einen Resolutionsvorschlag, der deutschsprachige Vertreter in Berufsverbänden intellektueller Dienstleistungsberufe garantieren soll. Bislang gebe es keine garantierte Vertretung von Deutschsprachigen in den  entsprechenden Gremien, außer in den Kammern der Berufsverbände, in denen ein besonderes Interesse für die DG bestehe.

Die Deutschsprachigen haben zwar immer die Möglichkeit sich in den Verbänden einzuschreiben, aber gehören dann entweder der französischen oder niederländischen Sprachgruppe an. Natürlich hält sie keiner davon ab, sich als Kandidat bei der Neuzusammenstellung des Nationalrates zu präsentieren, jedoch seien die Chancen sehr gering.

Laut den offiziellen Zahlen vom hohen Rat der Selbstständigen und KMU, seien es rund 1150 Deutschsprachige, die einen intellektuellen Dienstleistungsberuf ausführen. 

Konkret fordert JADIN in ihrem Vorschlag, dass Artikel 1 des königlichen Erlasses vom 27. November 1985 zur Reglementierung der Organisation und der Funktionsweise der Berufsverbände, geschaffen für intellektuelle Dienstleistungsberufe anzupassen und die Anzahl Deutschsprachige zu berücksichtigen, die in diese Klassierung fallen.

„Betonen möchte ich, dass ich ausdrücklich in meinem Resolutionsvorschlag festhalte, dass deutsch eine der drei Landessprachen ist, die es somit einfach zu berücksichtigen gilt. Noch immer werden wir Deutschsprachige zu oft außen vor gelassen, obwohl wir ein gleichberechtigter Teil Belgiens sind“,so JADIN.


04.02.2011 - "Arbeit hat sich gelohnt"

Die Eupener Kammerabgeordnete Kattrin Jadin (PFF) gehörte seit Beginn dieser Legislatur dem Sonderausschuss zur Sicherheit im belgischen Bahnverkehr an.

Hat sich die Arbeit des Ausschusses gelohnt?

Die SNCB ist nach wie vor die Zukunft unseres Mobilitätsverhaltens und bleibt im direkten Vergleich zum Pkw ein sicheres Beförderungsmittel. Aber jede Katastrophe ist eine zu viel. Deshalb war es dringend notwendig, die Organisation der SNCB in Sicherheitsfragen zu durchleuchten und auch seitens der Legislative Forderungen für die Zukunft zu stellen in der Hoffnung, dass diese so bindend wie möglich für die Verantwortlichen der SNCB sind. Vieles von dem, was die breite Öffentlichkeit nicht wusste, ist durch unsere Arbeit zu Tage getreten, und allein deshalb schon hat sich die intensive Arbeit, die unser Ausschuss bewerkstelligt hat, gelohnt.

Sind die Schlussfolgerungen im Abschlussbericht nicht zu allgemein gehalten? Hätte man die Fehler der Vergangenheit und ihre Verursacher nicht beim Namen nennen und somit den Bürgern, den Bahnreisenden und dem Bahnpersonal klaren Wein einschenken sollen?

Die Frage nach der Schuld lässt sich, ehrlich gesagt, nur sehr schwer beantworten, selbst, wenn der Drang nach Personifizierung der Schuld bei manch einem nach einer solch schlimmen Katastrophe sicher verständlich ist. Ziel dieses Sonderausschusses war aber nicht, vereinzelte Personen an den Pranger zu stellen, sondern die gesamte Kultur der Sicherheit kritisch und konstruktiv zu durchleuchten. Die genauen Umstände der Katastrophe von Buizingen werden außerdem zurzeit noch durch die Justiz untersucht.

Was erwarten Sie von der SNCB in Bezug auf die Sicherheit im Bahnverkehr?

Erstens: Die Entscheidungen innerhalb der SNCB-Gruppe müssen transparenter werden. Außerdem muss die jüngste Generation des automatischen Bremssystems TBL1 schneller auf das gesamte Bahnnetz ausgedehnt werden, was heute leider noch immer nicht geschehen ist, und das Sicherheitssystem ECTS, deren komplette Einsetzung erst für 2030 vorgesehen war, sollte spätestens bis 2020 für ganz Belgien einsetzbar sein. Innerhalb der SNCB sollte es eine spezielle Koordinationseinheit für Sicherheitsfragen geben - auch dies ist leider heute noch immer nicht der Fall. Auch muss die gesamte Führung der Personalstruktur innerhalb der SNCB Gruppe besser durchdacht und koordiniert werden. Die SNCB muss resolut in die Zukunft investieren. Dies gilt vor allem für ihr Personal und die Bahninfrastruktur.

(Quelle: http://www.grenzecho.net)


31.01.2011 - Charles Michel neuer MR-Chef

Föderalminister Charles Michel (Foto) ist per Briefwahl zum neuen Präsidenten der frankophonen Liberalen (MR) gewählt worden. Michel erhielt 54,75% der Stimmen, gegenüber 45,25%, die auf seinen Gegenkandidaten, den MR-Kammervorsitzenden Daniel Bacquelaine entfielen. Von insgesamt 33000 MR-Mitgliedern hatten 17802 ihre Stimme abgegeben (54% Wahlbeteiligung). Der 35-jährige Michel tritt die Nachfolge von Didier Reynders an. 

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27.01.2011 - Schwimm-Marathon 2011

Erfolgreiche Teilnahme: Parlamentspräsident Ferdel Schröder sowie einige Mandatare und Personal der Parlamentsverwaltung nahmen am 16. Schwimm-Marathon teil. In der Schwimmhalle Eupen legte das Team des Parlaments binnen einer Stunde knapp 500 Bahnen zurück. Insgesamt wurden in den Schwimmhallen Eupen, Bütgenbach und St.Vith  104 908 Bahnen geschwommen. Für jede Bahn zahlen die Lions Clubs Eupen und St.Vith 20 Cent.

 


25.01.2011 - Fazit von Isabelle Weykmans als Vorsitzende des Europäischen Rates der Tourismusminister

»Ein besonderes Erlebnis«Aus Brüssel berichtet Gerd Zeimers

Eine überaus zufriedene Isabelle Weykmans präsentierte sich gestern Nachmittag vor dem Verkehrs- und Fremdenverkehrsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel, als sie Bilanz ihrer Arbeit als Vorsitzende des Europäischen Rats der Tourismusminister während der zweiten Jahreshälfte 2010 zog.

Im Rahmen der belgischen EU-Präsidentschaft vom 1. Juli bis 31. Dezember 2010 hatte die DG den Vorsitz im Bereich Tourismus inne. Sie tat dies im Namen der EU und nicht als Vertreterin Belgiens. Eine Premiere: Zum ersten Mal saß ein DG-Minister den 28 EU-Mitgliedsstaaten vor - eine Aufgabe, die von Fachministerin Isabelle Weykmans (PFF) wahrgenommen wurde. »Ein ganz besonderes Erlebnis«, wie sie uns gestern anvertraute, kurz bevor sie vor den Parlamentsausschuss trat, um ein Fazit des belgischen EU-Vorsitzes im Tourismusbereich zu ziehen.

Auf Grundlage der Vorarbeit durch den spanischen Vorsitz in der ersten Jahreshälfte wurde unter belgischer Präsidentschaft die Zukunft des Tourismus in der EU diskutiert. Ziel war es, eine gemeinsame Grundlage zu erarbeiten, die in einem zweiten Schritt durch die EU-Kommission gut geheißen werden kann. Und tatsächlich gelang es Isabelle Weykmans beim formellen Ministerrat im Oktober in Luxemburg, einen Kompromiss unter den 27 Mitgliedsstaaten zu erzielen. »Dass sich alle Tourismusminister damit identifizieren konnten, war mir sehr wichtig. Und ich bin stolz und froh, dieses Ergebnis vorzeigen zu können«, so die Eupenerin. »Dadurch wurde ein Prozess in Gang gebracht, der jetzt weiter verfolgt wird.«

Die Grundlage dazu hatte die EU-Kommission im vergangenen Juni mit einer Erklärung unter dem Titel »Europa - wichtigstes Reiseziel der Welt: ein neuer politischer Rahmen für den europäischen Tourismus« gelegt. Diese enthält 21 Maßnahmen in vier Schwerpunktbereichen, die praktisch den roten Faden bei allen Beratungen und Initiativen unter dem belgischen Vorsitz bildeten: Ankurbelung der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors, Förderung eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus, bessere Sichtbarkeit Europas als ganzheitliches, qualitätsvolles und nachhaltiges Reiseziel sowie Einbeziehung des Tourismus in die Politik- und den Finanzinstrumente der Union. Dieser Aktionsrahmen soll in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten und Hauptakteuren der Branche umgesetzt werden.

Die EU ist nicht - wie in anderen Bereichen - regelgebend für den Tourismus zuständig, sondern nur koordinierend - streng nach dem Prinzip der Subsidiarität. Der Mehrwert einer globalen europäischen Tourismuspolitik besteht in der Festlegung gemeinsamer Basiskriterien für einen qualitätsvollen und nachhaltigen Tourismus, im Austausch guter Praktiken und nicht zuletzt in den Fördermaßnahmen, die angesichts der Wirtschaftskrise und der neuen Finanzperspektiven ab 2013 von großer Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang einigten sich die Minister in Luxemburg darauf, keine neuen Strukturen zu schaffen, sondern auf die bestehenden Fonds zurückzugreifen, um diese Mittel künftig auch gezielt in der Tourismusentwicklung einzusetzen.

Was das Qualitätsmanagement kann sich so manche Tourismusregion in Europa ein Beispiel an der DG nehmen, die im Grunde schon das praktiziert, was die EU jetzt in Sachen Nachhaltigkeitsförderung flächendeckend anstrebt. »Wir in der DG hoffen, weiter Strukturmittel zu erhalten und auch nach 2013 von den Interreg-Programmen zu profitieren«, so Weykmans.

Als weitere positive Entwicklung ihres Vorsitzes erwähnte Weykmans noch die rege Teilnahme des Sektors (400) am Europäischen Tourismusforum im November auf Malta, das von der DG organisiert wurde, sowie die Teilnahme von 17 Mitgliedsstaaten an einem Arbeitstreffen der Minister zum Abschluss des Forums.

»Die Arbeit geht nahtlos weiter, und Belgien freut sich, die Grundlage für konkrete Maßnahmen geschaffen zu haben«, lautete das Fazit der DG-Ministerin gestern vor den EU-Parlamentariern.

(Quelle: http://www.grenzecho.net/)

 


14.01.2011 - Neujahrsempfang 2011 in Manderfeld

Am Dienstag, 11. Januar fand der alljährliche Neujahrsempfang der PFF in diesem Jahr in Manderfeld im Restaurant „Eifeler Hof“ in der Sektion Büllingen statt. Im gutbesuchten Saal fanden sich neben Mitgliedern, natürlich auch die Mandatare der PFF, aber auch der MR ein. So war neben MR-Präsident Didier REYNDERS auch die beiden Anwärter auf den Präsidentenposten der MR (die Wahlen finden am 14.02 per Briefwahl statt) Daniel Bacquelaine und Charles Michel anwesend. Durch das Programm führten der JFF-Präsident Alexander Miesen und der Mitarbeiter von Kattrin Jadin und Vervierser MR-Kommunalpolitiker Maxime Degey.


Der Sektionspräsident von Büllinge, Walter VELZ hielt eine kurze Ansprache mit interessanten Hintergrundinformationen über die Gemeinde Büllingen.


Im Anschluss folgten die traditionellen Neujahrsansprachen. Den Beginn machte Alexander MIESEN, JFF-Präsident, der auf die Situation der DG und die damit verbundene Arbeit der jungliberalen Ministerin Isabelle Weykmans einging. Dabei führte er Themen an wie das Regionale Entwicklungskonzept, da PPP-Projekt, das Krisendekret und natürlich ihre besondere Leistung im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes.
Desweiteren ging er auf die gute interne Zusammenarbeit mit der Jeunes MR und der MR ein und die dort bevorstehende Präsidentschaftswahl.
211 Tage nach den Wahlen wollte er auch nochmal klar hervorheben, das es nicht an den Liberalen liegt, das die Regierungsbildung solche Probleme bereitet, da die Liberalen bei den Debatten um die Zukunft unseres Landes ausgeschlossen sind.


Als nächste Rednerin kam die PFF-Vorsitzende Kattrin JADIN ans Rednerpult. Sie blickte auf das vergangene Jahr 2010 und erinnerte an viele tragische Ereignisse, wie das Erdbeben in Haiti, das Zugunglück von Buizingen, die Gasexplosion von Lüttich und die Aufdeckung des Missbrauchsskandals in der Kirche. Auch erinnerte sie an den Tod des ehemaligen Gemeinschaftssenators Berni Collas, der am 16. September 2010 im Alter von 56 Jahren verstorben war. „Wir sind über seinen Tod tief bestürzt. ER hat sein Amt stets mit großer Leidenschaft verwaltet und war als überzeugter Föderalist ein Vermittler und ein großer Verfechter der liberalen Werte.“ Sie erinnerte aber auch an Daniel Ducarme, der am 28. August im Alter von 56 Jahren verstorben war und an Antoine Duquesne, welcher am 4. November 2010 im Alter von 69 Jahren verstarb.
Auf politischer Ebene war das Jahr gekennzeichnet durch eine große Instabilität. Die Liberalen bleiben weiter außen vor, und auf föderaler Ebene kommt man nicht voran und lässt wichtige sozio-ökologische Themen außen vor. Jetzt muss man schauen, was man auf föderaler Ebene noch gemeinsam machen will.
Was die bevorstehende Präsidentschaftswahl der MR angeht, gab Kattrin Jadin keine Wahlempfehlung. Die Entscheidung fällt zwischen dem MR-Kammerfraktionsvorsitzenden Daniel Bacquelaine und dem Föderalminister Charles Michel. „Wichtig ist, das die PFF auch unter dem neuen Präsidenten den wichtigen Stellenwert behält.“


Als letzten Rednern empfingen die PFF-Mitglieder Vizepremierminister und MR-Präsident REYNDERS, der auf die aktuelle politische Krise einging. „Wir haben in dieser ausweglosen Lage immer zwei Dinge betont. Obschon wir Liberale bei den Verhandlungen außen vor bleiben – dabei akzeptieren wir auch die Entscheidungen des Königs – übernehmen wir einerseits Verantwortung. Das haben wir bei der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft bewiesen, und das haben wir auch der Handhabung der Haushaltspolitik im vergangenen Jahr gezeigt. Und ähnlich verantwortungsbewusst verhalten wir uns auch, wenn das Budget für 2011 geschnürt werden soll. Andererseits haben wir gesagt, dass auch wir an der institutionellen Debatte beteiligt werden wollen, aber nur, wenn sich die Methode ändert.“


Als unterhaltendes Rahmenprogramm begeisterte der junge Ilias Kennes am Dudelsack und der Komiker Raymond Andres blickte mit sehr subtilem Humor auf die Bankenkrise zurück und veranschaulichte mit Ironie, was jeder einzelne von uns damit zu tun hat.

Als letzten Programmpunkt wurde das traditionelle Neujahrsessen angekündigt. Musikalisch begleitet wurden die Anwesenden dabei von dem Alleinunterhalter Willy Schmitz.
So ließ man den Abend in geselliger Runde ausklingen. 


13.01.2011 - Kattrin JADIN hinterlegt Resolutionsvorschlag zur Förderung des weiblichen Unternehmertums

Im Bezug auf die Entwicklung des weiblichen Unternehmertums in Belgien zeichnen sich große Unterschiede zu Ländern wie Kanada, Italien, England oder den Vereinigten Staaten ab, die bereits seit den 70er Jahren eine offensive Politik betreiben, um weibliche Selbstständige zu unterstützen.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte konstatiert man einen großen Anstieg von Frauen, die einer Arbeit nachgehen. Momentan sind 30 Prozent des belgischen Unternehmertums Frauen, jedoch entwickelt sich diese Zahl nicht weiter. Die Furcht vor einem prekärer sozialen Status, die mangelnden Strukturen zur Kleinkindbetreuung und ein geringes Selbstbewusstsein der Frauen, werden als Grund für die Stagnation dieser Zahlen angesehen.

In erster Linie geht es den Frauen darum, ihre Kinder nicht zu vernachlässigen. Der Sozialstatus muss verbessert werden, sowie die Netzwerke von Frauen gestärkt werden, so in der Mitteilung der Abgeordneten.

Konkret beinhaltet JADINs Appell an die Regierung folgende Punkte:

Schaffung eines föderalen Zentrums für das weibliche Unternehmertum, in dem Informationen zentralisiert werden und Internetportale zum Austausch geschaffen werden. Vorbild hierfür sollen ausländische Ideen geben. Die Kleinkindbetreuung soll verbessert werden. Der Unternehmergeist soll bereits bei jungen Frauen früh genug in der Schule geweckt werden. Angepasste Ausbildungen zur Spezifizität von Frauen sollen geschaffen werden. Dem weiblichen Unternehmertum mehr Sichtbarkeit verschaffen und die Bevölkerung hierfür sensibilisieren. Auch „Homeworking“ durch Maßnahmen des Staates verstärkt einführen und unterstützen. Die Zahl der weiblichen Selbstständigen besonders in bestimmten Bereichen stärker fördern, wie Technologie und Wissenschaft. Auch die Finanzierung von weiblichen Projekten einen größeren Stellenwert einräumen.

JADIN, die ebenfalls Vizepräsidentin des Wirtschaftsausschusses in der Kammer ist, liegt diese Thematik sehr am Herzen: „Als Frau kann ich die Sorgen und Ängste der selbstständigen Frauen sehr gut nachvollziehen. Familie und Arbeit zu vereinbaren ist schwer genug, aber dann noch ein Unternehmen zu leiten, das tagtäglich viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt, ist eine zusätzliche Herausforderung. Deshalb müssen geeignete Strukturen geschaffen werden, damit auch Frauen diese Möglichkeit erhalten und ihr Interesse geweckt wird.“


10.01.2011 - Neujahrsempfang 2011


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